Lararon

Lararon

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Guten Abend Ihr Lieben,

Ich bin mir nicht ganz sicher gewesen wo genau ich das hier rein packen sollte, deshalb bin ich einfach in die "Kummerecke" ausgewichen. Ich hoffe das ist ok...

Ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben, weil ich den ein oder anderen Gedanken einfach los werden möchte.

Wenn ich an meinen jetzigen Arbeitsplatz denke, dann wird mir allein bei dem Gedanken schon schlecht. Arbeite nun seit knapp 2 Jahren in ein und der selben Firma (nach der Lehre Übernahme auf Zeit!) Dieser Vertrag läuft nun nächstes Jahr im Januar aus. Ich hatte Anfangs gedacht das es gut wäre wenn der Vertrag entfristet würde. Mittlerweile bin ich froh das zu 99% der Vertrag auslaufen wird (Das hat mehrere Gründe). Ich komme einfach nicht mit der Gruppe klar, genauso wenig mit der Arbeit die ich dort verrichte. Ich habe regelmässig Panickattacken, wegen diesen musste ich auch schon des öffteren nach Hause gehen, es macht mich regelrecht krank . Ist halt einiges vorgefallen. Nun ja, dummerweise habe ich vor kurzem auch noch mit der Abendschule begonnen, was bedeutet das ich dreimal die Woche bis 22Uhr in der Schule hocke und ich mich nun so Dinge frage wie :" Ist es das was ich möchte? Möchte ich mich wirklich in einem Beruf weiterbilden in dem ich so unglücklich bin? "

Man muss dazu sagen das ich mehr oder weniger in diesen Beruf "geschlittert" bin, weil ich zu der Zeit keine andere möglichkeit hatte und ich das erst beste genommen habe, damit ich nicht auf der Strasse lande.

Nun ist es so, das ich nicht weis was mich nächstes Jahr erwartet. Ich habe Angst davor arbeitslos zu werden, andererseits ist es für mich nicht länger tragbar in diesem Beruf weiter zu arbeiten. Für mich selber habe ich entschlossen eine neue Ausbildung zu beginnen in dem Beruf den ich eigentlich immer erlernen wollte. Dies ist natürlich wie ihr euch vorstellen könnt mit mehreren Problemen verbunden.

Ich werde meine Wohnung nicht mehr halten können, umziehen müssen. Ich habe keine Ahnung wie das alles wird und das macht mir Angst. Ich habe onehin so viele Probleme mit meiner Psyche Ich glaube mal wieder das dass alles zu viel wird und auch wenn ich eine sehr liebe Freundin habe und eine tolle Familie, so bereiten mir diese Dinge schlaflose Nächte und unangenehme Gefühle..

Es wäre einfach schön ein paar nützliche Meinungen zu hören, auch über Fragen freue ich mich...

bis dahin,
Lararon

12.09.2010 20:52 • 16.09.2010 #1


14 Antworten ↓


panicchief


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Hallo,

ich finde es richtig, das Risiko einer neuen Berufswahl einzugehen, auch wenn es mit finanziellen Einbußen verbunden ist und habe selber mal eine entsprechende Entscheidung treffen müssen. Einen Umzug habe ich neulich auch hinter mich gebracht, mehr oder weniger alleine. Immerhin hast Du Unterstützung durch Deine Freundin und Familie, also bleibt nicht alles an Dir hängen.

Alles Gute.

Grüße pc

13.09.2010 13:37 • #2


GastB


hi,

wenn es machbar ist, würde ich den zweiten beruf erlernen. das leben ist lang, die ausbildungszeit dagegen kurz.

es ist aber trotzdem kein verlust, vorher einen anderen beruf gelernt zu haben. dann stehst dü für alle fälle auf zwei beinen. man weiß nie wirklich, wie sich die dinge auf lange sicht entwickeln werden. wer weiß, wie du deine bisherigen kenntnise und erfahrungen später mal einbringen kannst.

was für einen beruf hast denn jetzt und was magst du daran nicht?

