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Ich nehme seit letztem Jahr 100mg Sertralin, vorher Escitalopram. Dazu Pregabalin.
Zitat von Peekay:
Klar hatte ich schon mehrfach solche Zustände, immer dann wenn ein oder zwei Medis ihre Wirkung verlieren.
Ich vermute da geht noch was, Pregabalin kenne ich nicht, ist wohl zum Schmerzen runterfahren, Serta 100 habe ich auch, ist nicht hoch und nur leicht antidepessiv. Mich wundert es dass Promethazin als Dauermedikament eingesetzt wird. Das ist ja vermutlich der Baustein den du brauchst und der aus dem Tritt ist.Würde ich wirklich mit dem Psychiater besprechen wie du auch was zum runterfahren bekommst und wichtig ist mMn auch, dass du beim Gespräch den Zustand deutlich schilderst
Zitat von Peekay:
Tiefschlaf sehr wenig, mein Schlafdurchschnitt liegt bei drei Stunden.
Das ist echt nicht viel, reicht vermutlich nicht für eine Beruhigung des Nervensystems.
Zitat von Peekay:
Wohne ohne Garten, relaxen geht nicht, macht mich nach fünf Minuten irre . Bewegung geht nur eingeschränkt aufgrund meiner starken Schmerzen. Aber rumlaufen müsste dir doch was gebracht haben?
Vielleicht geht Progressive Muskelentspannung oder ähnliches?
Bei mir war's ein getriebenes Laufen mit Panik und Stress, also geht so. Ab und an nach paar Stunden in der Nacht kam schonmal ein Ticken Ruhe rein, aber insgesamt war ich aufgezogen wie ne Sprungfeder und auch im Laufen sehr depressiv unter Druck, also der Zustand musste unterbrochen werden.
Ich hoffe dass du einen machbaren Ansatz findest, hoffentlich hört der neue Psychiater gut zu.
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x 1#21
Peekay Mitglied
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@Sonnenzauber strukturiert, das heißt für mich, vormittags putzen, feste Essenszeiten, nachmittags PMR, zweimal in der Woche einkaufen. Alleine rausgehen klappt nicht, da brauche ich Begleitung, durch Schwindel und Gangunsicherheit hab ich große Ängste. Schaffe es mal grade so ums Haus meinen Müll zu entsorgen. Tavor ist nach wie vor im Gespräch, aber zusammen mit Blutdrucksenkern hauts mich halt um und das ist nicht gut.
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#22
A
KPTBS, körperliche Symptome, nicht auszuhalten
x 3
Peekay Mitglied
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@Feuerschale
Zitat von Feuerschale:
Ich vermute da geht noch was, Pregabalin kenne ich nicht, ist wohl zum Schmerzen runterfahren, Serta 100 habe ich auch, ist nicht hoch und nur leicht antidepessiv. Mich wundert es dass Promethazin als Dauermedikament eingesetzt wird.
Pregabalin ist für neuropathische Schmerzen und ebenfalls gegen Angst. Das hat mich vor ein paar Jahren aus einem schlimmen Zustand gerettet. Promethazin war anfangs schon ganz gut, aber die Dosierung würde halt im Laufe der Jahre immer mehr. Auf jeden Fall werde ich alles genau erzählen. Ich hoffe das die neue mir weiterhelfen kann, denn die vorherige war zwar sehr lieb und nett, aber hatte zum Ende hin keine Lösung mehr gefunden.
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x 3#23
L
Lebenswert Mitglied
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Liebe Peekay,,
hoffentlich geht es dir bald besser, das klingt sehr belastend. Mir persönlich hat eine Psychotherapie mit EMDR sehr nachhaltig gegen die Symptome geholfen. Es gibt leider immer noch nicht viele Therapeuten, die so etwas anbieten. Es war sehr langwierig und extrem anstrengend und nach manchen Sitzungen ging es mir richtig schlecht. Aber insgesamt ging es mir doch sehr viel besser. Durch das EMDR werden die verschiedenen Trauma-Erinnerungen wie normale Erinnerungen ins Gehirn einsortiert. Dann sind sie zwar immer noch da, aber weniger belastend und überfallen einen nicht ständig in irgendeiner Form. Das Nervensystem kann zur Ruhe kommen und die ständige Alarmbereitschaft hört auf. Ich hatte psychosomatische Schmerzen, die sind jetzt weg. Ebenfalls sehr schnell weg ging der Druck, mir selbst zu schaden. Ich brauche jetzt keine Skills, der Druck ist einfach weg, schon seit Jahren. Ich konnte so auch aufhören zu rauchen.
