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Luna2275
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Ich war 13 Jahre lang in einer Beziehung, die ich aus meiner Sicht als gut und glücklich empfunden habe. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, wie in jeder Beziehung. Doch im Oktober letzten Jahres kam völlig unerwartet das Ende: Er beendete die Beziehung, ohne mir eine für mich nachvollziehbare Begründung zu geben.

Seitdem bin ich völlig überfordert und immer noch schockiert. Obwohl die Trennung inzwischen fast zehn Monate zurückliegt, weiß ich kaum, wie ich mit mir und meinem Leben umgehen soll. Ich weine täglich und fühle mich sehr einsam. Ich habe nur wenige Freunde, und die meisten leben in Partnerschaften, wohnen weiter entfernt und sind daher kaum spontan verfügbar.
Ich bin seit der Trennung in psychologischer Behandlung, habe aber bisher nicht das Gefühl, dass es mir dadurch wirklich besser geht. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so leer und orientierungslos gefühlt. Besonders fehlt mir ein Mensch, mit dem man die ganz alltäglichen Dinge teilen und besprechen kann – jemand, der einfach da ist. Der Partner fehlt mir sehr.

Manchmal denke ich: Ich bin 51 Jahre alt. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Was mache ich jetzt?
Mich würde deshalb sehr interessieren, ob es hier Menschen gibt, die etwas Ähnliches erlebt haben und mir erzählen können, wie sie damit umgegangen sind und irgendwann aus diesem Loch herausgefunden haben. Besonders beschäftigt mich die Frage, wie man aus dieser Spirale herauskommt, ständig darüber nachzudenken, was man selbst falsch gemacht haben könnte und warum der andere die Beziehung scheinbar so einfach beenden konnte.

• • 23.09.2026 x 7 #1


13 Antworten ↓

Burn
Achje Du Liebe 🥹als erstes möchte ich dich ganz sanft mal etwas drücken, wenn ich darf!
Ich glaube dieses Leid können mehr Menschen nachvollziehen als du denkst!
Im Moment ist in deinem Beirag noch kein Feedback gekommen aber das hat nichts damit zu tun, dass es viele nicht verstehen sondern das es schlichtweg einfach nicht so einfach ist hier ein Patentrezept anzubieten.

Was dir passiert ist, ist einschneidend und es tut verdammt weh!
Dir wurde Sicherheit, Geborgenheit und ein gemeinsames Leben entrissen!
Es ist schwierig zu sagen ob man besser damit abschließen könnte wenn man denn nur Antworten hätte, denn das Herz reagiert nunmal nicht auf rationale Antworten.

Ich kenne das selbst und es gibt die verschiedensten Situationen wo einem das passiert… von ghosting über verlassen werden bis hin zu der Partner stirbt. Was bleibt ist leere und Schmerz
Eine Freundin von mir ist gerade in der Situation, dass sogar sie sich getrennt hat weil es sie einfach zerstört hat, aber das schmälert nicht ihr Leid. Seit gut 7 Monaten ist sie immer noch am Punkt an dem sie sich einsam fühlt, weint etc.

Jetzt kommt der blödeste Satz ever aber er stimmt! Es braucht einfach Zeit ❤wie lange da ist jeder anders.

Ich glaube wichtig ist dass du deine Seele immer und immer wieder mit positiven Erlebnissen fütterst die dich nähren!
Menschen, Freunde Hobbys, Reisen , zusammen sein, Natur was auch immer. Nur so kannst du heilen und bist auch irgendwann wieder offen für neue Erfahrungen in Sachen Liebe. Aber das kommt nicht auf zwang


Ich wünsche dir alles Gute dafür und natürlich ist das mit 51 noch nicht alles gewesen!

• x 11 #2


A


Plötzlich steht man alleine da

x 3


Falko78
Das tut mir leid, dass es nach 13 Jahren endet, ohne dass man den Grund weiß.

Das ist eine lange Zeit und ich kann das nachvollziehen! Das Gewohnte ist plötzlich weg und man weiß nicht mehr weiter. Gedankenkreisel, Schuldgefühle usw. Manche brauchen eine lange Zeit, um drüber weg zu kommen. Das ist völlig natürlich.
Nachdem mich 2002 meine damals große Liebe nach 3 Jahren verlassen hatte, dachte ich auch, ich werde nie wieder eine wie sie finden. Nun, das Leben hat seine eigenen Spielregeln.

