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koenig

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Hallo,

ich war am Wochenende bei einem Fußballspiel. Es ist schon ab und an vorgekommen, dass mein Nervensystem dann angespannt ist und hochfährt, was sich durch Unruhe, Herzklopfen, Herzstolpern etc. bemerkbar macht. Jetzt am WE war ich in einem großen Stadion mit vielen Leuten. Es war alles friedlich und ohne Stress, trotzdem fährt mein Nervensystem bei jeder Kleinigkeit dann schnell hoch. Da sind die Emotionen, es ist laut, viele Leute, danach noch in einer vollen Bahn fahren. Es dauerte dann auch eine Weile, bis ich mich wieder beruhigt habe.

Ich hatte quasi zwei Tage Vollaction. Mein Nervensystem fährt heute immer noch hoch und runter. Mich ärgert es, dass es so ist und ich frage mich, ob ich sowas dann lieber lassen sollte. Andererseits mache ich es auch gerne.

Seit dem Unfall im letzten Jahr bin ich sowieso wieder viel mehr angespannt und reagiere schnell auf Stress. Es ist erklärbar, warum es so ist. Theoretisch weiß ich auch, was ich machen kann. Aber praktisch ist es doch immer wieder eine andere Sache.

Vielleicht habt ihr da ein paar Tipps.

27.04.2026 x 2 #1


21 Antworten ↓
sandracookie

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Ja das kenne ich wirklich auch zu gut. Ich hatte vor kurzem auf der Arbeit und in der Familie zwei größere Konfliktsituationen und obwohl ich anders als früher damit umgegangen bin und es mir im ersten Moment damit gut ging, kam ein paar Tage später ein gewaltiger Rückstoß mit Selbstzweifeln, Zittern, extremer Anspannung, Unruhe, Schreckhaftigkeit und kurz vor der Panikattacke. Ich war auch extrem reizbar.
Allmählich legt es sich wieder, ich versuche mit Entspannungsverfahren gegen zu lenken (Meditation/PMR).

Fußball, Konzerte und auch größere Geburtstagsfeiern sind auch solche Dinge, die bei mir im Zweifel mehr Stress als Freude auslösen können.
Für die Akutsituation habe ich immer den Igelball zum Skillen mit, wenn die Anspannung zu hoch wird oder gehe dann auch mal nach Möglichkeit raus aus der Situation.
Damit ich aber dennoch an sowas teilnehmen und Freude an solchen Veranstaltungen haben kann, versuche ich mir die Tage hinterher bewusst frei zu halten oder nur das nötigste zu machen, damit ich mehr Raum habe wieder runter zu fahren und nicht direkt dem nächsten Stress und Druck ausgesetzt bin.
Ich versuche also mir Pufferzeiten einzurichten, statt x Termine hintereinander und eher nach dem Motto, dass man nicht jedes Wochenende sowas nervenaufreibendes machen muss. Lieber nur ab und zu sowas und es dann genießen zu können, als ständig und das Nervensystem dreht völlig hohl.

27.04.2026 12:19 • x 3 #5


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Das Nervensystem und aufregende Events etc

x 3


Minime

Minime
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Hier genau das selbe, du bist nicht alleine damit. Freitag doofen Tag gehabt, richtig doofe Heimfahrt von der Arbeit, und jetzt am Mi noch einen Termin vor dem ich ordentlich Bammel habe. Dazu oder davon fiese Verspannungen, die das ganze noch anfeuern. Davor Zahnop und danach noch privaten Stress....herrlich, ich weiß gerade nicht wohin mit mir. Meine Nerven fahren Achterbahn.

Auch freudige Ereignisse können das auslösen, so wie bei dir der Besuch im Stadion.
Zitat von koenig:
Mich ärgert es, dass es so ist und ich frage mich, ob ich sowas dann lieber lassen sollte. Andererseits mache ich es auch gerne.

Willst du dir den Spaß wirklich nehmen lassen? Du weißt ja woran es liegt. Und oft ist es so, dass wenn man verzichtet, sich die Nerven etwas anderes suchen, um sich daran hochzudrehen.

