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Soll ich Cipralex 10mg wieder nehmen?

JA
4
44%
NEIN
5
56%
 
Abstimmungen insgesamt : 9
Gabirehlein
Zitat von Vivix:
Verstehe ich trotzdem nicht, wenn man Absetzerscheinungen hat schreit der Körper doch so gesehen auch danach sonst hätte man doch keine Absetzerscheinungen. Der einzigen Unterschied den ich sehe ist die psychische Komponente. Die gängigen ADs machen psychisch nicht abhängig

Ich bin der Meinung, dass sie abhängig machen

01.03.2020 11:02 • #41


V
Zitat von Gabirehlein:
Ich bin der Meinung, dass sie abhängig machen


Psychisch?
Naja eine wirkliche psychische Abhängigkeit ist was anderes meiner Meinung nach. Weiß man wahrscheinlich nur, wenn man psychisch schon mal von anderen Dingen abhängig war, die unbestreitbar abhängig machen.
Bin aber auch der Meinung, dass sie körperlich abhängig machen.

01.03.2020 11:05 • x 2 #42


A


Cipralex absetzen

x 3


Schlaflose
Zitat von Vivix:
Verstehe ich trotzdem nicht, wenn man Absetzerscheinungen hat schreit der Körper doch so gesehen auch danach sonst hätte man doch keine Absetzerscheinungen.


Man hat aber keine Gier danach, das Medikament zu nehmen, so wie es im Fall von Sucht ist. Da ich nie geraucht habe, kann ich das selbst nicht nachempfinden, aber die Gier nach der Zig. ist es, die es so schwer macht, mit dem Rauchen aufzuhören.

01.03.2020 11:13 • x 1 #43


V
Zitat von Schlaflose:
Man hat aber keine Gier danach, das Medikament zu nehmen, so wie es im Fall von Sucht ist. Da ich nie geraucht habe, kann ich das selbst nicht nachempfinden, aber die Gier nach der Zig. ist es, die es so schwer macht, mit dem Rauchen aufzuhören.


Achso ja aber dann meinen wir das selbe. Das würde ich als psychische Abhängigkeit bezeichnen. Ich selbst bin z.B. von Benzodiazepinen psychisch abhängig, könnte mir nicht vorstellen ohne sie zu sein und wenn es mir sehr schlecht geht und ich nichts genommen habe drehen sich meine Gedanken durchgehend um die Tabletten. Allgemein vermisse ich andauernd wenn ich nüchtern bin die Wirkung der Tabletten. Trotzdem habe ich keinerlei körperlichen Entzug wenn ich keine Tabletten nehme.
Zum Vergleich nehmen wir mal Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Ich hatte nie das Verlangen / die Gier danach die Tabletten zu nehmen. Als ich die Tabletten dann aber nicht genommen habe ist mein Körper total abgedreht, ich hatte einen recht schlimmen körperlichen Entzug. Ohne ein Verlangen nach den Tabletten zu haben.

Hoffe es ist verständlich was ich meine, ist recht schwer das zu erklären.
Auch wenn die Psyche und der Körper natürlich zusammen hören, gibt es meiner Meinung nach einen großen Unterschied zwischen der körperlichen und der psychischen Abhängigkeit.

01.03.2020 11:48 • x 2 #44


Sonja77
Also ich habe bis jetzt alle psychopharmaka abrupt abgesetzt ohne ausschleichen ich weis das sollte man nicht...
Hatte nie und zu keiner Zeit Entzug oder so etwas...
Und das bei keinem medi und es waren 4 im ganzen...
Ich denke vieles ist kopfsache...wenn man davor keine Ängste hatt und nicht darüber nachdenkt passiert auch nichts

01.03.2020 11:52 • x 1 #45


V
Zitat von NIEaufgeben:
Also ich habe bis jetzt alle psychopharmaka abrupt abgesetzt ohne ausschleichen ich weis das sollte man nicht...Hatte nie und zu keiner Zeit Entzug oder so etwas...Und das bei keinem medi und es waren 4 im ganzen...Ich denke vieles ist kopfsache...wenn man davor keine Ängste hatt und nicht darüber nachdenkt passiert auch nichts


Nein das ist so definitiv nicht richtig.
Ich habe mir damals zum Beispiel keinen Kopf gemacht, war noch minderjährig, wusste nichts von irgendwelchen Entzügen. Hab einfach meine Tabletten (Fluoxetin) morgens nicht mehr bekommen, nicht weiter drüber nachgedacht und bin trotzdem körperlich durch die Hölle gegangen.
Dann Jahre später habe ich Escitalopram abgesetzt, hatte natürlich Panik aufgrund meiner früheren Erfahrungen, hab sie trotzdem recht schnell runterdosiert (aber nicht abrupt) und hatte keinerlei Entzug. Und das obwohl ich mir die ganze Zeit Gedanken drüber gemacht habe und Angst vor einem Entzug hatte.
Es kommt auch immer auf das jeweilige Medikament und die Dosis an.

