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Yorai
Hallo Ihr~

Ich nehme neben Citalopram und Maprotilin (+Bedarfsmedikamente) auch regelmäßig Atarax und seit neuestem Pipamperon, weil 3-4 Atarax einfach nichtmehr gereicht haben.
Mein Arzt hat mir wie geschrieben Pipamperon verordnet.
Ich nehme Abends 1-3 also zwischen 40 bis 120 MG und irgendwie wirkts bisher einfachzu wenig/kaum, hab ich das Gefühl...
Vielleicht kennt hier ja Jemand die Medi-Kombi und kann mir sagen, wie lang der Eingewöhnungsprozess dabei dauert und ob die Nebenwirkungen (Übelkeit, verschwommene Sicht und extreme Stimmungsschwankungen!) dann vielleicht weniger werden oder ganz abklingen?!
Ich bin grad total verunsichert, weil das wirklich heftige Stimmungswechsel sind.
Hab die Kassiererin im Supermarkt angeschriehen weil keine Tüten mehr da waren.
Als ich dann aus dem Ausgang raus war, hab ich angefangen zu kichern.
Das kanns doch echt nich sein . . .
Pipamperon nehm ich jetzt seit 9 Tagen. die Andren schon mehr als ein Jahr.
Bitte bitte sagt mir Jemand hier dass das alles wieder weggeht!
Ich steh echt neben mir


Yorai

17.06.2012 00:00 • 18.06.2012 #1


8 Antworten ↓


Du nimmst da einen ziemlichen psychocoktail. Ich hoffe, das du wenigstens alles von einem Arzt bekommen hast um die Wechselwirkungen im Blick zu haben. So viele unterschiedliche psychophamarkas gehören in Hände eines Fachmanns. Nur ein guter Psychater oder Neurologe kann das beurteilen.

17.06.2012 00:29 • #2



Ab wann hilft Pipamperon

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Was sollen denn die Pipamperon bewirken, also worum geht es Dir? Ich hab mal Amisulprid getestet (ja, weil nur paar Tage), die zur Gruppe wie Pipamperon gehören, also n.p. Neuroleptika. Ich hatte keine Nebenwirkungen, was bei mir eine Seltenheit ist. Allerdings haben die mich noch emotionsloser gemacht. Die Welt hätte untergehen können, mir wäre es egal gewesen. Ich konnte das aber noch gut realisieren und merkte, DER Zustand gefällt mir nicht.

Aber 4 Medikamente, die quasi irgendwo alle ähnliche Bereiche abdecken? Ich bin auch kein Arzt, aber das scheint echt zu viel. Wenn Du Dir eine Zweitmeinung holen kannst (Psychiater), dann würde ich das mal machen. 2 Medikamente sind nicht selten, 3 kommt auch vor, aber 4 deutet eher ne Schieflage an.

17.06.2012 00:44 • #3


Yorai
Hmm OK o_O

also die Medikamente hat mir alle mein Neurologe verschrieben auch die Bedrafsmedis die ich nicht mit aufgelistet habe
und sogar son hübschen Medikamenten-Plan hat er mir mitgegeben.
Aber ihr verunsichert mich da grad ein wenig
und das is bei Angstpatienten ja Öl ins Feuer gießen.
Dem entsprechend gehts mir grade, na vielen Dank

Also die Pipamperon und Ataraxpillen sollen mir helfen trotz Angst einzuschlafen, was ein erhebliches, schon langanhaltendes Problem ist.
Aber wie geschrieben hat sich durch die Pipamperon bisher nichts merklich verbessert, dafür hab ich nu Nebenwirkungen die ich nicht möchte.
Hab jetzt ohne Rücksprache aber auch nicht vor die wieder abzusetzen.
Den Spaß hab ich mir mit anderen Pillen schonmal gegönnt, das war der Horror und da frag ich seither vorher lieber nach.
Aber zu meiner eigentlichen Frage zurück, hat denn niemand hier außer mir Pipamperon getestet und weiß, dass die Wirkung erst ab ner gewissen Zeit einsetzt?
Hatte Niemenad diese Nebenwirkungen bisher?
Ich fühl mich grad wieder mal wie allein auf ner Insel gestrandet...
Das tut alles andere als gut

17.06.2012 18:53 • #4


Ein neuroleptikum zum einschlafen gehört sicherlich nicht zur Standardtherapie. Auch wirst du die Medikamente nicht nur wegen der Ängste bekommen haben, da hast du sicherlich noch andere Diagnosen. Vielleicht solltest du dich mit deinem Cocktail mal einem Psychater vorstellen, der wird am besten beurteilen können, was du da wie nehmen kannst. Als Laie da bei der Mischung Ratschläge zu geben halte ich schon fast für fahrlässig.