Ich würde auch sagen mach etwas, was deine Nerven entspannt. Bei mir ist es z.B. wichtig den Körper in die Entspannung zu bekommen, hilft mir immer etwas weiter. Wie sieht es denn mit schlafen aus bei dir? Klappt das?

Zitat von Greta__:
Freitag wurde meine Hündin kastriert

Gute Besserung für das Wauzel 🍀 meine hat am Mi ihren Seniorencheck....mir ist echt anders.

27.04.2026 12:02 • x 2 #4


Zum Beitrag im Thema ↓


Greta__
Hi.
Das gleiche hier mit dem Nervensystem.

Freitag wurde meine Hündin kastriert, am Wochenende Besuch gehabt und meinen Balkon Sommertauglich gemacht, also auch mit Hochdruckreiniger etc. pp.

Ich bin heute müde, erschöpft, sehr sensibel.

Machen kann man da nichts, außer Ruhe reinbringen, es akzeptieren und nicht analysieren.

x 6 #2


NeonPixie
Das Nervensystem braucht nach Hochreizung aktive Erholung, nicht einfach nur Abwesenheit von weiterem Stress. Was hilft dir persönlich am besten, um runterzukommen nach solchen Tagen?

x 3 #3


Minime
Hier genau das selbe, du bist nicht alleine damit. Freitag doofen Tag gehabt, richtig doofe Heimfahrt von der Arbeit, und jetzt am Mi noch einen Termin vor dem ich ordentlich Bammel habe. Dazu oder davon fiese Verspannungen, die das ganze noch anfeuern. Davor Zahnop und danach noch privaten Stress....herrlich, ich weiß gerade nicht wohin mit mir. Meine Nerven fahren Achterbahn.

Auch freudige Ereignisse können das auslösen, so wie bei dir der Besuch im Stadion.
Zitat von koenig:
Mich ärgert es, dass es so ist und ich frage mich, ob ich sowas dann lieber lassen sollte. Andererseits mache ich es auch gerne.

Willst du dir den Spaß wirklich nehmen lassen? Du weißt ja woran es liegt. Und oft ist es so, dass wenn man verzichtet, sich die Nerven etwas anderes suchen, um sich daran hochzudrehen.

Ich würde auch sagen mach etwas, was deine Nerven entspannt. Bei mir ist es z.B. wichtig den Körper in die Entspannung zu bekommen, hilft mir immer etwas weiter. Wie sieht es denn mit schlafen aus bei dir? Klappt das?

Zitat von Greta__:
Freitag wurde meine Hündin kastriert

Gute Besserung für das Wauzel 🍀 meine hat am Mi ihren Seniorencheck....mir ist echt anders.

x 2 #4


sandracookie
Ja das kenne ich wirklich auch zu gut. Ich hatte vor kurzem auf der Arbeit und in der Familie zwei größere Konfliktsituationen und obwohl ich anders als früher damit umgegangen bin und es mir im ersten Moment damit gut ging, kam ein paar Tage später ein gewaltiger Rückstoß mit Selbstzweifeln, Zittern, extremer Anspannung, Unruhe, Schreckhaftigkeit und kurz vor der Panikattacke. Ich war auch extrem reizbar.
Allmählich legt es sich wieder, ich versuche mit Entspannungsverfahren gegen zu lenken (Meditation/PMR).

Fußball, Konzerte und auch größere Geburtstagsfeiern sind auch solche Dinge, die bei mir im Zweifel mehr Stress als Freude auslösen können.
Für die Akutsituation habe ich immer den Igelball zum Skillen mit, wenn die Anspannung zu hoch wird oder gehe dann auch mal nach Möglichkeit raus aus der Situation.
Damit ich aber dennoch an sowas teilnehmen und Freude an solchen Veranstaltungen haben kann, versuche ich mir die Tage hinterher bewusst frei zu halten oder nur das nötigste zu machen, damit ich mehr Raum habe wieder runter zu fahren und nicht direkt dem nächsten Stress und Druck ausgesetzt bin.
Ich versuche also mir Pufferzeiten einzurichten, statt x Termine hintereinander und eher nach dem Motto, dass man nicht jedes Wochenende sowas nervenaufreibendes machen muss. Lieber nur ab und zu sowas und es dann genießen zu können, als ständig und das Nervensystem dreht völlig hohl.

x 3 #5


Greta__
Zitat von Minime:
Hier genau das selbe, du bist nicht alleine damit. Freitag doofen Tag gehabt, richtig doofe Heimfahrt von der Arbeit, und jetzt am Mi noch einen ...

