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Ich glaube das es gerade ein schlechter Zeitpunkt ist zu reduzieren, abzusetzen.

Ich habe dies im Februar d. Jahres gemacht. War im Mai bei 6 Tropfen Escitalopram. Ab 19.05. dann der komplette Zusammenbruch und ab da krank geschrieben. Ich wollte auch unbedingt ohne AD sein, hab aber die Umstände in denen ich war nicht bedacht.

Sprich mit deiner Ärztin, findet eine gemeinsame Lösung.

@Greta__
Ja ich glaube es langsam auch. Von den 60 mg runter war noch okay, aber ganz weg? Damit nehme ich mir dann wahrscheinlich doch eine wichtige Stütze weg, die ich momentan brauche, aber nicht bewusst merke, dass ich sie durch das Medikament habe.
Werde definitiv nochmal mit meiner Ärztin sprechen. Will ja nicht wieder noch instabiler werden. Offizieller nächster Termin ist erst im Oktober, aber glaube ich muss vorher schon das Thema Medikamente in den Griff bekommen, sonst vergeht wieder so viel Zeit mit Nichts tun.

Nichtsdestotrotz habe ich nächste Woche auch nochmal einen Termin bei einer Heilpraktikerin zur Beratung, was sie mir evtl noch empfehlen/anbieten kann. Ihre Website klang vielversprechend und auch die Preise waren bei ihr in Ordnung und weit weg ist die Praxis auch nicht.

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Gefühlschaos - machen es die Medikamente schlimmer?

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Das hört sich nach einem Plan an

Ich dachte auch das mir das Escitalopram nicht wirklich hilft und wollte es absetzen, allerdings ohne mit dem Arzt zu reden ‍️ Ich denke das mir das den Todesstoß gegeben hat.

Ich habe dann mit meiner Psychiaterin gesprochen und sie sagte das ich wieder erhöhen soll.

Jetzt bin ich bei 15 mg, der Antrieb ist aber nicht da. Mal gucken was sie in der Tagesklinik dazu sagen.

Heilpraktikerin war ich auch, allerdings hat diese die gleichen Blutwerte wie der Arzt genommen und sagte auch das ich das AD weiter nehmen soll sowie die Hormonersatztherapie.

Mir hilft leider gar nichts davon bei meiner Erschöpfung und die ist für mich der Endgegner. Da hoffe ich sehr auf die Tagesklinik.

Ich kann sehr gut nachvollziehen das du bis Oktober, wenn du in die TK gehst, nicht Stillstand möchtest und nicht instabiler wirst.

Evtl. kannst du mit einer Online-Therapie bis dahin überbrücken oder einer Selbsthilfegruppe?

Guck mal hier:

https://hellobetter.de/?utm_source=goog...gI8NvD_BwE

Das geht sehr einfach, Rezept vom Arzt und dann kannst du dort anfangen.

@Greta__
Antrieb habe ich leider auch so gar nicht mehr und das macht es im Alltag wirklich schwer, weil jede kleine Hürde zu viel ist. Ist bei mir auch so, dass ich da viel Hoffnung in die Tagesklinik setze.

Danke für den Tipp, tatsächlich nutze ich sowas schon, nachdem ich bei meiner Psychiaterin nachgefragt hat, hat sie mir Deprexis verschrieben. Hat einige interessante Denkanstöße, aber ist auch irgendwie mühselig sich mit den Themen auseinander zu setzen (u.a. viel zu lesen). Vieles ist mir sozusagen fremd, aber ich hätte wohl das ein oder andere Problem nicht, wenn mir diese Themen leicht fallen würden deswegen finde ich es irgendwie gut, aber ich muss mir auch Zeit und Freiraum dafür nehmen.

Eigentlich hätte ich auch in einer Ambulanz bei ner netten Therapeutin noch ein paar Akutstunden zum überbrücken, aber die Therapeutin ist schon länger krank und so wurde mir sowohl der Termin im Juli, als auch der im August abgesagt und ich weiß nicht, wann sie wieder einen neuen vergeben können ‍️

Zitat von sandracookie:
@Greta__ Antrieb habe ich leider auch so gar nicht mehr und das macht es im Alltag wirklich schwer, weil jede kleine Hürde zu viel ist. Ist bei mir ...

