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Livvy
Mitglied

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Hey in die Runde,

ich bin Livia und muss irgendwie mal meinen Frust loswerden. Es bedrückt mich nämlich schon sehr.
Auf Arbeit fühle mich zusehend unwohler unter meinen Kollegen, was wahrscheinlich auch an mir selbst liegt, da ich mich ständig mit ihnen vergleiche.
Eine Kollegin zum Beispiel kauft sich zusammen mit ihrem Freund ein Haus, eine Andere wurde befördert (obwohl sie genauso lange da ist wie ich) und eine Dritte erwartet ein Kind.
Alle sind zudem etwas jünger als ich (max. 3 Jahre) und ich fühle mich, als hätte ich nichts erreicht.
Zudem kommen manchmal etwas spitze Aussagen mir gegenüber wie: "Also irgendwann sollte man schon mal sesshaft werden und vielleicht in ein Haus investieren." Oder: "Also beruflich immer auf der selben Stelle treten möchte ich ja jetzt nicht."
Das lässt mich noch mehr wie ein Versager fühlen. Ich weiß, das Vergleichen bringt nichts - alleine schon die Tatsache, dass ich Single bin und mir nicht mal eben so ein Haus kaufen kann wie die Kollegin mit dem gutverdienenden Freund. Genauso wie die Charaktersache - die beförderte Kollegin ist ziemlich selbstbewusst und ich eher ruhig.
Trotzdem fühle mich seit Tagen so schlecht deswegen. Mir kommt es auch so vor, als würden sie alle enger zusammenwachsen und ich auf dem Abstellgleis stehen, weil bei mir nichts passiert traurig

Habt ihr Ratschläge?

LG Livvy

09.02.2026 x 1 #1


11 Antworten ↓


P
Zitat von Livvy:
Habt ihr Ratschläge?

Üben, bei sich zu bleiben.
Vergleiche bringen nie etwas Gutes. Selbst, wenn der Vergleich für einen selbst positiv ausfällt, dann hat es doch einen negativen Beigeschmack sich besser zu fühlen als jemand anders, der - wie du im Vergleich zu deinen Kolleginnen - schlicht andere Voraussetzungen hat.

Das ist viel Arbeit für die meisten, aber wenn man es mal relativ gut schafft, nur auf sich zu schauen, dann wird das Leben sehr viel einfacher und schöner, weil man dann ja auch mal so richtig wahrnimmt, was man selbst will und wohin man es schon geschafft hat.

x 2 #2


A


Wie werde ich das Vergleichen und die Gefühle los?

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Islandfan
Ich kenne das aus verschiedenen Bereichen. Auf der Arbeit bin ich auch fast die einzige, die nicht ökomäßig eingestellt ist, aber es ist mir egal. Arbeit ist Arbeit, man ist ein Haufen, der zwangsläufig zusammengewürfelt wurde, man kann sich die Kollegen nicht aussuchen. Man muss ja privat nichts mit ihnen machen.
Von meinem Leben auf dem Dorf kenne ich es, weil man anders war, keine typische Hausfrau und keine Mama, da merkt man dann schon, dass man anders ist, aber genau das ist auch gut so.
Du musst niemandem etwas beweisen, lebe das Leben, das dir gefällt.
Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass die, die so wirken, als hätten sie ein perfektes Leben, oft die sind, hinter deren Fassaden es bröckelt.

Zitat von Livvy:
Zudem kommen manchmal etwas spitze Aussagen mir gegenüber wie: "Also irgendwann sollte man schon mal sesshaft werden und vielleicht in ein Haus investieren." Oder: "Also beruflich immer auf der selben Stelle treten möchte ich ja jetzt nicht."


Je nachdem, ob du dich das traust, aber einfach mal provokant sagen "nee danke, bin nicht so der Spießertyp."

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Moonlight_74
Zitat von Livvy:
Also irgendwann sollte man schon mal sesshaft werden und vielleicht in ein Haus investieren."

Ich wollte noch nie in ein Haus investieren.

Zitat von Livvy:
Oder: "Also beruflich immer auf der selben Stelle treten möchte ich ja jetzt nicht."

Würde mich jetzt auch nicht beeindrucken.

Ich vergleiche mich in den seltensten Fällen mit anderen Menschen, ich würde mir auch nix erzählen lassen.

Ich möchte gar nicht mit der Welle schwimmen.

Lass Dich nicht beeindrucken. Bleibe bei Dir.

#4


Dickinson
Zitat von Livvy:
Habt ihr Ratschläge?

Versuchen sich weniger Gedanken über andere zu machen.Du solltest das tun, was du willst.
Vergleiche bringen nichts. Nur weil Jemand Geld oder ein Haus hat usw. heißt das noch lange nicht, das es denen besser geht.

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E
In ein Haus zu investieren kann auch sehr herausfordernd sein und zur Belastung werden, so was ist immer auch Ansichtssache ob man so ein Schritt gehen möchte und kann auch schnell mal zum Alptraum werden. Besonders ist es auch mit mehr Arbeit verbunden, mehr Fläche zum reinigen und dann noch der Garten der gepflegt werden muss.

