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Kowatz
Mitglied

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Hallo zusammen, vor rund zwei Jahren hatte ich eine Panikstörung. Zum Glück habe ich viele dieser Symptome nicht mehr und eigentlich auch keine Angst mehr. Das Problem ist nur, dass ich schnell gestresst bin bzw. Herzklopfen bekomme und dann während des schlafens schwitze und nur wenig schlafe. Bin ich vielleicht chronisch gestresst? Arbeitet mein vegetatives Nervensystem nicht mehr so wie es sollte? Selbst nach intensiverem Sport abends habe ich das Problem mit dem Herzklopfen. Da ich nicht mehr kann und auch gerne weiterhin arbeiten will, möchte ich gerne zu Medikamenten greifen, die mich da irgendwie rausbringen. Hilft denn Antidepressiva bei solchen Symptomen? (Escitalopram, Sertralin. Fluoxetin etc?) Laut einer KI hat sich mein Gehirn antrainiert direkt in den Alarm Modus zu gehen und ich muss es wieder verlernen und da sollen auch Medis helfen können. Ich war ca 2 Monate krankgeschrieben von der Arbeit und hab eine leichte Verbesserung, da der Stress wegfiel. Könnt ihr Erfahrungen bei solchen Symptomen mit AD teilen? Ist das eine Art burnout? Vor der krankschreibung hatte ich starken Tinnitus und konnte nicht mehr, zum Glück hat sich das gelegt in den Wochen.

05.02.2026 #1


10 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Kowatz:
Hilft denn Antidepressiva bei solchen Symptomen? (Escitalopram, Sertralin. Fluoxetin etc?) L

Nein, das sind anregende ADs. Für deinen Zweck sind sedierende/schlafanstoßende ADs geeignet. Ich persönlich kann Doxepin empfehlen. Es gibt aber noch andere (Opipramol (das schwächste), Amitriptylin, Mirtazapin und Trimipramin).

x 1 #2


A


Chronisch gestresst?

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K
@Schlaflose trimipramin und Mirtazapin habe ich nicht gut vertragen.
Warum verschreibt mir denn der Psychiater sowas?

#3


Schlaflose
Zitat von Kowatz:
@Schlaflose trimipramin und Mirtazapin habe ich nicht gut vertragen. Warum verschreibt mir denn der Psychiater sowas?

Was genau meinst du mit sowas?

#4


K
@Schlaflose zuerst escitalopram, dann fluoxetin, dann Venlafaxin. Habe ich bisher alles nicht eingenommen, da ich immer wieder zurückgegangen bin und Angst hatte wegen Nebenwirkungen. Er hat es dann immer geändert

#5


S
Wenn du Probleme mit Herzklopfen hast könnte auch ein Betablocker helfen. Der schirmt das Herz von den Stresshormonen ab, so dass es ruhiger schlägt und man sich dann allgemein wieder ruhiger fühlt wenn die körperlichen Symptome verschwinden.
Ansonsten hilft mir Opipramol in stressigen Zeiten recht gut um runterzukommen.
Weiterhin ausreichend Bewegung, Progressive Muskelentspannung, Meditation.

x 1 #6


K
@silberauge Opipramol hatte ich auch mal gehabt und ich konnte damit nicht schlafen. Vielleicht war die Dosis auch zu niedrig?
betablocker werde ich ansprechen

#7


Schlaflose
Zitat von Kowatz:
@Schlaflose zuerst escitalopram, dann fluoxetin, dann Venlafaxin. Habe ich bisher alles nicht eingenommen, da ich immer wieder zurückgegangen bin und Angst hatte wegen Nebenwirkungen. Er hat es dann immer geändert

Ausprobieren muss man schon die Sachen, die einem verschrieben werden, bevor man dem Arzt sagen kann, dass sie nicht helfen und man etwas anderes möchte. Die ADs, die dir verschrieben wurden, sind halt die gängigen bei Ängsten. Vielleicht hast du nicht deutlich genug gemacht, dass es bei dir vorrangig um Schlafstörungen, Angespanntheit und Nervosität geht.
Ich habe meine ADs ausdrücklich nur gegen Schlafstörungen und Depressionen bekommen.

#8


Schlaflose
Zitat von Kowatz:
Selbst nach intensiverem Sport abends

Sport abends ist ganz schlecht. Das putscht auf und man kann nicht schlafen.

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K
@Schlaflose ja be mir erst recht nicht, habe dann die ganze Zeit Herzklopfen und es hört nicht auf. Es geht aber während ich arbeite nur abends. Eigentlich hatte ich klar gesagt, dass ich angespannt bin und keine Ängste mehr aus heiterem Himmel habe. Jetzt habe ich hier Venlafaxin rumliegen wovor ich Angst habe. Gehst du einem Beruf nach mit den Problemen?

#10


Lina60
Lieber @Kowatz, da meine Vorschreiben schon nützliche Tips gegeben haben, möchte ich nur ergänzen ( vielleicht weisst Du das nicht...), dass man Das eine Weile einnehmen muss, bevor sie positiv wirken. Zu Beginn der Behandlung treten die Symptome oft stärker auf als vorher. Das nennt man "Erstverschlechterung"....bei mir z.B. dauerte es jeweils bis zu 3 Monaten bis die gewünschte Wirkung eintrat. Der Arzt hat mir in dieser ersten Phase immer Tavor mitgegeben, wenn die Unruhe ( bei Dir wäre das das Herzrasen) mich zu sehr plagte.

#11


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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