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B

blooming
Mitglied

Beiträge:
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1
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2
Mitglied seit:
Hey zusammen!
Ich habe zuvor noch nie einen Beitrag geschrieben und hoffe, dass das auch so richtig ist. Ich habe die Idee von meiner Therapeutin bekommen und dachte ich probiere es mal aus lachen

Ich bin derzeit Mitte zwanzig aber hab am Ende meiner Teenagejahre zu selbstverletzendem Verhalten tendiert. Es ist nun zwar Jahre her aber ich habe immernoch sehr sichtbare Narben an meinen Oberschenkeln (der einzige Bereich mit Narben).

Ich sehe einfach, dass es meinen Alltag sehr eingeschränkt, weil ich meine Narben seit Jahren versuche zu verstecken. Ich tu mich vor allem sehr schwer meine Narben in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ich bin seit Jahren nicht mehr im Schwimmbad gewesen. Ich kann mich oft nicht so anziehen wie ich möchte. Bei der Hitze gerade würde ich gerne Shorts tragen, was aber bei den sichtbaren Narben das erschwert.

Ich tu mich auch schwer meine Narben generell zu akzeptieren. Es gibt Momente, wo ich sie hasse und andere Momente, wo ich verstehe, dass ich das damals macheb musste, um zu überleben. aber meistens bin ich sehr frustriert.

Meine Frage an alle, die ihre SV-Narben akzeptiert haben oder auf dem Weg sind diese zu akzeptieren. was hat euch geholfen? Was für Gedankengänge, Bücher, Erfahrungen, Erkentnisse, Menschen? Ich würde gerne mal durchlesen, was euch geholfen hat. Ich kenne niemanden aus meinem Umfeld mit SV-Narben.

Ich würde gerne meine SV-Narben akzeptieren. Ich weiß nur nicht wie. ich bin offen und gespannt auf die Infos.
Danke euch im Voraus!

02.08.2026 #1


19 Antworten ↓

S
@blooming
Hey, den ersten richtigen und wichtigen Schritt hast du gemacht. Körperliche Narben beeinflussen häufig das Selbstbild, das Wohlbefinden und die Psyche stark. Akzeptanz bedeutet, die Narben als Teil der eigenen Lebensgeschichte anzunehmen, statt sie als Makel zu bekämpfen. Dieser Prozess braucht Zeit und bewusste Schritte im Alltag: Die Narben bewusst berühren und eincremen z.B., um die Regionen wieder in das eigene Körperschema zu integrieren; die Narbe nicht als Fehler, sondern als Zeichen von Überwindung und Heilung sehen; Vergleiche mit idealisierten Bildern stoppen und den Fokus auf die eigenen Stärken richten. Und ja, natürlich auch Menschen, die bedingungslos an deiner Seite stehen 💯 Alles Liebe für dich!

x 1 #2


A


Narbenakzeptanz - was hat euch geholfen?

x 3


B
@Soulmate_2026
Hey!
Danke dir für die schnelld Anwort. Ich finde vor allem die Idee meine Narben bewusst zu berühren oder einzucremen interessant... ich würde das mal ausprobieren, da ich eher dazu tendiere sie zu verstecken (also nicht anzuschauen oder wahrnehmen zu wollen)

#3


Sonja77
Hallo 🙋‍♀ herzlich willkommen hier im Forum ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch hier

Ich hoffe ich darf hier etwas dazu schreiben auch wenn all meine Narben und es sind sehr viele sehr sichtbare keine SV Narben sind

Meine Narben entstanden einerseits durch erlebtes in meiner Vergangenheit und zweitens durch einige Not OPs
Ich habe eigentlich fast überall Narben
Arme Beine Füße Bauch Kopf Hals Gesicht Hände
Zum Glück ist wenigstens die im Gesicht kaum sichtbar alle anderen schon

Ich hasse meine Narben nicht und ich verstecke sie auch nicht,ich sehe sie als den Leitfaden meines Lebens denn sie alle erzählen einen großen Teil meines Lebens sie gehören zu mir dazu und jedesmal wenn ich sie sehe denke ich mir