17.06.2012 19:26 • #5


Yorai
Also ja, ich bekomme diese Tabletten von ein und demselben Arzt.
Dieser ist ein Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie.
Ich kaufe sie nicht auf der Straße oder sonst was. Also echt mal.
Und bisher war ich auch mit diesen Medis gut eingestellt und lebe noch o_O
Nur die Angstphase vor dem Schlafengehen, ist durchgebrochen und da hab ich nun etwas neues bekommen und finde mich nicht zurecht.
Es ging mir um das dazukommende Medikament Pipamperon und meine Schwierigkeiten damit.
Ich muss meinen *schei.* auch nicht irgendwohin tragen.
Mein Arzt ist ein seriöser und guter meiner Meinung und Erfahrung nach.
Und mit Medis gehts mir deutlich besser als ohne.
Nur (nochmal) habe ich Schwierigkeiten mit meinem neusten Medi und
ich hatte echt auf einen Rat gehofft oder einen Erfahrungsbreicht.
Vielleicht hilft mir ja doch noch jemand hier, bitte?!

17.06.2012 20:20 • x 1 #6


Christina
Hi,

grundsätzlich scheint es ja keine optimale Medikation zu sein, sonst bräuchtest du nicht so viele verschiedene Medikamente und dazu noch Bedarfsmedikamente. Ich an deiner Stelle würde den Arzt drauf ansprechen, ob sich die Kombi Citalopram und Maprotilin nicht durch Venlafaxin oder Duloxetin ersetzen ließe - auch in der Hoffnung, dass sich damit täglich wiederkehrende Angstphasen lindern lassen. Evtl. werden dann Atarax und Pipamperon überflüssig. Das sind beides eigentlich Medikamente, die für nichts so richtig taugen (das eine ist als Antihistaminikum überholt, das andere als Antipsychotikum nicht wirksam genug), aber platt und müde machen und deshalb inzwischen als (nicht abhängig machender) Ersatz für Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt werden.

Speziell zu deiner Frage: Wenn Pipamperon bisher nicht die erwünschte Wirkung hatte, ist eher nicht damit zu rechnen, dass sich das ändert. Da musst du eh nochmal zum Arzt...

Liebe Grüße
Christina

17.06.2012 22:03 • #7


Yorai
Danke Dir Christina,

Von Duloxetin wurde mir abgeraten, da ich einen sehr schwachen Magen hab und das Medikament wohl vermehrt zu Magen-Darmproblemen führen soll, die bei mir dann ausufern würden.
Hast Du da andere Erfahrungen mit gemacht?

Ansonsten hast Du/ habt ihr wohl Recht,
ich mach mal nen Termin bei meinem Arzt aus und frage nach Vor- und Nachteilen und eventuellen Änderungsmöglichkeiten, wobei ich sagen muss, grad das Maprotilin hat auch erst nach 3-4 Wochen eingeschlagen.
Citalopram, als Cipralexersatz, nehm ich nur morgens und bisher hilfts eigentlich.
Mal sehn was mein Arzt dazu sagt.
Pipamperon ist die Nebenwirkungen einfach nicht wert, wobei ich immer unsicher bin, ob das ein neues Medikament oder ich selber "Schuld" bin
Sicher ist man nie...

17.06.2012 23:28 • #8


Mach das mal bitte, Yorai. Ist nicht böse gemeint, aber die Kombi finde ich wirklich schräg, da stimmt was nicht. Das kann man definitiv mit 2 Medikamenten abdecken. Ich könnte jetzt über 8-10 Medikamente philosophieren, aber wir sind letztlich keine Ärzte und jedes Medikament wirkt bei jedem anders. Besprich das am besten mit einem guten Psychiater.

Wenn es um Einschlafen und starke Angst geht, dann wäre auch ein gutes AD in angemessener Dosis denkbar und am Anfang (1-2 Wochen) ein Benzo, um die Nebenwirkungen zu verringern und die noch fehlende Wirkung des AD zu ersetzen. Das wird oft so gemacht, auch mal bis zu 3 Wochen.

18.06.2012 00:00 • #9




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Dr. med. Andreas Schöpf