01.03.2020 11:57 • x 1 #46


Gabirehlein
Zitat von Vivix:
Zum Vergleich nehmen wir mal Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Ich hatte nie das Verlangen / die Gier danach die Tabletten zu nehmen wenn ich sie nicht genommen habe. Mein Kopf hat da überhaupt nicht drüber nachgedacht. Als ich die Tabletten dann aber nicht genommen habe ist mein Körper total abgedreht, ich hatte einen recht schlimmen körperlichen Entzug. Ohne ein Verlangen nach den Tabletten zu haben


Darf ich dich fragen wie lange du das SSRi genommen hast und wie lange der Entzug gedauert hat?
Ich nehme wieder eindosiert 5mg SSRi (CIPRALEX)... Es ging mir die letzten Wochen viel besser (war/bin angeblich noch im Entzug). Heilt in Wellen und Fenster.
Seit letzten Samstag geht es mir wieder echt schlecht.
Nun weiß ich nicht, bin ich in einer Welle oder ist die Dosis 5mg zu niedrig und sollte ich aufdosieren?
Aber es ging mir mit 5mg viel besser und nun?
Ich brauche wirklich Hilfe

01.03.2020 12:00 • #47


Sonja77
Also bei mir war es das duloxetin 60 mg abrupt abgesetzt ohne Probleme

Sequase (neuroleptika)25mg abrupt abgesetzt keine Probleme

Sertralin 100mg abrupt abgesetzt keine Probleme

Olanzapin (neuroleptika)in 2 Wochen reduziert und abgesetzt....

Also ich denke es ist sehr wohl kopfsache....

01.03.2020 12:06 • x 1 #48


V
Zitat von NIEaufgeben:
Also bei mir war es das duloxetin 60 mg abrupt abgesetzt ohne ProblemeSequase (neuroleptika)25mg abrupt abgesetzt keine ProblemeSertralin 100mg abrupt abgesetzt keine ProblemeOlanzapin (neuroleptika)in 2 Wochen reduziert und abgesetzt....Also ich denke es ist sehr wohl kopfsache....


Nein, dann kann es einfach daran liegen, dass es bei DIR keinen Entzug verursacht. Jeder Mensch ist verschieden. Pauschal zu sagen, solange man sich keinen Kopf macht passiert auch nichts, ist einfach falsch.
Jeder reagiert verschieden.

01.03.2020 12:09 • x 1 #49


petrus57
Zitat von Gabirehlein:
oder ist die Dosis 5mg zu niedrig und sollte ich aufdosieren?


Ich würde auf 10 mg gehen. Wenn das immer noch nicht reicht auf 15cmg. 5 mg sind schon arg wenig.

01.03.2020 12:09 • #50


V
Zitat von Gabirehlein:
Darf ich dich fragen wie lange du das SSRi genommen hast und wie lange der Entzug gedauert hat?Ich nehme wieder eindosiert 5mg SSRi (CIPRALEX)... Es ging mir die letzten Wochen viel besser (war/bin angeblich noch im Entzug). Heilt in Wellen und Fenster.Seit letzten Samstag geht es mir wieder echt schlecht. Nun weiß ich nicht, bin ich in einer Welle oder ist die Dosis 5mg zu niedrig und sollte ich aufdosieren?Aber es ging mir mit 5mg viel besser und nun?Ich brauche wirklich Hilfe



Ich hab Fluoxetin 1-2 Jahre genommen genau kann ichs nicht sagen, ist mittlerweile 10 Jahre her. Der Entzug setzte plötzlich ein und war nach ein paar Tagen überstanden.
Man darf einen Entzug nicht damit verwechseln, dass sich seine Erkrankung nach Absetzen der Tabletten wieder verschlimmert. Das ist was anderes.

