Liebe Hallo78
Du bist noch sehr jung und noch im Werden begriffen. Es gibt für junge Menschen wie Dich noch viel zu lernen.
Zwei von diesen Dingen sind Takt, bzw. Diplomatie/Achtsamkeit im Umgang mit meinen Mitmenschen.
Unsere 5 Sinne sind dazu da unsere Umgebung wahrzunehmen und unsere Gefühle sind Abbild unserer Innenwelt, die auf unseren bisherigen Erfahrungen beruht. Unser Zentralnervensystem formt uns diese Wahrnehmungen zu einem Gesamtbild, um die Lage einzuschätzen in der wir uns gerade befinden. Dieses Gesamtbild ist dan das was uns ein Gefühl für die Lage gibt. Dies können angenehm sein aber auch unangenehm wie in Deinem Fall, wo Du die Ablehnung Deines Umfeldes spürst/fühlst.
Unser Bewusstsein gibt uns ein stetiges Feedback für unsere Wahrnehmungen was in der Umwelt passiert. Auch für die Wahrnehmung wie die anderen auf uns reagieren, z.B. bezüglich unseres Auftritts in der Begegnung mit den anderen. Aus diesem Bewusstsein heraus agieren und reagieren wir auf das wie die Umwelt auf unsere Worte und Taten reagiert. Nach und nach adaptieren wir unser Verhalten so, dass wir uns an die geschriebene wie insbesondere die ungeschriebenen Gesetze der Gruppe halten und so zu einem anerkannten wie geschätzten Mitglied der sozialen Gemeinschaft heranreifen, der wir angehören (wollen). Lernen wir die „Go‘s“ und „No Go‘s“ innerhalb der sozialen Gemeinschaft zu verinnerlichen, um angemessen am sozialen Leben teilhaben zu können.
Hier könnte ggf. Dein Engpass liegen. Denn wenn Du erwartest, dass die anderen Dich vorbehaltlos so nehmen wie Du nun mal bist, dann müsstest Du auch die anderen vorbehaltlos so nehmen wie sie sind. Ohne Wenn und Aber. Auch ihren Widerstand gegen Dich als Teil ihrer Persönlichkeit akzeptieren die/wie sie nun mal sind

Etwas von den anderen zu verlangen das man selbst nicht zu geben bereit ist…. das könnte und wird in der Tat schwierig werden und zu unausweichlichen Reibungen führen.
Ich persönlich habe mir schon in jungen Jahren zur Angewohnheit gemacht, bei einem verletzenden Feedback wie Du es ja offensichtlich oft bekommen hast, nachzufragen, was denn nun der wirkliche Auslöser dafür war.
Das löste, so meine Wahrnehmung, stets zwei Prozesse aus.
1. Bei mir selbst, dass ich erfahren habe, bzw. durfte, was genau ich ggf. nicht so gut gemacht, mit meiner Äußerung ggf. ich selbst, unbewusst zuerst bloßstellend, arrogant oder gar verletzend war, eben ohne mir vorher darüber Gedanken gemacht zu haben was ich mit meinen unreflektierten Worten oder Taten dem anderen jetzt zumute u./o. in ihr/ihm auslösen könnte.
2. Beim anderen, dass er spürt, dass es mir nicht recht ist, eine gewisse Reue für meinen vermeintlichen, mir unbewussten Fehltritt vorhanden ist und das Bestreben das meinerseits wieder gerade zu rücken. Dies auch als Wertschätzung ankommt, dass die Person meines Gegenübers wie dessen Meinung/Haltung mir wichtig ist.
Nietzsche sagte einmal: „Sag was ist Dir das menschlichste? Jemandem Scham ersparen!“
Vielleicht trifft Deine Extrovertierheit nicht überall auf Gegenliebe, wird u.U. als übertrieben Selbstdarstellung gewertet was immer gerne den Unmut des Umfeldes auf sich zieht. Menschen die allzu sehr von sich überzeugt sind kommen bei den anderen meist nicht so gut an. Die meisten Menschen schätzen es sehr wenn man ihnen stets auf Augenhöhe begegnet.
Vielleicht hilft es die Situation und auch Dich wieder zu entspannen, Dich auch mal etwas zurück zu nehmen, gut zuzuhören wenn die anderen sprechen und sich auf die anderen, ihre Gedanken und Gefühle, Sorgen und Nöte einzulassen.
Es gibt (leider) immer mehr, viel zu viele Menschen die immer nur reden und immer weniger Menschen die bereit sind und die Geduld haben den anderen aufmerksam zuzuhören.
Was hältst Du von diesen meinen Gedanken?
Viele liebe Grüsse und mit meinen besten Wünschen für neue und gute Beziehungen
💝 Achtsamkeit