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Hellohello
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Hallo ihr,

ich bin ganz neu hier. und weiß gar nicht so recht wie ich starten soll. Um ehrlich zu sein hatte ich schon mit einem Text gestartet um euch die ganze Situation zu schildern. Aber dann würde ich hier mindestens zwei Seiten voll schreiben. Deswegen jetzt die sehr gekürzte Variante.

Ich habe meinen Ex vor ca. 1 Jahr über meinen damaligen Freund kennengelernt. Nach der Zeit bemerkten wir, dass wir uns wirklich sehr gut verstehen und wurden Freunde. Vom Gefühl her war es so, als hätten wir uns schon immer gekannt. Mein damaliger Freund und ich haben uns einvernehmlich getrennt. Er hatte jemanden kennengelernt und ich auch. Wobei ich sagen muss, meine Trennung war nicht nur wegen dem Kennenlernen, sondern es gab viele Gründe. Gründe die für mich nicht mehr tragbar waren.

Ich werde ihn W. nennen. Also W. und ich starteten bald nach meiner Beziehung mit dem Daten. Er ist eher ein schüchterner sensibler Typ. Aber auch einfühlsam und ich hatte das Gefühl es lief ziemlich gut. Er ist für mich auch aus seiner Komfortzone gekommen. Wollte mit mir einen kurzen Thermen Trip machen. Den wir auch gemacht haben. (Er hat einen Hof und ist eigentlich nie weggefahren, nur selten mal mit Freunden und einmal mit der EX) Das bringt mich auch schon zum Thema der Ex. Er war 5 Jahre lang vor mir alleine. Seine Ex Freundin hat ihn ziemlich verletzt und er hat lange gebraucht um das zu verdauen. Laut ihm war ich die erste Frau bei dem er sich wieder mehr vorstellen konnte. Ziemlich schnell war für ihn klar, dass wir ein Paar sind. Ich habe es noch bis Anfang des Jahres rausgezögert, doch dann haben wir es offiziell gemacht. Es folgten drei für mich schöne Monate. Und ich dachte auch für ihn. Wir waren fürsorglich, haben immer für den anderen etwas besorgt was er gerne mochte. Haben uns ca. 3 mal in der Woche gesehen und auch gemeinsam übernachtet. Süße Reels hin und her geschickt und eigentlich ständig miteinander kommuniziert.
Ende März schickte er mir noch ein Reel mit der Botschaft: "Ich bin froh das du in meinen Leben bist. Ich liebe dich"

1,5 Wochen später fing er an sich "komisch" zu verhalten. Er meldete sich weniger. Ich ging in die Offensive und fragte was los sei. Die Antwort war etwas ernüchternd für mich: "Ich kann nicht mehr", "Mir ist alles zu viel", "Mir wächst alles über den Kopf", "Ich brauche meine Ruhe". (Hierzu muss ich sagen, dass er seinen Job verloren hatte, seiner Familie und er gerade neu Stall bauen, er dann einen neuen Job bekommen hat und Angst hatte das ihn die Kollegen nicht mochten. Und auch zu Hause am Hof immer etwas zu machen war)
Ich versuchte ihm Raum zu geben. Was für mich als kommunikativen und klärenden Menschen sehr schwer war.
Am Montag musste ich dann in die Arbeit fahren. Mein Weg in die Arbeit führt an seinem Hof vorbei. Mich packten die Emotionen und ich wusste so kann ich nicht in die Arbeit fahren. Also bin ich umgedreht. Als ich bei seinem Hof vorbei bin, sah ich seine Mutter. Ich bin zu ihr gefahren (Ich wusste er ist nicht da weil er in der Arbeit ist) Kurz zusammengefasst, konnte sie mir nicht wirklich sagen was mit ihm los ist. Und das er sich zurückzieht und sie noch nicht mit ihm reden konnte weil es Probleme gab mit seiner Schwester und sie den Fokus dort hatte. Weil da auch Kinder im Spiel waren. Sie sagte mir nur, dass er zu ihr mal sagte, dass es ihn nervt wenn ich "spinne" wegen Dingen wie Fort gehen. (Ganz ehrlich, welche Frau ist manchmal nicht so) Und das sie aber das Gefühl hatte, dass er mich schon gern hatte. Ich habe dann nur zu ihr gesagt, dass ich gerne Klarheit hätte. Ein Gespräch. Und wenn er sich trennt ok. Aber ich weiss woran ich bin.

