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Mercutio

Mercutio
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Hallo ihr einsamen Herzen!
Ich (m 30) bin neu hier und da ich nichts entsprechendes gefunden hab, hab ich ein neues Thema aufgemacht um mich mal vorzustellen.

Ich fühle mich im Moment grad wieder furchtbar einsam - nicht allein sondern einsam.
Ich unterscheide das deshalb, da ich dass Alleinesein eher als physische Abwesenheit definiere. Ich wohne in einer WG mit unter anderem einem Freund, den ich schon seid vielen vielen Jahren kenne. Auch habe ich einige hm.. nicht unbedingt Freunde aber Leute mit denen ich reden kann (meist über chat) oder wenn ich das Gled mal hab auch was unternehmen kann.
Allerdings ist die Einsamkeit die ich verspüre eine innere, das Gefühl, dass es niemanden gibt, dem ich wirklich etwas bedeute, den es interessiert wie ich mich fühle, wie mein Tag war etc.
Ich bin seid 5 Jahren single seid meine Ex mit mir Schluß gemacht hat um mit meinem besten Freund (und das mein ich so wie es hier steht -bester- Freund) durchzubrennen.
Ich denke, das war der Moment in dem ich das Vertrauen verloren habe, ich habe ein Studium begonnen und mich voll reingeschmissen, als es weniger wild wurde und ich mir wieder mehr Zeit zu reflektieren genommen habe - hab ich ne Depression entwickelt, die sich auch heute noch in depressiven Phasen und einer Depressiven Stimmung zeigt.
Ich bin seid ca 2 Jahren in Therapie (ein Jahr Einzel- nun Gruppenth) und sie hilft mir auch.
Dennoch werde ich dieses tiefe Gefühl von einsamkeit nicht los - mein Kumpel, der hier mit mir in der WG wohnt hat nun auch ne Freundin und... nicht nur, dass ich sie wenn sie abends zusammen ins Bett gehen höre, diese Nähe, die ich da sehe... mannnn. das macht mich fertig.. aber leider bringt es mich nicht dazu selbst mal "rauszugehen" sondern führt eher dazu, dass ich mich noch mehr zurückziehe...
Das Studium hab ich so sehr schleifen lassen, dass es immernoch andauert - zwar steh ich fast am Ende (meine Diplarbeit noch) aber ich komm einfach nicht dazu meine Gedanken zu konzentrieren...

puh.. ok.. ja also Hallo!
ich denke ich werd hier des öfteren mal vorbeischaun!

bis denne,
Mercutio

24.12.2010 #1


70 Antworten ↓
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DieSuppe
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Zitat:
Ich finde es sehr spannend, zu was für Gedankengängen es bei mir kommt: Versuch- scheitern, Versuch- scheitern,... Versuch - viell. Erfolg? Weiterentwicklung + Verbesserung
Vielleicht hab ich etwas noch nciht oft genug versucht? Obwohl ich immer das Gefühl habe es ewig nicht zuschaffen, aber ich bin auch ein ungeduldiger Mensch und möchte es gleich richtig machen bzw. können.


Vielleicht hilft es sich weniger auf den Teil der gescheitert ist zu konzentrieren.
Man läuft einen Marathon und muss bei kilometer 20 aufgeben.
Man hat versagt einen Marathon zu laufen.
Man hat es geschafft 20 kilometer zu laufen.
Beides beschreibt ein und dieselbe Situation, nur der Blickwinkeln ist ein anderer.

Es ist so das bei du dich bei jedemmal scheitern verbessert hast selbst wenn du es nicht gemerkt hast. Jeden Tag und jede Sekunde wird man älter (ich will da jetzt keine Ängste triggern) aber merken tut man es nicht, man merkt es nur wenn man ein bild von sich vor 10 Jahren sieht. Wenn man sich diesen Zusammenhang klarmacht dann ist es nicht es nicht mehr beunruhigend wenn sich nicht sofort Erfolg einstellt. Daraus schöpf ich meine Zuversicht das ich langfristig meine Probleme in den Griff bekomm.
Vor ein paar Monaten hab ich geglaubt ich hätte meine Probleme im Griff ich hab mich gefühlt wie Superman ich hab EFT ausprobiert und war einige Tage unglaublich Motiviert und Produktiv, dann bin ich alte Muster zurückgefallen das war für mich ein niederschmetterndes Versagen weil ich geglaubt habe "das funktioniert nicht, ich bekomm meine Probleme nicht geregelt obwohl ich super motiviert und überzeugt war". Diese Versagen hat mir dann wieder ein paar wochen verdrängung verschafft. Aber irgendwann hab ich mich mit meinen Problemen wieder tiefer beschäftigt und verstanden dass Rückschläge ganz natürlich sind ich weiss jetzt das sie kommen werden und daher sind sie nicht mehr beunruhigend. Ich bin mir ziemlich sicher das ich auf dem richtigen weg (zumindest die Richtung stimmt im Ansatz) und weiss das ich mich verbessere auch wenn ich nicht jedentag einen messbar erkennbaren Erfolg erreich.

