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B
Tavor alleine kann schon zu Atemdepressionen führen oder Tavor (ab 5mg aufwärts) mit einer Packung Mon Cherry. Oder 10mg Rivotril mit 2 Flaschen B.. Es stimmt ja was Du sagst, aus diesem Grund gehe ich erst einmal so langsam als möglich mit dem Rivotril runter und versuche nach einer Karrenzzeit (6 Tage habe ich ja schon geschafft) das Lyrica langsam einzuschleichen. Die anderen Kombinationen wie Rivotril und Paroxetin sind ja auch nicht gerade ohne. Ich habe jetzt jede Menge Berichte gefunden in denen auch ambulant das Clonazepam mit Hilfe von Lyrica entzogen wird. Teilweise nehmen die Patienten bis zu 5mg Clonazepam UND 2 x 25mg Lyrica dazu. WENN ich mit Lyrica einsetze, dann mit MAXIMAL 10 - 20mg über den gesamten Tag verteilt, eher noch weniger. Meine aktuelle Tagesdosis Clonazepam (Rivotril) liegt je nach Stressfaktor bei max. 0.8mg, tendentiell eher weniger.

21.01.2013 17:27 • #21


Zitterchen
Hallo,
also wollte euch auch noch berichten von meinen Lyrica:) ALso sie lagen monatelang zu hause weil ich mich nicht traute sie zu nehmen, jetzt hab ich s getan, angefangen abend s vor dem bettgehen (um mögliche nebenwirkungen zu überschlafen). Und ich muss sagen es hilft mir sehr gut, das gedankenkarussels ist von 100% auf 20% gedrosselt,
nebenwirkungen waren die erste zeit etwas übelkeit und bisschen schwindel. Aber was solls das hab ich ja sonst auch immer
ALso Burgmann trau dich ran vielleicht hilft es dir auch so gut wie mir und man ärgert sich wieso man sol lange gewartet hat:(
Ach ja und ich nehme 75mg hab ich auch gleich damit angefangen. und tavor nehme ich auch zu bedarf und laut meines artztes verträgt es sich nur die wirkung wird eventuell etwas verstärkt, daher nehme ich seitdem 0,5 tavor statt 1mg tavor.

GLG Zitterchen

21.01.2013 17:32 • #22


A


Wirkungseintritt Lyrica

x 3


B
Hallo Zitterchen,

Du nimmst Lyrica und trotzdem noch Tavor bei Bedarf? Oder nimmst Du Lyrica um das Tavor zu entziehen? Kannst Du nicht theoretisch das Lyrice leicht hoch dosieren um auf Tavor ganz zu verzichten?

22.01.2013 09:09 • #23


Britschi
Hallo Burgmann,
bei mir ist wie bei Zitterchen: ich habe 2 x 75 mg Lyrica als Dauermedikation und ZUSÄTZLICH Tavor als Bedarfsmedikation (also bei einer akuten Panikattacke). Bisher (seit 9 Monaten) habe ich das Tavor aber erst einmal gebraucht, weil die Angst und Panik mit Lyrica so gut wie verschwunden sind, auch das ständige Gedankenkreisen übrigens. Zugenommen habe ich damit nicht. Ich hoffe, diese Infos helfen Dir und nehmen Dir die Angst vor Lyrica.
Lieben Gruß,
Britschi

22.01.2013 12:30 • #24


M
Mit 2 x 75 mg Lyrica am Tag kann man ein normales Leben führen? Ich konnte es schon mit 25 mg nicht. Dieses Gefühl wie besoffen den ganzen Tag und wie auf Watte laufen fand ich furchtbar und darum hab ich das nicht lange mitgemacht.

Ebenso ist es ja auch mit Benzos. Es ist doch kein normaler Zustand und das spürt man doch. Auch das Gefühl fand ich nie toll. Man stumpft doch ab, es sind doch keinen normalen Gefühle mehr im Leben.

