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Tekila031987

30.07.2011 22:24 • 21.01.2021 #1


40 Antworten ↓

Zitat von Tekila031987:
Mein Arzt möchte mir Tavor, was ich voll nachvollziehen kann nicht mehr verschreiben....
Warum kannst Du das nachvollziehen? Kann ich nicht, falls es sich nicht Sucht handelt.

Ich bin jetzt 1 Jahr bei meinem Psychiater, davor war ich schon bei 2 anderen und länger in der psychiatrischen Ambulanz einer Klinik. Die haben da immer ein Welle gemacht wegen Benzos, so wegen "Ja, Sie haben bis vor 10 Jahren immer mal mit Dro. zu tun gehabt etc." oder weil ich mal mehr getrunken hab, als manche normal finden. Halt mal 10 B., statt 3. Aber nicht täglich und seit 2,5 Jahren trinke ich generell keinen Alk. mehr, hab es von heute auf morgen gelassen und ohne das geringste Problem. Kurz, die Ärzte sahen da in mir einen Suchtkandidaten und darum nie Benzo.

Als ich vor 2 Jahren aus der Tagesklinik kam, da rief mich sogar noch die ehemalige Psychologin von dort an und sagte, ich soll mir nie Tavor verschreiben lassen.

Von meinem jetzigen Psychiater bekam ich Tavor, diese Dinger, die man im Mund zergehen lässt und die schneller wirken. Die hab ich in den 12 Monaten jetzt gerade 3 mal genommen, zuletzt Mitte Januar 2011. Von den 50 Tabletten hab ich also nach 1 Jahr immer noch 47. Und Grund hätte ich bestimmt öfter gehabt, sie zu nehmen, ich mache es aber nicht.
Aber selbst wenn ich jede Woche 2 nehmen würde, würde ich nicht süchtig werden. Und mein Doc weiß das auch.

Es wäre auch komisch, wenn mein Doc mir Ritalin oder Amphetamin Saft verschreibt, beides mit BtMG Rezept und die Medikamente liegen in der Apotheke im Tresor und dann wäre Tavor ein Problem. Da könnte man dann fast lachen.

Ich weiß, es gibt weit über 1 Mio. Banzo Süchtige in D und das Zeug ist auch nicht zu verachten, aber ich finde, man sollte es nicht zu sehr dramatisieren und es Leuten verweigern, wo es kein Problem ist. Und der Doc sollte seine Patienten schon kennen.

30.07.2011 23:16 • #2



Welches Bedarfsmedikament?

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Tekila031987
Hallo, danke für deine Antwort.
Du hast recht, so wirklich habe ich es auch nicht verstanden.

Ich wollte Tavor verschrieben haben, damit ich sie in meiner Tasche haben kann und quasi selbstsicherer das Haus verlassen kann, das habe ich ihm auch genau so gesagt.

Ich selbst habe Tavor 0.5mg während meiner Chemotherapie bekommen und es half mir sehr gut. Aber nehmen möchte ich es sehr ungern...

Aber nein, der Arzt möchte es mir nicht verschreiben, weil er dieses Medikament nicht mag...Eine Alternative bat er mir auch nicht an.

Komisch, vllt sollte ich den Arzt wechseln...

30.07.2011 23:25 • #3


Tekila031987
Gibt es niemanden der bedarfsmedikamente nimmt??

31.07.2011 17:54 • #4


Christina
Zitat von Tekila031987:
Gibt es niemanden der bedarfsmedikamente nimmt??
Doch, und zwar ein Benzodiazepin (Bromazepam in meinem Fall). Finde ich alternativlos, wenn man nicht eindeutig suchtgefährdet ist. Die angstlösende Wirkung erreicht man mit keinem anderen Medikament und die Wechselwirkungen mit einer möglichen Dauermedikation sind unproblematisch.

Liebe Grüße
Christina

31.07.2011 21:14 • #5


Bromazepam hab ich auch noch hier, aber noch nie genommen. Sind die besser als Tavor?

31.07.2011 22:09 • #6


Christina
Zitat von crazy030:
Bromazepam hab ich auch noch hier, aber noch nie genommen. Sind die besser als Tavor?
Anders, sie wirken ein bisschen mehr "rundum", d.h. auch sedierend, entspannend und so, dabei trotzdem gut angstlösend. Vielleicht auch etwas stimmungsaufhellend... Sie machen allerdings schon ein wenig angenehm "breit" - anders als Tavor, das bei mir ausschließlich angstlösend wirkt. Blöd ist, dass Bromazepam (zumindest in meinem Fall) auch in geringster Dosis die lokale Betäubung beim Zahnarzt außer Kraft setzt. Das war für mich der Grund, mir für solche Fälle Tavor verschreiben zu lassen.

