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moonlightbae
Mitglied

Beiträge:
18
Themen:
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11
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Hey zusammen,

Ich habe jetzt seit kurzen die Diagnose AuDHS, was viele meiner Probleme seit Kidheitstagen erklärt. Dieses hin und hergerissen sein zwischen Routinen und Zwängen und trotzdem sprühen von Kreativität und Entdeckenslust. Ich bin sehr verwirrt, wie ich mein Leben gestalten soll. Große Veränderungen oder auch nur Reisen die mich aus meiner Routine holen bereiten mir Angst, die ständige Monotonie macht mich Depressiv. Ich komme alle paar Jahre seit meiner Kindheit in Burnout-Zustände. Bis jetzt hieß, es ich hätte eine Angststörung und wäre Hochsensibel und Hochbegabt. Viele Reize überfluten mich, trotzdem suche ich den Nervenkitzel und meine Gedanken sind durch den Wind. Hab bald einen Termin beim Psychater um zu gucken, wie man mich Medikamentös einstellt. Hat hier jemand dieselbe Dignose und wie lebt ihr damit? Seit ihr Glücklich? Könnt ihr euren Träumen nachgehen? Nehmt ihr Medikamente? Ich bin erst 21 und bin einfach sehr verwirrt und irgendwie auch pessimistisch, was eine glückliche Zukunft angeht. Bei mir kracht es einfach immer wieder weil mein Körper in ständiger Überforderung ist. 😕

22.07.2026 x 1 #1


15 Antworten ↓

mkaufmann
Hallo,
ich habe auch AuDHS. Diese wurde erst letztes Jahr erkannt. Davor hat man nur meine Angststörung gesehen die im Laufe der Zeit schlimmer wurde. Seit kurzen also erst verstehe ich mein Verhalten selbst lachen.
Was willst Du zuerst wissen?

Viele Grüße
Marcus

x 1 #2


A


Hat hier jemand auch AuDHS? Wie gestaltet ihr euer Leben?

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M
@mkaufmann Hi, danke für deine Antwort! Hast du dein Leben irgendwie verändert seit der Diagnose? Also wie kommst du beruflich zurecht bzw. bist du irgendwie eingeschränkt? Hab voll Angst, dass meine Berufliche Laufbahn scheitern wird, weil ich nichts auf die Reihe bekomme.

#3


mkaufmann
Meine Diagnose kam leider zu spät, zumindest was mein Berufsleben betrifft.
Jetzt weiß ich, dass ich mehr Sport machen und regelmäßig Entspannungsübungen einbauen muss. Außerdem verstehe ich jetzt, warum manches bei mir nicht so gut funktioniert hat und andere Dinge dagegen schon.
Du hast jetzt den Vorteil, dass du weißt, dass du AuDHS hast. Mit diesem Wissen kannst du hoffentlich verhindern, dass du in einen Burnout gerätst oder weitere Begleiterkrankungen entwickelst.

Ich bin auch im Wohnzimmer Neurodivers e. V. aktiv.

x 2 #4


Elly79
Ich habe meine ADHS Diagnose im Januar diesen Jahres erhalten mit 46. Es erklärt einfach so viel.
Ich habe eine Angststörung seit 11 Jahren und bin mir sicher dass das ADHS sehr viel dazu beigetragen hat.
Mittlerweile nehme ich Medikinet und es ist wirklich sehr hilfreich.
Ich bin nicht mehr jeden Abend komplett Tod, sondern die Reizüberflutung hält sich in Grenzen. Ich bin immer noch recht impulsiv und rede wie mir der Schnabel gewachsen ist, aber mein Umfeld hat da jetzt einfach mehr Verständnis.
Ich merke Unterschiede in meiner Organisation und Konzentration. Vor der Medikation habe ich z.b. für manche Sachen einen ganzen Tag gebraucht, weil ich immer wieder was neues entdeckt habe und 700 Sachen auf einmal gemacht habe. 🤣
Lustigerweise komme ich im Job schon immer sehr gut klar, weil die Aufgaben mir Spaß machen.
Ich habe auf jeden Fall einiges gewonnen durch die Diagnose und liebe es auch irgendwie, es hat hakt auch viele gute Seiten.

x 2 #5


Elly79
AuDHS ist natürlich nochmal ein anderer Schuh. Wollte dennoch meine Erfahrung teilen.

x 1 #6


Feuerschale
Zitat von moonlightbae:
Hab voll Angst, dass meine Berufliche Laufbahn scheitern wird, weil ich nichts auf die Reihe bekomme.

Nee das muss nicht sein....man kann auch "funktional" sein und lernen mit sich umzugehen.

Bzgl. Medis wird ja oft Ritalin verschrieben, was den Fokus schafft.
Die Meinungen sind da gespalten. Kannte aus meiner damaligen Arbeit mit Jugendlichen einen Mediziner der selbst betroffen war von ADHS sowie seine Kinder auch, der meinte, Ritalin bei Bedarf ist ok....eine KinderJugendklinik sagte nee besser Spiegel und dauerhaft....muss man wohl schauen wie der Bedarf ist, ob man oft einen Fokus braucht...

Dann ist auch die Frage was einem gut tut...rausgehen in die Natur , sind da die Reize angenehmer aber auch ein Anreiz da zum entdecken? Oder iwas mit Musik?