22.01.2013 21:28 • #25


B
Zitat von Malte:
Mit 2 x 75 mg Lyrica am Tag kann man ein normales Leben führen? Ich konnte es schon mit 25 mg nicht. Dieses Gefühl wie besoffen den ganzen Tag und wie auf Watte laufen fand ich furchtbar und darum hab ich das nicht lange mitgemacht.

Ebenso ist es ja auch mit Benzos. Es ist doch kein normaler Zustand und das spürt man doch. Auch das Gefühl fand ich nie toll. Man stumpft doch ab, es sind doch keinen normalen Gefühle mehr im Leben.



Malte, ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie wirkst Du etwas kätzersich in vielen Deiner Beiträge. Siehst Du, so ist das eben: Manche brauchen 100mg um zu LEBEN, andere fühlen sich bei einem Bruchteil dessen wie in einer Glocke. Natürlich dämpfen mich die Benzos auch zeitweise, aber heute z.B. war es so, dass ich nach der osteophatischen Behandlung sehr, sehr müde war - eigentlich wie immer danach. Irgendwann wurde das richtig heftig, müde und taumelig. Ich habe dann EINEN Tropfen Benzo genommen und war nach 10 Minuten wach, klar, konzentriert, nicht gedeckelt. Mit dem SOlian damals war ich so sortiert wie noch nie, bis die Nebenwirkungen kamen. Und mit einem AD (Sertralin) bekam ich so gewaltige Energieschübe auf einen Schlag, ich hätte Marathon laufen können. Bis die Nebenwirkungen kamen. Ich denke, bei 75mg Lyrica würde ich vermutlich 5 Tage im Koma liegen, wohingegen andere meine effektive Wirkungsmenge mit dem halben Nasenloch lachend wegschnupfen könnten. Es ist bei jedem eine Frage der Verträglichkeit, der Dosierung und wohl auch der Einstellung. Du scheinst ein Angstrebell zu sein der die Faxen dicke hat und nun auch so irgendwie klarkommt, aber manchmal wirkst Du auf mich in Deiner Art zu schreiben auch ein wenig abgestumpft, wie vom leben ge*ickt. Was okay ist. Und zu den Gefühlen: Nur noch kreisende Gedanken, nur noch Angst, im Wechsel lachen, weinen, zittern, müde, voll aufgedreht, immer wieder Angst was wäre wenn und kann ich oder soll ich oder darf ich... das ist auch kein normales Gefühl im Leben mehr, oder?

Und inzwischen ist man ja schon weit genug zu wissen, dass bei manchen Menschen eben ein Ungleichgewicht an Botenstoffen herrscht, oder ein Mangel. Was spricht dagegen, diesen auszugleichen? Wenn ich schlecht sehe, brauche ich auch eine Brille. Wenn bei Dir nichts wirkt oder zu heftig, dann brauchst Du es entweder nicht ODER die Dosis war total falsch eingestellt.

Übrigens: Wie ist es denn nun mit Lyrica und der Libido, kann und möchte da jemand was zu sagen? Selbst meine Osteopathin hat heute über Lyrica positiv berichtet, sie hat mal eine Zeit lang bei einer Psychologin gearbeitet und hatte viele, positive Rückmeldungen von Patienten mit Lyrica...

22.01.2013 22:58 • x 2 #26


Britschi
Ich glaube schon, dass die Libido unter der Einnahme von Lyrica - und übrigens auch fast aller ADs - gebremst ist. Ich kann das persönlich aber nur aus der Sicht einer Frau berichten, und noch dazu bin ich 63 Jahre alt und das Thema Sex ist nicht mehr so sehr wichtig ... Dennoch: ein Leben ohne Panik etc. ist doch wichtiger als die Libido. Wer schon mal unter richtigen Panikattacken gelitten hat und/oder seine Tage mit dunklen Gedanken verbringt, der wird verstehen, was ich meine. Und natürlich: bei jedem Menschen sind sowohl Wirkung als auch Nebenwirkungen eines Medikamtes so unterschiedlich wie die Menschen selbst - das auch noch mal speziell an Malte. Ich bin mit meiner Medikation ganz und gar kein Zombie, sondern kann endlich klar und strukturiert denken und handeln, und auch meine Gefühlswelt ist besser als vorher. Ich berichte hier ausdrücklich nur meine persönlichen Erfahrungen und meine Meinung und respektiere auch jede andere Ansicht.