Liebe Grüße
Christina

31.07.2011 23:02 • #7


Zitat von Christina:
Zitat von crazy030:
Bromazepam hab ich auch noch hier, aber noch nie genommen. Sind die besser als Tavor?
Anders, sie wirken ein bisschen mehr "rundum", d.h. auch sedierend, entspannend und so, dabei trotzdem gut angstlösend. Vielleicht auch etwas stimmungsaufhellend... Sie machen allerdings schon ein wenig angenehm "breit" - anders als Tavor, das bei mir ausschließlich angstlösend wirkt. Blöd ist, dass Bromazepam (zumindest in meinem Fall) auch in geringster Dosis die lokale Betäubung beim Zahnarzt außer Kraft setzt. Das war für mich der Grund, mir für solche Fälle Tavor verschreiben zu lassen.

Liebe Grüße
Christina

Aha. Gut zu wissen. Der Neurochirurg sagte mir auch, die Bromazepam machen müde und ich soll sie nicht zu spät nehmen. Wie gesagt, genommen hab ich sie noch nie, aber wenn es mal um Schlaflosigkeit geht, dann sind die dann wohl besser als Tavor, wovon ich auch absolut nicht müde werde, im Gegenteil. Ich hab Tavor ja noch nicht oft genommen, hab aber sogar eher das Gefühl, sie aktivieren mich.

31.07.2011 23:19 • #8


feenengel
hallo ich neme prometazin hat den nachteil das mann sich schnell kao fuhlt morgens lg

31.07.2011 23:20 • #9


Tekila031987
Interessant. Also gibt es doch einige Bedarfsmedikamente mehr...
Wofür ist denn eigentlich der Neurochriurg? Kann der auch Patiezen mit Depressionen o.ä. behandeln?

31.07.2011 23:29 • #10


feenengel
mhh gute frage wies nicht aber ich gehe zur neurologin

31.07.2011 23:34 • #11


Neurochirurg ist ein Arzt, der z.B. für operative Eingriffe in Sachen Nervensystem zuständig ist, aber eben auch OP an der HWS etc. Mit Neurologie oder Psychiatrie hat das nichts zu tun. Ich war da wegen eventueller OP an der HWS. Die Bromazepam gibt er Patienten gegen Schmerzen und dann eben auch zur Beruhigung, für den Schlaf. Es sagte, bei ihm ist dieses Benzo 1. Wahl.

Aber auch bei meinem Psychiater ist z.B. Tavor kein Problem. Sicher betrachtet er dann aber trotzdem den Patienten und jedem wird er sie nicht hinterher schmeißen. Aber gerade zum Einschleichen eines AD, falls es erstmal zu mehr Angst etc. kommt, ist Tavor bei ihm normal, wenn der Patient das möchte.

Ich hab die Tavor von ihm mit Ritalin zusammen bekommen, weil ich bei Ritalin immer so einen extremen Rebound Effekt hatte, wenn die Wirkung nach 4-5 Stunden wegging. Da kam es dann immer zu extremer Panik etc. Tavor hab ich da aber letztlich nur 2 mal gebraucht. Aber es ist schon viel wert zu wissen, man hat sie. Mir gibt das viel Sicherheit, auch wenn ich die Tavor letztlich sehr selten benötigte.

Ich hab auch immer Tavor bei (die man im Mund zergehen lässt), im Bus oder so. Hab sie unterwegs noch nie gebraucht. Beruhigt aber trotzdem. Meist denke ich da aber schon nicht mehr dran.

31.07.2011 23:46 • #12


Tekila031987
Interessant. Also würde der Neurochirurg mich gar nicht behandeln? Kann ich mir gar nicht vorstellen, schließlich hat er meine ich die gleiche Ausbildung wie ein neurolge...
Naja mal schaun...

Wenn mein Doc mir keine Alternative anbietet, dann werde ich wohl den Arzt wechseln...Weil Paroxentin von 10mg auf 60mg hochdosieren ohne Begleitmedikation wie Tavor o.ä ist schon gewagt..

31.07.2011 23:53 • #13


Nein, der Neurochirurg ist kein Neurologe mit Weiterbildung oder so. Ist hier aber auch beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neurochirurgie

Medizinstudium + 6 Jahre Ausbildung zum Neurochirurg. Da ist nichts mit jahrelang Neurologe oder so dabei. Und auch Neurologe und Psychiater sind 2 Paar Schuhe. Weil viele das immer in einen Topf werfen. Das war früher mal, als es quasi alles Nervenärzte waren, heute sind das 2 getrennte Bereiche. Wegen Psyche sollte man zu einem guten Psychiater gehen.

