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hallo ihr lieben,
bin zur zeit in einer umstellphase. von citalopram (fast 7 jahre genommen) auf venlaflaxin 75mg und abends 15mg mirtazapin. habe klinikerfahrung und therapieerfahrung, ist alles aber schon etwas her. habe viel gelernt und mein leben gut eingerichtet. jetzt hat mich aber wieder ne angststörung gepackt (seit jahren wieder). habe heut den 18.tag mit venlaflaxin. habe eigentlich gedacht, dass es jetzt bergauf geht, weil die letzten 3 tage sehr gut waren. gestern abend kam wieder die angst, dementsprechend schlecht geschlafen und heute früh angst und verzweifelung. mache regelmäßig tai chi früh und gehe jeden tag spazieren, seit ich das wieder habe. wenns gar nicht anders geht nehm ich tavor. hatte am freitag termin bei der psychiaterin und sie meinte, die dosis von 75 mg halte sie bei mir für ausreichend.
wer hat den ähnliches mitgemacht und kann mir mit diesem medi mut zusprechen?

30.10.2011 12:22 • 04.11.2011 #1


10 Antworten ↓


Ich kann Dir Mut zusprechen.Sicher gibt es auch unter der Einnahme von Venlafaxin mal nicht so gute Tage. Bei mir ist es aber so, dass ich wesentlich entspannter bin, viel weniger in mich hineinhöre und meine Ängste schon mal über mehrere Tage einfach vergesse.
Nehme das AD jetzt 5 Monate, auch 75 mg. Vielleicht solltest Du Deine Erwartungshaltung an das Medi etwas herunterschrauben. Glaub mir, es wirkt. Wie lange es aber dauert, ist sicher unterschiedlich. Und denke immer daran, das Medi ist nur eine Krücke, laufen musst Du alleine. Bleib dran an dem was Du schon tust, dann bist Du definitiv auf dem richtigen Weg.

Alles Gute für dich
LG Rio

01.11.2011 11:53 • #2



Venlaflaxin, wer hat gute erfahrungen damit gemacht?

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hi rio,
danke für deine antwort. es geht die ganze zeit so rauf und runter, und es vergeht kein tag an dem ich nicht heule im moment. normalerweise bin ich ein sonnenschein, voll von energie. ich spiele echt mit dem gedanken in die klinik zu gehen. der puls ist sehr hoch. und auch wenn ich keine angst im magen spüre fühle ich mich wie verhext. ich habe keine ahnung wie lange ich noch warten soll... kannst du dich erinnern, wann bei dir der spuk wieder vorbei war? mittlerweile habe ich die 22. tablette.

02.11.2011 13:09 • #3


Hallo Silke,

Ich habe Venlafaxin 4,5 jahre genommen.
Am Angang fühlte ich keinerlei Nebenwirkungen und es ging mir Woche für Woche besser. Erst nach vielen Monaten haben sich 2 Nebenwirkungen bei mir dauerhaft eingeschlichen.
Ich hatte sehr oft schlimme Kopfschmerzen und wachte Nachts oftmals schweißgebadet auf weil ich zu intensive Träume hatte. Manchmal musste ich mitten in der Nacht duschen. Teilweise sogar 2 Mal weil ich nach einer halben Stunde wieder vollkommen Nassgeschwitzt war. Dies Nebenwirkungen hielten sich über den Restlichen Zeitraum der Einnahe.
Zu meinen Angstzuständen hat es glaube ich irgendwann die Wirkung verloren weil es nach einer Weile wieder schlechter war.
Da allerschlimmste war aber der Entzug. Habe ihn in einer psychosomatischen Klinik gemacht und leider hatte meine Ärztin die Lage falsch eingeschätzt und mich von 75mg gleich auf null gesetzt.
Ich hatte gute 3-4 Wochen Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, verlägerte Reaktionsdauer, Schwindel, Übelkeit, wahnsinnige Ängste, Zittern, Abgeschlagenheit, Hitzewallungen, Sprachstörungen, dumpfe schläge im Kopf und ich hatte absolut keinen Appetit.
Man kann es aushalten aber wenn man mittendrin ist denkt man oft es geht nicht mehr. Also wenn du es mal absetzen willst wirklich ganz langsam ausschleichen lassen.
Ich hoffe du machst bessere Erfahrungen mit dem Medikament. Es ist ja bei jedem Mensch anders.

Alles Gute für die Zukunft!!
LG Dorina

02.11.2011 14:31 • #4


aaaaaargh! bitte nur gute erfahrungen, sonst mach ich mir ewig nen kopf! trotzdem danke!

02.11.2011 21:01 • #5


Also nach 3 Wochen habe ich definitiv schon einen Besserung gespürt und auch die Nebenwirkungen waren so gut wie verschwunden. Versuch es noch ein paar Tage und wenn es dann nicht besser ist, gehe doch noch mal zu Deinem Arzt. Vielleicht ist Venlafaxin nicht das Richtige für dich. Ich habe im Vorfeld auch einige Medis ausprobiert, die mir nichts gebracht haben.
Das mit dem intensiven Träumen und der Absetzsymptomatik kenne ich so nicht, obwohl ich Venlafaxin vor 2 Jahre auch schon mal abgesetzt habe.

LG Rio

04.11.2011 14:21 • #6


Auch wenn das auch nicht gut ist, aber in manchen Ländern wird Venalfaxin absolut nicht empfohlen, wenn es die Erstbehandlung ist oder wenn nicht schon andere Medikamente versucht wurden. Von England weiß ich es ganz sicher. Risiko und Nebenwirkungen stehen angeblich in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Ich weiß, das bei uns V. schnell verschrieben wird und auch in der Erstbehandlung. Trotzdem ist es definitiv ein sehr sehr starkes Medikament, mit z.T. enormen NW und auch das Absetzen ist dann oft Horror.

Zumal man auch wissen muss, V. entfaltet seinen eigentlichen Sinn erst ab 175 mg/Tag, darunter ist es nichts weiter als ein SSRI, aber mit deutlich mehr NW als SSRI. Darum kann man eigentlich unter 175 mg besser SSRI nehmen.

04.11.2011 15:00 • #7


hallo ihr lieben!
war heute als notfallpatient beim psychiater, weil die stimmung immer weiter nach unten ging. hab nur geheult. sollte velaflaxin sofort absetzen und wieder citalopram 30 mg nehmen. und viel tavor. er hofft, die schwere depression noch abzuwenden. o mein gott, ich krieg die krise!

04.11.2011 19:20 • #8


@silke 74

Tavor würde ich da aber dann nicht nehmen.

04.11.2011 19:47 • #9


Zitat von silke 74:
hallo ihr lieben!
war heute als notfallpatient beim psychiater, weil die stimmung immer weiter nach unten ging. hab nur geheult. sollte velaflaxin sofort absetzen und wieder citalopram 30 mg nehmen. und viel tavor. er hofft, die schwere depression noch abzuwenden. o mein gott, ich krieg die krise!


Gebe crazy030 recht, unter Tavor kann sich eine Depression noch verschlimmern.
Alles Gute für Dich

LG Rio

04.11.2011 23:02 • #10


Zitat von Rio:
unter Tavor kann sich eine Depression noch verschlimmern.
Oder überhaupt erst auslösen.

04.11.2011 23:49 • #11



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Dr. med. Andreas Schöpf