Ich hab nie gelernt über Gefühle und Probleme zu sprechen, aus Sicht meiner Eltern sind Knochenbrüche gesunheitliche Probleme, aber psychische Sorgen gibts nicht und wenn dann reisst man sich zusammen und wenns damit nicht geht behält mans besser für sich denn dann ist man Schwach.
Wenn ich jetzt vergleich wie ich noch vor einiger Zeit war, hab ich nicht viele messbare Erfolge vorzuzeigen aber damals war es mir nicht einmal Möglich mich selbst mit meine Problemen zu konfrontieren und inzwischen kann ich sogar darüber schreiben (in der anonymität des i-net zumindest) und relativ locker tiefer bohren.
Ich finde meine derzeitige Situation zwar nicht gerade toll, aber andereseits hab ich dadurch sehr viel über mich und über die menschliche psyche gelernt. Wenn (und nicht falls) ich dann in Zukunft mal eine Beziehung führen kann und meine Partnerin hat Probleme kann ich ihr wahrscheinlich besser helfen als nur zu sagen "reiss dich halt zusammen und das macht jeder mal durch".
Wenn ich den heuten Tag betrache, kann ich leider auch nicht viel messbare Erfolge vorweisen, aber ich hab heute einen bekannten auf der Straße getroffen er hat gefragt wies geht udn was ich mach und hab relativ locker (naja sag ma mal mit wenig beklemmung) sagen können das ich zurzeit Arbeitslos bin. Ich gemerkt das es ihm ungenähm wäre wenn das Gespräch weiter in die Tiefe geht drum hab ichs oberflächlich belassen.
Wär ich mit dem Ziel einen echten Freund fürs Leben zu gewinnen spazieren gegangen hätt ich versagt, tatsächlich war das ganze Gespräch ein großer Erfolg für mich und das wirklich überraschende war das es anscheinend ihm unangenehmer gewesen wäre ein tieferes Gespräch zu entwickeln als mir.

Das mit Zielen ist so ein Sache sie sind sehr oft nütlich und daher auch wichtig das man sich welche setzt (ich tu das nicht so oft) aber bei bestimmten sachen sind sie fehl am platz. Wenn man zb Tanzen geht ist dann das Ziel einen tanz erfolgreich zu absolvieren, spürt man ein riesen Glücksgefühl wenn die musik aus ist ? Höchstens wenn einem der Partner auf die Füße steigt. Beim tanzen will man die Bewegung genießen, der Vorsatz heute absolvier ich erfolgreich 5 tänze ist nur sinnvoll wenn man seine Kondition trainieren will

Der Vorteil von solchen Hobbys bei denen der Erfolg eigentlich irrelevant ist, liegt darin das man sie relativ Frei von Druck machen kann dadurch entspannter ist und eventuell anschluss findet, oder auch nicht steht ja nicht im vordergrund sonder der Spaß.
Wenn man ins Fitnessstudio geht um einen lebenslangen echten Freund zu finden, und das passiert nicht und man mein daher man hätte versagt, verhindert man dadurch das postive Gefühl des Erfolgs das man heute 1h trainiert hat.
Vieleicht gibts für dich eien tätigkeit die du Stressfrei genießen kannst, es bringt nichts wenn du dich zum "Spaß haben" zwingst nach dem motto "heute will ich erreichen midnestens 2 liter Spaß zu haben" (ich weiss nicht genau in welcher maßeinheit man spaß misst)

Zitat von Open Water:
Ich muss auch ständig "mein Leben verteidigen" und ich finde das ist so Kräfte zehrend.
Diese städnigen Vorwürfe und Angriffe von viele nSeiten soagr und mesitens aus der eigenen Familie: zum Thema Job, Partnerschaft bzw. das nicht vorhanden sein von beidem. Als ob ich nicht schon genug darunter leiden würde...