01.08.2011 00:04 • #14


Tekila031987
Ja richtig, aber damit man weiß, dass die Depressionen oder Ängste keine körperlichen Ursachen haben muss man doch zum Neurologen gehen....

Der führt nähmlich die korperlichen Untersuchungen durch, misst Gehirnströme etc.

01.08.2011 00:14 • #15


Zitat von Tekila031987:
Ja richtig, aber damit man weiß, dass die Depressionen oder Ängste keine körperlichen Ursachen haben muss man doch zum Neurologen gehen....

Der führt nähmlich die korperlichen Untersuchungen durch, misst Gehirnströme etc.

Nein, das wäre zu einfach. Um körperliche Ursachen auszuschließen, werden Ärzte mehrere Fachgebiete benötigt. Wenigstens Internist, Orthopäde, Kardiologe, HNO, der Neurologe spielt bei der körperlichen Abklärung die kleinste Rolle. Dann gibt es noch die Spezialisten wegen Schilddrüse oder wegen Blut Hämatologe. Wenn man sich wirklich 100% auf den Kopf stellen lässt, dann kann man locker zu 5-6 verschiedenen Fachärzten gehen, eventuell noch mehr. Der Neurologe ist da nur einer von vielen. Der hat mit 98% der körperlichen Untersuchungen nichts zu tun.

Psyche hat ja nicht immer was mit Nerven, also Neurologe, zu tun. Beim Neurologen war ich, wegen Schmerzen im Arm ständig und da wurde ein EMG gemacht, wo die Leitfähigkeit der Nerven gemessen wird. Das hat aber nicht mit Psyche zu tun.

01.08.2011 01:01 • #16


Fantasy
Ich hab momentan Truxal als Bedarfsmedikament...

01.08.2011 21:49 • #17


Mein Bedarfsmedikament sind Xanor 0,5mg

04.08.2011 18:13 • #18


Also ich finde es allgemein sehr gut, wenn Ärzte nur eigeschränkt Tavor verschreiben. Denn dieses Medikament macht definitiv in kürzester Zeit abhängig. Daher ist der Arzt, der es nicht konstant verschreiben will, eher einer der seinen Job versteht...Finde ich.

Ich nehme Atosil als Bedarf. Und Bedarf hab ich derzeit fast täglich;)
Es hilft mir wirklich gut, und das gute daran ist, es macht nicht abhängig. Ein wichtiges Kriterium wie ich finde:)

14.08.2011 00:28 • #19


Dann nimm mal Atosil täglich über Monate und lass es dann einfach weg.

Zitat:
Ich nehme Atosil als Bedarf. Und Bedarf hab ich derzeit fast täglich;)
Es hilft mir wirklich gut, und das gute daran ist, es macht nicht abhängig. Ein wichtiges Kriterium wie ich finde:)


Die Frage ist doch immer, was betrachtet man als Abhängigkeit (?). Wer lange Venlafaxin nimmt, der ist abhängig, weil man es nicht von heute auf morgen weglassen kann. Und so ist es auch bei Atosil, Citalopram und eigentlich bei allen Psychopharmaka. Ob SSRI, TCA, NL, Antiepileptika u.v.m. Abhängig ist man, wenn man strake Entzugserscheinungen hat, wenn man das Medikament mal einen oder 2 Tage nicht nimmt. Und das hat man bei allen Psychopharmaka.
Selbst wer länger und hoch dosiert Betabklocker nimmt, muss die langsam ausschleichen, ansonsten kann es sogar gefährlich werden (Herz/Blutdruckkrisen).

Es gibt genug Medikamente, da braucht man Wochen oder Monate, um sie auszuschleichen und viele Leute, die z.B. Neuroleptika nehmen oder auch Venlafaxin brechen das Ausschleichen ab, weil sie fast durchdrehen.

Die Spanne zwischen Benzos und vielen anderen Medikamenten ist in den Sinne also nicht so groß, wie einige denken.

Ich kenne einen, der nahm Tavor und Diazepam lange und dazu noch Amisulprid (Neuroleptika). Nach Jahren und täglich (!) Benzos schaffte er es aber ganz gut über Wochen, die Benzos abzusetzen. Bei Amisulprid scheiterten schon mehrere Versuche, weil es immer Horror war. Das würde mir schon mal zu denken geben...

14.08.2011 19:20 • x 1 #20



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