Hallo,

ich bin neu hier im Forum.

Eine kurze Zusammenfassung warum ich hier bin und nach Tipps für mein Problem suche.

Vor 9 Monaten hatte ich einen schweren Unfall, wobei ich mir mehrere Wirbel gebrochen habe, diese wurden versteift, die Versteifung soll zum Glück bald wieder raus:)
Die Knochen sind laut MRT auch gut verheilt, Schmerzen habe ich auch keine.
Kurz nach meinem Unfall, hatte ich nachts eine heftige schwindelatacke, dass war wohl ein gutartiger Lagerungsschwindel, dieser ist zum Glück auch schnell wieder vorbei gegangen.
Danach litt ich noch lange unter Schwankschwindel, was durch die Verspannungen, neue Haltung, Stress zustande kam.
Mittlerweile war ich bei unzähligen Untersuchungen bezüglich des Schwindels, bei allen Untersuchungen war wie es zu vermuten war alles in Ordnung.

Die ganze Zeit nach dem Unfall litt ich unter einer großen Anspannung, alles fiel mir extrem schwer, hatte Angst umzukippen, fühlte mich nicht mehr ich selbst.

Seit dem ich jetzt weiß, dass körperlich alles in Ordnung ist, geht's mir generell schon besser und die innere Anspannung und Verkrampfung lässt nach, kann mich auch teilweise wieder entspannen und das Leben genießen.

Leider sitzt die Angst aber wohl noch tief in meinem Kopf drin, denn täglich überfällt mich zeitweise die Angst, Innere Unruhe.
Generell betreibe ich sehr gerne Sport, lange Zeit konnte ich aufgrund meiner Verletzung keinen Sport machen, wenn ich jetzt z.b. ein Cardiotraining auf dem Crosstrainer mache, geht's mir danach richtig gut, nur ein paar Stunden später überrennt mich dann die Angst, Innere Unruhe, die Unruhe Angst ist dann extremer als wenn sie einfach so am Tag Auftritt.

Zurzeit nehme ich 2 Baldrian Dragees, Vivinox Day, gefühlt bringt es mir keine große Besserung.

Arbeiten gehe ich normal, obwohl es mir teilweise sehr schwer fällt, dass war nach der Operation aber extremer, da dachte ich teilweise umzuklappen, nicht mehr laufen zu können, jetzt ist es manchmal eine innere Unruhe,Angst.

Jetzt werde ich ja in ein paar Wochen operiert ca. in 4 Wochen, daher versuche ich die Zeit so möglichst noch gut zu überstehen und falls es mir danach nicht besser geht, Professionelle Hilfe zu suchen, da mich der Rücken vom Gefühl noch sehr blockiert.

Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps was ich in der Zeit machen kann?
Medikamente möchte ich möglichst erstmal nicht nehmen, nur falls es nicht mehr geht.

Bei einer Angstatacke ist mein Blutdruck normal, der Puls um ca. 20 Schläge erhöht, ein Zittern habe ich nicht, höchstens nach einer Cardioeinheit in den Beinen.

28.03.2018 13:12 • 28.03.2018 #1


1 Antworten ↓

Icefalki
Hallo Jochen, herzlich willkommen bei uns.

Meinst du nicht, dass man nach so einem Unfall nicht mal wirklich Angst haben darf? Ein intelligenter Mensch, etwas sensibler als vielleicht andere, darf doch mal wirklich von solch einem Trauma geschockt sein. Das zu verarbeiten ist nicht ohne.

Denk aber über den Unfall hinaus. Was bist du doch für ein wahnsinns Glückspilz, dass du das überlebt hast. Und hier kannst du ansetzen, dass du das positive sehen darfst. Du bist davongekommen. Natürlich schüttelt dich das innerlich, aber nichts desto trotz, du hast das gepackt.

Wenn's dich also umtreibt, dann guck dich an, und finde dich klasse. Du bist ein Überlebender, der jetzt zwar den Schock noch verdauen muss, aber du hast es geschafft. Nur das zählt.

28.03.2018 14:41 • #2