Und Kinder sind ja auch nicht nur ein Segen, das hat mit sehr viel Verantwortung zu tun und das Leben verändert sich auch, danach dreht sich alles mehrheitlich um das wohlergehen des Kindes und das sicher mal bis es volljährig ist bis darüber hinaus.

Und ein höheren Posten, ja sicher wenn man dafür gemacht ist dann kann ich verstehen, dass das einen anspornt und man gerne auch solche Ziele erreichen will, kann natürlich aber auch zu mehr Verantwortung führen und mehr Arbeitsaufwand und eventuell mehr Arbeitsstunden, muss nicht aber kann. Und dann ist es wichtig wo man persönlich selber aufsteigen möchte, welches gebiet einem am besten zusagt.

Also würde ich immer bevor du jemanden um etwas beneidest und dich auch noch als Versager fühlst, dir gut überlegen ob das überhaupt auch etwas für dich wäre und ob es tatsächlich etwas ist was zu beneiden ist. Freue dich einfach mit den Menschen mit, wenn sie selber über ihre Schritte im Leben begeistert sind oder dies für sie in frage kommt, aber vergleiche dich nicht mit ihnen.

Du solltest immer auf das schauen was du möchtest und was für dich zutrifft, dir gefällt.

x 1 #6


S
Kenne ich teilweise auch.
Als Frau wird man schräg angeguckt, wenn man keine Kinder hat.
Diese Lebensphase fehlt komplett.
Andererseits hat man auch eine Form der Freiheit und weniger Verantwortung.
Wird in unserer Gesellschaft als Egoismus ausgelegt.

Bei uns auf der Arbeit ist karrieretechnisch sowieso nichts drin.
Alle sind mehr oder weniger gleich und verdienen das gleiche wenige Geld.
Da vergleiche ich eher mit anderen in meinem Alter.
Andere haben Häuser/Eigentumswohnung und genug Geld auf der hohen Kante.
Habe ich alles nicht.

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E
Zitat von Sarita:
Kenne ich teilweise auch. Als Frau wird man schräg angeguckt, wenn man keine Kinder hat. Diese Lebensphase fehlt komplett. Andererseits hat man auch eine Form der Freiheit und weniger Verantwortung. Wird in unserer Gesellschaft als Egoismus ausgelegt. Bei uns auf der Arbeit ist karrieretechnisch sowieso nichts drin. ...

Gut die Gesellschaft macht gerne mal Druck, besonders in der Zeit wo einige Pärchen dann ihren Kinderwunsch sich erfüllen und eine Familie Gründen, das ist so ein Sog und auch ansteckend in einem gewissen alter, weil dann so ein Dynamischer Druck entsteht und alles süss und jöö ist und die Hormonen auch darauf aus sind eine Familie zu gründen.

Und dennoch sieht die Realität mit der Zeit oft anders aus, aber das ist dann eben weniger ein Thema, die meisten kennen sich auch nicht damit aus und befinden sich plötzlich im Neuland wieder und müssen sich zurecht finden.

Die Gesellschaft sagt aber leider nicht, es kann auch alles schief gehen und du bist am Ende alleinerziehend und musst dich durchs Leben Kämpfen, jetzt kannst du schauen wo du bleibst denn die Gesellschaft hat nicht so viel übrig für alleinerziehende Frauen und Männer

x 1 #8


S
Zufall:
Gerade in der Kantine haben sich andere über Schulzeugnisse und Übertritt aufs Gymnasium unterhalten.
Ich dachte mir nur "Gott sei dank habe ich diese Probleme seit meiner eigenen Schulzeit nicht mehr".
Bin ich eine Egoistin?

#9


Schlaflose
Zitat von Sarita:
Als Frau wird man schräg angeguckt, wenn man keine Kinder hat.
Diese Lebensphase fehlt komplett.
Andererseits hat man auch eine Form der Freiheit und weniger Verantwortung.
Wird in unserer Gesellschaft als Egoismus ausgelegt.

Ist mir mir noch nie passiert. Schon eher wurde komisch reagiert wegen der Tatsache, dass ich nie eine Beziehung oder Partnerschaft hatte.

x 1 #10


S
Das ist wirklich selten. Meine Beziehungen waren aber auch bis jetzt nie das Wahre 😥

#11


B
Zitat von Livvy:
Habt ihr Ratschläge?

Viele wissen wie das ist und es reden nur sehr wenige darüber. Die meisten machen da einfach mit in diesem stetigen Wettkampf. Manche spornt das richtig an. Andere verzweifeln daran.
Einen Ratschlag habe ich leider nicht, da es ein Detail von dem ist, an dem ich zerbrochen bin, weil ich es nicht mehr ertragen habe, oder anders gesehen, weil ich diesen stetigen Wettkampf verloren habe.

#12


A


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