Update:
Letzte Woche habe ich noch nichts erreicht bei meiner Psychiaterin, aber morgen Abend habe ich einen telefonischen Termin zum Besprechen, wie es weiter geht. Ich werde wahrscheinlich ein anderes Medikament versuchen.
Ich bin jetzt so ca. eine Woche nur noch bei 30 mg Duloxetin - aber es ist sehr schwierig - die körperlichen Symptome haben wieder nachgelassen und sind okay, bis auf permanente Kopfschmerzen im Stirnbereich und Müdigkeit, ansonsten null Antrieb, bin traurig oder komplett emotionslos, habe hoffnungslose Gedanken, dass ich nie wieder Glück und Freude empfinden können werde und nie wieder stabil werden kann - und das zu einem Zeitpunkt, wo sich viel positives ergeben hat in meinem Leben.
Dass ich die positiven Dinge nicht genießen/wahrnehmen kann, verursacht einen unglaublichen Druck bei mir.
Es zerreißt mich, wenn mein Mann versucht mich liebevoll aufzuheitern, mir kleine Erfolge aufzeigt in der Hoffnung auf ein ehrliches Lächeln und alles, was ich sagen kann, ist, dass es nicht geht und ich es nicht erzwingen kann. Letztendlich bin ich dann nur kurz davor erst recht wieder in Tränen auszubrechen...
Dadurch entsteht ständig die Frage nach dem Warum?
Warum bin ich nicht glücklich?
Was brauche ich denn noch dazu?
Warum fühlt sich alles sinnlos an?
Ich habe so vieles, wofür ich dankbar sein kann, mir geht es im Vergleich echt (noch) gut. Ich habe ein Dach über dem Kopf, muss nicht hunger leiden, erlebe keinen Krieg im eigenen Land etc. pp.
Klar kann ich trotzdem Probleme haben und darunter leiden, aber das, was ich empfinde, passt in dem Ausmaß nicht zur Realität und dennoch fällt es schwer diese Empfindungen zu ändern und überhaupt erstmal zu akzeptieren, dass es so ist.
Mein Mann sagt ich soll mir Aufgaben/Ziele setzen, einfach mal machen, was mir gut tut, aber selbst wenn ich plane, scheitert es jedes einzelne Mal an der Umsetzung. Ich habe momentan so viel Freiraum und Zeit Dinge zu tun, die gut tun würden, die helfen würden und bekomme es einfach durch diese Antriebslosigkeit und dem Glauben es sei sinnlos nicht hin.
Ein weiterer Gedanke, der mich extrem blockiert, ist Angst vor Überforderung/Versagen.
Ich habe in der Vergangenheit oft meine Grenzen ignoriert und war im anderen Extrem (also statt Nichts tun und Antriebslosigkeit ein getrieben sein und aktiv sein, bis zum Umfallen). Letztendlich hat eine Überförderung in der Vergangenheit dazu geführt, dass ich in einem ähnlich schlechten Zustand war, wie jetzt auch und da wollte ich nie nie wieder hin und hier stehe ich, wieder bei Null, wieder in einer Situation, wie ich sie nie mehr erleben wollte und bin nur noch frustriert und genervt, dass es immer noch eine Ewigkeit bis zur Tagesklinik dauert (21.10.25).
Gerade eben •
#31