Danke 🙏 danke das ich noch hier bin noch leben darf und das alles überlebt habe

Ich hoffe mein Beitrag ist für dich okay

Ich wünsche dir alles Gute 🍀 und viel Glück dabei auf dem Weg dahin deine Narben als einen Teil deines Lebens zu sehen und dich vieleicht eines Tages erfreuen zu können noch hier zu sein

x 3 #4


M
Hallo, ich kann verstehen, dass dich die Narben stören, aber sie sind ein Teil von dir.
Ich habe einige Narben, ich sage es mal so, bewegte Vergangenheit. Ich habe mich in deinem Alter sehr schwer getan, irgendwann hat es Klick gemacht und habe auf einmal das getragen was ich wollte. Am Anfang waren die Blicke komisch, aber mit jedem Tag wurde es leichter. Jetzt arbeitenich mit kurzen Äemeln, ziehe mich in der Gemeinschaftsumkleide um und es macht mir nichts.

Es wird leichter wenn man die Narben als Teil ansieht und als etwas was einen stärker gemacht hat.

x 2 #5


S
@blooming
Sehr, sehr gerne. Es gibt so viele Sichtweisen dazu. Die Idee z.B. von Narben als Gold für die Seele basiert auf Kintsugi, einer alten japanischen Kunst, bei der zerbrochene Keramik mit Goldkitt repariert wird. Sie steht für Akzeptanz, innere Stärke und die Schönheit von Lebenskrisen. Du bist toll, so wie du bist - schau einfach mal genau hin 🌟

x 2 #6


B
@Sonja77

Hallo!
Danke dir für deinen Beitrag. Ich finde es interessant wie jeder anders mit diesem Thema umgeht. Danke dir auch für deine Einsicht.
Ich hoffe, dass sie da ebenfalls irgendwann landen werde.

x 2 #7


Sonja77
Ergänzend muss ich noch 2 sehr sichtbare Narben erwähnen die ich ganz vergessen hatte
Brustkorb Schulter

#8


B
@MorpheusM
Danke für die Antwort! Weißt du warum bzw. wann es bei dir Klick gemacht hat?

#9


Sonja77
Zitat von blooming:
@Sonja77 Hallo! Danke dir für deinen Beitrag. Ich finde es interessant wie jeder anders mit diesem Thema umgeht. Danke dir auch für deine Einsicht. ...

Das wirst du ganz bestimmt und vielleicht ist meine Sicht ja nicht die richtige für dich und du findest eine die besser zu dir deinen Narben und deinem Leben passen

#10


boomerine
Narben egal welcher Art sind eine Prägung von unseren Leben
Bewußt oder unbewusst

x 2 #11


M
Ich glaube als ich mehrfach im Sommer angesprochen wurde wegen langer Kleidung. Es war initial trotz und als ich dann offen gezeigt habe machte es Klick und habe verstanden das es zu mir gehört und gut so ist

x 2 #12


Logo
Ich habe eine Narbe über der linken Augenbraue von einem Sturz.
Was soll ich sagen, meine Frau findet sie sehr attraktiv und anziehend.
Damit ist das Thema für mich erledigt und abgehakt.

x 1 #13


S
Moin 🙂
Das muss man aber differenzieren. Der erhebliche psychische Unterschied zwischen Narben durch Selbstverletzung und Narben nach einem Unfall liegt in der Absicht der Handlung, der emotionalen Vorgeschichte und der inneren Bedeutung der Narben. Narben durch Selbstverletzung sind sichtbare Zeugen eines psychischen Leidensdrucks oder vergangener Krisen. Die Narben eines Unfalls erzählen eine ganz andere Geschichte. Beispielsweise von einem äußeren Schicksalsschlag oder Abenteuer, ohne die psychische Komponente der Selbstbestrafung oder inneren Not. Das ist bei der Bewältigung und dem Umgang damit, extrem wichtig zu beachten.
Liebe Grüße 👋