Versuch nicht mit Krampf aus der Spirale zu entrinnen - gib Dir Zeit! Wieviel Zeit, dass kann keiner sagen. Man kommt mit der zeit von alleine raus, ohne dass man drüber nachdenkt.

Aber wie Burn schrieb: Mit 51 ist es noch nicht vorbei!

• x 8 #3


Butterfly-8539
Zitat von Luna2275:
Ich war 13 Jahre lang in einer Beziehung, die ich aus meiner Sicht als gut und glücklich empfunden habe. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, wie in jeder Beziehung. Doch im Oktober letzten Jahres kam völlig unerwartet das Ende: Er beendete die Beziehung, ohne mir eine für mich nachvollziehbare Begründung zu ...

Schwierige Zeiten. Versuche dich auf dich selbst zu konzentrieren und dir zu überlegen was du gerne machen würdest. Hobbys etc. Wenn möglich setze dir neue Ziele und gehe deinen Vorstellungen nach. Du findest sicherlich ein neues Hobby was dich ablenken läßt und neuen Lebenssinn gibt. Du mußt lernen selbständig gut klar zu kommen.

• x 4 #4


F
Zitat von Luna2275:
Ich war 13 Jahre lang in einer Beziehung, die ich aus meiner Sicht als gut und glücklich empfunden habe. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, wie in jeder Beziehung. Doch im Oktober letzten Jahres kam völlig unerwartet das Ende: Er beendete die Beziehung, ohne mir eine für mich nachvollziehbare Begründung zu ...

Ich glaube, ich kann mich gut in dich hineinversetzen, weil ich auch schon mal eine solche Erfahrung gemacht habe.
Das Nachdenken über das Ende einer Beziehung ist gut, wenn es zu einer Bewußtseinserweiterung führt.
Es ist aber nicht mehr gut, wenn man sich selbst "zerfrißt".

Ich glaube, du bist an einem Punkt, an dem es wichtig ist, den Blick nach vorne zu bekommen.
Egal, was die Gründe deines Ex-Partners waren, du solltest jetzt an dich denken.
Was sind deine Bedürfnisse? Willst du eine neue Beziehung? Was ist wichtig für dich?

• x 4 #5


Konkari
Herrje. Tut mir echt leid, sowas zu lesen. Einiges von dem, was Du schreibst, kann ich persönlich leider sehr gut nachvollziehen. Ich bin in einem ähnlichen Alter wie Du und habe ebenfalls eine langjährige Beziehung hinter mir (14 Jahre), die ebenfalls im letzten Jahr sehr plötzlich endete. Bei mir auf eine andere Weise, auf die ich hier gerade nicht näher eingehen möchte. Auch die brennende Frage nach dem „Warum“ kenne ich – wenn auch aus ganz anderen Gründen. Einiges von dem, was Du über das "Danach" beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor.

Insbesondere der Wunsch nach einem Menschen, mit dem man nicht nur die großen Dinge, sondern gerade den vollkommen unspektakulären Alltag teilen kann. Jemand, der einfach da ist. Ich glaube, dieser Wunsch wird manchmal vorschnell als etwas dargestellt, das man überwinden oder durch genügend Beschäftigung mit sich selbst ersetzen sollte oder könnte. Für manche Menschen ist dies einfach schwierig.

Natürlich sollte das eigene Leben nicht vollständig von einem anderen Menschen abhängen. Aber für mich gehört eine tiefe Verbindung zu einem anderen Menschen trotzdem zu den Dingen, die sich nicht einfach durch Hobbys, Beschäftigung oder gelegentliche soziale Kontakte ersetzen lassen.

Zehn Monate mögen von außen nach einer langen Zeit klingen, nach 13 gemeinsamen Jahren finde ich es aber überhaupt nicht erstaunlich, dass eine solche Trennung noch immer sehr weh tut – erst recht, wenn für Dich bis heute nicht wirklich verständlich ist, warum sie überhaupt passiert ist.

Einen klugen Weg aus dieser Spirale kann ich leider nicht nennen. Es braucht wohl einfach Zeit heraus zu finden, wohin die eigene Reise weitergehen soll.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du Deinen Weg aus diesem Loch findest – und vor allem, dass Du irgendwann wieder einen Menschen findest, mit dem Du genau diese alltäglichen Dinge teilen kannst, die Dir heute so sehr fehlen.

