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kadisha
@luciana ja das stimmt alles. Aber man muss ja irgendwie seine Dosis finden, die einen stabilisiert. Man kann ja nicht ewig auf 1-2mg bleiben und sich ewig quälen, weil diese Dosis dem System nicht wirklich reicht und man ihn dann ewig im Entzug lässt.
Das nicht vertragen ist meistens einfach ein zu schnelles und zu hohes wieder einnehmen, was das Nervensystem quasi überlastet. Deswegen kleine Schritte und langsam beobachten wie der Körper reagiert

x 1 #21


kadisha
Zitat von Nick21:
Weil ich jahrelang 10mg Citalopram hatte und nie wirklich stabiel war. Da 10mg Esci ungefähr 20mg Citalopram entsprechen hab ich mich dann mit ...

Wie hast du den direkten Sprung von 5 auf 10 vertragen? Und wie lange hat’s dann gedauert bis es dir besser ging?

#22


A


Antidepressiva absetzen

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L
Zitat von kadisha:
@luciana ja das stimmt alles. Aber man muss ja irgendwie seine Dosis finden, die einen stabilisiert. Man kann ja nicht ewig auf 1-2mg bleiben und ...

Doch eine kleine Dosis würde reichen um sich zu stabilisieren. Aber niemand hat die Geduld monatelang drauf zu warten. Fast jeder dosiert dann nach maximal 2-3 Monaten höher, weil eine Stabilisierung nach falschen Absetzen und Wiedereindosierung eben nicht so schnell geht. Höher heißt nicht besser. Meist sind es nur Experimente und auch die höheren Dosierungen bringen nicht den gewünschten Erfolg.
Geht man damit dann zum Arzt, sagt der, Grunderkrankung, und verschreibt einen fliegenden Wechsel zu einem anderen AD.
Ich kenne das alles schon bis zum Erbrechen und warne hier immer wieder sich auf dieses Karussel ziehen zu lassen.
Es ist immer dasselbe: falsch und zu schnell abgesetzt, dann zu hoch oder zu schnell wiedereindosiert, und weil das alles natürlich nicht klappt, weil das Gehirn das nicht mitmacht, wird dann meistens gewechselt, ohne oder mit zu schnellem Absetzen, oder schlimmstenfalls parallel.
Aber zum Trost: es gibt ganz wenige, die mit all dem keine Probleme haben und an und Absetzen und wechseln können, ohne dass das ganze System um Hilfe schreit.

x 1 #23


kadisha
@luciana danke für deine Antwort.

Aber wie lange dauert denn eine Stabilisierung auf einer kleinen Dosis ? Es ist bei mir jetzt die 16 Woche. Also 4 Monate. Wenn ich so drüber lese kann das ja wirklich Monate lang und auch über ein Jahr so dauern. Niemand weiß es so genau. Wie soll man das denn aushalten? Mir geht’s wirklich nicht gut. Angstzustände, Schlaflosigkeit, Gefühl es nicht mehr auszuhalten. Klar ist es nicht so akut wie am Anfang als ich 24/7 Panik und Adrenalinschübe hatte aber dennoch ist es so kein Leben. Daher die minimale Erhöhung

Ich lese hier von vielen, die wieder mit einem Ad angefangen haben und sogar auf eine normale Dosis sind und sich relativ schnell wieder stabilisieren konnten.

#24


Greta__
Zitat von kadisha:
@luciana danke für deine Antwort. Aber wie lange dauert denn eine Stabilisierung auf einer kleinen Dosis ? Es ist bei mir jetzt die 16 Woche. Also 4 ...

Du bist lt. Profil 41. Hast du auch an die Wechseljahre gedacht? Gerade in der Anfangsphase kann das alles richtig schlimm werden/verstärken.

Google mal "34 Symptome der Wechseljahre". Guck mal ins Forum "Hormonmonster.de" und lese dich generell zu dem Thema ein.

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kadisha
Zitat von Greta__:
Du bist lt. Profil 41. Hast du auch an die Wechseljahre gedacht? Gerade in der Anfangsphase kann das alles richtig schlimm werden/verstärken. Google ...

Ja, das hatte ich schon im Visier. Hab mich zu dem Thema schon eingelesen. Hatte vor paar Jahren mal Progesteron probiert, aber damit wurde es noch schlimmer. Hab jetzt einen speicheltest gemacht. Progesteron und Östrogen zwar in der Norm aber schon eher niedriger. Nur wie gesagt Progesteron macht es schlimmer. Pille vertrage ich nicht. Du hast ja auch Erfahrungen mit Hormonen. Hat es dir geholfen?
im Moment ist es aber das absetzen vom escitalopram was die Symptome macht.

x 1 #26


Greta__
Zitat von kadisha:
Ja, das hatte ich schon im Visier. Hab mich zu dem Thema schon eingelesen. Hatte vor paar Jahren mal Progesteron probiert, aber damit wurde es noch ...

Gynokadin gel 1 Hub, Famenita 100 mg va.ginal, hilft sehr. Hat auch viele der Symptome welche immer auf die Psyche geschoben wurden, reduziert.

#27


kadisha
@Greta__ und warum erhöhst du dann das escitalopram anstatt vielleicht die Hormondosis anzupassen ?

#28


Greta__
Zitat von kadisha:
@Greta__ und warum erhöhst du dann das escitalopram anstatt vielleicht die Hormondosis anzupassen ?

Wie ich schrieb, Wechseljahre können Ängste, Depression auslösen/verstärken. Beides muss für sich betrachtet und behandelt werden.

x 1 #29


L
Zitat von kadisha:
@luciana danke für deine Antwort. Aber wie lange dauert denn eine Stabilisierung auf einer kleinen Dosis ? Es ist bei mir jetzt die 16 Woche. Also 4 ...