Du hast dir die Lebenssituation ja nicht aussgesucht so nach dem Motto: "hmm arbeitslos sein wär schön dazu vieleicht ein bissl einsamkam prise soziophobie dazu ja das wär toll, ...hmm ich glaub da fehlt noch ein bissl minderwertigkeitskomplex und vielleicht noch ein schuss versagensängste. ja so ist gut"
du musst dich dafür nicht schämen.
Wenn dir vor allem in der Verwandtschaft menschen deine Lebensituation vorwerfen frag sie mal:
"Erzählst du mir das weil du glaubst das ich das nicht selber weiss, oder weil du glaubst ich verdrängs und konfrontier mich damit nicht genügend"
"Erzählst du mir das weil du mir helfen willst ? wenn dem so ist muss ich dir leider sagen das bringt nix sondern sorgt höchstens dafür das ich mich schlechter fühle"
Was dann vielleicht passiert ist überraschend sie werden eventuell Fragen "wie kann ich dir helfen" und du solltest dir eine Antwort überlegen, denn "lass mich in ruhe" ist keine gute antwort auch wenn man sie in dem moment sagen möchte.

Zitat:
Ich versteh die Welt bzw. die Menschen sowieso nicht gut. Hab leider mittlerwile auch so ne schwarz- weiss Sicht der Dinge bekommen.

Ich glaub das kann man beeinflussen auch wenns dauert, allerdings nicht nach dem motto "da ist ein negativer gedanke - geh weg" sondern vielleicht eher nach dem motto "hey negativer gedanke du hast unrecht weil: "

So dass war wieder mal lange schreibe von der Suppe, ich glaub ich les mich gerne selber schreiben

23.11.2010 01:21 • #47


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A


Vorstellung - Hallo zusammen!

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DieSuppe
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Zitat von Open Water:
Leider ist das mit der Umsetzung schwer wenn da noch die alten Glaubenssätze und Muster festhängen, so ala "du bist nicht gut genug"... " du wirst es sowieso nicht schaffen" etc.


Ja es gibt leider keine "Selbakzeptanz Pille", ich würde sie sofort kaufen Wie genau man das erreicht weis ich leider noch nicht, aber da ich glaube es ist eine Betrachtungsweise von sich selbst die im Hirn sitzt, ist die Idee mit Methoden die das eigene denken und fühlen beeinflussen können sicherlich eine guter Ansatz.
Ich glaub auch nicht das es viele Menschen wenn überhaupt einen gibt der es schafft sich vollends selbst zu aktzeptieren (vielleicht buddha ich weiss nciht) aber vielen gelingt das sehr gut, und das hat nix damit zu tun wie sie aussehen wie viel geld sie haben oder was sie beruflich erreicht oder welchen gesellschaflichen Status sie haben. Hin und wieder mal hab ich solche Menschen getroffen und ich war beeindruckt, aber lange Zeit hab ich geglaubt ich müsste so sein wie sie um genauso ausgeglichen zu sein.

Was ich auch wichtig finde und was ich versuche ist mir bestimme dinge/gefühle etc. bewusst zu machen, und zu überprüfen.
Ich sehe im Fernsehen einen berühmten Eis-Hockey Star der in der letzen Spielminute durch ein genial gutes und schönes dribbling das entscheidende Tor im Finale der Olympischen Spiele macht. Er wird bejubelt und ist überglücklich.
Ich denke mir und stelle mir vor das wäre ich denn so wie der wäre ich auch gern .....
... hey moment mal , ich spiel gar nicht gern eis hockey ... hmm wünsch ich mir ein berühmter eis hockey star zu sein oder wünsch ich mir berühmt zu sein ? wünsch ich mir berühmt zu sein oder die bewunderung der leute wenn man berühmt ist ? wünsch ich mir die bewunderung oder das Gefühl das dieser Mensch (vor allem in dem Moment) empfindet ?
Ja ich glaub dieses happy feeling ist dass begehrenwerte und mit Eis Hockey hat nicht direkt was zu tun.
Ich seh auch nicht den Tormann der Generischen Manschaft, der ist auch ein berühmter Eis-Hockey spieler aber niemand wünscht sich in dem Moment er zu sein.
Ich seh auch nicht wie extrem niedergeschlagen derselber Spieler vor 2 jahren war als er bei einem wichtigen match eine schuss aufs leere Tor vergeben hat. Ich seh von meinem Fernseher nicht "die Angst des Tormanns beim 11meter"

Zitat von Open Water:
" du wirst es sowieso nicht schaffen"

schafen oder nicht schaffen, erfolg oder versagen das ist eine sehr absolute definition.
Wenn man einen Marathon laufen will und einmal muss man bei kilometer 3 aufgeben, ein anderes mal bei kilometer 37 in beiden Fällen hat man versagt den Marathon zu laufen.
Oder hat man es hat es beiden Fällen geschafft ein paar kilometer zu laufen ?