• x 4 #6


Soulclaw90
Mir geht da ähnlich wie dir. Bei mir waren es auch 14 Jahre und es ist ca. 11 Monate her und tut immer noch sehr weh. Leider habe ich bisher auch nicht gut daraus gefunden

• x 1 #7


Forkpower
In der Vergangeheit leben funktioniert nicht. Die Vergangenheit vergessen oder die Anhaftung ablegen bringt Freiheit. Wir neigen dazu, an Dingen oder Zuständen anzuhaften, weil wir davon ausgehen, dass Dinge oder Zustände ewig existieren. Das ist aber nicht der Fall. Wenn man das akzeptiert hat, kann man mit Veränderungen deutlich besser umgehen. Sie kommen dann auch nicht mehr ganz so unerwartet, weil man die ganze Zeit weiss, dass sich alles irgendwann ändert - manchmal zum Guten und manchmal zum Schlechten. Die Freude ist nicht von Dauer. Das Leid aber auch nicht.

• x 1 #8


Konkari
Zitat von Forkpower:
In der Vergangeheit leben funktioniert nicht. Die Vergangenheit vergessen oder die Anhaftung ablegen bringt Freiheit. Wir neigen dazu, an Dingen oder Zuständen anzuhaften, weil wir davon ausgehen, dass Dinge oder Zustände ewig existieren. Das ist aber nicht der Fall. Wenn man das akzeptiert hat, kann man mit ...

Das ist grundsätzlich natürlich korrekt. Solange man die Vergangenheit sauber abschließen kann, mag dies auch funktionieren. In manchen Fällen ist dies leider nicht der Fall, weil man mit selbiger permanent aufs Neue konfrontiert wird. Da bleibt diese Denkweise leider einfach blanke Theorie. Dies gehört aber nicht hier her. 😉

• x 1 #9


Forkpower
Das buddhistische Gleichnis von den zwei Pfeilen sagt sinngemäß:

Der erste Pfeil ist das unvermeidliche Leid, etwa Schmerz, Verlust, Krankheit oder Zurückweisung. Der zweite Pfeil ist das Leid, das wir selbst hinzufügen: Grübeln, Widerstand, Selbstvorwürfe, Angst vor der Zukunft oder Gedanken wie „Das darf nicht passieren“.

Den ersten Pfeil können wir oft nicht verhindern. Den zweiten müssen wir nicht auch noch abschießen. Der Kern ist also nicht: „Schmerz ist egal“, sondern eher: Schmerz und Leiden sind nicht völlig dasselbe. Ein Teil des Leidens entsteht durch unsere Reaktion auf das, was ohnehin schon geschehen ist. Das erinnert ein wenig an Epiktet: Nicht allein die Dinge beunruhigen uns, sondern auch unsere Urteile über sie.

https://papamojo.wordpress.com/2020/12/30/1555/

Manchmal ist es schon hilfreich, eine andere Brille aufzusetzen, wenn man die Welt betrachtet.

• #10


Konkari
Schöner Vergleich, möge er der TE helfen. 🙂

...sollte sich dies auf meinen Post davor beziehen, geht er am Ziel vorbei. Manchmal endet dieser erste Pfeil eben nicht, die Dinge sind manchmal im Leben einfach zu komplex als dass man sie mit einem einfachen Bild darstellen könnte. Ansonsten ist oben alles gesagt, der Rest gehört nicht hier her. Belassen wir es dabei.

• #11


Forkpower
Gegen den ersten hilft er eher nicht. Wenn dann gegen den zweiten...

• #12


User_0815_4711
Da ist nicht viel Unterschied zum Todesfall.
@Luna2275 , bist du mit den Trauerphasen vertraut?

• #13


M
Bei mir war nach 15 Jahren Ehe von jetzt auf gleich alles aus. Sie hat ihre Sachen gepackt und hat sich irgendwelche Dinge eingeredet die nicht stimmen um sie mir vorzuwerfen. Seid 6 Monaten keinen Kontakt. Sie ist wie eine fremde Person geworden. Und dieses Gefühl der Ablehnung nachdem man 15 Jahre alles zusammen geteilt hat, das intime, Gespräche, einfach den gesamten Alltag zerreist einen innerlich. Ich laufe nur durch den Tag und bin orientierungslos. Mein ganzes Leben ist von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt worden. Man fragt sich ununterbrochen was die Person von der man alles wusste wohl nun macht. Wie es ihr geht. Ob sie auch mal an die alte Zeit denkt oder ob sie einfach weitermacht. Man fühlt sich leer und verloren und man möchte einfach seinen Seelen Partner wieder haben damit der Schmerz im Kopf und Herzen aufhört.

• x 1 #14


A


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