13.09.2010 16:32 • #3


Lararon

Lararon


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Danke erst einmal für eure Antworten!

Den Beruf möchte ich aus persönlichen Gründen nicht nennen. Es sei nur soviel dazu gesagt das es sich dabei um einen sogenanten "Männerberuf" handelt und ich schwer körperlich arbeiten muss. Habe dadurch leider auch schon gesundheitliche Probleme und dementsprechend auch häufige Fehlzeiten. Die Psyche spielt dabei natürlich eine wesentliche Rolle, da ich leider nicht "nur" unter Depressionen, sondern unter anderem auch an Hypochondrie und Angstzuständen leide und sich dadurch wiederrum immer neue Probleme für mich persönlich ergeben... In letzter Zeit besonders schlimm, weil beruflicher Erfolg für mich zum Wohlbefinden beiträgt und dies seit geraumer Zeit nicht mehr gegeben ist. Wegen Überforderung ect.

Ich habe einfach nur Angst das ich einen Fehler begehe, wenn ich das was ich mir "hart" erkämpft und erarbeitet habe wegschmeisse und dann wieder von "Null" beginne.

Andererseits bekomme ich nur sehr wenig positive Bestätigung obwohl ich mir wirklich alle Mühe gegeben habe den Anforderungen gerecht zu werden. Mittlerweile habe ich aber resigniert, weil für mich, bisher gesehen nur unbefriedigende Ergebnisse heraus kamen.

Fakt ist, das ich mich in diesem Beruf nicht weiter "sehe". Ich denke einfach das ich andere Qualitäten habe die ich weitaus effektiver nutzen könnte und die nur darauf warten genutzt zu werden

Ich hoffe das ich meinen "Traumberuf" irgendwie verwirklichen kann.
Leider gehen damit auch Kosten einher. (Ja, ja bafög lässt grüßen ^^)

Ich habe halt viele Fragen im Kopf:

- Wohin soll ich am besten ziehen um meine neue Ausbildung zu starten?
- Wieviel Unterstützung kann ich vom Arbeitsamt erwaten?
- Werde ich von der dementsprechenden Schule angenommen?
- Sollte ich lieber die Weiterbildung im alten Beruf weiter verfolgen auch wenn mir dieser keine Freude bereitet?
- Finde ich schnell genug eine neue Wohnung?
- in welcher Reihenfolge muss ich was erledigen?

Es mag vielleicht nicht so wirken, aber eigentlich bin ich ein sehr strukturierter Mensch,
aber irgendwie ist das alles zu viel für mich, weil die Situation erst so neu für mich ist...

Ich habe Angst wieder abzustürzen und in ein Loch zu fallen...
Ist das albern oder sind die Ängste begründet?

Danke fürs lesen..

lg
Lararon

14.09.2010 02:00 • #4


Pilongo


Hallo Laralon,

Es klingt für mich ein bisschen so als hätten dir auch die seelischen Probleme den jetzigen Beruf madig gemacht. Lass dir aber gesagt sein dass du die gesondert von Beruf und Umfeld als Problem behandeln musst, sie werden durch einen Berufswechsel vermutlich nicht verschwinden sondern bleiben.
Ich hatte meine Panikattacken damals in der 13. Klasse kurz vor dem Abitur, und zwar in Fächern die ich mochte und auch in meinen Hassfächern. Ich hatte dafür in der Mathe-Prüfung keine Attacken sondern in Deutsch, Englisch und in der Mündlichen, was mich dann eine Zeit lang dazu verleitet hat zu glauben ich sollte vielleicht was mit Mathe studieren - was aber gehörig in die Hose ging.
Die Panikattacken können einem Beschäftigung oder Schule richtig madig machen, aber sie können meiner Meinung nach nicht als Anzeiger dafür dienen ob einem etwas gut tut oder nicht, ob einem etwas liegt oder nicht.

Wenn du allerdings noch weitere, wichtigere Argumente für den Wechsel hast, und die hast du ja, dann trau dich doch.