Ja gut. Ein Tag später kam folgende Nachricht: Hey, können wir vielleicht nochmal miteinander reden? Außer du möchtest mit so einem Idioten wie mir nicht mehr reden"

Ich habe mir so viel aufgeschrieben was ich ihm bei diesem Gespräch sagen will. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Denn für mich hat die Nachricht geklungen, als könnten wir nochmal reden und alles klären.
Doch es kam ganz anders. Er sagte mir nur das bei ihm der Faden gerissen wäre und er nicht mehr kann. Dann auch die Aussage das es ihn gestört hat, dass ich mich damals weggedreht habe als er fort war. Und plötzlich Aussagen zu seiner Schwester, dass er jetzt sieht was bei ihr und ihrem Ex los ist und das die Kinder so leiden. Und das ich ja Kinder möchte und er durch das mit der Schwester nicht mehr. Und wenn wir uns nicht jetzt trennen dann passiert es in 3 bis 5 Monaten. Ich war in der Situation so überfordert und auch wütend, dass ich dazu nicht wirklich viel gesagt habe. Zum Kinderthema nur das ich ja jetzt noch keine will sondern irgendwann. Und dann kam das er keine will. Gar nicht mehr. Dann kam mein nächster verwirrter Punkt. Ich hatte ein paar Dinge bei ihm (Hygiene Artikel, Kleidung etc.)
Wenn er zu diesem Treffen kommt mit dem Gedanken sich zu trennen, bin ich davon ausgegangen, dass er meine Sachen mit hat. Aber nein.
Wir waren nicht weit von seinem Zuhause weg. Deshalb habe ich in meiner Wutgesagt, dass ich mein ganzes Zeug haben will. Er wirkte dann überrascht. Aber ich habe durchgezogen. Wir sind zu ihm. Ich habe vor der Tür gewartet und bin dann ohne Verabschiedung gefahren.

Noch eine kurze Info. Wir haben eigentlich großteils über Snapchat kommuniziert. Und hatten da auch schon über 280 Flammen aufgebaut. Das wird manchen jetzt nichts sagen. Aber kurz erklärt, dass bedeutet das man über 280 Tage jeden Tag Kontakt hatte. In der jungen Generation hält man die Flammen aufrecht. Aber ehrlich gesagt sind wir nicht mehr so jung. Wir sind beide Ende 20. Also gibt es meiner Meinung nach keinen Grund mehr zu snapen, wenn die Beziehung so beendet wurde. Doch am nächsten Tag kam ein Snap von ihm. Ohne Text oder irgendetwas einfach wie eine Art noch irgendwie Kontakt zu halten. Wieder verwirrend für mich. Ich war leider zu schwach und habe noch ca. 2 Wochen geantwortet. Dann habe ich gemerkt, dass es mir nicht gut tut. Das ständige Warten, Handy checken und denken kommt etwas oder nicht. Also habe ich diesen Kontakt abgebrochen. Also haben wir jetzt seit 2,5 Wochen gar keinen Kontakt mehr.

Meine emotionale Lage in den ersten 2 Wochen war katastrophal. Ständige Gefühlsausbrüche, Magenkrämpfe, kein Essen, ständig die Frage warum und was ist passiert. Es geht mir mittlerweile etwas besser. Aber von gut sind wir noch weit entfernt. Am liebsten würde ich ihm schreiben. Fragen: Was ist mit dir los? Geht es dir gut?
Aber vermutlich ist es momentan keine gute Idee. Weil ich ja emotional noch nicht bereit bin, denn mit einer weiteren "Abfuhr" könnte ich jetzt noch nicht umgehen.

Teilt doch bitte gerne eure Meinung mit mir über die Situation und was man machen kann damit es einen wieder etwas besser geht. Danke

19.05.2026 #1


10 Antworten ↓

NeonPixie
Willkommen hier.

Erst “ich liebe dich” und 1,5 Wochen später “der Faden ist gerissen” ist verwirrend weil es tatsächlich verwirrend ist.

Er war 5 Jahre allein nach einer verletzenden Beziehung. Als es konkret wurde hat er einen Rückzug gemacht. Das ist ein bekanntes Muster bei Menschen mit Bindungsangst oder unverarbeiteten Verletzungen. Der Vorwand mit der Schwester und den Kindern klingt wie ein nachgerechtfertigter Grund, nicht wie der eigentliche.