Natürlich muss in der Therapie noch mehr erfolgen als nur EMDR. Ich weiß, dass EMDR bei kPTBS sehr umstritten ist und dass es auch Menschen (Therapeuten und Patienten) gibt, die es ablehnen. Mir hat es sehr geholfen, ich habe ein ganz anderes Leben als vorher. Meine Therapie hat insgesamt etwas über zwei Jahre gedauert, ich war ca. einmal die Woche da (minus Urlaubszeiten) und hatte in ca. 50-60 Sitzungen EMDR (von knapp 100 Sitzungen). Das war anstrengend und man muss das auch durchziehen wollen, aber sehr wirkungsvoll.
Medikamente wollte ich immer nicht (wurden aber schon angeboten), ich bin total empfindlich auf alles, vertrage auch keinen Alk.. Wenn ich gar nicht schlafen konnte, hat bei mir dieses Lasea gereicht, um mich bisschen zu beruhigen. Ich bin aber wie gesagt auch sehr empfindlich. Wollte es nur als Idee einwerfen, dass es auch Möglichkeiten ohne Medikamente gibt. Vor allem, weil die Medikamente ja auch problematisch zu werden scheinen. Bei mir hat das EMDR überhaupt erst bewirkt, dass ich in einen Zustand komme, in dem ich Selbstfürsorge in all ihren Ausprägungen betreiben kann.
Alles Gute für dich ☺
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x 2#24
Peekay Mitglied
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@Lebenswert erstmal danke für deine lieben Worte.
Zitat von Lebenswert:
Natürlich muss in der Therapie noch mehr erfolgen als nur EMDR. Ich weiß, dass EMDR bei kPTBS sehr umstritten ist und dass es auch Menschen (Therapeuten und Patienten) gibt, die es ablehnen.
Ja ich hab schon einiges über EMDR gehört, aber es gibt wohl noch zwei andere Verfahren, aber ich weiß Grad nicht wie die heißen. Klar ist nicht jede Therapieform für jeden geeignet. Aber ich hatte ja schon erwähnt dass ich hier keine Chance habe einen Therapeuten zu finden. Aber es freut mich dass es dir gut geholfen hat. Du bist allerdings auch noch sehr jung. Dir steht die Welt noch offen. Ich für mich bin froh das es Medikamente gibt, ohne die wäre ich wohl nicht mehr hier. Aber auch das ist ja individuell von Mensch zu Mensch.
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x 1#25
blue1979 Mitglied
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Hi peekay, Wann hast du deinen Termin bei der neuen psychiaterin und wie geht es dir ?
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#26
Peekay Mitglied
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@blue1979 hi, ich war gestern dort. Katastrophe, ich hab gefragt was in meiner Akte für Diagnosen stehen. GAS wurde nicht in kPTBS geändert, insgesamt standen 6 Diagnosen darin. Hab sie nimmer auf dem Schirm. Hatte ihr von den Medikamenten erzählt, auch da stand nicht alles korrekt in der Akte. Ihr Vorschlag war morgens und mittags je 0,5 Tavor zu nehmen. Ist für mich nichts halbes und nichts ganzes. Denn die Dosierung ist morgens zu wenig, da merke ich nichts von. Aber ich mache es so wie mir aufgetragen wurde. Dann wollte sie mein Pregabalin auch aufsplitten. Das habe ich abgelehnt, denn von denen geht kein beruhigender Effekt aus. In zwei Wochen muss ich wieder hin. Also hänge ich weiterhin mit der Symptomatik in der Luft. Zudem habe ich gerade derben Stress, hab hier n Wasserschaden, hier stehen Bautrockner und ewig sind hier Handwerker. Nicht wirklich auszuhalten für mich.
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#27
Dunkelbunte Mitglied
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Veränderungen im Leben, seien es Medikamente, zwischenmenschliches, Beruf, Wohnsituation, Finanzen etc triggern massiv das Trauma.
Ich habe auch eine kPTBS. Das heißt, du hast eine über einen langen Zeitraum systemische (frühkindliche) Traumatisierung erlebt.
Diese wird in aller erster Linie durch Kontrollverlust getriggert. Vielleicht sogar in Gänze eine Re-Traumatisierung.
Du hast jetzt 2 Möglichkeiten.
Du ballerst erneut Chemie drauf um dich ruhig zu stellen.
Oder du gibst deiner Seele, deinen Stresshormonen und deinem Gehirn Zeit.
Dazu gehört Aushalten und lernen es anders zu bewerten.