01.03.2020 12:13 • #51


niklas1206
Hallo ,

Ich bin auch gerade am Absetzen von Mirtazapin es ist grausam. Bin jetzt seit 23 Tage hatte es aber nicht ausgehalten und vor 8 Tagen einen Krümmel wieder genommen danach gings mir gleich besser.habe aber einen Tag später wieder abgesetzt . Ich möchte weg von Mirtazapin. Mittlerweile 8 Tage ohne und hab verschiedene Symtome wie Bauchkrämpfe, Hitzewallungen und mein Körper brennt..anfangs der Woche waren die Symtome ab und zu aber jetzt sind sie etwas stärker.ich lese immer vom Absetzsymptome und das es dauern kann bis alles wieder normal ist.Hat jemand das auch gehabt und kann mir sagen wie lange es dauert.
Lg

01.03.2020 12:41 • #52


Schlaflose
Zitat von Vivix:
Achso ja aber dann meinen wir das selbe. Das würde ich als psychische Abhängigkeit bezeichnen. Ich selbst bin z.B. von Benzodiazepinen psychisch abhängig, könnte mir nicht vorstellen ohne sie zu sein und wenn es mir sehr schlecht geht und ich nichts genommen habe drehen sich meine Gedanken durchgehend um die Tabletten. Allgemein vermisse ich andauernd wenn ich nüchtern bin die Wirkung der Tabletten. Trotzdem habe ich keinerlei körperlichen Entzug wenn ich keine Tabletten nehme. Zum Vergleich nehmen wir mal Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Ich hatte nie das Verlangen / die Gier danach die Tabletten zu nehmen. Als ich die Tabletten dann aber nicht genommen habe ist mein Körper total abgedreht, ich hatte einen recht schlimmen körperlichen Entzug. Ohne ein Verlangen nach den Tabletten zu haben.Hoffe es ist verständlich was ich meine, ist recht schwer das zu erklären. Auch wenn die Psyche und der Körper natürlich zusammen hören, gibt es meiner Meinung nach einen großen Unterschied zwischen der körperlichen und der psychischen Abhängigkeit.


So stimmt es auch nicht ganz. Ich bin z.B. psychisch von meinen ADs abhängig, in dem Sinn, dass ich mir z.B. schon neue besorge, wenn ich noch für mehrere Wochen welche habe, aus Besorgnis, dass ich eventuell keine rechtzeitig bekomme, wenn ich so lange warten würde, bis ich nur noch ein paar habe. Und das ohne irgendwelches Verlangen oder körperliche Absetzsymptome. Aber die Vorstellung, dass ich plötzlich keine habe und Absetzerscheinungen bekommen könnte oder noch schlimmer, nicht schlafen könnte, (ich nehme die ADs nur zum Schlafen) macht mich unruhig. Genauso geht es mir aber auch mit normalen alltäglichen Gebrauchsgegenständen oder Lebensmitteln.

01.03.2020 13:03 • #53


V
Zitat von Schlaflose:
So stimmt es auch nicht ganz. Ich bin z.B. psychisch von meinen ADs abhängig, in dem Sinn, dass ich mir z.B. schon neue besorge, wenn ich noch für mehrere Wochen welche habe, aus Besorgnis, dass ich eventuell keine rechtzeitig bekomme, wenn ich so lange warten würde, bis ich nur noch ein paar habe. Und das ohne irgendwelches Verlangen oder körperliche Absetzsymptome. Aber die Vorstellung, dass ich plötzlich keine habe und Absetzerscheinungen bekommen könnte oder noch schlimmer, nicht schlafen könnte, (ich nehme die ADs nur zum Schlafen) macht mich unruhig. Genauso geht es mir aber auch mit normalen alltäglichen Gebrauchsgegenständen oder Lebensmitteln.


Ja gut das ist immer ne Definitionssache mit der psychischen Abhängigkeit. Mit psychischer Abhängigkeit meine ich das Verlangen / die Gier nach etwas. Nehmen wir als Beispiel eine illegale Dro. deren Namen ich hier nicht nennen darf. Da sagt man man kann nach einer einmaligen Dosis abhängig werden. Damit ist keine körperliche Abhängigkeit, sondern eine psychische gemeint. So eine Abhängigkeit meine ich eher.
Ich z.B. brauche immer Kaugummis im Haus, wenn ich keine hätte würde mich das auch unruhig machen. Da könnte ich jetzt auch sagen ich bin psychisch abhängig von Kaugummis. Wenns nach dem gehen würde ist man ja von soo vielen Dingen psychisch abhängig.

01.03.2020 13:18 • #54


S
hatte ich auch gemacht. Ich dachte, ich waere okay.

Resultat war, dass ich nach 2 wochen nach dem absetzen ploetzlich verstaerkt weinte und dann vier wochen spaeter in der schlimmsten depression meines lebens war.

Absetzen kann super gefaehrlich sein und sollte IMMER nur nach absprache mit dem arzt erfolgen.

Ich hatte dasselbe: mir ging es gut bei 30mg mirtazepine, aerger mit der family etc - ich weinte schnell. Habe dann nach absprache mit meinem arzt (!) auf 45mg hochdosiert und es geht mir viel besser. Deine chemikalien sind eh durcheinander im gehirn, so musst du das sehen. Ohne eine ausbalancierung kannst du eben nicht ueberleben, das ist so, wie ein diabetiker auf einmal nicht mehr seine sachen tut, die er machen sollte.