Der A380 hat vor kurzem notlanden müssen (glücklicherweise nix passiert) ein konstukteursfehler beim Triebwerk. Ist der A380 gescheitert, haben die konstrukteure Versagt oder ist eher so das der Fehler (bei dem glücklicherweise niemand zu schaden kam) dazu führt das dieses Flugzeug verbessert wird ?
Was war der allererste Versuch der zum A380 geführt hat ?
Der erste Versuch war ein Mensch der von einem kleinen Felsen gehüpft ist und mit den Armen geflatter hat. Der hat versagt/ ist mit dem Versuch gescheitert. Danach folgten unzählige weitere versuche die gescheitert sind die letztendlich zu einem A380 geführt haben der gescheitert ist
Aus dem scheitern entwickelt sich Verbesserung, ohne dem Menschen der flatternd vom Felsen gehüpft ist gäbe es heute keinen A380, und ich frag mich gerade ernsthaft was die größere Leistung war ...

Naja, ich hab leider auch keine Selbstakzeptanz pille falls ich sie finde lass ichs euch wissen.
Diese Gedankengänge niederzuschreiben mit dem Ziel sie anderen Leuten zu erklären hilft mir interesanterweise ungemein sie selber zu verstehen

22.11.2010 15:29 • #44


Zum Beitrag im Thema ↓


F
Hallo Mercutio,

genau dieses Gefühl kenne ich auch. Es zerreist einen fast vor Leere
Leider hatte ich noch nie eine richtige Partnerschaft und mir fehlt
generell "ein Gegenstück".

Ich finde es aber gut das du dennoch dein Studium machst und hoffe das du es mit einer
guten Note bestehen wirst. Mach dir wegen der Dauer des Studium keine Sorgen, ein bekannter von mir Studiert jetzt so an die 5-6 Jahre

Hoffe du findest dein Glück dennoch.

mfg
Furb

#2


Mercutio
danke für die aufmunternden Worte ...

ja.. schwierig alles...

#3


Open-Water
Hallo Mercutio,

ich kann dich sooo gut verstehen. Bin auch extrem einsam und habe Depressionen.
Ich sehne mich so nach einem Partner mit dem ich mein Leben er- leben kann.

Wenigstens hast du nicht auch noch das Gefühl alleine zu sein - hättest du die Möglichkeit mit deinem Kumpel wegzugehen, Leute kennen zu lernen bzw. einfach was zu unternehmen?

Denkst du das du deine alte Beziehung bzw. den Vertrauensmissbrauch/Verrat schon emotional überwunden hast? Also ich meine ob du innerlich überhaupt schon bereit bist für jemand neues? (Eine psychische Narbe bleibt bei sowas ja immer zurück.)

Was blockiert dich gerade am meisten?

Bin gespannt mehr zu erfahren...

Viele Grüße

#4


Mercutio
naja.. ich hab im Monat 600 Euro minus Miete bleiben noch ca 250 für Essen, Keidung und leider bin ich Raucher (dreh aber selber).. so viel bleibt da also nicht um weg zu gehen und viel Zeit hat mein Kumpel auch nicht (wegen Job und Freundin). wir gehen vielleicht einmal im Monat weg.. wenn überhaupt, das sind dann auch nur 2 stunden oder so und über Gefühle reden oder so is auch nicht bei ihm... kommt nicht an...

Ich bin ein Mensch, der auch schon vor aber auch wegen meines Studiums sehr selbstreflektiv ist (was leider oft ins Grübeln abdriftet (Grübeln nenn ich diese Spirale, die einen ziellos immer tiefer runterzieht und mich am schlafen hindert)) und daher hab ich mir diese Fragen natürlich auch schon alle gestellt... ich hab auch die erforderlichen sozialen Ressourcen - aber vertrauen... fällt mir sehr schwer.
ich denke ich hab irgenwann einfach zu gemacht weil es zu sehr weh getan hat - meine Maske aufgesetzt und die Leute um mich herum zum Lachen gebracht (was ich auch schaffe wenns mir richtig dreckig geht).