Dass du den Kontakt nach 2 Wochen abgebrochen hast war meiner Meinung nach richtig. Snapen ohne Inhalt ist keine Kommunikation sondern der Versuch sich die Tür offen zu halten.

Was würdest du dir von ihm erhoffen wenn du ihm schreibst?

x 2 #2


A


Es tut so weh - Trennung

x 3


H
Vielen Dank erstmal für deine Antwort und das du dir die Zeit genommen hast meine Zeilen zu lesen.

Das mit der Bindungsangst habe ich mir auch schon gedacht. Aber dadurch schmerzt es leider auch nicht weniger.

Momentan bin ich noch so emotional, dass ich mit durch die Kommunikation vermutlich erhoffe, dass wir nochmal reden und vielleicht auch wieder alles gut wird. Er hah mich in der Beziehung immer gut behandelt, was den Abschluss noch schwieriger macht. Ich kann keine negativen Gedanken zu ihm finden, bis auf die jetzige Situation. Und vielleicht erhoffe ich mir einfach richtige Gründe. Weil es mir jetzt so sinnlos vorkommt

#3


NeonPixie
Wenn dich jemand gut behandelt hat und dann einfach geht, fehlt der Haken wo du sagen könntest “ah, deshalb war es richtig”. Das macht die Verarbeitung schwerer als nach einer schlechten Beziehung.

Aber “ich kann nicht mehr” und “mir wächst alles über den Kopf” ohne wirklich mit dir darüber zu reden ist keine gute Behandlung. Es ist keine Bösartigkeit, aber es ist auch keine echte Partnerschaft in einem schwierigen Moment.

Die “richtigen Gründe” wirst du wahrscheinlich nicht bekommen. Nicht weil es sie nicht gibt, sondern weil er sie vermutlich selbst nicht vollständig versteht oder artikulieren kann.

x 1 #4


H
Genau das ist es, was mich am meisten belastet. Dieses suchen nach etwas negativem in der Beziehung. Wo ich nichts finden kann.

Und ich gebe dir hier recht. Es ist keine gute Behandlung oder Partnerschaft wenn man nicht darüber reden kann was los ist. Und ich bin sehr kommunikativ. Für mich wäre es sinnvoll über Probleme zu reden und Lösungen zu finden. Und nicht nichts sagen und einfach aufgeben.

Warst du in einer ähnlichen Situation? Kannst du mir irgendwelche Tipps geben? Würdest du noch Gras drüber wachsen lassen und dann trotzdem irgendwann versuchen herauszufinden was los war. Oder was wäre deine Methode? Danke schonmal

#5


NeonPixie
Ob er dir die Antworten geben kann die du suchst ist unsicher. Menschen mit Bindungsangst wissen oft selbst nicht genau was passiert ist. Du könntest also alles richtig machen und trotzdem ohne Klarheit bleiben.

2 bis 3 Woche. ist noch sehr frisch. Das Gehirn ist in dieser Phase noch in einer Art Suchschleife. Es versucht Sinn zu machen aus etwas das keinen logischen Abschluss hatte. Das ist anstrengend und normal gleichzeitig.

Ich bin ehrlich gesagt jemand der mit dem “einfach warten und schauen” nicht viel anfangen kann. Das liegt mir nicht. Wie mir auch viel an dem ganzen Romantik-Zeug nicht so liegt. Ich war da in der Vergangenheit oft eher selbst, absichtlich oder nicht, als die Abrissbirne unterwegs.

x 1 #6


Luce1
Zitat von Hellohello:
Ich kann nicht mehr", "Mir ist alles zu viel", "Mir wächst alles über den Kopf", "Ich brauche meine Ruhe"


Das was ich oben zitiert habe, ich denke, er hat emotional schon ausgecheckt und da er aber weiß, wie sehr Du ihn liebst, hat er totale Schwierigkeiten, Dir das zu sagen.

Was ich Dir empfehlen würde:

Nimm Dir mal 3 Wochen Zeit ohne ihn. Dann wird sich bei Dir auch herauskristallisieren, ob die Beziehung noch das Wahre ist.
Geh weg, lenk’ Dich ab.