Bei beruflicher Neuorientierung wirst du erst einmal zweigleisig fahren müssen.
Also erst einmal im alten Beruf verbleiben, evtl. auch deine Weiterbildung weiter machen.
Gleichzeitig um die Ausbildung kümmern, also um einen Platz bewerben.
Das ist erst einmal das Wichtigste. Und erst wenn du den Ausbildungsplatz sicher hast musst du dir Gedanken über Wohnung, Finanzierung, Kündigung etc. machen.
Anders herum würde ich an deiner Stelle nicht vorgehen, das wäre mir zu riskant.

Du sprichst von Bafög. Bedenke aber dass es ein Höchstalter für die Förderung gibt ab dem du kein Geld mehr bekommst. Und auch dass Bafög nur die Erstausbildung fördert, nicht mehr die Zweitausbildung, im Normalfall. Außer Bafög gibt es noch Wohngeld und diverse Ausbildungskredite bei den Banken. Wohngeld bekommst du wenn dein Bafög-Antrag abgelehnt wurde, was er wird falls du zu alt bist. (Weiß ich ja nicht )
Dann musst du den Ablehnungsbescheid auf alle Fälle aufheben, und auch wenn du von Vornherein weißt dass du nicht genommen wirst musst du einen Antrag stellen um den Ablehnungsbescheid zu bekommen, weil du den brauchst um das Wohngeld zu beantragen.
Als brotloser Azubi oder Student lebt es sich am Besten in WGs oder kleinen Einzimmerappartments, da gibt es teilweise schon richtig nette Wohnungen im Preisraum von 300-400€ warm. (Ich rede jetzt von Nürnberg. In München z.B. wirst du mehr zahlen müssen, in kleineren Städten ist's vielleicht etwas billiger.)

Also, das ist ein großer Schritt, das ist verwirrend und teilweise etwas beängstigend. deswegen mach Alles der Reihe nach und häuf dir die Sachen im Kopf nicht zu einem Berg auf, sonst erscheint der Schritt schnell unmöglich.
Erst Ausbildungsplatz, alles Andere kommt dann danach.
Und falls du Angst hast an einer Schule nicht genommen zu werden: Dann bewirb dich bei mehreren. Hab ich damals vor'm Studium auch so gemacht, einfach um sicher zu sein dass ich auch unter komme. Schulen, Unis und Ausbildungsbetriebe haben ja immer nur diverse Zeitfenster in denen man sich anmelden kann, wenn man die verpasst muss man wieder 6 Monate lang warten. Deswegen wirft man, wenn man unbedingt unterkommen will, in der Zeit in der die Fenster offen ist mit Bewerbungen nur so um sich, dann sind die Chancen besser dass man unter kommt und nicht noch mal länger warten muss.
Anbei: Wer für eine Ausbildung oder einen Job sehr weit weg zieht der kann Umzugshilfe vom Amt bekommen, keine Ahnung wie das genau abläuft und welche Kriterien man da erfüllen muss, aber mein Freund hat richtig gut Geld bekommen für seinen Umzug von Nürnberg nach Bochum.


Liebe Grüße,
Bianca

14.09.2010 06:28 • #5


GastB


hi,

pilongo hat vermutlich recht, bafög fällt für dich wohl aus.

aber was für ein beruf soll es denn werden? Falls es ein Ausbildungsberuf http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbildungsberuf ist, bekämst du ja das ausbildungsgehalt. du kannst sicher im i-net oder telefonisch herausfinden, wie viel das ist. evtl. plus wohngeld.

wenn es ein ausbildungsberuf ist, muss es ja auch keine - teure - großstadt sein, sondern auch eine kleinstadt. dort ist i.a. alles billiger, v.a. wohnen, wenn es nicht gerade ein kurort ist. für manche berufe gibt es auch günstige wohnheime, z.b. krankenschwester.

entweder z.b. über http://www.immoscout24.de (o.ä.) oder eine kleine anzeige in der örtlichen zeitung oder anzeigenblatt fibdest du gan sicher eine oassende unterkunft. man kann auch nett zur untermiete wohnen.

falls alles nicht reicht, bräuchtest du entweder einen nebenjob oder ein darlehen. was ist mit der familie?