Ich bin Romantiker - ich denke man würde mich Softie nennen, ich bin niemand der losrennt und dann überlegt wo dieser Weg hinführen könnte - ich hasse Anmachsprüche also lass ich das Ansprechen gleich sein, weil "ich bin ja eh nicht gut genug".


Was mich am meisten blockiert? *lach* naja das is mir schon kalr wer das is... - ich bin das!
Ich weiß, dass es an mir liegt, dass ich der einzige Mensch bin, der mei Leben ändern kann... ich wüsste auch wie - aber ich finde den Schalter nicht, der von "Planung" auf "Move your Ar.!" umgeschaltet werden muss...

Hat wohl auch viel mit meinen Eltern zu tun, die ich aber eher als Erzieher bezeichnen würde... mein Vater hasst Körperkontakt jeder Art, der über einen festen Schlag auf die Schulter hinausgeht - meine Mutter ist oft sehr cholerisch gewesen - da war nicht viel mitfühlendes Verhalten - daher wohl auch das Gefühl dass man mich nicht lieben kann und mich dann halt ausnutzt - ich bin lustig, intelligent und seh nicht soo schlecht aus, vorallem aber bin ich immer da wenn man mich braucht - wenn man MICH braucht -

#5


Open-Water
Wie überraschend und auch ein bisschen unheimlich...

Vom momentanen Monatseinkommen über das "nicht vertrauen können" und das selbstreflektierende + "nicht gut genug" Gefühl bis hin zur cholerischen Mutter usw. ...
kann ich alles auch auf mich übertragen - nur das ich eine Frau bin!

Ja das hilft dir auch nicht weiter ich weiss, aber wenn mehrere im selben Boot sitzen ist man schon weniger alleine bzw. einsam.

Wie sieht es denn mit Fitnessstudio oder Sportverein aus?

Hast du bei deiner Therapie oder Gruppe schon Tipps bekommen die zumindest mal theoretisch weiterhelfen?

Schon über Internet Kontakte geknüpft?

#6


Mercutio
Also ich hab letztes Jahr unheimlich viel in mich 2reingefressen" im warsten Sinne des Wortes... Ich koche auch sehr gerne und wohl auch lecker wie man mir sagt... aber als dann auch mein Arzt meinte ich solle dann doch mal ein wenig abnehmen (bevor ich 3mal zum weihnachtsessen zu meinen eltern gegangen bin wog ich 118 kg).. naja ich hab anders gegessen, weniger gegessen und hab wieder ein bisschen Sport gemacht...
hab dann so in einem halben Jahr 20 Kilo abgenommen... im moment mach ich jeden Abend bevor ich ins Bett gehe ein bisschen was (hab 2 hanteln und sonst braucht man ja nicht viel)
jetzt grad nehm ich wieder zu, is aber wohl Muskelmasse und ich sehs auch vorm Spiegel, was mich schon auch sehr viel lockerer macht und ich fühle mich auch besser dadurch..

ja das Geld.. das is halt echt sehr knapp.. wenn ich mal n bissl mehr hab will ich auf jeden fall wieder Vereinssport machen, Kampfsport ohne Kontakt z.B. oder Badmington.. (hab ich als Jungspund alles gemacht)

In der Gruppe bin ich noch nicht so ganz angekommen und da ich das letzte halbe Jahr damit verbracht habe Prüfungen und Hausarbeiten (allesamt bestanden mit teilweise seeehr guten Noten) von 3 Semestern nachzuholen und ich immer wieder mit extremen Schreibblockaden habe kämpfen müssen, war bei mir meist das ein thema... aber ich denke ich kann jetzt auch mal meine einsamkeit mehr ansprechen.. mal schaun.. die Stimmung in der gruppe is grad ein wenig.. hm,.. angestrengt... aber naja was in der Gruppe passiert - bleibt in der gruppe also belasse ich es dabei...

