seventeen
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Er hat sich lange Zeit gelassen, mir zugehört und mir dann empfohlen, noch heute meine Sachen zu packen und einen Urlaub von ihr zu nehmen, zum Wohle aller Beteiligten. Die Benzos soll ich bei akuter Panik weiterhin nehmen aber möglichst verzichten, er stimmte mir außerdem zu, dass ich wahrscheinlich nicht wirklich unter Depressionen leide und auch in dieser Richtung keine Therapie suchen soll sondern mich eher in Richtung der Panik und ihrer Ursachen zu orientieren.
Er verschrieb mir jedoch ein AD das eher in Richtung Ängste abzielt (um die Benzos nicht so verlockend erscheinen zu lassen) und überließ mir die Wahl, es auszuprobieren. Werde ich eventuell tun, doch mir ist der Name gerade nicht präsent und ich habe mich noch nicht mit dem Mittel beschäftigt. Außerdem hat er mich für eine weitere Woche krank geschrieben. So bleibt mir für die nächsten Tage der Kampf mit dem Amt erspart.
Und irgendwie hat sich das, was er gesagt hat, sehr sinnvoll angehört und ich habe ihm vertraut. Ich habe meinen Vater angerufen, ob ich eine Weile mit Hund auf seiner Couch kampieren kann, ich hätte meinen Job verloren und bräuchte einer Auszeit von meiner Partnerin. Zu ihm hatte ich monatelang keinen Kontakt. Er sagte ja klar. Ich bin nach Hause, teilte meiner Freundin meinen Entschluss fest und packte ein paar Sachen zusammen. Sie weinte. Versprach, sich gut um unsere Katze zu kümmern. Sie wollte sich nicht verabschieden. Jetzt sitze ich hier, auf der Couch meines Vaters, Hund friedlich schlummernd neben mir, und fühle erstmals, seit Monaten, so etwas wie pure, reine Erleichterung.
Und schäme mich gleichzeit in Grund und Boden. Ich fühle mich wie ein absolutes Monster. Wie kann ich ihr das antun ...
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