14.09.2010 09:14 • #6


Lararon

Lararon


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Oh ha! Eine menge "input" für mich, danke dafür erstmal

Zitat von Pilongo:

Es klingt für mich ein bisschen so als hätten dir auch die seelischen Probleme den jetzigen Beruf madig gemacht. Lass dir aber gesagt sein dass du die gesondert von Beruf und Umfeld als Problem behandeln musst, sie werden durch einen Berufswechsel vermutlich nicht verschwinden sondern bleiben.


Das stimmt! Ist auch so ein Punkt der mir unheimlich wichtig erscheint. Nur einen geeigneten Therapieplatz zu finden..daran hat es immer gehapert!
Wird aber, so hoffe ich, irgendwann mal in Angriff genommen werden!
(Es ist ja nicht so das ich die psychischen Probleme seit gestern habe, war ja auch schon des öffteren in Therapie, nur haben sich die Dinge etwas verändert)


Zitat von Pilongo:
Also erst einmal im alten Beruf verbleiben, evtl. auch deine Weiterbildung weiter machen.
Gleichzeitig um die Ausbildung kümmern, also um einen Platz bewerben.


Klingt vernünftig! Leider läuft mein jetziger Vertrag nächstes Jahr im Januar aus! Bis dahin werde ich aufjedenfall in dem Beruf bleiben "müssen"...Bis dahin werde ich mich neu beworben haben, wie du schon sagst, am besten an mehreren Schulen um die Chancen zu verbessern angenommen zu werden!
Problem ist nur die Zeit dazwischen zu überbrücken! Denn die Neueinstellungen sind meines Wissens erst nächstes Jahr im Oktober (?!)

Zitat von Pilongo:
Du sprichst von Bafög. Bedenke aber dass es ein Höchstalter für die Förderung gibt ab dem du kein Geld mehr bekommst. Und auch dass Bafög nur die Erstausbildung fördert, nicht mehr die Zweitausbildung, im Normalfall.

Oh Gott Nein, das wusste ich nicht Ich bin 23 Jahre alt und es würde sich um eine Zweitausbildung handeln! Na wunderbar... *grummel*

Zitat von GastB:
aber was für ein beruf soll es denn werden? Falls es ein Ausbildungsberuf http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbildungsberuf ist, bekämst du ja das ausbildungsgehalt. du kannst sicher im i-net oder telefonisch herausfinden, wie viel das ist. evtl. plus wohngeld. falls alles nicht reicht, bräuchtest du entweder einen nebenjob oder ein darlehen. was ist mit der familie?


Ich möchte eine Ausbildung zur PTA machen. Soweit ich weiss ist das mit dem Geld von Schule zu Schule unterschiedlich. Bei den meisten Schulen muss man sogar noch Geld dazu bezahlen...
Hm, das wäre das erste mal in meinem Leben das ich einen Nebenjob machen müsste, aber das würde ich gerne in Kauf nehmen um mir meinen Traum zu verwirklichen!
Tja, ich habe meine Familie finanziell immer ein bisschen unterstützt.. Zumindest meine Mutter..

lg
Lararon

14.09.2010 14:05 • #7


GastB


Zitat von Lararon:
Tja, ich habe meine Familie finanziell immer ein bisschen unterstützt.. Zumindest meine Mutter..

oh je. ichz hatte für dich gehofft, dass deine familie dich unterstützen könnte.

was ist mit onkeln und tanten u.ä.? wäre von dort ein niedrig verzinstes darlehen möglich? sonstige gönner?

14.09.2010 16:00 • #8


Hummel


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Hallo , wie wäre es mit einer Umschulung , eben aus gesundheitlichen Gründen .... ?
Ich glaube , da bekommst du doch dann finanzielle Unterstützung .

