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Lottaluft
Kann jetzt nicht von mir sprechen aber ne bekannte von mir ist seit vielen Jahren abhängig von dem Zeug
Würde es halt niemals als dauermedikation nehmen wegen dem anschließenden Entzug

05.04.2021 17:09 • #61


NIEaufgeben
Zitat von Lottaluft:
Kann jetzt nicht von mir sprechen aber ne bekannte von mir ist seit vielen Jahren abhängig von dem Zeug Würde es halt niemals als dauermedikation nehmen wegen dem anschließenden Entzug

Wenn man es so sieht hast du recht
Jedoch bekommen viele dieses medi als dauermedi ihr Leben lang
Als kommt kein Entzug auf sie zu außer sie wollen es irgendwann..

Ich muss sagen ich würde es nicht nehmen
Aber ich kenne Menschen denen hat es das Leben gerettet und die leben dank Tavor seit vielen Jahren ein vollkommen normales Leben....was vorher nicht mehr möglich war

05.04.2021 17:13 • x 2 #62



Tavor als Dauermedikament?

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Zitat von Lottaluft:
Würde es halt niemals als dauermedikation nehmen wegen dem anschließenden Entzug


Dessen bin ich mir durchaus bewusst, aber manchmal hat man leider nicht die Wahl ob man es als Dauermedikament einnehmen möchte oder nicht. Wenn nichts vergleichbar wirkt und dabei noch so gut verträglich ist, trifft sich die Entscheidung schon fast von selbst

06.04.2021 11:09 • #63


Lokalrunde
Im September 1998 in meiner Reha in der Klinik Rastede war eine junge Frau auf Medikamentenentzug Tavor. Sie war mit mir dort zirka 8 Wochen und die ersten 3 waren für Sie die Hölle. Schritt für Schritt inklusive Therapie und am Ende hatte Sie nur noch einen Krümel bekommen den man auf der Hand liegend kaum noch sehen konnte. Ich selber nutze es als Notfall Medikament 1mg wenn mal was sein sollte (Platzangst/Panik/Depri) aber nur sehr selten, in den letzten 3 Jahren gar nicht mehr. Bei meiner Trennung vor drei Jahren (Rosenkrieg) nahm ich es zuletzt einmal ein. In der Norm sagt man aus das es nicht mehr als einmal/Woche genommen werden soll weil ansonsten die Abhängigkeit eintreten könnte. Vorsicht damit!

06.04.2021 11:18 • #64


Tavor als Dauermedikation ist wie täglich eine Flasche Vodka, damit die Lebensqualität wieder passt.
Keine Lösung, ganz einfach.
Ganz davon abgesehen, dass diese Medikamente die Lebenserwartung extrem reduzieren. On par mit einem schwer Alk., und viel schlimmer als schwere Raucher, laut neuesten Studien. Zu den ganzen Erkrankungen, besonders neurologischen, die dadurch ausgelöst werden.
Niemals würde ich mir das antun.

06.04.2021 11:21 • #65


Danke, aber diese Pauschalwarnungen kenne ich schon beinahe auswendigk. Deshalb bat ich ja um eigene Erfahrungsberichte. Meine tgl. Dosis Tavor mit einer Flasche Vodka zu vergleichen ist wohl leicht übertrieben, sorry.

06.04.2021 11:34 • #66


Calima
Zitat von MichaelS:
Meine tgl. Dosis Tavor mit einer Flasche Vodka zu vergleichen ist wohl leicht übertrieben, sorry.

Naja: Zwei Suchtmittel mit vergleichbarem Abhängigkeits- und Schädigungspotential. Man kann das in Kauf nehmen - aber den Preis zahlt man immer.

06.04.2021 11:41 • #67


kleinesAngsthaeschen
Lieber MichaelS , ich leide an einer generalisierten Angst Störung. Ich hatte schon mehrere Therapien und weiß genau was ich machen müsste um die Angst zu besiegen. Leider klappt das immer nur eine Zeit lang und dann kam die Angst wieder mit einer Wucht. Ich nehme seit einem Jahr Tavor 0,5 mg selten 1 mg.
Ich nehme das Medikament schon so lange und habe keinerlei Probleme an manchen Tagen nichts zu nehmen. Mein Vater war Alk., deswegen finde ich das Beispiel mit einer Flasche Wodk. nicht so angebracht. Meine Meinung ist, dass wenn es gar nicht mehr anders geht, ist das Medikament sehr gut. Wenn man es aber nimmt, um einfach bisschen ruhiger zu werden um dann gut einschlafen zu können, ist es nichts
Jeder hat natürlich eine andere Meinung und jeder hat auch ein anderes Krankheitsbild, deshalb finde ich, dass man oft seine Erfahrung selbst machen muss. Ganz liebe Grüße

