Sooo, jetzt bin ich wieder daheim, hatte einen netten Abend mit meinen Kollegen und Pizza nach original Rezept aus Neapel, meine Tierchen gefüttert (was er noch nicht gemacht hat, obwohl er schon der Meinung war, ich bin jetzt ausgezogen) und hab mich ins Bett verkrümelt.
Nachdem er gleich wieder loslegen wollte, habe ich nochmals gesagt, ich bin weder Arzt, noch Psychologe, noch deine Mutter. Ich bin weder für dein Seelenheil verantwortlich, noch kann ich dir helfen und nachdem du heute schon wieder bei
X Leuten gejammert hast muss ich meinen Senf nicht auch noch dazu geben, zumal du eh nichts annimmst. Lass mich jetzt in Ruhe, damit ich es nicht bereue heimgekommen zu sein.
Zitat von Peppolino:Streng katholische Erziehung?
Nee, nicht streng katholischen, aber streng abergläubisch.
Zitat von Peppolino:Fehlt nur noch das eine Zwangshandlung oder mehrere dazukommen
Hat er ja, in dem er sich permanent kontrolliert, nicht vom Spülbecken loskommt, weil er das Etikett von der Flasche abwechselnd mit einem zugedeckten Auge fixiert.
Und weil man das heute morgen gute 3 Stunden betrieben hat, wundert er sich, das er denn ganzen Tag schlecht und milchig gesehen hat.
Und halt je nach Symptom wird entsprechend kontrolliert.
Zitat von Peppolino:Dass du so eine ewige Geduld hast ist eigentlich beneidenswert. Wenn du da Geld für bekommen würdest wärst du bestimmt schon stinkreich.
Schön wär's, dann müsste ich nicht mehr arbeiten gehen, bzw könnte machen worauf ich Lust habe.
Zitat von Icefalki:und bitte ihn mal, sein Hirn einzuschalten.
Icefalki, das ist schon mein Spruch, da hab ich schon Patent drauf angemeldet
Zitat:Was macht der denn in der Therapie? Wird da nicht deutlich herausgearbeitet, dass das alles ein extrem kindliches Muster ist? Er ist doch nicht dumm. Bei Ängsten ist das der Faktor schlechthin.
Das was er jetzt hat ist ja eine kognitive Verhaltenstherapie, sollte es zumindest sein.
Davor war er bei einer Psychologin, die Gesprächstherapie gemacht hat, aber da er da nicht vorwärts kam und ich dachte, wir wissen ja was in seiner Kindheit schief gelaufen ist.
Wäre es doch sinnvoller, wenn er lernt mit seinen Ängsten um- und anzugehen. Denn die Kindheit ist Vergangenheit und lässt sich nicht wiederholen, aber die Zukunft liegt noch vor uns und er muss doch lernen im hier und jetzt klarzukommen.
Zitat:sondern der ganze Kerle sitzt gefangen bei Muttern auf dem Schoss und braucht kindliche Zuneigung, die er bestimmt damals bei seinen Krankheiten bekommen hat.
Mehr wie genug, bekomme ich heute immer noch wieder und wieder erzählt, nur schiebt es seine Mutter auf ihre Eltern, das diese so überbesorgt gewesen seien. Und sie war einfach schlichtweg überfordert.
Zitat:Meiner Meinung nach wäre es super sinnvoll, gemeinsam mit einem Therapeuten zu arbeiten. Kann man per Coaching oder in einer Eheberatung
Du meinst aber nicht den Psychologen, den er jetzt hat, sondern einen anderen nebenher?
Zitat:Ein Kerl eben und kein Kind.
Zeig mir mal den Mann, in dem kein Kind steckt
Zitat:Oder anders gesagt.. Solange Mama in der Nähe ist braucht man sich ja nicht viel Mühe zu geben Denn die fängt einen ja sowieso immer wieder auf wenn es hart auf hart kommt.
Daran arbeite ich im Moment ja selbst ganz stark damit dem nicht so ist.
So und zu der Selbsterkenntnis von heute morgen.
Er hat mir hoch und heilig versprochen, das er sich ändern, das er Tagebuch in einem Kalender schreiben möchte, das er eingesehen hat, das sein Kopf das Problem ist und nichts anderes.
Nach dem Tag heute natürlich völliger Quatsch und ich habe es ihm auch nicht abgenommen.
Da muss schon mehr kommen.
Nochmal zum Thema Kind geblieben, er war heute nach der Arbeit bei seiner Mutter und deren Freundin, die er auch von klein auf kennt war auch da. SIE (die Freundin) hat IHM dann die Augen ausgewaschen, weil die Wimpern und Winkel total mit gelbem Zeug verklebt waren. Ich sage das seit Tagen zu ihm, er soll sich mal gscheit waschen.
Ich habe es NICHT getan.
So, ich hoffe alle Fragen weitestgehend beantwortet zu haben?
Wie lange ich das noch durchhalte, weiß ich auch nicht.
Was ich weiß, sollte es zu einer Trennung kommen, glaube ich nicht, das ich mich nochmal auf jemand anderes einlassen kann. Die Familienplanung ist vom Alter her eh passé.
Zumal ich auch nicht der Typ Frau bin, der die Männer hinterherlaufen, rein realistisch betrachtet.