LG Hummel

14.09.2010 17:12 • #9


Lararon

Lararon


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Nein, Gönner in dem Sinne habe ich nicht
Aber es wird auch irgendwie anders zu machen sein denke ich.

Die Sache mit der Umschulung hatte ich auch schon einmal, glaube aber nicht dass das geht weil der Beruf den ich erlernt habe mit dem den ich erlernen möchte rein garnichts zu tun hat

Wie dem auch sei, vielen dank für die vielen hilfreichen Tips!
Ich werde euch auf dem laufenden halten, werde nun alles schritt für schritt
angehen und schauen wie es läuft

lg
Lararon

15.09.2010 15:00 • #10


Pilongo


Zitat:
Oh Gott Nein, das wusste ich nicht Ich bin 23 Jahre alt und es würde sich um eine Zweitausbildung handeln! Na wunderbar... *grummel*


Mit 23 Jahren bist du noch nicht zu alt fürs Bafög, sonst würde ich auch keines mehr bekommen, ich wurde auch im August 23
Das mit der Zweitausbildung muss kein Problem sein. WENN man nämlich die Umorientierung gut begründen kann wird man in den allermeisten Fällen noch mal gefördert. Das entscheidet denn der zuständige Bearbeiter. Ich hab auch den Studiengang komplett gewechselt und wurde trotzdem weiter gefördert.
Also nicht verzagen, einfach probieren!
Und wenn kein Bafög - dann Wohngeld beantragen.
Es gibt viele Möglichkeiten. Nur nicht verzweifeln wegen der Finanzierung.
Du kannst dann sogar wieder Kindergeld beantragen, das sind auch nochmal über 100€ im Monat.

15.09.2010 17:51 • #11


GastB


Pilongo = unsere Finanzierungsexpertin

15.09.2010 17:53 • #12


dirk_k


hallo Lararon,

das mit der abendschule ist hart. habe das selber durchgezogen. bin dabei auch ziemlich krank geworden. aber ich habe es durchgezogen und habe den zettel erhalten. keine traumnote 3,0 aber das hat mir genügt. und mittelfristig lohnt es sich. die schule wird dich in der regel annehmen. es springen sehr viele ab die klassen werden leer werden.

wenn der beruf so körperlich anstrengend ist, dann ist deine gesundheit mit 45 im ar,.-.

und wenn es irgendein zimmer ist was du dir sobald wie möglich suchst.

informiere dich bei der arbeitsargentur. du hast nicht davon, wenn dir auch noch für 3 monate das arbeitslosengeld gestrichen wird. mache das jetzt nicht irgendwann. je nach ort musst du 2-3 wochen wartezeit für eine beratung einkalkulieren. verkaufe dich da offen, so wie du das hier machst. lass dich beraten welche möglichkeiten du hast.

du kannst dir auch folgendes überlegen. suche dir irgendeinen halbtagsjob, geh irgendwo treppe putzen (habe ich als mann auch schon mal gemacht). vielleicht noch irgendeinen 400 euro job. ausbildung und schule gleichzeitig, traust du dir das wirklich zu? du wirst lernen, lernen, lernen.

warum willst du wegziehen - ist der ort zu klein gibt es dort keine schule?

gruss
dirk

15.09.2010 17:55 • #13


Pilongo


@GastB Danke Man muss sich zwangsläufig damit auseinander setzen wenn man aus einer "Arbeiterfamilie" kommt.