Ich würde nicht anrufen. Er brauch wahrscheinlich auch Zeit, um nachzudenken.
Er weiß, dass Du eine Antwort möchtest

x 2 #7


Feuerschale
Zitat von Hellohello:
Genau das ist es, was mich am meisten belastet. Dieses suchen nach etwas negativem in der Beziehung. Wo ich nichts finden kann.

Und ich gebe dir hier recht. Es ist keine gute Behandlung oder Partnerschaft wenn man nicht darüber reden kann was los ist. Und ich bin sehr kommunikativ. Für mich wäre es sinnvoll über Probleme zu reden und Lösungen zu finden. Und nicht nichts sagen und einfach aufgeben.

Hallo,
also meine Erfahrung ist, wenn jemand nicht redet, redet er nicht, da hilft auch warten, hoffen, nachbohren nicht.
Wenn jemand dich einmal hängenlässt, macht er es vor. auch nochmals (von wegen Hoffnung dass alles "gut" wird).

Aber ich kann gut verstehen dass dich das irritiert, aufwühlt und du da noch mit offenen Fragen stehst, ggf. auch noch offenen Bindungsfäden. Meine Erfahrung in ähnlichen Konstellationen ist, dass da nur Verletzung am Ende bei rauskommt, wenn man sich immer wieder emotional investiert und Angebote macht und wartet und wartet und wartet.

Wenn jemand sich nicht reflektiert, sich selbst emotional wahrnimmt und offen redet, einfach dann die Bindung abschneidet...und man selbst ist anders drauf....das verletzt halt.

Ist vielleicht auch die Frage, was stellst du dir vor für dein Leben, was ist dir deine Lebenszeit wert?

Mir half damals akzeptieren, dass er an dem Punkt steht und ich an einem anderen (emotional, kommunikativ, im Verbindlichkeitswunsch) und ggf findest du ja auch jemanden, der offen sein kann und offen mit dir kommunizieren kann, sodass sich Vertrauen aufbauen kann und Erfüllung findest statt hängengelassen zu werden ohne offenen Grund.

Ich sag auch nicht dass es einfach ist, wenn man einmal bei jemanden dran hängt....aber ganz im inneren weiß man es eigentlich auch glaub ich selbst, was real zu erwarten ist und was nicht.

x 2 #8


H
@Luce1 danke für deine Worte. Um ehrlich zu sein, habe ich mich mit meinen Gefühlsausdrücken ziemlich zurückgehalten während der Beziehung. (wo ich mir jetzt denke, war ich zu zurückhaltend) Meistens war er derjenige der seine Gefühle ausgedrückt hat. Und sie auch zusätzlich mit Gesten gezeigt hat. Z.B. ein Schlüsselanhänger als Schutz, als mich fast ein Lastwagen mit dem Auto mitgenommen hat. Oder Dinge eingekauft die ich mochte, wenn ich vorbei kam. Süße Nachrichten. Und so weiter. Natürlich habe ich diese Dinge auch gemacht. Zumindest mit dem einkaufen was er mag oder kochen was er mag. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er mich nicht mehr gerne hat. Eher das er mit allem überfordert ist.

Auch bei der Trennung habe ich nicht wirklich viel zu dem Ganzen gesagt, obwohl ich viel zu sagen hatte.
Ich habe eher Wut verspürt und den Drang, dass ich hier weg will. Deswegen wollte ich dann auch unbedingt meine Sachen, damit ich ihn nicht zwingend wieder sehen muss.

Ok. Ich werde ihn vorerst auch mal nicht kontaktieren.

#9


H
@Feuerschale Hallo und danke für deine Antwort.

Das mit dem Reden kann ich einfach nicht verstehen. Beim Kennenlernen, also wie wir noch Freunde waren, war ich auf jeden Fall für ihn eine Bezugsperson. Und er hat mir soviel erzählt, was er mit niemanden geteilt hat. Wie kann es dann sein, dass er auf einmal nicht mehr mit mir redet. Und nicht sagt was ihn stört. Ich kenne es halt wirklich gar nicht, dass man Probleme nicht versucht zu lösen, sondern einfach davon rennt.

Und die Angst wieder hängengelassen zu werden ist auf jeden Fall da. Und darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber meiner innerer Drang nach Lösung ist so groß.
Ich denke in mir hofft noch etwas, dass er reflektiert und mit sich selbst arbeitet um seine Gefühle zu verstehen.