Jetzt ist nicht damals. Dein Körper denkt, du wärst mitten im Trauma. DU aber weißt es besser und kannst und musst dir helfen.
Durch Zeit.
Eine Traumatherapie braucht auch Zeit. Es gibt für dich keine schnelle Lösung.
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x 1#28
blue1979 Mitglied
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@Peekay Hallo Peekay,
hm ok das ist schade die Diagnosen nicht vollständig übernommen wurden aber das kann sie in Laufe der Behandlung noch bestimmt nachholen. Ich finde es gut das du in 2 Wo wieder einen Termin hast und ihr eine Rückmeldung wegen Medis geben kannst. Ich finde es schon mal optimistisch, das sie bereit ist, dir Tavor weiter zu verschreiben. Thema Benzo spaltet auch die Ärzteschaft...ich würde nach ihrer Vorgabe diese Dosierung ausprobieren und in 2 Wo eine Rückmeldung geben und schauen das sie dir einen neuen Vorschlag macht.
Der ganze Stress mit Handwerkern im Hause usw. ist natürlich auch eine Ausnahmesituation die aber hoffentlich in paar Wochen auch vorüber ist. Für mich war es auch eine unglaublich belastende Situation fremde Männer in meine Wohnung zu lassen wenn ich allein war. Egal ob Ablesedienst oder Handwerker (plus Baulärm) , hatte auch aufdringliche Türgeschäftsvertreter im Wohnzimmer statt an der Haustür (keine Grenze gesetzt) . Es wurde mit der Zeit besser -warum und wiso weiss ich selber nicht. Ich kann dir auch nicht sagen, wie du mehr innere Sicherheit bekommen kannst.
Traumatherapie - da hast du geschrieben das es keine Therapeuten in deiner Nähe gibt und daher diese Option erstmal nicht da ist. Dennoch Hoffnung nicht aufgeben, das eines Tages eine neue Praxis in deiner Nähe eröffnet wird. Ich sehe eine Traumatherapie nicht als Allheitsmittel an : es ist eine sehr gute Option aber wenn diese Option nicht gegeben wird dann bleiben nicht mehr viele Wege offen ausser Schulmedizin oder Alternativmedizin (Blick in andere Kulturen, wie sie mit PTBS umgehen) und Selbsthilfe.
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x 1#29
Peekay Mitglied
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@Dunkelbunte
Zitat von Dunkelbunte:
Das heißt, du hast eine über einen langen Zeitraum systemische (frühkindliche) Traumatisierung erlebt.
Ja, aber nicht nur da, das zog sich bis ins Erwachsenenalter.
Zitat von Dunkelbunte:
Du ballerst erneut Chemie drauf um dich ruhig zu stellen.
Oder du gibst deiner Seele, deinen Stresshormonen und deinem Gehirn Zeit.
Ja, ich bin ohne Medis nicht lebensfähig. Zeit, Zeit vergeht seit 38 Jahren. Mittlerweile habe ich mir viel Wissen abgelesen. Ich nehme mir Zeit für mich, habe schon viel versucht, aber es half nie etwas.
Zitat von Dunkelbunte:
Jetzt ist nicht damals. Dein Körper denkt, du wärst mitten im Trauma. DU aber weißt es besser und kannst und musst dir helfen.
Ja klar, mein Körper hat die ganzen Traumata gespeichert und ich weiß dass ich im Jetzt lebe. Aber das nützt mir nichts. Ich selber kann mir an diesem Punkt nicht mehr helfen.
hm ok das ist schade die Diagnosen nicht vollständig übernommen wurden aber das kann sie in Laufe der Behandlung noch bestimmt nachholen.
Dazu müsste sie eine komplett neue Anamnese erarbeiten.
Zitat von blue1979:
Ich finde es schon mal optimistisch, das sie bereit ist, dir Tavor weiter zu verschreiben. Thema Benzo spaltet auch die Ärzteschaft...ich
Die Vorgängerin hat mir zugesichert dass ich Tavor als Dauermedikament weiterhin bekomme.
Zitat von blue1979:
Ich kann dir auch nicht sagen, wie du mehr innere Sicherheit bekommen kannst.
Ich habe bewusst mit dem was mir alles wiederfahren ist meinen Frieden gemacht.
Zitat von blue1979:
Ich sehe eine Traumatherapie nicht als Allheitsmittel an : es ist eine sehr gute Option aber wenn diese Option nicht gegeben wird dann bleiben nicht mehr viele Wege offen ausser Schulmedizin oder Alternativmedizin
Ich weiß dass es da verschiedene Praktiken gibt, die macht halt nur ein Traumatherapeut.