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Ich machte mich auf die Suche, die Suche nach
mir.
Ich ging einen grauen Weg entlang.
Ich fiel in ein Loch.

Alles war schwarz.
Es dauerte lange, bis ich heraus kam.

Ich
machte mich auf die Suche, die Suche nach mir, ich ging einen schwarzen Weg
entlang.
Ich achtete auf den Boden und stoß mir den Kopf. ...
Ich fiel zu Boden.
Es dauerte lange, bis
ich wieder zu mir kam.

Ich machte mich auf die Suche, die Suche nach
mir.
Ich ging einen schwarzen Weg entlang, ich blieb stehen, aus Angst vor
dem Weitergehen.
Es dauerte lange, bis ich weiter machte.

Ich
machte mich auf die Suche, die Suche nach mir.
Ich ging einen weißen Weg
entlang.
Ich ging und ging und ging.
Ich gab auf und ging
zurück.

Ich machte mich auf den Weg, den Weg des Lebens.
Ich ging
einen schwarz-weißen Weg entlang.
Blieb stehen, rannte, fiel in Löcher,
kämpfte mich heraus um wieder zu fallen.

Das alles war mein Leben, das
alles war ich.
Ich mache mich weiter auf die Suche,
die Suche nach
mir, gebe nicht auf,
denn noch hoffe ich, irgendwann finde ich
mich.

09.01.2014 13:51 • 14.01.2014 #1


3 Antworten ↓


Das klingt wirklich schlimm... auch wenn ich das Gedicht sehr schön finde

11.01.2014 13:18 • #2



Suche

x 3


Die Beule am Kopf, ein Teil von Dir.
Die Angst, ein Teil von Dir.
Das Aufgeben, das Kämpfen, ein Teil von Dir.
Die Hoffnung, ein Teil von Dir.
Der schwarze wie der weiße Weg, die Löcher, ein Teil von Dir.
Die Suche, ein Teil von Dir.

Wäre dies alles anders, wären die Wege bunt und gepflegt, würdest Du fliegen statt stürzen, finden statt suchen, wärest Du immer noch Du? Hättest Du andere Augen, würdest die Welt anders sehen, wärest Du anders.

Aber dennoch wärest Du es. Weil Du bist.

Wer bist Du?

14.01.2014 14:26 • #3


hi black*witch,

Dein Gedicht erinnert mich in Abwandlung an das hier

http://zentinel.wordpress.com/2013/07/1 ... -kapiteln/

Autobiographie in fünf Kapiteln
von Portia Nelson

grüsse
v. cichysp

14.01.2014 15:44 • #4