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Hallo Nari,
bei mir war es auch so, ich habe in kürzester Zeit zugenommen.
Da es bei mir nicht das richtige Medikament war, wurde es eh schnell wieder abgesetzt und die Kilos sind gleich wieder runtergegangen. Ich habe es aber, wie gesagt, nur sehr kurze Zeit genommen.
Die Gewichtszunahme war nicht der Grund für die Absetzung, sondern die Fehleinschätzung der Ursache meiner Symptomatik
Ich kenne leider sehr viele Mitpatienten, denen es so gegangen ist wie vielen hier: ganz heftige Gewichtszunahme, die nicht wieder rückgängig gemacht werden konnte. Bei einer Mitpatientin waren es 40kg.
Ich glaube, man muss einfach sehr genau abwägen, wie notwendig das Medikament ist.
Wenn die psychische Erkrankung das Medikament erfordert, dann muss es halt sein.
Ich kenne einige Menschen mit schweren Psychosen, denen es mit den Neuroleptika auch so ergangen ist, aber ohne das jeweilige Neuroleptikum kippen sie sofort wieder in die Psychose, daher geht es nicht ohne.
Was ich so gar nicht verstehen kann, ist, wenn Ärzte Medikamente dieser Wirkstoffklasse verschreiben, ohne dass eine entsprechende Indikation besteht, z.B. als schlafanstoßendes Medikament, obwohl die Alternativen noch gar nicht ausprobiert worden sind. Da haben dann Patienten ganz heftige Nebenwirkungen, obwohl es durchaus Alternativen gegen hätte. Denn die Nebenwirkungen tauchen ja gerne mal auch schon bei niedrigen Dosierungen auf.
Wenn man das Neuroleptikum benötigt, weil man ansonsten den Bezug zur Realität verliert und ein Zurechtkommen im Alltag nicht mehr möglich ist, dann ist die Gewichtszunahme sicher ein untergeordnetes Problem.
Dann sollte man es zuverlässig nehmen und auch nicht ohne ärztliche Begleitung etwas an der Dosierung verändern,
Sollte diese Indikation aber nicht vorliegen, würde ich mit dem Arzt auf jeden Fall über Alternativen reden.
Ich bin froh, dass ich das Neuroleptikum nicht mehr nehmen muss. Bei mir hat sich aber auch herausgestellt, dass meine Symptomatik auf andere Ursachen zurückzuführen ist und sich das Medikamet außerdem nicht mit einem anderen Medikament vertragen hat, das ich nehmen muss.
Ansonsten ist meine Erfahrung mit den ärztlichen Erklärungen so wie die der anderen User hier: Mir wurde auch gesagt, dass es nicht direkt etwas mit der Nahrungsmenge zu tun hat, die man zu sich nimmt, sondern mit der Veränderung des Stoffwechsels im Gehirn.
13.09.2025 19:16 •
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