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lissel
Hallo,
Ich mache derzeit eine Therapie wegen meiner hypochondrie.
Mein Therapeut möchte jetzt das nächste mal das ich mir Videos runterlade, die mir Angst machen. Zb Videos von Krebs kranken, Herzinfarkten usw.
Er meinte er will sie sich dann mit mir ansehen und ich soll mit der Atmung hinbekommen nicht in Panik zu verfallen .
Ehrlich gesagt macht mir das etwas Angst weil ich nicht weiss ob das sinnvoll ist.
Hat jemand von euch sowas schonmal gemacht ?
Liebe Grüße

19.07.2017 20:11 • 19.07.2017 #1


4 Antworten ↓


Hi,

um ehrlich zu sein, glaube ich auch nicht, dass Konfrontation bei Hypochondrie hilfreich ist. Wir (also zumindest ich) bekommen ja in dem Sinne keine Panik, wenn wir Kranke sehen oder davon hören, sondern haben vielmehr immer diese innere Angst, dass es uns treffen könnte und nehmen verstärkt Körpersignale wahr. Konfrontation geht meiner meiner Meinung nach gut bei Agoraphobie und Panik in bestimmten Situationen, aus denen man nicht flüchten kann. Aber was sollen bitte Videos von totkranken Leuten bringen? Das würde bei mir den umgekehrten Effekt erzielen. Jeder meint doch, googeln macht krank. Also versuche ich doch, mich nicht auf Symptome zu konzentrieren und mich von diesen Dingen fernzuhalten...

19.07.2017 20:24 • x 1 #2



Hat hier jemand Erfahrung mit Konfrontationstherapie?

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lissel
Zitat von Persikka04:
Hi,

um ehrlich zu sein, glaube ich auch nicht, dass Konfrontation bei Hypochondrie hilfreich ist. Wir (also zumindest ich) bekommen ja in dem Sinne keine Panik, wenn wir Kranke sehen oder davon hören, sondern haben vielmehr immer diese innere Angst, dass es uns treffen könnte und nehmen verstärkt Körpersignale wahr. Konfrontation geht meiner meiner Meinung nach gut bei Agoraphobie und Panik in bestimmten Situationen, aus denen man nicht flüchten kann. Aber was sollen bitte Videos von totkranken Leuten bringen? Das würde bei mir den umgekehrten Effekt erzielen. Jeder meint doch, googeln macht krank. Also versuche ich doch, mich nicht auf Symptome zu konzentrieren und mich von diesen Dingen fernzuhalten...



Ja das selbe ist auch mein Gedanke ... Bin mir nicht sicher ob das hilfreich ist .. so wie ich mich kenne wird es bei mir auch das Gegenteil erzielen .... Ich weiss nicht wie er sich das vorstellt .. ich denke das ich mich danach noch mehr verrückt mache ... Er meinte auch ich werde erstmal durch die Hölle gehen ... Aber das will ich eigentlich nicht das es noch schlimmer wird

19.07.2017 21:08 • #3


Ich möchte natürlich keinen Therapeuten schlecht machen und bin ja auch nicht vom Fach, bzw. hab Erfahrungen - allerdings würde ich persönlich an diesem Punkt ablehnen. Ich weiß, dass sich manche Bilder im Kopf auch festfressen und lange an einem nagen können. Ich schaue schon seit Ewigkeiten keine Krankenhausserien mehr oder Dokus über bestimmte Dinge. Ich glaube nicht, dass Vermeidungsverhalten in diesem Fall schlimm ist.
Wie gesagt, Konfrontation hat mir bzw. hilft mir immer noch bei meiner Reiseangst, die ich langsam in den Griff bekomme... aber bei Krankheitsängsten wäre ich sehr skeptisch. Ich weiß, dass es mit Zweitmeinungen schwierig ist im Therapiebereich, aber vielleicht gelingt es dir, dir irgendwie eine einzuholen? Bzw. dass dir dein Therapeut nochmal lang und breit erklärt, was er denkt, was irgendwann in deinem Kopf passiert, angenommen, du ziehst das durch.
Ich finde das Thema sehr interessant und würde auch gerne noch andere Meinungen hören.

19.07.2017 21:15 • x 2 #4


lissel
Genau so mache ich es auch , keine Krankenhaus Serien usw. Das hab ich mir irgendwann abgewoehnt... Ich denke ich werde Mal morgen mit meinem Hausarzt darüber sprechen, zu ihm hab ich sehr viel vertrauen ...

19.07.2017 21:30 • x 1 #5




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