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Von Benzodiazepinen wie Tavor (Lorazepam) oder Bromazepam oder was auch immer auf Lyrica zu wechseln, ist ein Schritt vom Regen in die Traufe.
Beides wirkt auf die GABA Rezeptoren... kann sehr böse enden im Sinne von Abhängigkeit (und zwar mit körperlichen schweren Entzugssymptomen), Entwicklung einer Wirktoleranz (man muss immer höher dosieren) etc pp
Die Ärzte, die Pregabalin für Angststörungen noch verschreiben, sind genauso verantwortungslos wie die Benzo- Verschreiber. Benzos sind wichtige Notfallmedis und gehören ausschließlich in die Hände von Notärzten und in Kliniken. Und Lyrica/ Pregabalin gehört nach den neuesten Erkenntnissen vom Markt. Wird bestimmt auch irgendwann passieren. Für Epilepsie / Anfallsleiden ist Gabapentin zB unschädlicher, und damit verliert es irgendwann seine Daseinsberechtigung, wenn immer mehr Leute erfolglos versuchen, davon loszukommen.
Obwohl... andererseits ein gutes Geschäft für die Pharmakonzerne....
Übel.
Wer es nimmt: langsam (!) abdosieren, solange es noch wirkt und man nicht ständig steigern muss und es irgendwann nur noch schluckt, um Entzugssymptome zu deckeln.
Wer Benzos schluckt: dasselbe. Bei Benzos mit kurzer Halbwertzeit wie zB Lorazepam (Tavor) auf Diazepam umstellen lassen und langsam in absoluten Minischritten abdosieren.
Viel Erfolg.

22.11.2016 15:26 • #21


Der thread ist zwar schon alt, aber manche Aussagen hier sind doch an den haaren herbeigezogen.
Lyrica bzw oregabalin wirkt eben NICHT auf die Gaba rezeptoren wie Benzodiazepine.
Sicher sind beim absetzen Entzugserscheinungen oder absetzerscheinungen vorhanden, das hat so gut wie jedes medi was man für die psyche einnimmt.

Zitat: Obwohl Pregabalin strukturell ein GABA-Analogon ist, bindet es nicht an GABAA oder GABAB-Rezeptoren, hemmt die Wiederaufnahme nicht und wird auch nicht zu GABA metabolisiert

Bedeutet, das es zwar probleme beim absetzen bereiten kann, aber das man davon immer mehr einwerfen muss und sonst Entzugserscheinungen hat, ist absoluter Blödsinn.

Ich nehme pregabalin seit 4 jahren und musste noch nicht einmal die dosis steigern. Und ein Zittern wenn man mal die einnahme vergessen hat? Also wirklich. Ich habs auch mal 2 Monate am Stück mit nur der halben dosierung genommen, hatte weder Entzugserscheinungen noch irgendwelche anfälle oder sonstwas.
Ich will nicht absprechen das pregabalin ein gewisses Problem macht beim absetzen, aber dieser vergleich das es wie benzos ist, ist einfach nicht wahr.
Und wer meint pregabalin wäre beim absetzen schlimm, der hat noch nie versucht venlafaxin abzusetzen.
Dagegen ist pregabalin absetzen nen spaziergang.

08.02.2021 19:21 • x 1 #22



Lyrica gegen generalisierte Angststörung

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LostAngell
Hallo Zusammen Ich bekam von meinem Neurologen Hallo Zusammen Ich bekam vom Neurologen Pregabalin verschrieben,Gegen meine Tägliche Ängste Da ich seit August letzten Jahres Alprazolam in NAJA EIGENREGIE nehme...Als er es jetzt rausbekam,hat er mich dann auch mal Angeschrien,warum ich mich nicht an seine Anweisung halte Ich soll sie jetzt weglassen,und als Ersatz Pregebalin nehmen....Aber da ich leider nur 44.2 Kg wiege...kämpfe immer mit Untergewicht Kommt mir die Dosierung von 50 mg recht Hoch vor,und da es Kapseln sind,nichts mit HAlbieren. Wer hat ähnliche Probleme ,oder Erfahrungen Damit...Bitte gerne schreiben GLG

27.02.2021 12:16 • #23


50mg ist eine eher niedrige Dosis, zum Einschleichen aber okay. Die Halbwertzeit ist eher kurz, um einen Wirkspiegel über den Tag zu erreichen sollten es 2-3 Einzeldosen sein. Das ist aber bei jeden unterschiedlich. Es gibt Pregabalin auch als Tropfen - und Tablettenform und ist somit leichter dosierbar. Die Frage ob es die Kasse übernimmt ist individuell von den jeweiligen Rabattverträgen abhängig.