überraschend? unheimlich kann ich verstehen aber naja das was da bei uns übereinstimmt is ja auch nur ein kleiner Teil von uns

auch sone sache... ich beschäftige mich allein schon wegen meinem Studium mit den Themen... (soziale arbeit) .. schon lustig wenn man in ner Prüfung über Depressionserkennung und Therapieöglichkeiten sitzt und denkt, während man eine Erstdiagnose an einem Text macht:"Aha... ok.. hab ich auch... aha.. jaaaa. des kenn ich... oh moment.. ok.. zurück zur Prüfung..."

#7


Open-Water
ja kenn ich auch

Ich glaub du bist auf einem guten Weg...hört sich zumindest so an. Du hast wenigstens noch Kontakte und bist im Studium gut.

Ich finde es auch wichtig und richtig das du auch wieder was für dich und deinen Körper machst - man fühlt sich einfach besser.

#8


Mercutio
ja.. definitiv.. auch wenn ich mich in manchemn momenten hasse.. wenn ich so ne kleine fressattakte hab... aber das darf auch mal sein...

was das studium angeht... ich war nie gut oder besser gut genug - für meine eltern jedenfalls... so bin ich einerseitz ziemlich perfektionistisch geworden und andererseits habe ich eine ganz oder garnicht einstellung ... was dann letztendlich dazu führt, dass ich die sachen liegen lasse...
wenn ich mal ne 1,3 auf ne hausarbeit bekomme dich mal eben in den letzten 5 tagen vor abgabefrist hingerotzt habe.. dann könnte man ja meinen dass ich mich gut fühle... ABER.. dann denk ich.. hm,.. wenn ich jetzt doch früher angefangen hätte.. dann wärs bestimmt ne 1,0 geworden... was ne dumme denke oder? naja...
ich denke ich muss mich selber einfach ein bisschen besser mögen.. dann funktioniert das andersrum vielleicht auch...
ich mach mich halt auch gern selber schlecht.. naja.. wird schon...
aber wehtun tut das ganze trotzdem... will doch nur dass man mich lieb hat.. und zwar nicht weil ich dann auch lieb bin (bin ich ja) sondern weil ich ich bin... is das verständlich?

#9


Open-Water
Klar das ist sehr verständlich!
Ich hab auch ganz massiv das Gefühl nicht gut genug zu sein.

Hab ich durch meine Mutter, Schulzeit und einen Ex!

Und wenn ich etwas nicht gleich kann bzw. andere besser sind, lass ich's bleiben und denke das schaff ich eh nicht und es ist mir dann auch zu viel weil mein Leistungsdruck dann so stark hoch kommt, das er mir die ganze Energie absaugt.

Echt ätzend und dann noch die Blöd Depression die eh runter zieht und lähmt.

Ich bräcuhte einfach mal jemanden der mich so an die Hand nimmt und sagt: "komm wir machen es zusammen oder probieren zusammen was neues asu." Da wär ich gleich dabei!

Dieses immer kämpfen müssen und dann letzendlich doch allein sein und nicht glücklich...ich weiss nicht-irgendwie komm ich da wohl nicht mehr raus.

Ich glaub ich finde echt keine Freunde mehr und nen passenden Partner schon gar nicht!

#10


Mercutio
ok.. nun bin ich es der das ein wenig unheimlich findet...

ich muss aber auch sagen.. nachdem ich die ganzen schei. selbstmordgedanken überwunden habe.. dass ich dann immer ein bisschen trotzig werde und mich ein bisschen wie ein kleines Kind fühle nach dem motto:
ich bin nicht gut genug.. ich find eh nie die richtige, dich mich nicht nur benutzt oder ausnutzt.. und dann kommt der trotz: nein.. verdammt.. ich bin doch nicht so dumm, hässlich, unlustig und schwach, dass ich das nicht irgendwie hinbekomme...
und dann das kleine kind wieder... ich will doch nur dass man mich lieb hat... warum hilft mir denn keiner...

#11


Open-Water
hey - lies nicht meine Gedanken !

#12


Open-Water
Ich glaub das Thema heisst Arbeit mit dem inneren Kind. Hab da mal nene Kurs gemacht und auchschon was gelesen. Es war schrecklich, hat aber eben den wunden Punkt getroffen.

Och nö, nicht schon wieder bzw. immer an mir arbeiten ohne sichtbare bzw. effektive Erfolge...ok ich bin schon etwas ungeduldig, aber ich seh echt das es andere einfacher haben. Hm, die kommen vielleicht nicht so schnell vom Karma oder spirituell weiter aber die haben Freunde und ne Partnerschaft! Ich will das auch!!

