Pfeil rechts
94

Grace_99
Zitat von ThE-Joker:
Hallo LostLost, kann dir aus eigener Erfahrung sagen, das Liebeskummer für mich gleichzusetzen ist, wie wenn man eine schwere Depression durchmacht. ...

Dazu sind ja Therapien da, um an der Angst, Depression usw. zu arbeiten.

Es gibt Antidepressiva die gut wirken und dann wieder welche, die eben nicht wirken. Entweder man probiert aus bis man das richtige findet oder lässt es, ist ja auch völlig okay.
Therapie sollte aber immer der erste Weg sein.

16.09.2022 16:17 • x 2 #21


Zitat von ThE-Joker:
Hallo LostLost, kann dir aus eigener Erfahrung sagen, das Liebeskummer für mich gleichzusetzen ist, wie wenn man eine schwere Depression durchmacht. ...

Danke für deine Worte. Aktuell sehe ich noch Pech Schwarz für meine Zukunft.

Ich hatte noch nie eine Vorstellung wie mein Leben verlaufen soll.

Erstmal abwarten wann die Depression/Kummer sich löst. Kennt ja jeder das Gefühl vom Helm auf dem Kopf. Ich hoffe nicht zu lange und ich hoffe das ich nicht wieder zu Canna. greife.

16.09.2022 19:07 • #22



Warum Antidepressiva nicht wirken

x 3


Spaceman
Zentrum-der-gesundheit gilt als umstrittene Seite mit einseitiger Bevorzugung alternativer Heilmethoden.

Zahlreiche klinische Studien (und vor allem geprüfte Metastudien) deuten an, das ADs sowohl bei Depressionen als auch bei Angst sehr wohl einen Placebo überlegen sind.

Zitat von Coru:
Ich finde es sollte besser aufgeklärt werden was für Nebenwirkungen es gibt und gerade wie das mit dem absetzten ist.

Absolut richtig. Andererseits ist dann auch mal etwas Eigenverantwortung gefragt. Kürzlich gabe es eine ähnliche kritische TV-Doku bei ARD in der zum Beispiel ein Mann über die starken sexuellen Funktionsstörungen nach AD- Einnahme geklagt. Ja, ich bin auch eine Mann und verstehe, wie schlimm das sein kann. Aber dass es zu solchen Nebenwirkungen kommen kann, steht auch überall - in den Verpackungsbeilagen, Wikipedia, zahllosen Ratgeberartikeln, etc. Wenn man einfach irgendwas schluckt, ohne sich im Vorfeld über Wirkungen, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen, etc. zu informieren, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn es zu Nebenwirkungen kommt, von denen man nichts wusste.

Meine Psychiaterin hatte mich übrigens gut aufgeklärt, wobei ich das meiste schon wusste, weil ich mich eben auch selbst informiert hatte.

Müssen ADs bei allen wirken? Nein. Wirken sie bei dir (generelles dir)? Probier es aus. Und niemand - auch Ärzte und andere Fachleute - behaupten, dass ADs alleine helfen. Psychotherapie und Änderungen im Leben müssen ergänzend stattfinden

16.09.2022 21:14 • x 3 #23


Zentrum der Gesundheit ist generell mit sehr großer Vorsicht zu genießen.

Mir hat Citalopram bisher jedes mal geholfen. Venlafaxin sogar noch besser. (Sexuelle Dysfunktion allerdings zu stark)
Vor kurzem habe ich hochdosiertes Johanniskraut ausprobiert (Laif900).

Ist laut Studien SSRIs wie Citalopram ebenbürtig. Kann ich nur müde lächeln.
Bin komplett Vorurteilsfrei dran gegangen und hab sogar eine Wirkung erwartet, die halt einfach nie eingetreten ist.
Auch das Absetzen des Laif900 war im Vergleich zum Citalopram Kindergarten und komplett ohne Absetzerscheinungen.

Citalopram hat bei mir relativ schnell bei Panikstörungen, Ticks und depressiven Verstimmungen angeschlagen.
Und das mit Pausen seit 2003 ziemlich zuverlässig und über viele Jahre gleichmäßig verteilt.

Was ich allerdings merke:
Eine Langzeiteinnahme scheint die chemischen Verbinden nachhaltig zu verändern. Ein Absetzen wird immer schwieriger und langwieriger.
Der Punkt nach Null wird immer weiter nach hinten verschoben und die Anfälligkeit für Rückfälle immer höher.