x 3 #14


-juli
Ich hatte eigentlich lange kein Problem mit meinen eigenen Narben, bis ich immer wieder Stigmatisierung erlebt habe und seitdem fühle ich mich damit unwohl. Wenn man jemals erlebt hat, wie man gleich in die "Boderline"-Richtung eingeordnet wurde, obwohl man selbst nicht betroffen ist, denn ist das frustrierend und grade im medizinischen Kontext habe ich mich durch meine Narben in einigen Situationen weniger ernst genommen gefühlt. Meine Narben sind nur noch sichtbar, wenn man sich meine Arme und Beine wirklich aus direkter Nähe ansieht und werden glücklicherweise immer unauffälliger. Ich sehe sie mehr als alle anderen und früher war es genau umgekehrt und ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht. Leider habe ich auch schon erlebt, dass Fachpersonen nach sehr wenig Zeit deshalb gleich von "Boderline" ausgegangen sind, dabei gibt es auch so viele andere Erkrankungen, die zu dem Verhalten führen. Dahingehend habe ich in den letzten Jahren aber deutlich bessere Erfahrungen machen dürfen.

Ich glaube auch, dass es damit zusammenhängt, dass ich das Kapitel, in dem das alles passiert ist, aus heutiger Sicht nicht für immer nach Außen tragen möchte, aber umgekehrt war es damals eine Bewältigungsstrategie.

#15


Windy
Meine Hüftoperationsnarbe aus der Kindheit hat mich nie gestört und andere auch nicht und die ist riesig, etwa 25 cm lang wo man noch die Querstiche sieht und an prominentester Stelle. Im Gesicht hab ich auch noch paar, deutlich sichtbar, aber wenn die meine größte Sorge wären, dann wäre ich sehr glücklich. Heißt sie stören mich nicht, haben es noch nie.

x 2 #16


Samishi
Für meine SVV-Narben habe ich mich lange geschämt und sie versteckt. Irgendwann war ich es leid, auch im Sommer lange Ärmel tragen zu müssen, und habe einfach keinen Pullover mehr angezogen. Es hat seine Zeit gebraucht, aber ich habe immer mehr gemerkt, dass das größte Problem dabei mein eigener Kopf war.

Das Einzige, was in diesem Zusammenhang wirklich hilft, sind neue positive Erfahrungen, die die eigenen Gedanken widerlegen.

x 2 #17

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-juli
@Samishi ich denke auch, dass es mit der Zeit wieder besser wird. Ich finde es auch krass, dass sie mir selbst so viel mehr auffallen...

#18


Elly79
Ich habe am Unterarm ein paar Narben aufgrund von Zig. die ich mir dort ausgedrückt habe. Ich war 15 und naja hatte eine nicht so schöne Phase.

Habe diese nie versteckt, mich haben sie einfach nicht gestört. Kann gar nicht sagen warum nicht. Mittlerweile sieht man sie auch nur noch leicht.

Ich habe noch eine sehr große Narbe von meiner Herz-OP unter der Brust, hat mich auch nie gestört, auch wenn ich Partner anfangs vorgewarnt habe.

Narben erzählen eine Geschichte, man muss nur sehen ob man mit dieser irgendwie zurechtkommen kann bzw diese dann so sein Leben einnehmen lassen möchte.

Egal wie jemand aussieht, Narben, Cellulite, dick, dünn, Sommersprossen, Leberflecke und was weiss ich, darf und soll anziehen was man möchte. Körper bewerten ist eh daneben. Also Kopf hoch, Brust raus und kurze Hosen an.

x 3 #19


Cornelie
Zitat von Elly79:
Körper bewerten ist eh daneben. Also Kopf hoch, Brust raus und kurze Hosen an.

Das passt irgendwie zu meinen Narben.
Ich habe mir als Kind die Sehne in einem Knie durchtrennt .
Dieses Knie umfasst seitdem eine Narbe. Kpl. Sieht aus wie ein Hufeisen.
Ein paar Jahre später bei einem Fahrrad Unfall wurde mein anderer Oberschenkel stark beschädigt die Narbe ist Y förmlich.

Meine Schwestern und meine Mutter waren lange der Ansicht.

Miniröcke und Shorts wären für mich tabu.
Für mich war das nie ein Ausschlusskriterium.

Messernarben am Arm und Handknöchel sind lange verheilt und im Laufe der Jahre nicht mehr sichtbar

#20


A


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