Ja, Kastration war sehr aufwühlend. 🙈

Alles Gute für den Seniorencheck. 💪💪

Bei mir ist es oft so, dass ich erst im Nachgang merke das es too much war. Da hab ich noch nichts gefunden wie ich es eher wahrnehme und runterschrauben kann.

x 1 #6


Schlaflose
Zitat von koenig:
Vielleicht habt ihr da ein paar Tipps.

Bei mir geht es ja immer darum, dass ich nach Events (kann auch so etwas so Harmloses sein wie Kaffeetrinken mit Freundinnen) so aufgedreht bin, dass ich nicht schlafen kann. Ich gehe deswegen mit solchen Events erstens sehr sparsam um und wenn ich mich dazu entschlossen habe, teilzunehmen und danach einfach nicht abschalten kann und abends senkrecht im Bett stehe, greife ich zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Am nächsten Tag ist dann wieder alles in Ordnung.

x 2 #7


Windy
Vorher ein sedierendes Bedarfsmedikament nehmen, damit der Sympathikus erst gar nicht so stark in die Erregung fällt, währenddessen bei Bedarf nachlegen, falls erforderlich und danach ebenfalls eins nehmen, dann bleibt es ausgeglichener. Allgemein ein Entspannunsverfahren lernen, für solche Gelegenheiten, um ZNS stabiler zu halten. Wenn man zur Übererregung neigt, auf Genußmittel die reizen so gut es geht verzichten.

x 2 #8


Windy
Zitat von Schlaflose:
Kaffeetrinken

Na da brauchst dich aber auch nicht wundern, weil Kaffee anregend wirkt, jedenfalls bei den meisten. Ich brauch das Zeug nur anschauen schon bin ich aufgedreht wie ein Kreisel.

#9


User_0815_4711
Zitat von koenig:
Mein Nervensystem fährt heute immer noch hoch und runter.

Was heißt das ganz konkret?

Da ich grundsätzlich 24/7 unter Daueranspannung stehe, sind meine "Erholung" semikreative Arbeiten oder in Foren surfen. Am besten abwechselnd. Einen richtigen "Flow" in der Arbeit kann ich mir nicht leisten, denn die Störung von außen kann jederzeit kommen (Pflegesituation). Und es ist nicht angenehm, da rausgerissen zu werden.

Jedenfalls gerade was fertiggestellt, passt, zufrieden!

x 1 #10


P
Zitat von koenig:
Mich ärgert es, dass es so ist und ich frage mich, ob ich sowas dann lieber lassen sollte.

Auf keinen Fall lassen. Das verringert Stück für Stück deinen Radius.

Und immer mal fragen, ob es negative Anspannung ist oder positive.

Bedenke, dass Verliebt-sein und Angst sehr ähnliche Symptome machen.
Ebenso ist es mit Vorfreude oder Gespannt-sein...

x 3 #11


Schlaflose
Zitat von Windy:
Na da brauchst dich aber auch nicht wundern, weil Kaffee anregend wirkt, jedenfalls bei den meisten. Ich brauch das Zeug nur anschauen schon bin ich aufgedreht wie ein Kreisel.

Daran liegt es nicht. Ich trinke auch alleine zuhause nachmittags Kaffee und es macht mir nichts aus, zumindest nicht bis 16 Uhr. Später riskiere ich es nicht.

#12


koenig
Zitat von Pauline333:
Und immer mal fragen, ob es negative Anspannung ist oder positive.

Das kann es natürlich auch sein. Starke körperliche Symptome durch Emotionen bereiten mir schon Unbehagen, egal welcher Art.