Ich denke du hast vollkommen recht. Akzeptanz wäre der erste Schritt zur Besserung. Aber was wenn man noch nicht bereit ist zu akzeptieren.? Benötige ich einfach mehr Zeit? Brauch ich nochmal eine Anfuhr um es endlich zu kapieren? Ich weiß es einfach nicht.

Und das Beste wäre sicher für mich jemanden zu finden der "besser" zu mir passt. Und emotional offen ist.

Doch momentan habe ich halt leider wirklich kein Interesse an jemand anderen. Nicht das es niemanden gäbe der Interesse hat. Aber in meinem Kopf gibt es momentan leider nur ihn. Auch wenn es mir nicht gut tut

x 1 #10


Feuerschale
Zitat von Hellohello:
Ich denke in mir hofft noch etwas, dass er reflektiert und mit sich selbst arbeitet um seine Gefühle zu verstehen.

Ich denke du hast vollkommen recht. Akzeptanz wäre der erste Schritt zur Besserung. Aber was wenn man noch nicht bereit ist zu akzeptieren.? Benötige ich einfach mehr Zeit? Brauch ich nochmal eine Anfuhr um es endlich zu kapieren? Ich weiß es einfach nicht.

Hallo,
ich kann das schon nachvollziehen dass man noch ne ganze Weile emotional selbst da drin hängt und auch darauf fixiert ist und nicht die Augen offen hat für etwas anderes.

Vielleicht kommt manches mit der Zeit....einfach dann wenn NICHTS in Richtung Lösung oder gelebter Beziehung geschieht,
irgendwann wenn die Hoffnung als Vorschuss und als etwas irreales kleiner wird als das reale, was wirklich ankommt.

Bei mir war es oft ein Zeitfaktor, mich aus Fixationen zu lösen. Gleichzeitig konnte ich mich auch in der Richtung reflektieren, dass mir mein eigener Abhängigkeitscharakter da bewusst wurde. Dass man angefixt, dass man nicht wirklich loslässt.

Das loslassen und trauern...diese Diskrepanz aus "eigentlich WAR da mal was gut, eigentlich sehe ich da Potential" zu- " da ist jetzt Ende, da ist jemand nicht bereit, das kann nicht GELEBT werden"....war bei mir ein Prozess...mit Bildern, Einsichten, nicht mit verteufeln sondern eben akzeptieren...dass es tragisch ist aber so ist.

Hatte oft auch so innere Bilder....oft mit Schiffen...also entweder, dass ich das Gefühl hatte dass ich bei dem Expartner noch sehr an seinem Steuer hänge, dass er doch dies und das machen sollte...und ich dieses Steuer losließ (also so ein Schiffsteuer)....und dann fährt der Kahn dahin wo er hin soll, und dann an mir vorbei eben.

Oder ich hab so Schiffe gesehen die aufeinander zu dann aneinander vorbei fuhren und sich dann wieder entfernten ins weite Meer. Für mich war das ein Trauer- und Loslassprozess.

Es ist ja dieses eigene Träumen, was einen so quält, dass man sich schon eine Art Zukunft ausgemalt hat, da KÖNNTE doch (wieder) mehr sein, da war doch mal was....als Mensch denkt man, Dinge gehen immer weiter.

Manchmal sind die Fakten aber, sie gehen nicht weiter.
Ab wann ist die eigene Hoffnung nicht mehr realistisch? Ab wann hängt man vor nichts substantiellem, sondern an einer Illusion, die die Realität nicht unterfüttert, und ist in der passiven rumhängen und Frustphase, weil der andere nicht aktiv auf einen zu kommt?

Den Begriff Sunk Cost Fallacy....der hat mir bei einer der Wartereien auf Godot auch mal geholfen.
Wenn man als Investition die eigenen Träume, Gefühle und Hoffnungen siehte, die man reingesteckt hat. Und niemand lässt gerne los, wenn man schon viel reingesteckt hat....Trotzdem muss man wohl schauen, ab wann ist man "insolvent"...wann ist der Zeitpunkt des Loslassens.

Ich meine, sollte das Wunder geschehen dass er doch plötzlich weiß was er will, und dabei noch vorkommt dass er dich will, und er transparent kommunizieren kann, dann go on. Nur in meiner Erfahrung würde das einem 7. Weltwunder gleichen!

#11


A


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