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juwi
Bei mir ebenfalls Verstärkung der Restless Legs durch Venlafaxin! Außerdem ging auch da die positive Wirkung irgendwann flöten.

29.10.2019 14:13 • #501


@Carsten1974

Danke für Deine Antwort! Das klingt nach einem wirklich wichtigen, helfenden Baustein in Deiner Therapie. Wann war Deine letzte Episode und warst Du auch mal stationär?
Kennst Du auch dieses Gefühl, neben sich zu stehen?

@juwi
Das ist ja blöd, dass Dein Neustart mit Sertralin nicht funktionieren will.
Ich drücke die Daumen dafür.

Ja Bupropion war mein erstes Medikament im stationären Aufenthalt und ich habe nach ca. 3 - 4 Wochen gewechselt auf Venlafaxin. Abilify habe ich gar nicht vertragen.

Welche somatischen Erscheinungen hast Du?

Lg Skygirl

29.10.2019 17:27 • #502


Carsten1974
Zitat von Skygirl07:
Wann war Deine letzte Episode und warst Du auch mal stationär?
Kennst Du auch dieses Gefühl, neben sich zu stehen?


Ich bin im Moment, also seit Anfang des Jahres in einer akuten Krise und warte gerade auf eine Reha in der Rosengarten-Klinik in Bad Kissingen. Ansonsten habe ich tatsächlich schon mehrere Klinikaufenthalte hinter mir, sowohl Psychiatrie, wie auch Psychosomatik.

"Neben sich stehen" kenne ich als Folge von Überforderung und starker Angst.

30.10.2019 08:51 • #503


@Carsten1974

Für mich ist das hier der totale Absturz mit der Geschlossenen. Ich fühle mich auch nicht gut aufgehoben, in dem Sinne, dass mir geholfen wird. Ich komme mit dem gedämpft sein und Watte im Kopf Gefühl nicht klar. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Bin alleinerziehende Mama.

Haben Dich die Klinikaufenthalte stabilisiert?

Was hat Dir geholfen, durchzuhalten?
Wie konntest Du die Erkrankung für Dich akzeptieren?

Lg Skygirl

30.10.2019 09:31 • #504


Carsten1974
Zitat von Skygirl07:
Haben Dich die Klinikaufenthalte stabilisiert?


Teilweise. Mit der Psychiatrie, wo es kaum Therapie gibt, habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Mit psychosomatischen Kliniken, die intensiv therapeutisch arbeiten, dagegen schon.

Zitat von Skygirl07:
Was hat Dir geholfen, durchzuhalten?


Mein Über-Lebenswille und mein "Gottvertrauen".

Zitat von Skygirl07:
Wie konntest Du die Erkrankung für Dich akzeptieren?


Durch Psychotherapie und den Austausch mit anderen Betroffenen, vor allem auch in Selbsthilfegruppen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Dich und die Hoffnung nicht aufgibst! Gerade wenn Du noch nicht so sehr viel Psychotherapie hinter Dir hast, gibt es noch vieles, was Du unternehmen und ausprobieren kannst, damit es Dir besser geht.

30.10.2019 09:37 • x 1 #505


@Carsten1974

Ich möchte auch so sehr in die Psychosomatik. Bin in Kontakt mit zwei Kliniken. Ich leide hier wie Hölle, was mich aufrecht erhält, ist mein kleiner Sohn. Ich brauche auch dringend Psychotherapie.

Ich muss so mit mir kämpfen, diesen Zustand zu akzeptieren. Ich habe vier Studiengänge abgeschlossen und sitze nun in einer Klinik.

Hattest Du auch somatische Begleiterscheinungen wie diesen Gehirnnebel?

Danke Dir sehr für Deine lieben Wünsche!

Wann gehst Du in die Reha?

Liebe Grüße
Skygirl

30.10.2019 09:48 • #506


Robinson
Zitat von Carsten1974:
@Skygirl07 Mir haben Antidepressiva mein Leben gerettet, als ich wegen Zwangsgedanken extrem depressiv und ängstlich war. Später waren sie auch immer wieder wichtig in Krisensituationen. Aktuell nehme ich Elontril gegen Depression und Pregabalin gegen Ängste und habe wenig Nebenwirkungen und bin einigermaßen zufrieden mit der Wirkung. Auch Trevilor/Venlafaxin hat mir lange Zeit sehr gut gegen die Depression und die Ängste geholfen und ich hatte kaum Nebenwirkungen bis ich jedoch irgendwann Restless Legs bekam, was davon schlimmer wurde.


Lyrica und Elontril hatte ich auch schon mal.
Eigentlich ging es mir damit recht gut.
Das Lyrica hat wohl dieses Aufgeputschtsein vom Elontril gedämpft.

Jetzt nehme ich seit kurzem wieder Lyrica weil ich so übersteuert bin, aber das macht mich nur platt.
Werde es wieder absetzen.

Eigentlich haben bei mir Medikamente nur anfangs geholfen, danach liess bei allen die Wirkung nach.

30.10.2019 13:07 • #507


Carsten1974
Zitat von Skygirl07:
Ich muss so mit mir kämpfen, diesen Zustand zu akzeptieren. Ich habe vier Studiengänge abgeschlossen und sitze nun in einer Klinik.