Man kann also eine Entscheidung treffen: Das Zeug praktisch dauerhaft schlucken und ein halbwegs normales Leben führen oder unnötig viel Leiden und dafür clean sein.

16.09.2022 22:10 • x 3 #24


AlexF
Zitat von tnbla:
Zentrum der Gesundheit ist generell mit sehr großer Vorsicht zu genießen. Mir hat Citalopram bisher jedes mal geholfen. Venlafaxin sogar noch ...

Das ist mir ein bisschen zu sehr schwarz/weiß gedacht um ehrlich zu sein. Tabletten schlucken oder quälen.

Ich Versuche Mal von oben nach unten auf deinen Beitrag einzugehen.

Ja, Zentrum der Gesundheit berichtet eher einseitig. Stellt auch gerne Dinge als Fakt dar, was wissenschaftlich nicht unbedingt erwiesen ist in Bezug auf pflanzliche Präparate und alternative Methoden. Da wird sich gerne drauf eingeschossen, sobald es abseits der bewährten Schulmedizin ist.

Pflanzliche Präparate mit Johanniskraut, Lavendel, Baldrian haben zu Recht ihre Daseinsberechtigung. Sie helfen und wirken. Das habe ich zu Beginn der Erkrankung (Ende 2020) festgestellt. Da habe ich eine Langzeitmedikation mit Lasea(Lavendel) vorgenommen um zur Ruhe zu kommen. Habe definitiv eine Besserung gemerkt, bei wenig bis keinen Nebenwirkungen. Das war toll. Absetzen war gar kein Problem.

Allerdings war der Schweregrad meiner Krankheit viel zu ausgeprägt, als das da pflanzliche Alternativen auf nur den hauch einer Chance gehabt hätten. Da musste das harte Zeug ran, und Sertralin half wunderbar.

Hätte ich nur eine leichte Angststörung gehabt, hätte Lasea wohl wunderbar geholfen. Also Wirkung ohne Nebenwirkung.

Aktuell habe ich eine milde Ausprägung und möchte, auch auf Anraten des Therapeuten, der Kraft der Pflanzen den Vorzug geben.

Sie wirken nicht so stark wie Antidepressiva, sind aber nicht wirkungslos.

16.09.2022 22:37 • x 2 #25


Schlaflose
Zitat von ThE-Joker:
Interessanter Artikel und zugleich schockierend:


Diese Schwurbelseite kann man vergessen. Die wollen nur ihre teuren Nahrungsergänzungsmittel verkaufen.

Gestern 07:44 • x 1 #26


Coru
Es stellt sich mir halt die Frage, dass diese Medikamente ja öfter auch mal wieder abgesetzt werden müssten. Sonst kann ja nicht geprüft werden ob eine schwere Depression noch besteht und eine weitere Medikation noch nötig ist.

Unabhängig von dieser Seite ist es allgemein bekannt das diese Medikamente nur bei schweren Depressionen helfen. Das ist auch nachgewiesen.

Gestern 08:15 • x 2 #27


Zitat von Coru:
Es stellt sich mir halt die Frage, dass diese Medikamente ja öfter auch mal wieder abgesetzt werden müssten. Sonst kann ja nicht geprüft werden ob eine schwere Depression noch besteht und eine weitere Medikation noch nötig ist. Unabhängig von dieser Seite ist es allgemein bekannt das diese Medikamente nur bei ...


Bei Medikamenten wie Bupropion, kann ich mir gut vorstellen das es bei einer schweren Depression helfen kann, da es eine aufputschende Wirkung hat.
Aber Seiten gleich als Schwurblerseiten zu diffamieren, zeigt nur wie sehr man schon von der Pharmalobby beeinflusst worden ist. Eigentlich sollte jedem klar sein, das es hier im Endeffekt nur ums Geld geht und man einfach nur Medikamente auf den Markt bringt die überwiegend nutzlos sind, mit denen man aber trotzdem gut Geld macht, da Menschen aus Verzweiflung eigentlich fast alles tun würden. Mag ja sein das einige Medikamente wirken und sogar Menschen helfen können, werde ich jetzt nicht bestreiten, aber die Mehrzahl ist einfach wirkungslos bzw. weiß man nicht wirklich genau was sie bewirken, das heißt es wird einfach herumprobiert.
Das Thema Rundum Depressionen und Angststörungen ist einfach viel zu komplex, wir wissen eigentlich nach momentanem Stand sehr wenig darüber.