Also rausfinden...was tut gut, wo kann ich aufladen?
Und was ist anstrengend, wo muss ich mich abschirmen? Oder brauch hinterher eine Erholungsphase zum auftanken.

Ich denke mal das ist so ne Balance auch zwischen zuviel Reizen- überfordert und zuwenig Reizen- depressiv.
Da braucht es die für einen selbst passende Struktur.

Der Kinderarzt den ich oben erwähnte hatte auch noch Ergotherapie empfohlen....Und außerdem ist er in Schulen gegangen zum aufklären, weil er der Meinung war, dass das System es auch schwierig macht....und es eben auch neurodiverse Menschen gibt, die auch funktional sind, aber eben ggf. anders.

Selbst hab ich kein ADHS, bzw es nicht diagnostizieren lassen, weiß es nicht genau. Aber kenne zumindest auch Konflikte mit meinem Nervenkostüm, zwischen schnell überreizt oder unterfordert.

x 1 #7


mkaufmann
Zu den Medikamenten:
Du musst keine Medikamente nehmen, wenn Du auch ohne gut zurechtkommst.
Medikamente heilen AuDHS nicht. Sie können jedoch die Symptome lindern und den Alltag erleichtern. Manche nehmen sie nur für einen begrenzten Zeitraum, andere profitieren auch langfristig davon – das ist individuell unterschiedlich.
Ich würde Medikamente nur empfehlen, wenn Dich Deine AuDHS-Symptome im Alltag oder Beruf deutlich einschränken und Du sie mit anderen Maßnahmen nicht ausreichend in den Griff bekommst.
Es kann etwas dauern, bis Du das passende Medikament und die richtige Dosierung gefunden hast.
ADHS-Medikamente helfen vor allem dabei, die Konzentration und Aufmerksamkeit zu verbessern. Gegen Autismus selbst gibt es jedoch keine speziellen Medikamente. Einige Menschen mit AuDHS berichten, dass ihr Autismus durch die Einnahme von ADHS-Medikamenten stärker wahrnehmbar wird. Das liegt vermutlich daran, dass die ADHS-Symptome besser kontrolliert werden und dadurch autistische Merkmale deutlicher in den Vordergrund treten.

#8


Dunkelbunte
Ich nehme Elvanse.
Pausiere allerdings momentan.
Mit Elvanse komme ich deutlich besser zurecht als Medikinet!

x 1 #9


Elly79
Ein Freund von mir mit AuDHS nimmt Medikinet nur bei Bedarf.
Ich denke es kommt auch sehr darauf an, was am stärksten ausgeprägt ist. Bei mir ist es nur mit ADHS die Impulskontrolle und die wird auch nur bedingt dadurch besser.
Was der sogenannte Gamechanger bei mir ist, dass ich mit Medikinet keine innere Unruhe habe. Die habe ich sonst immer, die ist unter der Medikation weg.

x 1 #10


Delphie
Huhu, 🙂

Eine Freundin sowie mein Partner wurden auch erst im erwachsenalter diagnostiziert.

Die versuchen es mit Medikamenten plus ihren Lebensstil zu ändern oder sich Hilfen zu organisieren.
Ist ja auch alles nicht einfach.
Merke wie schnell sie erschöpft sind. Außer Ruhe und so reizarm wie möglich hilft dank ja auch nicht mehr viel..

Mit ganz lieben Grüßen 🙂👋
Delphie

x 1 #11


lebensvielfalt
Guten,
Ich habe meine Autismus- Diagnose 2022 erhalten. Bis da eine Fachperson mal drauf kam.... Und Ängste /Panikattacken bin ich momentan am versuchen ganzheitlich anzugehen...

Gute Nacht euch 🙏

x 1 #12


Dunkelbunte
Zitat von lebensvielfalt:
Bis da eine Fachperson mal drauf kam

Du Glücklicher. Daumen hoch
Die meisten müssen kämpfen. Leider.
Gute Nacht

#13


M
@mkaufmann Ich nehme schon ein Antidepressivum, was aber nur bedingt gegen die Angststörung hilft. Die Ursache jedoch wird dadurch garnicht behoben, deshalb habe ich das Gefühl, das es irgendwie sinnlos ist. Naja, in 3 Monateb habe ich einen Termin beim Psychiater, mal schauen was der sagt…

#14


M
@lebensvielfalt Hat bei mir jetzt auch erst nach 10 Jahren Therapie geklappt, obwohl ich das klassische Autismus Kind war 🫣

#15


Dunkelbunte
Zitat von moonlightbae:
Ich nehme schon ein Antidepressivum, was aber nur bedingt gegen die Angststörung hilft.

Ich nehme Citalopram und es hilft mir sehr gut bei meiner Angststörung sowie Impulskontrolle.

Ohne wäre worst case Szenario!

Aber es hilft nicht bei Reizüberflutung, Hilflosigkeit wenn sich Strukturen plötzlich ändern, Agitiertheit, intensive Körper-Wahrnehmung etc.

Aus welcher Stadt kommst du?
Ich bin in einer Community wo auch Spaziergänge angeboten werden...
In Essen, Wuppertal und teilweise Düsseldorf.

#16


A


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