Zitat von Hellohello: Ich denke in mir hofft noch etwas, dass er reflektiert und mit sich selbst arbeitet um seine Gefühle zu verstehen.
Ich denke du hast vollkommen recht. Akzeptanz wäre der erste Schritt zur Besserung. Aber was wenn man noch nicht bereit ist zu akzeptieren.? Benötige ich einfach mehr Zeit? Brauch ich nochmal eine Anfuhr um es endlich zu kapieren? Ich weiß es einfach nicht.
Hallo,
ich kann das schon nachvollziehen dass man noch ne ganze Weile emotional selbst da drin hängt und auch darauf fixiert ist und nicht die Augen offen hat für etwas anderes.
Vielleicht kommt manches mit der Zeit....einfach dann wenn NICHTS in Richtung Lösung oder gelebter Beziehung geschieht,
irgendwann wenn die Hoffnung als Vorschuss und als etwas irreales kleiner wird als das reale, was wirklich ankommt.
Bei mir war es oft ein Zeitfaktor, mich aus Fixationen zu lösen. Gleichzeitig konnte ich mich auch in der Richtung reflektieren, dass mir mein eigener Abhängigkeitscharakter da bewusst wurde. Dass man angefixt, dass man nicht wirklich loslässt.
Das loslassen und trauern...diese Diskrepanz aus "eigentlich WAR da mal was gut, eigentlich sehe ich da Potential" zu- " da ist jetzt Ende, da ist jemand nicht bereit, das kann nicht GELEBT werden"....war bei mir ein Prozess...mit Bildern, Einsichten, nicht mit verteufeln sondern eben akzeptieren...dass es tragisch ist aber so ist.
Hatte oft auch so innere Bilder....oft mit Schiffen...also entweder, dass ich das Gefühl hatte dass ich bei dem Expartner noch sehr an seinem Steuer hänge, dass er doch dies und das machen sollte...und ich dieses Steuer losließ (also so ein Schiffsteuer)....und dann fährt der Kahn dahin wo er hin soll, und dann an mir vorbei eben.
Oder ich hab so Schiffe gesehen die aufeinander zu dann aneinander vorbei fuhren und sich dann wieder entfernten ins weite Meer. Für mich war das ein Trauer- und Loslassprozess.
Es ist ja dieses eigene Träumen, was einen so quält, dass man sich schon eine Art Zukunft ausgemalt hat, da KÖNNTE doch (wieder) mehr sein, da war doch mal was....als Mensch denkt man, Dinge gehen immer weiter.
Manchmal sind die Fakten aber, sie gehen nicht weiter.
Ab wann ist die eigene Hoffnung nicht mehr realistisch? Ab wann hängt man vor nichts substantiellem, sondern an einer Illusion, die die Realität nicht unterfüttert, und ist in der passiven rumhängen und Frustphase, weil der andere nicht aktiv auf einen zu kommt?
Den Begriff Sunk Cost Fallacy....der hat mir bei einer der Wartereien auf Godot auch mal geholfen.
Wenn man als Investition die eigenen Träume, Gefühle und Hoffnungen siehte, die man reingesteckt hat. Und niemand lässt gerne los, wenn man schon viel reingesteckt hat....Trotzdem muss man wohl schauen, ab wann ist man "insolvent"...wann ist der Zeitpunkt des Loslassens.
Ich meine, sollte das Wunder geschehen dass er doch plötzlich weiß was er will, und dabei noch vorkommt dass er dich will, und er transparent kommunizieren kann, dann go on. Nur in meiner Erfahrung würde das einem 7. Weltwunder gleichen!