Gestern 14:49 • #28


Grace_99
Zitat von ThE-Joker:
Bei Medikamenten wie Bupropion, kann ich mir gut vorstellen das es bei einer schweren Depression helfen kann, da es eine aufputschende Wirkung hat. ...

Ich für meinen Teil bin nicht blind oder eingewickelt von der Pharmalobby.
Ich habe einen gesunden Menschenverstand, informiere mich und rede auch mit Ärzten.

Ich finde es sehr grenzwertig deine Aussage zu lesen. Es gibt über 70 Antidepressiva. Kennst du alle? Jedes ausprobiert um sagen zu können es wirkt nicht?

Gestern 15:14 • x 2 #29


Zitat von Grace_99:
Ich für meinen Teil bin nicht blind oder eingewickelt von der Pharmalobby. Ich habe einen gesunden Menschenverstand, informiere mich und rede auch mit Ärzten. Ich finde es sehr grenzwertig deine Aussage zu lesen. Es gibt über 70 Antidepressiva. Kennst du alle? Jedes ausprobiert um sagen zu können es wirkt nicht? ...

Ich muss nicht alle kennen und ich habe schon einige durch, die hatten nicht einen einzigen Effekt außer Nebenwirkungen.
Das reicht für mich um zu erkennen das diese Medis wirkungslos sind und ich nicht weiter Versuchsperson spielen möchte ohne das diese Dinger einem nachweislich auch wirklich helfen.

Das einzige Medikament was mir teilweise geholfen hat war Mirtazapin und das nur Off-Label als Schlafförderndes Mittel gegen meine Schlafstörung.
Antidepressiv oder Angstlösend war es nicht, es hat mich einfach nur der Gedanke beruhigt etwas zu haben mit dem ich schlafen konnte. Ich habe es dann abgesetzt und benutze es nur noch als Notfallmedikament, genauso wie Tavor.

Gestern 20:05 • x 1 #30


Spaceman
Zitat von ThE-Joker:
zeigt nur wie sehr man schon von der Pharmalobby beeinflusst worden ist.


Ein Problem bei diesem Thema ist, dass sich mal wieder zwei immer unversöhnlichere Lager gebildet haben und dass beide Lage sich gegenseitig Ignoranz und Leichtgläubigkeit unterstellen. Ich persönlich werden hier im Forum nicht den Leuten, die Bachblütentee trinken oder sich magische Heilsteine unter's Kopfkissen legen, vorwerfen, sie seien von der Esoteriklobby beinflusst.

Wir alle müssen unseren eigenen Weg durch und aus unseren Problem finden. Bei dieser persönlichen und individuellen Suche, dürfen sowohl evidenzbasierte Medikamente und glaubensbasierte Alternativen ausprobiert werden. Wenn es hilft, ist es gut. Wenn nicht, probier was anderes.

Zitat von ThE-Joker:
Eigentlich sollte jedem klar sein, das es hier im Endeffekt nur ums Geld geht und man einfach nur Medikamente auf den Markt bringt die überwiegend nutzlos sind, mit denen man aber trotzdem gut Geld macht, da Menschen aus Verzweiflung eigentlich fast alles tun würden.


Geht es überall - egal, ob Psychopharmaka, Bachblütentee oder Nahrungsmittelergänzung.

Zitat von ThE-Joker:
Das Thema Rundum Depressionen und Angststörungen ist einfach viel zu komplex, wir wissen eigentlich nach momentanem Stand sehr wenig darüber.


Das stimmt. Aber dass wir wenig über deren Ursachen, Funktionsweisen und Heilungsmöglichkeiten wissen, bedeutet nicht, dass bestimmte Mittel nicht wirken, Und gerade weil es so komplex ist, sind einfache Aussage wie Methode xy funktioniert nicht und Punkt! auch so fragwürdig.

Zitat von Grace_99:
Ich für meinen Teil bin nicht blind oder eingewickelt von der Pharmalobby.
Ich habe einen gesunden Menschenverstand, informiere mich und rede auch mit Ärzten.


So ist es!