@Lararon
Hier, ich hab noch ne gute Seite gefunden die alle Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigt:
http://srbg.de/moeglichkeiten-seine-aus ... ieren.html
Die Angaben zum Kindergeld sind allerdings falsch. Hier wird nach Geburtsjahr gefördert:
Geburtsjahr bis 1981: Kindergeld bis Alter 27 (= Ende am 27. Geburtstag)
Geburtsjahr ist 1982: Kindergeld bis Alter 26 (26. Geburtstag)
Geburtsjahr ab 1983: Kindergeld bis Alter 25 (25. Geburtstag)

Ich werde auch bald auf mein Kindergeld verzichten müssen, also in 2 Jahren, aber ich hoffe dann auf etwas mehr Bafög um das auszugleichen. Ich geh jetzt schon in den Ferien jobben oder gebe Nachhilfe, je nachdem was anfällt. Wenn ich weiß ich brauch dringend einen Haufen Geld setz ich mich im Supermarkt an die Kasse. Das ist zwar ätzend, bringt aber gute 10€/Stunde, also ein toller Verdienst. Wenn ich kein Kindergeld mehr bekomme werde ich das wohl immer machen müssen.
Und wenn es ganz eng wird kann ich zum Glück jederzeit zu meiner Mutter gehen, die hilft mir so gut sie kann. (Aber davon mache ich nur ungern Gebrauch.)
Eine Freundin von mir arbeitet z.B. dreimal die Woche am Blumenladen beim Hauptmarkt direkt an der Uni. Das ist praktisch weil sie einfach in 5 Minuten zwischen Uni und Arbeitsplatz hin und her laufen kann.
Arbeiten+Lernen ist anstrengend, aber fast die Regel wenn man sich noch in der Ausbildung befindet.
Ich selber bekomme Kindergeld, Bafög, und Halbwaisenrente. Große Sprünge kann ich damit nicht machen, aber es geht. Im Moment ist's eng weil ich für die Uni wieder nen Schwung Bücher kaufen musste. Ich nehm zwar schon immer die Gebrauchten von Amazon-Verkäufern, aber es ist trotzdem teuer.

Übrigens: Wenn du nicht bei den Eltern lebst sondern dir was Eigenes suchst steigt der Höchstsatz fürs Bafög noch mal. Ich bin derzeit auch am Überlegen ob ich nicht ausziehen sollte damit ich mehr bekomme. Aber bevor ich das entscheide muss ich erst mal Alles komplett durchrechnen. Seitdem ich mich an der Uni eingeschrieben hab ist der Taschenrechner eh mein bester Freund geworden.

Long Story Short: An der Finanzierung wird die Ausbildung nicht scheitern. Man muss vielleicht etwas zurück treten, etwas verzichten, aber mei, so is das halt.
Gehen tut es immer irgendwie.
Ein Pärchen das ich kenne bekommt z.B. keine Unterstützung von den Eltern und seitdem er 25 geworden ist auch kein Kindergeld mehr, nun haben die Beiden einen Kredit aufgenommen. Und das Bafög muss man ja ebenfalls zur Hälfte zurück zahlen, ist ja auch nicht komplett geschenkt. Ich hab das mal ausgerechnet; bis zum Ende meiner Studienzeit werde ich etwa rund 5.500€ Schulden ansammeln.
Ist komisch wenn man mit so einem Berg ins Leben startet, aber manchmal geht's nicht anders.

Wichtig ist auch dass du was für den Übergang planst. Also wenn dein Vertrag im Januar ausläuft und du erst im Oktober unter kommst in der Ausbildung.. da musst du dazwischen irgendwas machen, so eine große Lücke macht sich schlecht im Lebenslauf. Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr bietet sich da an, die starten meist im Frühjahr, das wäre ideal für dich. Da kriegst du dann auch wieder Kindergeld, kannst dich um die Finanzierung kümmern, und tolle Eindrücke sammeln. Und sowas macht sich total gut im Lebenslauf. Hatte mich auch für was in Afrika beworben, wurde aber leider damals nicht genommen. Man kann's aber auch innerhalb Deutschlands machen wenn dir das zu abenteuerlich ist
Meine Freundin z.B. hat an der Nordsee Strände sauber gemacht 3 Monate lang.

Liebe Grüße,
Bianca

16.09.2010 07:29 • #14


Chaosfee


Hallo...
schick Dir mal einen Link...lese Dich da mal durch vielleicht bekommst Du da einige Antworten auf deine Fragen

arbeits-abc.de/forum/

lg.Eva

16.09.2010 08:37 • #15




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