Gabapentin ist quasi der Vorläufer von Pregabalin, muss aber je nach Anwendungsbereich für die gleiche Wirkung doppelt so hoch dosiert werden. Dafür sediert Gabapentin mehr. Pregabalin ist in Verruf geraten weil mehrfach bekannt wurde das ein bestimmtes Klientel sich Dosen von bis zu 2-3 Gramm! auf einmal genehmigen und dann in Kombination mit anderen Stoffen schnell lebensbedrohliche Zustände erreicht waren. Es kann aber in adäquater Dosierung beispielsweise einen Opiatentzug abmildern. Man hat auch gehofft das Prega einen Benzodiazepinentzug abfangen kann. Das gelingt aber nicht jeden Betroffenen. Da sieht man das Benzodiazepine doch noch mal eine andere Hausnummer sind.

27.02.2021 19:54 • x 1 #24


LostAngell
Hallo @Acanthurus Ich danke dir,für deine Antwort....Wenn ich ein neues Medikament nehmen soll,bin ich immer sehr ängstlich wegen den Vielen Nebenwirkungen.Ja,ich weiß ,das ich es besser nicht immer Alles durchlesen sollte....Gerade wenn man soviele Ängste hat. ich hoffe das ich sie einigermaßen gut vertrage.... An dich GLG

27.02.2021 20:08 • #25


Pregabalin ist in richtiger Dosierung ein sicheres und verträgliches Medikament. Anfängliche Nebenwirkungen wie Trunkenheitsgefühl, Schwindel, Sehstörungen verschwinden relativ schnell und treten auch nicht bei jeden auf. Es kann auch appetitanregend sein.

04.03.2021 12:58 • x 1 #26


LostAngell
Zitat von Acanthurus:
Pregabalin ist in richtiger Dosierung ein sicheres und verträgliches Medikament. Anfängliche Nebenwirkungen wie Trunkenheitsgefühl, Schwindel, Sehstörungen verschwinden relativ schnell und treten auch nicht bei jeden auf. Es kann auch appetitanregend sein.
Ja ,solange es NUR diese Nebenwirkungen wären....Ich habe es jetzt noch nicht genommen,also schieb es vor mir Her,was es auch Nicht besser macht. Aber denk werds heut Abend mal probieren.

04.03.2021 13:13 • x 1 #27


Sunny2808
Zitat von LostAngell:
Ja ,solange es NUR diese Nebenwirkungen wären....Ich habe es jetzt noch nicht genommen,also schieb es vor mir Her,was es auch Nicht besser macht. Aber denk werds heut Abend mal probieren.

Berichte dann bitte mal

04.03.2021 14:36 • #28


LostAngell
Nicht geschafft...es zu nehmen.Heut die Letzte Alprazolam genommen....Jetzt bleibt mir Nichts Anderes übrig,als doch Morgen mit Anzufangen. Diese Verd......... ANGST macht mich noch Kaputt....Es bohrt so in mir....Kennt das Hier JEMAND ?

21.03.2021 20:28 • #29


Sonnnenschein
Ja das kenne ich auch sehr gut .Habe auch mit Angst undPanik zutun ,nehme schon lange das Gabapentin 300mg 1morgens undAbends und bin damit zufrieden ,hatte auch das gleiche da ich von m7einem Neurologen auf das pregabalin soll .Das hat aber nicht gut getan, des halb wieder auf Gabapentin Mein Neurologe sagte das mann nicht immer den Inhalt lesen soll, sondern an die Wirkung sonst würde er es ja nicht verschreiben wünsche dir Glück das du es verträgst und es dir besser geht.

21.03.2021 20:47 • #30


LostAngell
Danke für deine Antwort.WERd es Also morgen mit dem Medikament versuchen.Bleibt mir Nichts Anderes ...LG

21.03.2021 20:54 • #31


Ich bekomme Lyrica,seit 3,5 Jahren (300 mg am Tag) und es geht mir gut damit.

Was man dazu wissen sollte:

Ein Abhängigkeitspotenzial ist gegeben.
Aber auch andere Medikamente (die kein Abhängigkeitspotenzial birgen) müssen u.U. langfristig eingenommen werden.
Man ist also dann so gesehen davon genauso abhängig.