Ich seh gut aus, ich bin vielseitig, intelligent, witzig, offen, sensibel, gefühlvoll, temperamentvoll, leidenschaftlich, selbstreflektierend, neugierig, unternehmungslustig usw.
also was ist denn das Problem warum ich niemanden finde?

#13


Mercutio
ja.. geht mir genauso.. absolut genauso.. warum? weil wir diese blöden spielchen nicht mitspielen?
weil ich keinen bock hab über Stefan Raab zu lachen? weil ich antworte wenn jemand fragt: "schau mal den! wie kann man denn so blöd sein?" mit: "hm,.. keine ahnung ich kenn ihn nicht genausowenig wie du? vielleicht hat er nen schlechten tag etc.."

weil wir auf werte stehen wie treue und weil wir wissen dass man auch bitte und danke sagen kann... ? ... vielleicht sterben wir aus... und es gibt nicht mehr so viele von uns...

boah is des traurig...

#14


Mercutio
Zitat von Mercutio:
boah is des traurig...


also der Gedanke des Aussterbens mein ich...

#15


Open-Water
und noch trauriger ist, dass ich nicht glaube das sich daran noch was ändert. Ich hab die Hoffnung aufgegeben....

#16


M
*schmunzel* Vielleicht gibt es sehr wenige von der Sorte, aber.. ich meine mich auch in dem was ihr schreibt wieder zu erkennen.. und ich kenne sogar ein paar, die sowas ähnliches über sich sagen. Leider ist es dann irgenwas anderes, wieso es dann trotzdem nicht klappt, dass man sich richtig anfreundet.. das finde ich dann besonders schade.

Naja.. ich wollte gar nicht viel schreiben.. (so viel zum Thema "ins Grübeln kommen und sich ablenken lassen".. ich sitz gerade eigentlich an einer Hausarbeit dran.. ).. wollte euch beiden nur nen Gruß da lassen.. weil mir das sehr sympathisch war, was ich bisher von euch gelesen habe. ^^'

Also.. nen lieben Gruß!
Moni..

#17

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Mercutio
Zitat von -Moni-:
wollte euch beiden nur nen Gruß da lassen.. weil mir das sehr sympathisch war, was ich bisher von euch gelesen habe. ^^'


Gruß zurück!

Zitat von Open Water:
und noch trauriger ist, dass ich nicht glaube das sich daran noch was ändert. Ich hab die Hoffnung aufgegeben....


untersteh Dich aufzugeben.. klar!?!

so geht das hier ja nicht!
nur weil ich hier sowas schreib oder wir sowas glauben muss das ja noch lange nicht stimmen und man.. kommschon.. wir sind doch noch sooo jung... und wir werden eh alle 90 Jahre alt!
und wenn ich "die Richtige" erst im Heim kennenlern - gut, dann isses eben so.. aber irgendwann wirds passieren, das jeder sein glück findet... nur NIE NIE Aufgeben!
Klar?! ich will das nicht mehr lesen von Dir!
-is jetzt verboten... !

Grüße,

Mercutio

#18


Open-Water
@ Moni

Dankeschön, bist herzlich eingeladen hier weiter zu schreiben.


@ Mercutio

hm, dann kann ich ja gar nix mehr schreiben

Lieb von dir das du versuchst mir Mut zu machen aber ich weiss grad einfach nicht mehr
weiter. Mein Leben ist ein einziger Scherbenhaufen und ich hab echt keine Hoffnung mehr. Alles von dem ich dachte das etwas draus wird ist nichts geworden und jetzt fällt mir auch nix mehr ein (nicht mal ein Hobby, geschweige denn eine Tätigketi/Job oder was das Thema Freunde und Partner anbelangt). Hab schon so viel versucht und gemacht und alles hat irgendwie nix gebracht oder sich sichtlich verändert.

Das nennt man wohl bad karma!

Sorry das ich so ne miese Stimmung mache, aber fühl mich grad wie im Klo runtergespült.

#19


S
@open water

nein, nicht im Klo runter spülen... Bitte nicht!

es liegt sicherlich an mehreren sachen und nicht nur an dir allein!

denkanstöße für dich
wie weit bist du den abgelegen km mäßig vom nächsten ort?
wieviele einwohner sind bei dir und im nächst gelegen Ort?
wenn du so leidest währe dann nicht dann doch ein Umzug sinnvoll?

ist alles ausgeschöpft - alles kompletti?

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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