06.04.2021 12:40 • #68


Zitat von kleinesAngsthaeschen:
Meine Meinung ist, dass wenn es gar nicht mehr anders geht, ist das Medikament sehr gut. Wenn man es aber nimmt, um einfach bisschen ruhiger zu werden um dann gut einschlafen zu können, ist es nichts


Genau so sehe ich das auch und danke für deine Antwort. Habe selbst auch eine generalisierte Angststörung/Panikstörung und nehme Tavor damit ich überhaupt das Haus verlassen kann bzw. therapiefähig bin. "Zum Spaß" nehmen wir die hier wohl alle nicht, aber manchmal gehts einfach leider nicht anders.
Du kannst die einfach mal paar Tage weglassen und da passiert nichts? Das ersraunt mich gerade etwas. Habs selbst schon mal ausprobiert, nach ca. 24h starke rebound phänomene erlebt und erste Entzugserscheinungen traten auf.
Bzw. denkst du dass diese niedrige Dosis bei dir überhaupt noch einen angstlösenden Effekt hat?

06.04.2021 17:05 • #69


kleinesAngsthaeschen
Ja, ich kann sie tatsächlich einfach ein paar Tage weg lassen. Von der Wirkung her, wirken sie tatsächlich noch. Allerdings reden wir nicht von angstfrei. Aber um angstfrei zu sein, bräuchte ich mindestens 1,5 mg
Ich habe Tavor schon mal über acht Monate genommen und habe sie dann im Urlaub von heute auf morgen Morgen für Jahre weg gelassen. Ich hatte noch nie Entzugserscheinungen. Wie das natürlich wäre wenn ich jeden Tag 1 mg oder mehr nehmen würde weiß ich auch nicht. Ich nehme sie nicht gerne, aber so wie du sagst, brauche ich sie auch um überhaupt zur Therapie zu gelangen...

06.04.2021 18:01 • #70


kleinesAngsthaeschen
Ich musste ehrlich gesagt jetzt erst mal googeln was ein Rebound Phänomen ist.
Dass sich die Symptome verschlimmern, kann ich ehrlich gesagt gar nicht beurteilen. Da ich eh sehr oft Angst hab und mir der kalte Schweiß den Rücken runter läuft, kann ich nicht beurteilen dass das von den Tabletten kommt.

06.04.2021 18:06 • #71


kleinesAngsthaeschen
Ich sehe es wie viele andere hier auch nicht als Lösung, sondern als Chance, dass ich mich mit Dank Tavor gut therapieren lassen kann und danach wieder ohne Medikamente leben zu können

06.04.2021 18:14 • x 1 #72


Beruhigend schonmal, dass du nach so langer Zeit noch eine Wirkung verspürst und noch nicht die Dosis drastisch erhöhen musstest. Dies ist mit meine größte Sorge, aber das wird die Zeit in meinem Falle noch zeigen.

Als Langzeit Lösung sehe ich das auch nicht, aber ohne Tavor eben keine Therapie, zumindest momentan. Meiner Therapeutin passte dies zwar anfangs nicht so recht, da ihrer Ansicht nach eine Therapie unter Einfluss von Benzos nicht sinnvoll sei. Aber als ich ihr dann einmal probeweise ohne fast von Stuhl gekippt wäre, hat sie es dann doch akzeptiert.
Und bevor eine Therapie richtig "anschlägt" macht ein abdosieren ja auch nicht wirklich Sinn und darauf warte ich immer noch

06.04.2021 19:23 • #73


kleinesAngsthaeschen
Deine Therapeutin hat vollkommen recht. Ich gehe nächste Woche wieder in eine Klinik und da ist für mich selber sehr wichtig, das ich dort keine Tavor nehme...
so kann ich in verschiedene Situationen mit voller Angst gehen auch wenn das für mich sehr schwer ist.
Unser Kopf muss lernen das uns nichts passiert. Umso größer die Angst umso größer ist der Lerneffekt fürs Gehirn.
Man muss einfach seinen eigenen Weg finden...
Liebe Grüße

07.04.2021 20:38 • x 1 #74


Dann drücke ich dir die Daumen dass dir der Klinikaufenthalt weiterhilft. Vielleicht berichtest du ja mal hier.
Das stelle ich mir auch schwer vor, aber zum Glück ist man in einer Klinik quasi permanent von Fachpersonal umgeben und wird mit alldem nicht alleine im Regen stehen gelassen

08.04.2021 19:22 • #75


Es ist ja leider nicht nur ein Angstrebound der einen kalt erwischt wenn man Lorazepam spontan absetzt.

11.04.2021 14:52 • #76


kleinesAngsthaeschen
Was bekommst du denn für Symptome?

11.04.2021 20:05 • #77



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