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Hallo,
wer hat Erfahrungen mit Aripiprazol / Abilify speziell bei Angst / Panik und Gedankenkreisen ?
Ich weiß, dass es ein Neuroleptikum ist, und hab da ziemlich Respekt davor, aber mein Arzt meinte, es wäre vielleicht einen Versuch wert, um mal eine kurzzeitig etwas Ruhe in meinen Kopf zu bringen.
Ich habe eine ziemlich heftige Zeit hinter mir und abwechselnd noch mit Panik und Gedankenkreisen, öfters auch mit Depersonalisation/ Derealisation zu tun.
Ich nehme Venlafaxin.

Mich verunsichert, dass im Beipackzettel von Abilify Angst als häufige Nebenwirkung steht.
Hat jemand mit Panikstörung/ Angst Erfahrungen mit Abilify ?
Ich trau mich nicht so richtig, damit anzufangen (5 mg).

VG Tiffy

31.10.2018 20:29 • 01.11.2018 #1


3 Antworten ↓


Hallo Tiffy,

zum Thema Panik kann ich nichts sagen, aber ich nehme schon jahrelang Abilify (derzeit 15 mg) und mir hilft es gegen Gedankenkreisen und psychotische Symptome gut. Habe davon aber Akathisie und Gewichtsprobleme und massive Absetzsymptome, wenn ich es versuche zu reduzieren. Wie jedes Neuroleptikum kann es Spätdyskinesien mit sich bringen, was mich persönlich recht bedenklich stimmt. Dein Respekt vor dem Medikament ist durchaus angebracht. Wenn das Gedankenkreisen dein Hauptproblem ist, würde ich zuerst versuchen, dies anders in den Griff zu bekommen, eventuell über Entspannungsmethoden.

31.10.2018 20:38 • x 1 #2


Hallo juwi,

das Hauptproblem ist eigentlich die Panik und leider seit kurzer Zeit auch wieder depressive Phasen. Wenn die Depression zuschlägt, hab ich zwar keine (Pseudo)halluzinationen, fühle mich aber gänzlich eingeschlossen und wie in einer anderen Welt. Teilweise hab ich dann schlimme grauenvolle Bilder vor dem inneren Auge, was wiederum die Zwangsgedanken und Panik verstärkt. Wegen dieser "Bilder" und Vorstellungen soll ich lt. Neurologen das Aripirazol versuchen. Dummerweise ist aber meine Angst und Panik auch recht ausgeprägt, das hat mich jetzt irritiert, da es auch noch bei den häufigen NWs steht.
Entspannungsmethoden wie Autogenes Training und Meditationen mache ich bereits regelmäßig.
Ich hab vor Neuroleptika tatsächlich Respekt. Dass sie starke Absetzsymptome machen können verunsichert mich noch mehr. Ich habe fast drei Jahre benötigt, um Clonazepam loszuwerden, allerdings hat das wahrscheinlich auch immer noch mit meinem aktuellen Zustand zu tun.
Hattest du auch schon kleinere Dosierungen ? Ich soll 5 mg nehmen, weiß aber nicht, ob die Nebenwirkungen bei Abilify dosisabhängig sind.

LG Tiffy

01.11.2018 12:35 • #3


Hallo!
Ich habe ca. 6 Monate ein neuroleptika genommen (seroquel/quetiapin). Bei mir würde es wegen den flashbacks und dauernden gedankenkreisen eingesetzt, außerdem sollte es das escitalopram, das damals zu schwach gewirkt hat, verstärken.
Die Wirkung ist sehr schnell eingetreten und nach ca. 6 Monaten war ich stabil genug um es schrittweise ab zu setzen. Bis auf Schlafstörungen (ca. 2 Wochen lang) hatte ich beim absetzen keinerlei Probleme.
Liebe Grüße

01.11.2018 12:55 • x 1 #4





Dr. med. Andreas Schöpf