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Bochumer
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Hallo zusammen,

zur Zeit gehts mir mal wieder gar nicht gut und ich brauche ein wenig Hilfe.

Mein Hausarzt hat mit mir besprochen, dass ich nach 6 Jahren meine Venlafaxin 75mg (1-0-0) absetzen soll. Dem gegenüber war ich eigentlich sehr aufgeschlossen, weil ich nicht mein Leben lang die Chemie nehmen will, da ich seit 11 Jahren Antidepressiva nehme, erst Escitalopram 10mg und seit 6 Jahren halt Venlafaxin.

Das Ganze hat mein Hausarzt wie folgt geplant: Ich nehme 37,5mg Venlafaxin als Dosierung für ca. 5-6 Monate und dann sollte ich es wohl nach und nach ganz ausschleichen.

Ich wusste, dass das Absetzen von Venlafaxin nicht einfach wird, aber ich bin überrascht wie schlecht es mir doch geht.

Am 01.09. bin ich angefangen die 37,5mg einzunehmen. Die ersten 2 Tage ging es eigentlich, ich hatte mit Schlimmerem gerechnet. Da konnte ich auch noch arbeiten. Mir war nur ein klein wenig flau im Magen und ich war ein wenig nervös.

Dann in der Nacht vom 2. auf den 3. Tag habe ich kein Auge zugekriegt, ich konnte nicht schlafen und lag die ganze Zeit wach. Weiterhin habe ich an dem Morgen diese Brain-Zaps bekommen. Also ich bewege meine Augen nach links und rechts und spüre dann eine Art Blitz im Kopf und mir wird dann für eine sehr kurze Zeit schwindelig. An dem Tag war es am schlimmsten, ich habe es jetzt immer noch, aber es geht so langsam.

Das Schlimmere ist aber eher, dass ich mich total depressiv fühle und keinen Antrieb mehr habe seit ein paar Tagen. Außerdem habe ich Kopfschmerzen und könnte für alles anfangen zu weinen.

Mein Arzt hat mich für die Woche krankgeschrieben, aber das macht mich auch wahnsinnig, weil ich dieses Jahr etwa 16 Tage wegen Migräne krankgeschrieben war (immer mit AU). Ich hab Angst, dass mein Arbeitgeber mich kündigt deswegen, wobei ich der Hoffnungsträger der Abteilung bin, da wird gnadenlos unterbesetzt sind.

So in dem Zustand möchte ich aber kein Auto fahren und die Möglichkeit auf HomeOffice wird mir verwehrt, da ich zu neu in der Abteilung bin und wohl erst ab einem Jahr den Kollegen HomeOffice zugestanden wird.

Mir gehts echt schlecht im Moment, sowohl körperlich als auch seelisch.

Hat jemand Erfahrung mit dem Absetzen von Venlafaxin / Trevilor und kann mir was berichten oder mich beruhigen?

Danke schonmal.

Liebe Grüße

09.09.2026 #1


7 Antworten ↓

L
@Bochumer
Ich habe Venlafaxin abgesetzt, aber viel langsamer als du.
Mein Arzt hatte mir beim ersten Absetzversuch auch geraten, einfach abzusetzen, und das ging in die Hose. Ich hatet auch diese brainzaps, mir war schlecht, schwindelig, Bauchkrämpder, Durchfall und schreckliche Kopfschmerzen. Ich hab nur 1 Woche durchgehalten, ich war nicht lebensfähig in diesem Zustand, und hab es dann wieder genommen.
Hab es dann wieder genommen.
Nach einem Jahr dann nächster Versuch, besser informiert, und habe es dann in 10% Schritten abgesetzt. Hab dafür aber 2 Jahre gebraucht.
Ich hatte Venlafab Tabletten, die sind unretardiert, und hab da immer mit dem Messer ganz wenig abgeschabt, und dann halt immer mehr.
Halbieren ist denke ich ein zu großer Schritt.

x 4 #2


A


Venlafaxin absetzen Erfahrungen / Angst wegen AU

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Kleine-Eule
Zitat von luciana:
Ich hatte Venlafab Tabletten, die sind unretardiert

Hast Du die gut vertragen?
Ich hab die auch und mir is immer schlecht, wenn ich die genommen hab. 😔

#3


B
@luciana Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ja, ich denke auch, dass das zu viel war. Aber man vertraut natürlich erstmal seinem Hausarzt....evtl. muss ich auch die Variante machen mit den Kügelchen zählen in den Retardkapseln.

Ich kann einfach im Moment nichts machen. Das ist furchtbar. Noch nicht mal normal raus gehen geschweige denn arbeiten.

#4


Tsentsi
@Bochumer das war wirklich zu schnell und zu viel reduziert.
Ich würde an deiner Stelle erstmal wieder auf eine Dosis zurück,bei der es dir einigermassen gut geht.....dann erstmal Ruhe einkehren lassen.

Ich habe auch über ca zwei Jahre ausgeschlichen mit der Kügelchen-Methode.
Schau mal zu dem Forum https://adfd.org/austausch/
Da findest du viele Erfahrungsberichte und Tipps!
Alles Gute! 🙂

x 2 #5


Windy
Mach es so langsam und behutsam wie möglich. Ich hab damals 75 mg nach einem halben Jahr aprubt abgesetzt, das ist nicht zu empfehlen. Zum langsameren abdosieren, gibt es soviel ich weiß auch diese Kapseln mit den Kügelchen drin, wo man es dann noch besser abstufen kann.

x 1 #6


L
Zitat von Bochumer:
@luciana Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ja, ich denke auch, dass das zu viel war. Aber man vertraut natürlich erstmal seinem ...

Lies vielleicht in verschiedenen. Foren viel an Infos. Das Kügelchen zu zählen ist die genaueste Methode, geht aber nur bei retardierten Kapseln. Die hast du ja.
Ich würde auf die alte Dosis zurückgehen. Dann ein paar Wochen stabilisieren. Dann neuer vorsichtiger Versuch. Mittlerweile sollte auch bei den Ärzten angekommen sein, dass man immer nur 10% der letzten Dosis absetzt. Dazwischen immer ausreichend Pause.
Hast du Kapseln mit vielen kleinen Kügelchen, oder immer 3 Plättchen pro Kapsel?
Auf jeden Fall sofort wieder die alte Dosis nehmen, nach 1 Woche geht das noch. Es wird dir schnell besser gehen.

#7


Sentinel2003
Ich habe Venlafaxin auch ausprobiert, nachdem bei mir damals, in 2011 die citalopram nicht mehr geholfen hatte!

Mit der Venlafaxin ging es mir so irre übel 😑 , dass ich schon nach ein paar Wochen, natürlich an Absprache mit Frau Dokor, die abgesetzt habe und, ich nicht wußte, wie es weiter geht!

Ich kann mich noch sehr gut an diesen echt irrwitzigen Satz/Spruch von Frau Doktor erinnern: "Herr XYZ, es gibt soviele Antidepressiva, Sie können sich praktisch aussuchen, was wir jetzt nehmen"!

Ich dachte echt, ich bin im völlig, falschen Film, war so derart sauer auf Sie, als Sie mir das sagte!

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Ich dachte nur: ich bin doch kein Versuchs Labor, verdammte S..c..h...e..i.ß..e... 😑🙁

#8






Dr. med. Andreas Schöpf
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