Zitat von Grace_99: gern herausfinden, warum ich so reagiere
Bei mir ist es die Grundangst überhaupt, dass mir etwas zustösst. Ich bekomme das nicht gebacken, weil ich dann so bedürftig werde. Und das kotzt mich an. Ich will niemanden brauchen, keinem zur Last fallen, nicht Danke sagen müssen und bei all dem Gedöhns nicht ausgeliefert sein
und abhängig von Hilfe. So einfach ist das.
Und diese unterschwellige Angst macht dann Stress, da man im Leben natürlich immer mal an seine Grenzen stößt. Und ne Angsterkrankung bleibt dann nicht aus, die man dann nicht behandeln lässt, weil s.o. und am Schluss hängt man in einer Depri.
Und natürlich arbeitet man brav an seinen Problemen um dann festzustellen, ok, manches haste ja ganz gut auf die Reihe bekommen, aber das neue Problem war überhaupt nicht im Fokus und dann hängste wieder drin.
Ich denke, dass man sich das so vorstellen muss, dass wir insgesamt sehr früh geschädigt wurden. Je nach Veranlagung und Temperament haben wir uns irgendwie durchgemogelt bis der Tag x kam, der uns den Boden unter den Füssen entzogen hat. Und jetzt liegt alles offen und kaputt um uns rum.
Natürlich wird therapiert und das funktioniert auch soweit gut, bis eben wieder ein Trigger kommt. Und dass das Immunsystem bei dem Stress runterfährt, ist medizinisch voll anerkannt.
Und du bist weit davon entfernt, keinen Stress mehr zu haben. Du bist noch voll in der Aufarbeitung, auch wenn es Tage gibt, die dich zuversichtlich stimmen. Das alles dauert lange und es gibt immer wieder Rückschläge.