Vor 8 Stunden • x 4 #31


Coru
Es ging ja auch eher darum warum Antidepressiva oft nicht wirken. Es wurde ja schon festgestellt, dass diese gerade bei schweren Depressionen wirksam sind. Das es einen Placeboeffekt gibt. Ich kann doch bei schweren Depressionen auf Antidepressiva zurückgreifen und bei anderen Sachen nach was pflanzliche schauen. Geld kostet beides aber darum ging es ja auch nicht.

Ich find das Thema wichtig, da es einiges an Nebenwirkungen gibt.

Vor 7 Stunden • x 4 #32


AlexF
Zitat von Coru:
Ich find das Thema wichtig, da es einiges an Nebenwirkungen gibt

Ich auch.

Bis zu einem gewissen grad mögen pflanzliche Medikamente gut wirken.
Sie haben meist eine milde Wirkung, dafür kaum bis keine Nebenwirkungen.

Ab einem gewissen Punkt hilft allerdings nur noch die Chemiebomben. Sie haben meist eine heftige Wirkung und ebenso heftige Nebenwirkungen.

Das hat nix mit Pharmalobby, Pflanzenlobby, Esoteriklobby zu tun.

Vor 7 Stunden • x 3 #33


Warum Antidepressiva nicht wirken - Das liest sich, als gäbe es hier die Erklärung.

Leider bin ich etwas enttäuscht, dass es nicht so ist.

Okay, ist etwas ironisch von mir gemeint. Was letztlich wie, oder wie lange, oder garnicht wirkt, ist doch individuell zu betrachten. Das gilt doch bei allen Behandlungsmethoden und bei allen Erkrankungen. Fakt ist, wenn ich mich freiwillig in eine Behandlung begebe, brauche ich zunächst mal eine gewisse Offenheit und ein gewisses Maß an Grundvertrauen, gegenüber meinen Behandelnden. Dazu zählt nicht, mein Gehirn oder freien Willen, an der Info-Theke abzugeben. Es wird mir auch nicht verboten, genau nachzufragen über Wirkung und Nebenwirkungen und ich darf den Beipackzettel lesen und sogar andere Sachkundige konsultieren. Bedenkenlos muss ich garnichts über mich ergehen lassen und ich darf die Bedenken äußern.

Eine psychische Erkrankung bedeutet ja auch nicht automatisch den Verlust jeglichen Intellekts. Wenn ich manchmal höre, "der Arzt hat das gesagt und jetzt gehts mir schlechter und der glaubt mir nicht und ich soll das weiter so machen" dann frage ich mich, wieviele Abos von was auch immer, hat derjenige an der Haustür schon abgeschlossen oder freiwillig seine Kontodaten irgendwem überlassen, ohne konkret Fragen zu stellen oder die eigene Skepsis zu äußern, bevor es zu negativen Auswirkungen kommt.

Ich merke doch wie es mir geht. Wenn es mir mit was auch immer gut geht, ist es doch schön. Wenn das Gegenteil der Fall ist, wars halt nicht das richtige. Aber nur weil das bei mir so ist, ist es nicht allgemein Gültig. Wenn aber jemand zum Beispiel aufgrund dessen, weil ich zum Beispiel sage, XYZ wirkt nicht, sich deswegen die Chance verbaut, dass es bei ihm oder ihr wirken könnte, hätte ich zumindest ein schlechtes Gewissen.

Vor 6 Stunden • x 2 #34


Spaceman
Zitat von Coru:
Ich find das Thema wichtig, da es einiges an Nebenwirkungen gibt.

Natürlich ist das wichtig und natürlich gibt es auch Placeboeffekte - niemand bestreitet das. Nur gibt es die überall, auch rein pflanzliche Naturheilmittel können Nebenwirkungen verursachen und Gegenanzeigen haben - oder überhaupt keine Wirkung haben. Ich habe selbst auch mal hochdosiertes Johanneskraut probiert (weil die Studienlage da recht gut ist) aber wenn überhaupt nur eine kleine Wirkung festgestellt. Bei Citalopram ist das ganz anders.

Zitat von Coru:
Ich kann doch bei schweren Depressionen auf Antidepressiva zurückgreifen und bei anderen Sachen nach was pflanzliche schauen.