Ich hatte HelloBetter auf Rezept bekommen und fand es sehr gut, aber ähnlich wie bei dir: Man muss dran bleiben, lesen etc. und da bin ich untergegangen.

Für mich ist auch alles anstrengend und ich fühle mich fast immer überfordert. Das ist ein schreckliches Gefühl und da möchte ich ran, damit es besser wird.

Haben die in der Akutsprechstunde keine Vertretung? Das ist ja richtig schei**e für dich.

@Greta__
Für mich ist das Umsetzen im Alltag dann auch immer die Königsdisziplin, was man liest, klingt immer gut und sinnig, aber dann auch wirklich regelmäßig etwas zu verändern und dranzubleiben, ist etwas an dem ich regelmäßig scheitere.

Das glaub ich dir, ich kenne solche Phasen leider auch zu gut.

Ich glaube nicht, es gibt zwar einige andere Therapeuten da, aber ich vermute die sind ebenfalls voll und haben ne lange Warteliste. Ist halt echt schade für mich, weil die Gespräche mit der Therapeutin auch bisschen geholfen hatten.
Klar sie kann nichts dafür, auch sie ist nur ein Mensch, der auch krank werden kann, aber für mich war es leider ein echt ungünstiger Zeitpunkt und ich bin es langsam leid, dass damit die Suche und das rum telefonieren wieder von vorne los gehen.

Ja, bin da absolut bei dir. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt.

Du weißt ja aus meinem Thema wie es mit dem Therapeuten respektive seiner Ausbilderin ist. Wahrscheinlich muss ich auch wieder auf die Suche gehen.

Jetzt in der TK muss ich auch wieder bei Adam Eva anfangen, das stresst mich schon im Vorfeld. Man verliert auch Geduld, zumindest geht es mir so. Ich möchte Fortschritte sehen, voran kommen, zurück ins Leben und immer wieder neu anfangen ist anstrengend. Ich vermute das es bei dir ähnlich ist, oder?

@Greta__
Ja ist es! Du sprichst mir aus der Seele!
Viele Therapeuten können immer nur ein Einzelgespräch oder Erstgespräch anbieten, wenn sie sich überhaupt zurück melden, nach dem man ihnen auf den AB gequatscht hat, aber ab wann dann feste Termine möglich sind, weiß keiner und da denk ich mir auch: Soll ich denn jetzt wirklich bei x Therapeuten meine Lebensgeschichte in Kurzfassung erzählen nur um Ende doch gesagt zu bekommen, dass sie mich nicht dauerhaft behandeln können?
Für die TK wird das für mich auch eine Überwindung alles von neu zu erzählen, aber ich hoffe, dass ich da dann wenigstens etwas voran komme, weil man zumindest mehrere Wochen mit denselben Leuten zu tun hat. Eine Ursache, warum ich aktuell schon länger krank bin, ist ja auch mein Arbeitsplatz und was da alles gelaufen ist. Die Sachen belasten mich trotz Abstand immer noch, deswegen merke ich eigentlich, dass ich sie aufarbeiten muss, nur ist das alleine ohne therapeutische Hilfe so gut wie unmöglich und einfach Arbeitsplatz wechseln ist auch so ne Sache, wenn man dann nicht aufgearbeitete Altlasten mit nimmt. Aber ewig krank schreiben ohne entsprechende Behandlungen, ist auch keine Option, weder für meine Lebensqualität, noch für meine finanzielle Situation.
Es ist manchmal echt nur frustrierend und zum Mäuse melken.

Du sprichst mir so aus der Seele!