Lass dir hier im forum auch keine prognosen geben: dein arzt ist der richtige ansprechpartner, ob und wann du AD's nimmst.Wir koennen Dir nur von unseren erfahrungen berichten, ganz sicher aber nicht, ob Du mehr oder wenigr AD's nehmen solltest.

Bei mir ist das absetzen einmal so in die hose gegangen, dass ich die schlimmste und laengste depri phase meines lebens hatte: 17 monate und 45kg abgenommen, ich wollte nur noch sterben.

01.03.2020 13:21 • x 1 #55


Schlaflose
Zitat von Vivix:
Mit psychischer Abhängigkeit meine ich das Verlangen / die Gier nach etwas.


Das ist eine Kombination von körperlicher und psychischer Abhängigkeit. Die Gier entsteht dadurch, dass der Körper das Suchtmittel braucht und entsprechende Signale an das Gehirn gibt.

01.03.2020 13:42 • #56


V
Zitat von Schlaflose:
Das ist eine Kombination von körperlicher und psychischer Abhängigkeit. Die Gier entsteht dadurch, dass der Körper das Suchtmittel braucht und entsprechende Signale an das Gehirn gibt.


Hm ich sehe das anders. Bzw. es gibt auch wieder das körperliche und das psychische Verlangen
Nehmen wir wieder die besagte illegale Dro. als Beispiel. Der Körper braucht diese Substanz nicht nach einmaliger Einnahme. Er hat sich noch nicht an diese Substanz gewöhnt, aus dem Grund hat er keine körperlichen Entzugserscheinungen. Der Zustand, in dem der Mensch nach dem Konsum war, hat sich aber so gut angefühlt, dass die Psyche wieder danach verlangt und sich die Gedanken nur darum kreisen. Sowas nenne ich dann psychische Abhängigkeit.

01.03.2020 13:50 • #57

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Schlaflose
Zitat von Vivix:
Der Zustand, in dem der Mensch nach dem Konsum war, hat sich aber so gut angefühlt, dass die Psyche wieder danach verlangt und sich die Gedanken nur darum kreisen. Sowas nenne ich dann psychische Abhängigkeit.


Ja, das stimmt. Nach einmaliger Einnahme kann sich aber noch keine Sucht entwickelt haben, die zu Entzugserscheinungen führt. Wenn man aber Entzugserscheinungen hat gehören sowohl rein körperliche Symptome wie Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche, Schmerzen usw. dazu als auch das Verlangen sowohl des Körpers als auch der Psyche, das Mittel wieder zu nehmen, damit das alles aufhört.

01.03.2020 14:05 • #58


V
Zitat von Schlaflose:
Ja, das stimmt. Nach einmaliger Einnahme kann sich aber noch keine Sucht entwickelt haben, die zu Entzugserscheinungen führt. Wenn man aber Entzugserscheinungen hat gehören sowohl rein körperliche Symptome wie Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche, Schmerzen usw. dazu als auch das Verlangen sowohl des Körpers als auch der Psyche, das Mittel wieder zu nehmen, damit das alles aufhört.


Ja gut ich glaube wir meinen eh das selbe Eine richtige Sucht besteht sowohl aus psychischer als auch körperlicher Abhängigkeit.
Aber man kann eben auch von etwas psychisch abhängig sein ohne körperliche Abhängigkeit und meiner Meinung nach (entgegen der Meinung der Ärzte) auch von etwas körperlich abhängig ohne psychisch abhängig zu sein (so wie es eben einige von SSRIs sind). Süchtig im herkömmlichen Sinne ist man aber dann nicht und wahrscheinlich ist genau das der Unterschied den die Ärzte zwischen Entzug und Absetzerscheinungen machen.

01.03.2020 14:22 • x 1 #59


S
genauso sehe ich das auch. Das ist. als wenn du einem diabetiker das insulin wegnimmst.

Es gibt Menschen, die sind addicted .... die haben aber eine addictive personality: ein bekannter meinte immer zu mir, als ich noch sertralin nahm: ''Ich bin total neidisch auf deine tabletten''. Er hat sich neben AD's schlaftabletten etc reingezogen eben, weil er eine addictive personality hat.

Ich wusste gar nicht, was der mir damit sagen wollte bis ich irgendwann begriff, dass das eine seite von ihm ist. Menschen greifen zu allem, um zu funktionieren bzw um zu ueberleben: tabletten, Alk., Zig., Essen. Meine therapeuthin nennt das ''coping mechanism''.

01.03.2020 14:32 • #60


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