Genau! Aber man darf es auch bei leichten und mittleren Störungen mal probieren und schauen, ob es einem hilft - ob nun durch einen Placeboeffekt oder nicht. Übrigens sagen weder Statistiken noch Schilderungen anderer irgendetwas darüber aus, was einem selbst hilft.

Auch ich lese gerne Erfahrungsberichte anderer und finde das super, wenn unterschiedliche Erfahrungen zu lesen sind. Wogegen ich mich hier ausspreche - und was meiner Wahrnehmung nach durchaus Teil des Themas wurde - ist diese Unterstellung, dass Leute, die Methode xy befürworten, leichtgläubig sind und auf irgendwelche Manipulationen reinfallen.

Und die Studienlage deckt sich nicht mit starken Behauptung, dass ADs bei der Mehrzahl wirkungslos seien.



Zitat von AlexF:
Das hat nix mit Pharmalobby, Pflanzenlobby, Esoteriklobby zu tun.


Danke, genau das meinte ich.

Vor 6 Stunden • x 4 #35


bei mir wurde nach Jahren entdeckt, das meine Leber zu schnell verstoffwechselt und im Gehirn nichts ankommt....

Vor 5 Stunden • x 2 #36


Spaceman
Und zum Thema, warum ADs nicht bei allen wirken. Mir fehlt die Sachkenntnis, um das definitiv zu beantworten, aber ich kann mal eine persönliche Theorie äußern.

Bitte beachtet, dass dies nur meine persönliche Theorie ist - als zwar betroffener aber auch als medizinisch/psychologischer Laie. Es kann sein, dass das totaler Quatsch ist.

Meiner Vermutung nach stehen hinter psychischen Erkrankungen drei Aspekte, die einzeln aber auch in ganz unterschiedlichen Kombinationen vorkommen können.

a) Aus dem Gleichgewicht geratene Neurotransmitter-Level (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin).

b) Aus dem Gleichgewicht geratenes Nährstoff-System (Vitamin B12, Eisen, etc.)

c) Psychisch (Problematische Gedankenmuster, schlechte Erfahrungen, aus dem Gleichgewicht geratene Gefühle, etc.)


Nun kann ich mir vorstellen, dass zum Beispiel problematische Gedankenmuster einen Einfluss auf die Neurotransmitter-Levels haben und umgekehrt. Oder dass fehlende Nährstoffe psychische und/oder neuronale Probleme verursachen können.

Wenn nun Person A und B beide eine gleichartige erscheinende Depression haben, dann könnte es sein, dass bei Person A beispielsweise B12-Mangel und problematische Denkmuster im Vordergrund stehen, während bei Person B ein Mangel bestimmter Neurotransmitter vorherrscht.

Während ADs wie SSRIs oder SDRIs Person A wahrscheinlich nicht helfen werden, könnten sie bei Person B gut anschlagen.

Hinzu kommt noch: Wie @Marcel1180 sagte, Unterschiede im Metabolismus, welche die Wirkung der Medikamente beeinflussen.

Vor 5 Stunden • x 1 #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Spaceman:
Natürlich ist das wichtig und natürlich gibt es auch Placeboeffekte - niemand bestreitet das. Nur gibt es die überall, auch rein pflanzliche Naturheilmittel können Nebenwirkungen verursachen und Gegenanzeigen haben - oder überhaupt keine Wirkung haben. Ich habe selbst auch mal hochdosiertes Johanneskraut probiert (weil die Studienlage da recht gut ist) aber wenn überhaupt nur eine kleine Wirkung festgestellt. Bei Citalopram ist das ganz anders.


Zitat von Spaceman:
Genau! Aber man darf es auch bei leichten und mittleren Störungen mal probieren und schauen, ob es einem hilft - ob nun durch einen Placeboeffekt oder nicht. Übrigens sagen weder Statistiken noch Schilderungen anderer irgendetwas darüber aus, was einem selbst hilft.


Nur weil ich geschrieben habe das die Pharmaindustrie damit ihr Geld verdienen möchte, heißt das nicht im Umkehrschluss das man sich lieber Pflanzliches reinziehen sollte.
Auch ich habe Johanniskraut probiert, das mir aber ebenfalls nicht geholfen hat gegen meine Ängste.
Aber darum geht es hier ja nicht, sondern um den Placeboeffekt das einen glauben lässt das die Medikamente ja tatsächlich wirken, obwohl man ja sozusagen sich selbst therapiert ohne die Wirkung eines Medikaments.