23.01.2013 00:31 • #27


B
Lyrica ist KEIN Ad.

23.01.2013 20:57 • #28


Britschi
Danke, das weiss ich. Sonst hätte ich ja auch geschrieben: ... wie auch aller ANDEREN AD. Lyrica ist ein Antiepileptikum.

23.01.2013 23:04 • #29


B
Zitat von Britschi:
Danke, das weiss ich. Sonst hätte ich ja auch geschrieben: ... wie auch aller ANDEREN AD. Lyrica ist ein Antiepileptikum.


Okay, leicht unglücklich geschrieben, schwer unglücklich gelesen, noch unglücklicher verstanden. Danke.

24.01.2013 17:07 • #30


F
Burgmann, das war knapp, bist grade nochmal so aus dieser Nummer rausgekommen......

24.01.2013 18:02 • #31


E
Ich hab mal eine ganz allgemeine Frage zu Lyrica. Ich habe eine generalisierte Angststörung und habe aufgrund von Schlafstörungen bisher Mirtazapin genommen. Da ich eine Kindheitsepilepsie hatte, nehme ich zusätzlich noch 300 mg bis 600 mg Orfiril. Nun habe ich schon mehrfach von Lyrica gehört, dass sowohl antiepileptisch als auch angstlösend wirkt, was bei mir sehr gut wäre. Ich sprach heute meinen Neurologen darauf an und er hielt dies für eine gute Idee, meinte aber, ich solle es vorerst noch mit dem Mirtazapin versuchen, indem ich nochmal um 3mg höher gehe.

Kann es sein, dass manche Neurologen das Lyrica ungerne verschreiben, weil es recht teuer ist?

Würde mich da über eure Erfahrungen freuen!

Danke!

31.01.2013 20:44 • #32


F
Also genau weiß ich´s nicht. Ich bekomme Lyrica seit ca. 3 Jahren regelmäßig verschrieben, momentan insges. 300 mg pro Tag.
Hab gerade mal nachgesehen, laut meinen letzten Notizen kosten (z. B.) 100 Stk. à 100 mg satte 185,- Euro. Mahlzeit.

01.02.2013 11:14 • #33


E
Hallo Felixx,

hilft es dir denn?

01.02.2013 12:28 • #34


RainerSkeptiker
Hallo,
also ich habe Lyrica wegen vermuteter neuropathischer Schmerzen im Brust und Schulterbereich bekommen. Nun bin ich auch angstgestört und nahm jahrelang Benzodiazezin. Eine unangenehme Erscheinung ist extreme morgendliche Unruhe. Ausgesprochen zappelig rutsche ich hin und her und an Zeitung oder anderes lesen ist nicht zu denken. Das hatte sich jetzt die letzten Wochen etwas vermindert.
Nun nahm ich abends das erste Mal Lyrica. Die Schmerzen waren am Vormittag wirklich deutlich geringer , aber meine Unruhe so schlimm wie noch nie. Ein schlechter Tausch und ich bin unsicher, ob ich das Medi noch mal nehme!
Gruß
Rainer

01.02.2013 15:17 • #35


F
@ elena: Ja, es hilft mir sehr, und darum nehm ich´s weiter. Und niemals Nebenwirkungen.

02.02.2013 18:38 • #36


E
Vielen Dank euch beiden für Eure Antwort.

Felix: Darf ich nochmal fragen wofür du es genau nimmst?

Dass du keine Newbenwirkungen hast, freut mich.

02.02.2013 22:39 • #37

Sponsor-Mitgliedschaft

F
Ausschließlich für bzw. gegen Soz. Phobie, Angst.

