✔ Empfohlene Antwort
als erstes muss man sich klar machen, dass das gehirn das einzige orgen ist, das aufnimmt aber NICHT wieder ausscheidet. es hat so viel 'speicherplatz', dass es nicht löschen muss.
da kommt alles rein, aber nichts mehr raus.
man kann nur neue wege erstellen.
traumata funktionieren ungefähr so, hier ein banales beispiel:
sagen wir mal, man wird von einem gelben auto angefahren. diese erfahrung war schrecklich für einen. das gehirn speichert alles darüber. den ablauf der ereignisse aber auch die emotionen die damit in verbindung stehen.
jetzt sagen wir mal, es vergehen jahre ohne das irgendwas an angst oder panik in einem los ist.
doch man lebt so seinen alltag und bekommt es nicht einmal bewusst mit, dass man gelbe autos irgendwo gesehen hat. für das gehirn ist es egal, ob das ereignis des unfalls sich wiederholt hat. das gehirn spielt aber die emotionen wieder ab.
das passiert dann immer und immer wieder.
dieses echo (die emotionen während des unfalls) aus der vergangenheit hat in der gegenwart keinen grund da zu sein. man sitzt am tisch und isst gerade was und dann hat man panik. das passt nicht zusammen, denkt man sich. das stimmt ja auch, denn es hat sich selbständig gemacht. wie eine ohrwurm wird es abgespielt und abgespielt, unabhängig davon wie es entstanden ist bzw. im gehirn gespeichert wurde.
deshalb ist es für viele menschen schwierig und manchmal auch unmöglich die auslöser zu finden. wenn es zb etwas aus den ersten lebensjahren ist oder aus der kindheit, hat man vielleicht sogar keinen zugang mehr zu der erinnerung an das ereignis das einen traumitisiert hat.
deshalb sollte man aber nicht mutlos werden. wenn man den auslöser finden kann, dann gut. dann weiß man, was einem damals passiert ist und kann sich bei einer panikattacke sagen: ich bin HEUTE in sicherheit. es gibt diesen grund zum angst haben nicht mehr.
aber wenn man den auslöser nicht finden kann, dann macht man sich auch bewusst, dass egal was es mal gewesen ist, es vorbei ist.
deshalb soll man vor der angst/panik nicht weglaufen oder es versuchen zu unterdrücken. um neue wege in den schaltkreisen des gehirns zu gehen muss man die panik zulassen. sich sagen, dass es okay ist, dass man jetzt so fühlt, es behandeln wie ein kind das man trösten möchte. trotzdem positiv denken und achtsam sein.
wie silentrog schon schreibt, wird die angst dann irgendwann immer weniger, weil sich das gehirn denkt:
bei gelben autos brauche ich keine panik auslösen.
oder wenn der auslöser nicht bekannt ist: jedesmal wenn ich panik auslöse ist es eigentlich unnötig. wir sind sicher.
es gibt natürlich noch andere möglichkeiten wie die biochemie im gehirn, evtl schäden oder genetische gründe.
bin nicht gut im erklären, hoffe aber das es etwas hilft.
28.12.2024 22:25 •
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