Zitat von Windy:
Vorher ein sedierendes Bedarfsmedikament nehmen,

Machst sowas? Davon halte ich nichts ehrlich gesagt.


Zitat von User_0815_4711:
Was heißt das ganz konkret?

Dass ich dann doch immer mal wieder angespannt bin oder unruhig, so typische Stressymptome habe.

x 2 #13


Schlaflose
Zitat von koenig:
Machst sowas? Davon halte ich nichts ehrlich gesagt.

Vorher nehme ich auch nichts, allenfalls am Abend vorher, um schlafen zu können und nicht durch Schlafmangel das geplante Event nicht genießen zu können.
Mir macht Anspannung und daraus resultierende Symptome tagsüber gar nichts aus, nur nachts, wenn sie mich am Schlafen hindern.

x 2 #14


Tigerlilie
Ich kenne das auch. Schlimm ist es vor allem, wenn dann in den Tagen danach noch Termine sind und/oder ich schlecht schlafe.

Ich war am Samstag lange bei einer Veranstaltung, also zu Sonntag recht wenig geschlafen, gestern der Tag reichte mir nicht zum Erholen, letzte Nacht schlecht geschlafen, heute hänge ich total durch auf Arbeit, dann nach der Arbeit ist aber noch ein Geburtstag und morgen ist auf Arbeit ein Abschied, was auch stressig/emotional wird. Freitag noch ein Arzttermin.

Am liebsten will ich mich ins Bett verkriechen und schlafen. Fühle mich so müde und überreizt und darf gar nicht dran denken, was alles anliegt.

x 2 #15


Tigerlilie
Donnerstag Arzttermin meine ich. Freitag ist zum Glück Feiertag.

x 1 #16


Windy
Zitat von koenig:
Machst sowas? Davon halte ich nichts ehrlich gesagt.

Ja, weil ich es nicht anders besser regulieren kann, bei besonderen Anlässen und Herausforderungen. Früher hielt ich auch nichts von Medikamenten, inzwischen weiß ich nach Jahrzehnten Erfahrung, das nichts anderes, bei solchen Gelegenheiten funktioniert. Mein ZNS ist kaputt und braucht deshalb dann diese Unterstützung, da hilft kein Meditieren, kein rosarotes Denken und auch sonst nichts anderes so effektiv. Medikamente sind dann ein Segen, zaubern die Übererregung zwar nicht weg, aber machen das Ganze wesentlich erträglicher und danach schneller verarbeitbar.

x 4 #17

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User_0815_4711
Zitat von koenig:
Dass ich dann doch immer mal wieder angespannt bin oder unruhig, so typische Stressymptome habe.

Danke, aber es ist mir immer noch zu schwamming.
Angespannt und unruhig bin ich ständig.
Magst du ev. noch näher beschreiben?

#18


sandracookie
@Windy
Sind das verschreibungspflichtige Medikamente und kannst du ggf. Beispiele nennen, was da akut hilft?
Bei Antidepressiva ist's ja so, dass erst ein Wirkspiegel aufgebaut werden muss und da kann man auch nicht mal eins bei Bedarf nehmen und dann nicht mehr und ich vertrage die insgesamt nicht besonders gut.
Für so ganz akute Situationen wäre deswegen eine Alternative zu den ADs und zu "ich muss irgendwie selbst dadurch kommen" echt hilfreich.
Bisher hat es aber keiner meiner Ärzte trotz akuter Symptomatik für nötig gehalten mir solche Medikamente mal anzubieten 🤔🫠

#19


koenig
Zitat von User_0815_4711:
Danke, aber es ist mir immer noch zu schwamming.

Es ist dann manchmal das Gefühl, als würde sich der Körper für ne Panikattacke hochfahren, was er dann aber doch nicht macht. Wie Motor starten und ausmachen.
Kommt über Tag dann immer wieder vor. Irgendwann ab Mittag geht es. Oft habe ich es dann nur so ab aufstehen bis mittags. Zum Abend hin werde ich dann ruhiger.

x 1 #20


A


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Mira Weyer
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