Geh nicht immer von anderen aus! Und du hast ja schon einmal erhöht, also zähle dann bitte wieder von Null an! Nicht wann du wieder begonnen hast. Neue erhöhte Dosis und Gehirn beginnt wieder sich umzubauen. Ja das kann dauern.
Ein schon gereiztese ZNS braucht Zeit. Wäre es das nicht, hättest du keine Symptome. Logisch, oder?
Geduld ist das Zauberwort.Man glaubt immer dass man schneller Besserung spürt wenn man was ändert. Meist ist das Gegenteil der Fall.
Ich beschäftige mich jetzt seit 17 Jahren mit der Materie, habe mich durchgelesen, was es dazu gibt, Erfahrungen, Studien, usw. Erfahrungen von Betroffenen aus meiner Zeit als ich im psychosozialen Zentrum gearbeitet habe (war dort als Hebamme im Beraterteam speziell für Schwangere und Post Partum, aber hab auch da sehr viel mitgekriegt und gelernt von Betroffenen, also auch nicht Schwangeren.
Das Gras wächst nicht schneller wenn man dran zieht.

x 1 #30


kadisha
Zitat von luciana:
Geh nicht immer von anderen aus! Und du hast ja schon einmal erhöht, also zähle dann bitte wieder von Null an! Nicht wann du wieder begonnen hast. ...

Vielen lieben Dank ! Deine Meinung ist mir wirklich viel wert.
wie würdest du an meiner Stelle vorgehen? Wie lange den 3mg jetzt Zeit geben bevor ich um 0,5mg erhöhe?
meinr Angst ist halt nur, dass die Dosis zu niedrig ist um mich zu stabilisieren und das es dann ewig dauert. Ich möchte ja nur eine Dosis finden, die mir am besten hilft. Die. 2mg waren auf jeden Fall zu niedrig

x 1 #31


L
Das ist nicht gesagt dass die 2 mg zu niedrig waren. Wie gesagt dauert es bis man sich stabilisiert nach einem crash.
Danach hast du also noch in 2 Schritten erhöht. Hätte ich nie gemacht.
Man wartet so lange bis man sozusagen symptomfrei ist. Sonst kann man nie sagen was NW oder Eindosierung oder Absetzsyndrom ist.
Ärzte zählen für mich persönlich nicht als adäquate Ansprechpartner. Alle gehen nur nach Schema F. Viel zu schnelle Ein und Abdosierungen.
Ich würde jetzt sehr lange gar nichts verändern. Du hast jetzt in wenigen Monaten schon viel zuviel raus und rein.
Es ist ein Irrglaube dass höhere Dosierungen besser wirken.
Es gibt Studien die zeigen dass bei Psychopharmaka sehr niedrigen Dosierungen schon ca 90 % der Rezeptoren belegen, und hohe Dosierungen dann nur etwa 1 bis 2 % mehr.

x 1 #32


Nick21
Zitat von kadisha:
Wie hast du den direkten Sprung von 5 auf 10 vertragen? Und wie lange hat’s dann gedauert bis es dir besser ging?

Bei dem Sprung von 5mg auf 10mg hatte ich so gut wie gar keine Nebenwirkungen. Die wirkung war dann relativ schnell zu bemerken.

x 2 #33


boomerine
Mit oder ohne Artzt ?

x 2 #34


Nick21
Zitat von boomerine:
Mit oder ohne Artzt ?

Der Sprung war so mit meiner Psychiaterin abgesprochen und sie hat mir dementsprechend gleich die 10mg Tabletten aufgeschrieben.

x 1 #35


boomerine
Zitat von Nick21:
Der Sprung war so mit meiner Psychiaterin abgesprochen und sie hat mir dementsprechend gleich die 10mg Tabletten aufgeschrieben.

Dann ist es gut.

x 1 #36


Hännah
ich weiß nicht, ob ich mit der Meinung alleine bin, aber ich halte mich erstmal an den Plan meiner Ärztin. Wenn ich merke, dass was nicht gut idmst, spreche ich das an...

#37

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L
Zitat von Hännah:
ich weiß nicht, ob ich mit der Meinung alleine bin, aber ich halte mich erstmal an den Plan meiner Ärztin. Wenn ich merke, dass was nicht gut idmst, spreche ich das an...

Fakt ist einfach dass hier viele sind, die nach Plan der Ärzte abdosiert haben, nämlcih viel zu schnell, und deshalb große Probleme mit schweren Absetzsymptomen haben. Dasselbe mit zu schnellem Eindosieren.
Ich würde es nicht ansprechen, wenn es hier nicht schon so oft darum ging, und das Elend dann riesig ist.
Diejenigen bei denen es keine Probleme gibt, sind nicht hier und schreiben deshalb auch nichts davon.
Muß ja eh jeder selbst entscheiden.
Ärzte raten eigentlich immer die Dosis zu halbieren alle 2 Wochen. Damit wäre man immer nach 4 Wochen mit dem Entzug fertig. Bei niedrigen Dosierungen wird immer gesagt: einfach absetzen.
Das vertragen die wenigsten Menschen.

x 1 #38


-juli
@luciana finde es gut, dass du so darauf aufmerksam machst. Bin aus Interesse vor eine Weile in das Thema gerutscht, weil sich bei mir die Frage gestellt hat, ob ich es mit einem ADHS-Medi versuche und wenn ja, mit welcher Wirkstoffgruppe. Habe mich dann erstmal dagegen entschieden, weil aktuell zu viel anderes los ist.

Ich denke, dass sich viele Betroffene weniger einsam fühlen, wenn sie deine Beiträge dazu lesen.

#39


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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