Ich habe auch im letzten Job nur Mist erlebt: Mobbing, Bossing, ich sollte Fehler von Kollegen aus 2023 korrigieren, welche das Unternehmen bereits verlassen hatten, ich keine Infos hatte usw. und ich habe nicht die Notbremse gezogen. Hinzu kam das reduzieren vom Escitalopram, Probleme aus meiner eigenen Kindheit und das Ende vom Lied: Hast du ja gelesen mit dem neuen Job.

Ich möchte nicht mehr Energie verschwenden für Dinge, die mich nicht weiter bringen, 1:1 das was du geschrieben hast.

@Greta__
Ja das klingt wirklich sehr ähnlich mit meinen Erfahrungen.
Einerseits nicht schön, dass es mehreren so geht, aber andererseits gut, dass man sich hier dadurch austauschen kann, dann kann man sich gegenseitig die Daumen drücken, dass es jetzt doch endlich mal voran geht

Update:
Letzte Woche habe ich noch nichts erreicht bei meiner Psychiaterin, aber morgen Abend habe ich einen telefonischen Termin zum Besprechen, wie es weiter geht. Ich werde wahrscheinlich ein anderes Medikament versuchen.

Ich bin jetzt so ca. eine Woche nur noch bei 30 mg Duloxetin - aber es ist sehr schwierig - die körperlichen Symptome haben wieder nachgelassen und sind okay, bis auf permanente Kopfschmerzen im Stirnbereich und Müdigkeit, ansonsten null Antrieb, bin traurig oder komplett emotionslos, habe hoffnungslose Gedanken, dass ich nie wieder Glück und Freude empfinden können werde und nie wieder stabil werden kann - und das zu einem Zeitpunkt, wo sich viel positives ergeben hat in meinem Leben.
Dass ich die positiven Dinge nicht genießen/wahrnehmen kann, verursacht einen unglaublichen Druck bei mir.
Es zerreißt mich, wenn mein Mann versucht mich liebevoll aufzuheitern, mir kleine Erfolge aufzeigt in der Hoffnung auf ein ehrliches Lächeln und alles, was ich sagen kann, ist, dass es nicht geht und ich es nicht erzwingen kann. Letztendlich bin ich dann nur kurz davor erst recht wieder in Tränen auszubrechen...

Dadurch entsteht ständig die Frage nach dem Warum?
Warum bin ich nicht glücklich?
Was brauche ich denn noch dazu?
Warum fühlt sich alles sinnlos an?
Ich habe so vieles, wofür ich dankbar sein kann, mir geht es im Vergleich echt (noch) gut. Ich habe ein Dach über dem Kopf, muss nicht hunger leiden, erlebe keinen Krieg im eigenen Land etc. pp.
Klar kann ich trotzdem Probleme haben und darunter leiden, aber das, was ich empfinde, passt in dem Ausmaß nicht zur Realität und dennoch fällt es schwer diese Empfindungen zu ändern und überhaupt erstmal zu akzeptieren, dass es so ist.
Mein Mann sagt ich soll mir Aufgaben/Ziele setzen, einfach mal machen, was mir gut tut, aber selbst wenn ich plane, scheitert es jedes einzelne Mal an der Umsetzung. Ich habe momentan so viel Freiraum und Zeit Dinge zu tun, die gut tun würden, die helfen würden und bekomme es einfach durch diese Antriebslosigkeit und dem Glauben es sei sinnlos nicht hin.
Ein weiterer Gedanke, der mich extrem blockiert, ist Angst vor Überforderung/Versagen.
Ich habe in der Vergangenheit oft meine Grenzen ignoriert und war im anderen Extrem (also statt Nichts tun und Antriebslosigkeit ein getrieben sein und aktiv sein, bis zum Umfallen). Letztendlich hat eine Überförderung in der Vergangenheit dazu geführt, dass ich in einem ähnlich schlechten Zustand war, wie jetzt auch und da wollte ich nie nie wieder hin und hier stehe ich, wieder bei Null, wieder in einer Situation, wie ich sie nie mehr erleben wollte und bin nur noch frustriert und genervt, dass es immer noch eine Ewigkeit bis zur Tagesklinik dauert (21.10.25).

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