Ich wünsche Dir, dass Du Deine Erkrankung bald akzeptieren kannst. Das allein entlastet schon ungemein.

Zitat von Skygirl07:
Hattest Du auch somatische Begleiterscheinungen wie diesen Gehirnnebel?


Bei mir waren es aufgrund der Ängste eher große innere Unruhe, Magen- und Darmprobleme, Nicht-scharf-sehen-können und Unkonzentriertheit.



Zitat von Skygirl07:
Wann gehst Du in die Reha?


Ich hoffe im Januar.

30.10.2019 14:11 • x 1 #508


Vielen lieben Dank Carsten! Ich fühle mich so unwohl auf der psychiatrischen Station. Und hoffe so, wechseln zu können.
Vielleicht spielt das Umfeld für die Akzeptanz auch eine gewisse Rolle.

Wie lange sollte man dem AD Zeit geben bis zum Wirkungseintritt?
Das ist ja auch eine Art Glücksspiel, ob das passende gefunden wird.

30.10.2019 16:32 • #509


Carsten1974
Zitat von Skygirl07:
Wie lange sollte man dem AD Zeit geben bis zum Wirkungseintritt?
Das ist ja auch eine Art Glücksspiel, ob das passende gefunden wird.


Das solltest Du Deine behandelnden Ärzte fragen. Ist wohl je nach Medikament unterschiedlich.

Die "Umgebung" spielt tatsächlich eine große Rolle für den Genesungsprozess.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir bald besser geht und da daran etwas verändern kannst! Manchmal reicht es schon von der "geschlossenen" auf eine "normale" Station zu wechseln oder von vollstationär zu Tagesklinik.

Hole Dir hier auf jeden Fall weiter Hilfe, würde ich Dir vorschlagen. Der Austausch mit anderen war für mich immer extrem hilfreich.

30.10.2019 17:55 • x 1 #510


Conetycat
Hallo ihr lieben,

ich nehme seit etwas mehr als 2 Monaten paroxetin gegen Angst und Panik die ich dauerhaft gespürt hatte.
Es wurde am Ende so schlimm das ich nichts mehr wirklich machen konnte.
Jeden Tag Angst und Panikattacken, ein dauerhaft schreckliches gefühl.
Seit dem ersten Tag der Einnahme von paroxetin hatte ich keine Panikattacken mehr, ab und zu mal einen kurzen Anflug von Angst, leichtes Gefühl, aber nichts im vergleich zu davor.
Nebenwirkungen hatte ich fast keine. Zum Glück

Wünsche allen das es sich für euch klappt und ihr die Ängste/Panik/Depressionen wieder in den Griff kriegt!

31.10.2019 01:54 • x 1 #511


Ich stehe jetzt auf der Warteliste für die offene Station.

Ich habe Angst, dass ich eine Verletzung am Gehirn habe. Im Januar hatte ich einen Unfall, der mit Nasenbeinbruch und Trauma verlief. Seitdem wurde kein MRT gemacht. Vielleicht hängt dieses Nebelgefühl damit zusammen

01.11.2019 09:18 • #512


Schlaflose
Wenn etwas an deinem Gehirn wäre, hättest du neurologische Ausfallerscheinungen.

01.11.2019 09:42 • x 1 #513


@Schlaflose

Danke! Wie äußert sich denn sowas? Ich habe immer Angst, dass dieses verwaschene Sehen und das dumpfe Nebelgefühl daher kommen könnten.

01.11.2019 09:50 • #514


Schlaflose
Zitat von Skygirl07:
Wie äußert sich denn sowas?


Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Sehstörungen im Sinne von Sehfeldausfällen, Doppelbildern, ungleiche Pupillenreaktion, Gedächtnisausfälle u.ä, je nach dem welche Gehirnregion betroffen ist.

01.11.2019 10:02 • #515


Danke! Ich habe manchmal Probleme, einen Punkt zu fixieren und sehe die Sachen verschwommen. Es kann aber auch eine Nebenwirkung des AD sein. Zum Glück habe ich die anderen Sachen nicht.

01.11.2019 10:23 • #516


Schlaflose
Zitat von Skygirl07:
Ich habe manchmal Probleme, einen Punkt zu fixieren und sehe die Sachen verschwommen. Es kann aber auch eine Nebenwirkung des AD sein.


Das steht ja als Nebenwirkung bei den meisten ADs. Durch die ADs wird die Fähigkeit der Linse sich scharf zu stellen beieinflusst.

01.11.2019 10:51 • x 2 #517


Ah okay. Ich habe auch so komisch trübe und wässrige Augen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen. Es ist grad so schwer mit der Angst umzugehen.

01.11.2019 11:05 • #518


Conetycat
Zitat von Skygirl07:
Danke! Ich habe manchmal Probleme, einen Punkt zu fixieren und sehe die Sachen verschwommen. Es kann aber auch eine Nebenwirkung des AD sein. Zum Glück habe ich die anderen Sachen nicht.


Welches AD nimmst du denn?
Und wie lange schon?

01.11.2019 11:50 • #519


@Conetycat
Sertralin seit 14 Tagen. Momentan 75 mg.
Davor Duloxetin und Venlafaxin.

01.11.2019 11:54 • #520




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