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Purzel1997
Mitglied

Beiträge:
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Themen:
1
Mitglied seit:
Hallo,
seit ca 3 Jahren habe ich ein Problem, das immer schlimmer wird. Ich leide unter Übelkeit, Bauch-und Kopfschmerzen, sobald irgendwas in meinem Alltag anders läuft. Z.B. wenn ich campen fahre übers Wochenende ist mir bis Samstag Abend übel bis hin zu erbrechen. Das gleiche gilt, wenn ich z.B. auf ein Konzert fahre. Am Wochenende steht wieder ein Konzertbesuch an und ich würde am liebsten gar nicht mehr fahren, weil ich jetzt schon Angst vor Übelkeit usw habe. Ich habe heute versucht einen Termin bei einem Verhaltenstherapeuten zu bekommen und stehe nun auf einer Warteliste. Er sagte am Telefon, dass ich vielleicht unter einer Angststörung leide. Ich weiß nicht, ob das so ist, aber mein Leben ist gerade furchtbar. Ich nehme momentan lediglich iberogast und Ingwertropfen, sowie Lutschtabletten für Magenwohlsein. Ich schlafe extrem schlecht und bin unruhig und gestresst. Habt ihr eventuell Ideen, was helfen könnte? Gibt es eventuell ein frei verkäufliches Medikament, dass mich beruhigen könnte, so dass ich es schaffe auf das Konzert zu fahren? Danke

20.05.2026 #1


9 Antworten ↓

Elly79
Es könnte für eine Angststörung bzw Agoraphobie sprechen oder einfach einen nervösen Magen/Darm wenn du aufgeregt bist. Warst du deswegen schon mal bei einem Arzt? Der Hausarzt wäre der erste Anlaufpunkt, um halt auch körperliches auszuschließen.

#2


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Übelkeit bei Events, Konzerten, Reisen

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@Elly79 ja, habe ärztlich alles durch, MRT, CT, Magenspiegelung usw. ich bin kerngesund 🙈deshalb denke ich, es ist psychisch. Ich bemühe mich um einen Termin bei einem Therapeuten, aber das wird vermutlich dauern. Was kann ich denn jetzt machen?

#3


Elly79
Du kannst es mit pflanzlichen oder homöopathischen Sachen probieren, mir helfen sie nicht.
Schnell wirst du hier keine Lösung bekommen.

Du kannst versuchen deinen Körper/Kopf bisschen runterzufahren. Autogenes Training, Atemübungen, Meditation und leichte sportliche Betätigung.

#4


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ja, das ist ja nur leider auch nicht so schnell erlernbar 😥danke Dir trotzdem

#5


Elly79
Schnell gibt es leider wirklich nichts was man ohne Psychiater und Diagnose nehmen sollte.

#6


Sommergewitter
Hallo Purzel1997!

In deiner Beschreibung erkenne ich vieles wieder, das ich selber auch hatte und zum Teil noch habe, wenn auch bei weitem abgeschwächter als früher.
Bei mir ist es ne Agoraphobie.
Früher bin ich nicht ohne Mentholkaugummis, Iberogast und einem Stückchen Ingwer aus dem Haus gegangen. Die Schärfe der Kaugummis und des Ingwers hat schon akut etwas geholfen und etwas Sicherheit vermittelt.
Und auch ne Plastiktüte hatte ich immer mit dabei. Für den Fall der Fälle.
Aber wirklich geholfen hat eigentlich erst, als ich es geschafft habe, lockerer mit der Thematik umzugehen. Je mehr man es bekämpfen will, desto verkrampfer ist man. Ich habe irgendwann gelernt einzuschätzen, was wirkliche und was angstgesteuerte Übelkeit ist. Es kommt alles von der Anspannung. Und die baut sich natürlich schon die Tage vorher auf, wenn du am Wochenende was vorhast.

Erbrichst du denn auch wirklich oder hast du vor allem Angst, dass es passiert? Oft ist es ja mehr die Angst vor dem Kontrollverlust.
Und hält das Gefühl dann beständig an oder sind es eher Wellen die mal besser, mal schlimmer sind?

Mir hat in der Therapie geholfen, dass ganze mal gedanklich durchzuspielen. Was passiert denn schlimmstenfalls wenn du wirklich erbrechen musst? Deine Freunde würden dir sicher helfen und Verständnis für deine Situation zeigen.
Und auch Fremde sind oft erstaunlich hilfsbereit, oder zumindest sieht man sie auch nur einmal und dann wars das.
Mir ging es dann schon immer ein Stück besser, als ich anfing damit offen umzugehen und meinem Umfeld zu erklären was mein Problem ist. Da ist ne Menge Druck weggefallen, "normal" wirken zu müssen.
Weiß dein Umfeld davon?

Ich wünsche dir, dass du bald einen Therapieplatz bekommst, das wird langfristig mehr helfen als die akuten Hilfsmittelchen. Denn viel kommt ja von den Gedanken drumherum. Und letztendlich solltest du dich nicht zu sehr auf Medikamente oder Hilfsmittel versteifen. Sonst gehst du bald nicht mehr ohne aus dem Haus, das ist auch nicht Sinn der Sache.

Vielleicht hilft dir auch Bewegung. Ich geh Laufen oder mache Yoga wenn ich mich gedanklich zu sehr in etwas reinsteigere. Es klappt nicht immer gleich gut aber generell tut man seinem Körper einfach etwas Gutes und die Ängste müssen sich mal hinten anstellen.

Liebe Grüße,
Sommergewitter

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Bitte auch an Wechseljahre denken, wenn dein angegebenes Alter stimmt.

#8


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@Sommergewitter ja, ich gehe seit November ohne Iberogast und Ingwertropfen plus Lutschtabletten nicht mehr aus dem Haus. Und das in jeder Tasche/Rucksack, falls ich mal wechsle. Bei mir kommt es ca 2 x im Jahr vor, dass ich erbrechen muss und dann auch ohnmächtig werde. Und davor habe ich echt Panik. Wenn mir nur jemand erzählt, er hatte Magen-Darm, dann bekomme ich sofort Bauchschmerzen und habe Angst mich anzustecken. Denn oft lande ich im Krankenhaus, wenn ich ohnmächtig werde. Ich habe mich bei Yin-Yoga angemeldet, ich hoffe das hilft mir.
Mein Umfeld weiß nicht so richtig Bescheid, mein Mann und die Kinder bekommen es halt mit, aber dass es wahrscheinlich psychisch bedingt ist, davon wissen sie nichts.

#9


P
@Pauline333 ja, das kommt noch on top. Die Hitzewallungen nachts und die Schlafstörungen. Ich war bei meiner Frauenärztin deshalb, die Salbe und die Medikamente habe ich leider nicht vertragen und so versuche ich’s ohne.

#10


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Dr. med. Andreas Schöpf
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