Du schreibst ja schon selbst, man nimmt es um zu schauen ob es einem hilft ob nun mit oder ohne Placeboeffekt, das wiederum heißt ja, das man durch Erwartung, Hoffnung und Euphorie sich ja quasi selbst therapiert.

Ich kritisiere das ja auch nicht, ist doch echt super wenn man sich quasi damit selbst therapiert. Aber das die Pharmalobby bzw. die Ärzte meinen das würde irgendwas im Gehirn reparieren durch Anreicherung der Substanz, und genau das bewirke das es einem besser geht, obwohl Studien belegen das es meistens nicht besser wirkt wie ein Placebo oder schlechter, finde ich ziemlich fahrlässig.
Wenn man sagen würde das man dokumentieren konnte das es bei schweren Depressionen überwiegend hilft aber bei mittleren und leichten auch ein Placeboeffekt auftreten könnte, dann wäre ich damit einverstanden. So ist es aber nicht, es wird einfach gesagt die Mittel wirken man muss halt nur sehr viele durchprobieren bis man das richtige für sich gefunden hat.
Wenn man dann aber ein Mittel hat was einem angeblich hilft, weiß man im Endeffekt ja auch nicht, ist es nun ein Placebo oder wirkt es wirklich. Und das ist der Punkt, denn es kommt ja sehr häufig vor das man behauptet es hat anfänglich gewirkt und nun plötzlich nicht mehr und man fragt sich warum.
Dann ist es eben sehr wahrscheinlich das es ein Placebo war und die Hoffnung das man ja doch ein Medikament parat hatte das einem bei schweren Zeiten helfen könnte, stirbt.
Das Vertrauen in die Medikamente geht dadurch verloren und man fühlt sich dann eben ausgeliefert.

Das ist der momentane Stand bei mir und auch bei vielen anderen.

Daher finde ich das man dieses Thema thematisieren muss und aufklären sollte um den Leuten keine falsche Hoffnungen zu machen.

Vor 3 Stunden • x 2 #38


Grace_99
Ich bin weder Verfechter von Seite A noch Seite B.

Ich mag den alles umfassenden Ausspruch nicht von Wirkt alles nichts über Jawoll, Antidepressiva wirken immer.

Die Wahrheit liegt wie immer, in der goldenen Mitte.

Als ich in die Klinik kam, war mein Gedanke: AD einschleichen, in 3 Wochen wieder raus hier, weiter leben und arbeiten, fertig.

Ich lag nie falscher.

Das ist ein Weg, ein Prozess, Therapie, Antidepressiva usw. usf.

Ich habs anfänglich als totale Niederlage empfunden, hinzu kam ein für mich falsches Medikament, mit dem es mir wirklich sau schlecht ging.

Da kommen wir wieder zur Eigenverantwortung: In der Visite mit den Ärzten reden und sich nicht auf den 0/8/15 Medikamentenweg begehen, sondern Grenze ziehen und sagen: Stopp, wir müssen abbiegen, Ihr vorgeschlagener Medikamentenweg hilft bei mir nicht.

Daher bin ich ein Verfechter von: Hey, ich kann denken, fühlen, mich artikulieren. Wer spricht, dem wird geholfen.

Lösungen suchen. Ich habe meine Lösung gefunden. Wäre die Lösung jetzt ein lila Elefant, super. Meine Lösung ist halt Escitalopram und Therapie. Auch super. Und ich bin beileibe keine Pharmalobbiistin, welche wie das Kannichen vor der Schlange.

Vor 3 Stunden • x 4 #39


Spaceman
Zitat von ThE-Joker:
Wenn man sagen würde das man dokumentieren konnte das es bei schweren Depressionen überwiegend hilft aber bei mittleren und leichten auch ein Placeboeffekt auftreten könnte, dann wäre ich damit einverstanden.


https://www.sciencemediacenter.de/alle-...traeglich/


https://www.quarks.de/gesellschaft/psyc...h-wirksam/

Bitte wenigstens den letzten Abschnitt inklusive Fazit und Behandelnde Ärzt:innen halten am Einsatz von Antidepressiva fest lesen.

Vor 1 Stunde • #40



x 4


Pfeil rechts


Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf