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W

where.there.is..
Gast

Ist jemand von euch eigentlich nicht therapierbar? Wenn ja, aus welchem Grund?

15.05.2013 #1


72 Antworten ↓
W

where.there.is.light
Gast

Zitat von Chihuahua Love:
Zitat von where.there.is.light:
Oo Du musst schon richtig lesen.

Du wolltest Sachlichkeit, bitte auch selbst bieten!


Was hat es mich sachlich oder nicht sachlich zu tun, wenn du offenbar nicht richig gelesen hast?
Ich hatte geschrieben das ich beim Psychater war, Medis bekommen hab und du fragst ein Post später von wem ich denn die Medis hatte, wenn nicht vom Psychater. Die Frage hättest du dir einfach sparen können, wenn du wie gesagt richtig gelesen hättest.

______________________________
Zitat von Avalon:
Was bringt es eigentlich,wenn man sich selbst als nicht therapierbar betrachtet?
Dient dies dem Selbstmitleid, als Ausrede keinen neuen Versuch zu wagen oder welchen Nutzen hat man von solch einer Einstellung?

Ich frage nur, weil ich persönlich nicht therapierbar bin, weil ich mit meiner sozialen Angststörung einfach zu keinen Arzt oder Psychologen gehen kann - dafür habe ich 1000 Gründe Wink . Aus dieser Erfahrung weiß ich aber, dass solche Gedanken meist viel mit Selbstmitleid oder Angst zu tun haben, oder einfach eine Ausrede darstellen, um nicht an den eigenen Problemen arbeiten zu müssen.
Besonders das Selbstmitleid ist dabei wohl oft ein Grund, weil man sich dann so schön leicht weiter im eigenen Elend wälzen kann - jedenfalls war dies bei mir früher so.



Mich haben alle Psychologen und Psychater bei denen ich war, als nicht therapierbar deklariert! Die Idee "nicht therapierbar" zu sein, ist also nicht in erster Linie meine "Idee" gewesen. Ich sagte nur, ich halte mich selber ebenfalls für mindestens sehr schwer therapierbar da ich mich auf keine Thera einlassen kann. Mein Misstrauen und Selbstschutz verbietet mir das und das gehört zu meinem Krankheitsbild.
Ich wollte in diesem Thread nur fragen wer ein ähnliches Problem hat und wie die Leute damit umgehen. Es geht hier also keines Wegs um Selbstmitleid. Oo Ich würde hier sicher nicht fragen wie andere damit umgehen, wenn ich mir nicht helfen wollen würde. Das widerspräche sich. Und dann wär ich sicher auch nicht hier im Forum angemeldet. Oo

14.05.2013 19:00 • #71


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A


Nicht therapierbar

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U

Urifda
Gast

Also zu der Thematik mit den negativen Erfahrungen mit Ärzten und Psychotherapeuten bzw. Psychiatern fällt mir eine Sache ein:

Ich mache ja gerade mein Abi - und da ist es für viele einfach nur wichtig, einen guten Schnitt zu haben. Vor allem wenn man dann eben sowas wie Medizin oder Psychologie studieren möchte.
Da gibt es dann aber oft so Leute, die in der Schule super gut sind, vielleicht nen Schnitt von 1,2 haben, dann Medizin studieren, aber in Sachen "soziale Kompetenzen" eigentlich nicht die richtigen Vorraussetzungen haben, um (ein guter) Arzt zu werden. (Manche sind nichtmals besonders gut in Naturwissenschaften, scheitern dann aber im Zweifelsfall im Studium)
Dann gibt es wiederum Menschen, die schon lange wissen, dass sie Arzt werden wollen - und zwar wegen der Tätigkeit an sich und nicht nur wegen des hohen Ansehens und den guten Verdienstmöglichkeiten - und durchaus auch dafür geeignet sind, dann aber (zumindest vorerst) daran scheitern, dass sie "nur" einen Schnitt von 1,6 haben.
Dann müsste man entweder einige Jahre aufs Studium warten oder ins Ausland gehen - manche "geeigneten Leute" schreckt sowas ab.
Ist bei der Psychologie ähnlich - viele finden das Fach total spannend, haben aber gar nicht das nötige Einfühlungsvermögen ...

Also ich hatte mal ein paar Sitzungen (als Überbrückung) bei einer "Psychotherapeutin in Ausbildung" - die war total nett und hatte aus meiner Sicht im Grunde auch den richtigen Job - nur wirkte die auf mich etwas naiv und irgendwie "zu gut drauf" - da hab ich mich gar nicht getraut, was negatives zu erzählen ^^ - aber gut, lag vllt an ihrer mangelnden Erfahrung.

15.05.2013 12:06 • #72


Zum Beitrag im Thema ↓


R
ich !

iihhh

bei mir ist es ja so daß ich nicht an Ängsten leide sondern "nur" an Depressionen, diese werden meisten ausgelöst durch Konflikte die mich umhauen. meist sind das Situationen in denen ich ein Problem mit anderen Menschen habe, also zB wenn ich (mal wieder bzw in dem Fall schon WIE IMMER) von meier Familie wie der letzte Dreck behandelt werde oder wenn ich mich (auch mal wieder) über die arogante , selbstgerechte Art meines Ex-Freundes ärgere.

meist bin ich normal aber wenn ich in so einer Phase bin bin ich zu nix zu gebrauchen. außer meine Tiere versorgen geht dann bei mir garnix. ich weine tagelang und kümmer mich weder um mich och um mein Leben.

meine Kindheit war einfach nur der Alptraum und meine früheren Erfahrungen mit Männern auch. dadurch bin ich so geworden. das hat mich emotional alles so geprägt dass ich quasi seit 21 Jahren jetzt schon an Depressionen mittelschwerer Art immer wieder erkranke (jetzt bin ich 36).
ich bin quasi nicht therapierbar da diese Erfahrungen nicht aus meinem Hirn auszulöschen sind und ich (mal mehr, mal weniger) immer wieder im Leben in Situationen geraten kann in denen ich wieder rückfällig werden und depressiv werden kann.

ist auch schwer zu beschreiben wenn man nicht drin steckt,
ich denke aber trotzdem daß man versteht wie ich es meine.

#2


W
Hach ja. Ich hab auch so tolle atypische Depressionen. Die gelten auch als nicht therapierbar.
Wie schaffst dus damit zu leben? Bei dir scheint es vllt nicht so schlimm zu sein? (also im Vergleich zu meinen vllt)

#3


R
es scheint nur nicht so schlimm zu sein, wenn es da ist dann ist es schlimm. sehr schlimm sogar. aber das ist zum Glück nicht immer und die guten Phasen (also auch jetzt) genieße ich und gebe Vollgas. der näxte Tiefpunkt steht immer vor der Tür. Frage ist nur wann er reinkommt
.... wie ich es schaffe damit zu leben .... wenn es da ist schaffe ich es gar nicht. wenn es nicht da ist ha ich mich damit arangiert daß es irgendwann wieder kommt.
und zum Thema nicht so schlimm: ich hab aufgrund meiner psychischen "Macke" einen GdB von 60%. den bekommt man auch nicht für nix. leider.

#4


W
Ich habe verschiedene Therapien in den letzten Jahren durchlaufen. Langzeit Psychotherapie, zwei Jahre lang, jahrelang verschiedene Antidepressiva genommen...hat wenig bis gar nichts genutzt.

Die traumatischen Kindheitserlebnisse waren zu gravierend.

Habe die Angststörung und die zeitweise dadurch ausgelösten Depressionen als Teil von mir selbst akzeptiert.

#5


W
Das mit dem Gdb ist ja auch... :S Wie ist der bei dir zustande gekommen wenn man fragen darf?

Hm ihr scheint die Depressionen ja nur zeitweiße zu haben? Ich hab nur eher kurzzeitweiße mal halbwegs normale Phasen. Für ein paar Wochen oder bestenfalls für ein paar Monate auf einige Jahre gerechnet...
Ich akzeptiere das auch als Teil von mir selbst, aber ich finde absolut keine Lebensbejahendeeinstellung. Selbst nicht in den guten Phasen. Daran zerbrechen mehr und mehr zwischenmenschliche Kontakte weil das keiner nachvollziehen kann und alle überfordert. Ok, ich kann dafür nicht nachvollziehen wozu man leben wollen sollte... gleiches Recht für alle ^^ aber ist nur schade, dass sich immer so viele abwenden anstatt es einfach auch zu akzeptieren.

#6


Peppermint
Ich denke mir ich bin auch nicht therapierbar....habe es aber auch noch nicht versucht...

So wie es jetzt läuft ist es gut....gibt ,gab aber auch schon Phasen da wäre ich morgens am liebsten im Bett geblieben und habe mir schon Gedanken gemacht ,wie ich mich am unblutigsten um die Ecke bringe... stirnrunzeln

Es mùsste wohl jemand mit einem großen Radiergummi kommen um Kindheitserinnerungen und einige schlimme Dinge danach weg zu bekommen...

#7


B
Hallo

Es gibt Fälle, so auch meiner, wo ein Therapieziel nicht mehr Veränderung
oder gar "Heilung" sein kann, sondern in der dauerhaften Akzeptanz der
Dinge/Problematik/Krankheit besteht.

Natürlich verliert man bei dieser Therapie seine letzten sozialen Kontakte,
denn man gilt nun als Pessimist der aufgegeben hat, man passt nicht mehr
in das Bild unserer rosaroten Scheibenwelt.

Aber man gewinnt wieder etwas Ruhe und Lebensqualität zurück, indem
man den Kampf gegen sich selbst beendet, und JA zu sich sagt. Und mit
dieser Ruhe mildert man auch seine Ängste oder Depressionen.

Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

#8


Chihuahua-Love
Bin auch nicht therapierbar, da ich ein Kindheitstrauma habe und nie Urvertrauen entwickelt habe, also bei mir kann nichts "abgerufen" werden, was noch nie da war. Ich kann nur versuchen, im Hier und jetzt das Beste daraus zu machen....los werde ich meine Angst nie.

@Der Beobachter
So in der Art wurde es mir auch erklärt.

#9


W
Sagen wir so, wäre meine Umwelt anders, hätt ich nur halb so viele Probleme mit den Depressionen.
Meine Akzeptanz mir gegenüber bringt mir leider nichts in Punkto Arbeit und erträgliches Leben bisher.

@Chihuahua: Ja Urvertrauen fehlt mir wohl auch, bei meinem ausgewachsenen Misstrauen.

#10


Chihuahua-Love
Urvertrauen wird in ganz füher Kindheit geprägt....ist da was schiefgegangen, kannst Du nur noch Symptome ausmerzen...beim einen mehr, beim anderen weniger. Ich weiß, das ich nur kämpfen kann.

#11


Peppermint
Die Umwelt kannst du nicht ändern.... stirnrunzeln nur dich selbst ...bei bestimmten Denkweisen..

Ich hatte wohl noch das Glück das ich die ersten Jahre meiner Kindheit bei meiner Großmutter liebevoll aufgewachsen bin...so habe ich ein wenig von allen ab bekommen....

#12


W
Ist nicht so, dass meine ersten Jahre nicht irgendwie liebevoll oder so gewesen wären. Ich war auch nie alleine und entweder bei meinen Eltern oder bei meiner Oma. Aber irgendwie^^ Ich hab es ja von meiner Seite aus abgelehnt zb mit meinen Eltern zu kuscheln oder mich knuddeln zu lassen oder so.

Ja Einstellungen ändern ist schön und gut... aber ehrlich, wenn ich das würde, würde ich mich in gewissen Bereichen selbst belügen.. und da ich das weiß, kann ich das nicht tun, weshalb es recht schwer ist einige Einstellungen zu ändern..

#13


Chihuahua-Love
Ich glaube nicht, das es was bringt "Einstellungen" zu ändern...die Angst kommt ja aus dem Unterbewußtsein, unseren Gefühlen.

#14


W
Also mein Hauptproblem ist ja nicht die Angststörung, die ist ja eher nur so ne neue Begleitsymptomatik. Aber ja, die Einstellung zum Leben zu verändern würde daran auch nicht wirklich was ändern^^

#15


Dubist
Ich nerv die Theras leider nur, deshalb mußte ich auch meine letzte Therapie abbrechen.
Meinen SChrott will sich eben keine anhören.
Ich kanns verstehen, aber mies ist deas gefühl trotzdem.
keinen Mülleimer mehr zu haben., naja

#16


Peppermint
Was ist denn dein Hauptproblem ?

Also mit Denkweisen ändern...meine ich....ob ich nun denke das Glas ist halb voll oder halb leer Very Happy bei meinen depris bringt es mir schon was....

#17

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E
Wahrscheinlich krieg ich jetzt gleich von allen Seiten eins auf die Rübe...
aber...
ich denk, solange man nicht tot ist, kann man sich immer ändern.
Geht nicht, gibt's nicht, da ist schon was dran.

#18


Peppermint
Es ist zumindestens einfacher wie zu versuchen oder zu hoffen das andere sich ändern... Rolling Eyes

#19


Chihuahua-Love
Zitat von Coonie:
Wahrscheinlich krieg ich jetzt gleich von allen Seiten eins auf die Rübe...
aber...
ich denk, solange man nicht tot ist, kann man sich immer ändern.
Geht nicht, gibt's nicht, da ist schon was dran.


Klar, kann man sich ändern....Aber Grundbedürfnisse, die in einem bestimmten Alter gefestigt werden, kann man nicht später erlernen.
Da hätte jeder Thera den ich in über zwanzig Jahren hatte, keine Ahnung....und Du, wärst reich! Mr. Green

#20


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