03.02.2013 10:48 • #38


E
super, ich leide auch unter Ängsten. Vielen Dank für deine Antwort.

03.02.2013 18:54 • #39


KilonBerlin
Krass, keine Abhängigkeit in den ersten Posts. Seit dem Rohypnol weg ist, löst Lyrica langsam sogar die Diazepam-Nachfrage ab bzw. übersteigt sie. Ich verstehe nicht, wie das Medikament eine Zulassung für Angststörungen kriegen konnte, Pfizer hat 2014 sehr gelitten weil die 10 Jahre Patent ausliefen und Lyrica machte 2015 von 8,1 Milliarden Gewinn über 4 Milliarden US-$ aus... Für Pfizer ist es eine echte Goldmine. Die Lyrica hier kommen mit kyrillischer Schrift, vermute Ukraine aber original die selben wie hier, nehme an Produktion erfolgt irgendwo, vlt. sogar in Deutschland für ganz Europa, oder seltener als Generika. 300mg = 3€ auf der Szene, ich kriege wenn ich will für 1,50€.

Das Zeug haut rein, aber iwie komisch, schwindelig, wie besoffen, ich habs Anfangs nur 2-3x gegen Benzomangel (kein Bromazepam verfügbar, und Diazepam ist nicht gut in der Substi), da hat es geholfen 1 Tag ohne Bromazepam auszuhalten und zu funktionieren. Naja ich hoffe dass die Gesetze geändert werden, sonst gibts einen Haufen Abhängige, so wars bei Barbituraten, dann Benzos und jetzt die 2-3 Wirkstoffe dieser Klasse. Profit wird gemacht, die Konzerne sind sich bewusst über das Missbrauchspotential...

wie damals bei Rohypnol. Kleine Apotheken bestellten pro Tag 20-30 Packungen Rohypnol (der Großhändler steckte da mit drine zu 99%) und noch Diaz dazu.. das Gesetz bezüglich Privatrezepten in Deutschland lädt gerade zu Korruption der Apotheker ein. Keinerlei Nachweis nötig, der Patient kriegt das Privatrezept wieder und es muss nicht kopiert werden, nur in den Computer eintragen Privat und das wars. Wenn die Überwachungsbänder noch gelöscht werden teilweise ist alles okay. Der Staat verdient ja sogar mit, jedenfalls bei Deutschen Lyrica und Generika.

Dachte immer die 300er wären das normale wegen dem Preis schon, aber wenn viele Ärzte auch die 25 oder 50mg verschreiben... Es ging auf der Szene langsam los als Flunitrazepam (Rohypnol) nicht mehr verfügbar war, bzw. der Preis wegen Btm explodiert ist...

Die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung wurden von meiner Substi-Praxis und anderen auf das extreme Missbrauchspotential hingewiesen, ich kann mir vorstellen, dass es ins BtmG kommt, evtl. mit Ausnahmeregelung wie Benzos, und wie bei Benzos vor ein paar Jahren das Rundschreiben an alle Ärzte wie (oder wann man nicht) man Benzos, gerade bei neuen/fremden Patienten verordnen sollte...

Dann noch 8 verschiedene Dosierungen, in Österreich sind es 7... Acht unterschiedliche Stärken von 25 bis 300mg ist schon extrem. Wäre bei Benzos undenkbar, das extremste dort ist Oxazepam (10mg und einige bieten auch 50mg an so wie es das BtmG erlaubt), ich werde zu sehen, dass ich das Zeug nicht mehr nehme. Gegen Benzoentzug nahm ich es weil es auch über GABA wirkt, nicht direkt die selben Rezeptoren aber GABA ist bei Benzos, Alk, Lyrica mit der wichtigste Botenstoff, wobei Benzos gegenüber Alk viele Vorteile haben was den körperlichen Schaden und Wirkweise angeht...

20.10.2016 17:55 • #40


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Dr. med. Andreas Schöpf