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K

kristoph100
Mitglied

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12
Themen:
1
Mitglied seit:
Auch ich bin neu hier und überrascht, wieviele Leute ähnliche Probleme haben oder ähnlich denken wie ich. Das hätte ich nicht erwartet.
Es ist für mich schwierig diesen Beitrag zu schreiben, da ich ständig die Angst habe von Leuten abgelehnt oder nicht gemocht zu werden.
Anfangs waren diese Angst und die negativen Gedanken unbegründet und ich stellte immer wieder fest: Mein Umfeld reagiert positiv auf mich, meistens kommt mir das Leben irgendwie entgegen. Doch inzwischen habe ich mich innerlich selbst so sehr davon überzeugt, dass ich nicht angenommen und gemocht werde, dass ich auch in meinem Umfeld diese Glaubensätze bestätigt bekomme. Und dadurch ist es wie in einer Spirale, die sich selbst weiterdreht. Jetzt ist es so dass die meisten Freunde sich abgewendet haben und ich das mehr und mehr zu meinem Dogma mache und immer empfindlicher und neurotischer reagiere.
Aber Erkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung und ich arbeite daran. Vor einigen Tagen habe ich zufällig den Film "The secret- das Geheimnis" gesehen, den ich als sehr interessant und passend empfunden habe.
Viele Grüße Christoph

05.02.2008 #1


40 Antworten ↓
G

Gast B
Gast

Aha, jetzt hab ich's verstanden.

Dann gibt es 2 Sorten von stummen Mitlesern.


Aber ich sehe das so wie Petra: Für ein fruchtbares Gespräch über ein Problem ist es nicht nötig, dass dabei beide von ihren Problemen reden.

Im Gegenteil, das gilt als Unart. Es ist ein typisches Beispiel aus der Kommunikationslehre, wie man es in einer guten Kommunikation nicht machen soll, nämlich:

Der erste fängt an, über ein ernstes Problem zu sprechen, das er hat, z.B. eine für ihn neue Krankheit. Der andere hört das und sagt: "Ja, das kenn ich! Ich war neulich auch beim Arzt, und stellen Sie sich vor, was der bei mir festgestellt hat - meine Leber ist kaputt! Ich muss jetzt Diät machen ... "

Der andere ist frustriert, denn eigentlich hatte er das Bedürfnis gehabt, mit dem anderen über seine akuten Sorgen und Ängste wegen seiner Krankheit zu sprechen und erhoffte sich dafür Trost, Zuspruch und idealerweise auch Erfahrungen und Tipps. Für die Krankheiten des anderen hat er momentan zu viel eigene Sorgen und Angst. Und das ist normal und verständlich.

Daher, entweder jemand möchte einfach nur plaudern, Small Talk machen, um die Zeit angenehm totzuschlagen, z.B. während des nachmittäglichen Kaffeetrinkens oder beim Warten auf den Bus.

Oder, jemand hat wirklich ein akutes Problem, dann ist es richtig und wichtig, dass der andere darauf eingeht und bei diesem Thema bleibt und nicht mit seinem eigenen Kram dazwischenquatscht.
Wenn der erste dann aber fordert, dass der andere ihm jetzt erstmal seine eigene Lebensgeschichte oder Leidensqualifikation erzählt - dann hat er offenbar keinen wirklichen Bedarf an Zuwendung und stiehlt dem anderen nur Zeit und Energie.


Dass "der andere" trotzdem, auch wenn er beim Problem "des ersten" bleibt, etwas falsch machen kann, z.B. zu fordernd sein kann, ist klar.

Ich hoffe, das war jetzt meinerseits verständlich.

05.02.2008 19:37 • #35


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A


Hallo zusammen

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G

Gast B
Gast

Nein, ich finde sie nicht berechtigt.
Wenn mich z.B. meine neue Nachbarin fragt, ob ich alleine lebe oder nicht, dann frage ich auch nicht erst zurück, warum sie das fragt und welche eigenen Erfahrungen sie damit hat; das würde in den meisten Fällen wie eine unhöfliche Zurückweisung wirken. Sondern ich beantworte zuerst ihre Frage. Später kann ich, falls es mich ehrlich interessiert, noch nach ihren Verhältnissen fragen.

In Ausnahmefällen, wenn einem der andere nicht geheuer ist oder man sich überhaupt nicht vorstellen kann, warum der andere das wissen möchte, oder wenn man sich nicht sicher ist, dass man es beantworten will, kann man natürlich mal zurückfragen, warum der andere das wissen möchte.

Aber wenn jemand HIER im Forum einen Thread eröffnet, in dem er seine Probleme aufschreibt, dann sollte man doch davon ausgehen können, dass er sich Reaktionen darauf wünscht und dafür dankbar ist, und nicht, dass er von denen, die auf ihn eingehen, erstmal einen Berechtigungsnachweis verlangt.

Auch Petra fand das nicht nötig, dass alles sofort 1:1 ausgeglichen werden muss.

