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Mit 50 ist es auf keinen Fall zu früh die Familiengeschichte aufzuarbeiten, vor allem wenn sie so negativ war. Hier posten heißt, ich lasse die Öffentlichkeit teilhaben, dann sollten die persönlichen Gefühle geklärt sein. Bei Prominenten macht man das auch so, sie lässt man ihre Krisen im Fernsehen berichten, um so den Konflikt zu bewältigen. An die Öffentlichkeit gehen ist keine schlechte Idee und Du hast Dich ja auch sehr lang und ausgiebig geäußert. Jetzt kommen die Konsequenzen daraufhin, Rückfragen, Erläuterungen, Tipps, Ratschläge, das ganze Programm.
Ich mag den Begriff 'toxischer Mensch' nicht, er ist nicht giftig durch und durch, es gibt Anteile die, die Situation vergiften können, das gibt es gelegentlich in jeder Familie und in jedem zwischenmenschlichen Kontakt. Es gibt gute und schlechte Gefühle und beide gehören zum Leben dazu.
Ich bin als junger Mann mit 17 von den Eltern ausgezogen, weil es nur Ärger und Streit gab. Ich sehe mich als schwarzes Schaf der Familie, aber das ist lange her. Mit 25 habe ich räumlich losgelassen und bin weit weg gezogen. Heute bin ich 60 und das Thema Herkunftsfamilie ist lange gelöst, ich lebe selbstständig und habe Menschen um mich, die ich mir selber ausgesucht habe. So ist innerer Frieden möglich und das führt zur Gelassenheit im Alter.