Das ganze Wort Abhängigkeit muss in diesem Zusammenhang mal genauer unter die Lupe genommen werden:

Menschen,die ein Medikament brauchen,um ihren Alltag bewältigen zu können sind in dem Sinne alle abhängig.

Das gilt nicht nur für psychische Erkrankungen sondern auch für rein körperliche.
Z.B. Diabetes,Multiple Sklerose,Bluthochdruck,Epilepsie u.s.w.

Was mich immer wundert ist,dass in diesem Zusammenhang nie von Abhängigkeit gesprochen wird.
Der Patient braucht das Medikament und gut ist.

Ist man aber psychisch krank (Gehirnchemie aus dem Gleichgewicht geraten,was auch eine körperliche Ursache ist),spricht man schnell von Abhängigkeit.
Und dieser Begriff ist leider sehr negativ besetzt.

Ich jedenfalls BIN abhängig von Lyrica,nehme ich es nicht,geht es mir schlecht.
So wie es einem Bluthochdruckpatienten ebenfalls schlecht geht,wenn die Medikation ausbleibt.
So wie ein Epileptiker wieder Anfälle bekommt,wenn er sein Medikament nicht nimmt.
So wie ein Patient mit Multipler Sklerose leidet,wenn keine Schmerzlinderung mehr statt findet.

Ich für mich bin froh,dass es dieses Medikament gibt,dass mir mein Leben zurück gebracht hat.

Weiterhin ist zu sagen,dass es eine appetitsteigernde Wirkung hat,wurde bereits angesprochen.
Damit muss man also leben.
Aber besser als permanente Angst und Panikattacken und von einer Klinik in die nächste.

Insgesamt wünsche ich mir,dass endlich mal ein Umdenken stattfindet.

Dass auch wir psychisch Kranken entsprechende Medikamente nehmen dürfen,die uns helfen,ohne uns vorwerfen lassen zu müssen,dass wir uns zu all dem noch freiwillig in eine Abhängigkeit begeben.

Es sollte selbstverständlich sein,dass wir Medikamente nehmen,die uns helfen.
Zumindest diejenigen,die das für sich in Betracht ziehen.


Übergreifend (mal unabhängig von der ganzen Medikamentendiskussion):

Wir sind alle von allem möglichen abhängig.
Wohnung,Arbeitsplatz ist auch schon weit gegriffen.

Es gibt kein Leben ohne Abhängigkeit.
Leben BEINHALTET Abhängigkeit,geht schon los bei der Luft,die man atmet.
Und dass man schlafen muss und auf Toilette gehen...

21.03.2021 22:58 • x 3 #32


Sonnnenschein
Danke, Danke jemand der das richtig so sagt was er denkt .Und das was er schreibt an uns die diese Krankheit haben, denkt.

21.03.2021 23:38 • x 1 #33


Ursula03060

05.05.2021 19:15 • #34


Lottaluft

05.05.2021 19:33 • x 2 #35


Habe sehr positive Erfahrungen damit.

06.05.2021 13:07 • #36


Ursula03060
Hast du es gegen generalisierter Angststörung genommen. Bzw. Nimmst du es noch? Deine Dosierung ist wie hoch? Vielen Dank

06.05.2021 15:55 • #37

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Christin77
Mich würde interessieren wann es wirkt. Und habt ihr trotzdem Panikattacken. Ich nehme es seit Freitag zum Abend 50 mg. Heute Nacht war Horror. Panikattacken und hochschrecken. Heute früh soll ich auch 50 mg morgens nehmen. Aber Angst und Panikattacken sind weiter massiv.

12.05.2021 09:18 • #38


Ich nehme es seit 2017.
Gegen Generalisierte Angststörung plus Panikattacken.

In meinem Falle wurde es in der Psychiatrie eingeschlichen,mit 50 mg ging es los.
Es wurde aufdosiert bis auf 400 mg täglich (stationär).

Nach der Entlassung konnte ich die Dosis auf 300 mg senken,was nun seit über 3 Jahren meine Dauermedikation ist.

Die volle Wirkung hatte ich erst nach 3 Monaten,in der Zwischenzeit hatte ich die Hoffnung auf Besserung bereits wieder aufgegeben.
Aber dann kam die Besserung.

Es hat aber gedauert.

12.05.2021 09:54 • x 1 #39


Christin77
Ja die Hoffnung schwindet auch bei mir.

12.05.2021 10:22 • #40



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