Außerdem, wenn kristoph es nicht aus Prinzip, sondern ehrlich interessiert gefragt hätte, hätte er es anders formuliert. Es klang nicht interessiert, es klang verhörend und etwas spöttisch.

Dieses "gegenseitige Zeigen" ist zwar auf längere Sicht richtig, wenn man eine freundschaftliche Beziehung aufbauen will. Aber wenn man ein Problem lösen will, dann sollte man sich m.E. einfach auf dieses eigene Problem konzentrieren und froh sein, wenn die anderen das auch tun.


Trotzdem kann kristoph mit seinem Gefühl bezüglich flo Recht haben. Nur wirkte das Bestehen auf dem "Zeigen" an dieser Stelle auch auf mich wie eine Ohrfeige an flo.

05.02.2008 02:20 • #23


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G
Hallo Kristoph,
willkommen erst mal. Schon richtig - hier lehnt dich keiner ab. Die kennen das alles irgendwie (fast wie in RL )
Mach mal genauer: wie kriegst du es hin, dass du Menschen dazu veranlasst dich so abzulehnen WIE DU DAS WILLST?

(dass du es "willst" ist natürlich eine boshafte Unterstellung: aber würdest du soviel AUfwand treiben, wenn du nicht irgendwie was davon hättest?)

gruß flo

#2


K
Hallo Flo,
danke für die Antwort. Das Thema ist natürlich komplexer, als das man es mit wenigen Worter erklären kann.
Ich bin ein Mensch der es wissen möchte, ich war schon immer auf der Suche nach der absoluten Wahrheit, habe mich selbst und andere schon immer total hinterfragt, was mich hinter die Masken und Unechtheiten schauen ließ/lässt. (Sowohl bei mir als auch bei anderen)
Dieses Hinterfragen ist oft unbequem und anstrengend und irgendwann stellte ich fest, dass die meisten meiner Freunde irgendwie "anders" sind, über Gefühle wird lieber nicht geredet, Tiefgang lieber vermieden.
Freunde meldeten sich immer seltener und ich merke, dass ich immer "Gesellschaftunfähiger" geworden bin.
Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, dass der Freundeskreis nicht mehr zu mir passt, denn ich kann nicht anders als nach dem zu gehen, was sich in mir als richtig anfühlt, auch wenn es manchmal "anders" ist.
Aber auch in früher Kindheit habe ich mich meist als Außenseiter gefühlt (zu sensibel, zu extrem, zu stark, zu schwach, zu dies zu das...)
Jedenfalls habe ich dann versucht mich möglichst so zu verhalten, wie es wohl gut ankommen würde, aber bereits wenn ich zum Hörer griff um Freunde anzurufen, war ich fest davon überzeugt, dass sie gerade keine Lust auf mich haben und dieser Glaubensatz hat sich dann meist bestätigt. Und daraus habe ich dann immer mehr meine feste Überzeugung gemacht.
Und ich stelle fest, wonach ich mich sehne sind einfach Menschen, mit denen man eine gute Zeit zusammen verbringen kann, einfach Spaß haben oder reden, es muss nicht mehr das tiefe analysieren sein, dass ich früher immer an den Tag legte. Trotzdem sollten diese Leute auch Tiefgang haben. Und solche Menschen die so zu einem passen sind wohl schwer zu finden.

#3


F
Hi kristoph,
die Neigung zum Reflektieren ist: ein Zeichen von Intelligenz UND ein Mahnmal vergessenen Leidens.
Ohne Grund fängt keiner das Grübeln an.

Reflektieren gehört zu den Überlebenstechniken von Kindern unter Druck. Ich kenne das gut. Diese Art Überlebenstechnik muss überprüft und neu entschieden werden, weil die Gründe für ihr Entstehen in der Vergangenheit liegen und keine adäquate Lösung für deine GEGENWART darstellen.

Du siehst das selbst: eigentlich hast du auch Sehnsucht nach unbeschwerter Freude.

Nun ist es aber so, dass es auch eine Fähigkeit ist, die du dir erarbeitet hast - nämlich Unbewußtes bewußt zu machen. Und: Bewußtsein ist nicht reduzierbar. Das heißt: Du brauchst zumindest AUCH Menschen, die bei deinem Tiefgang mithalten können - und wenn es mit den gleichen Menschen auch möglich ist unbeschwerte Freude zu empfinden, dann bist du angekommen.

Das alles steckt in anderen Worten schon in deinem Text drin - ich werde dir da nichts neues erzählen.

Sei stolz auf das was du kannst. Du kannst damit viele gute Dinge ANFANGEN, wenn du erst mal gelernt hast AUFZUHÖREN.

EIn paar Fallen in der Anwendung dieses alten "Könnens" möcht ich noch erwähnen:
Größenwahn - ich denk ich kenne den anderen besser als er sich selbst
Balken im Auge: Immer schön den anderen analysieren - nur den eigenen Acker nie bearbeiten.
Pseudorelevanz: Was depressiv ist, wirkt bedeutsam, wichtig - aber gerade da gibt es die immer gleichen Kreisläufe.

Man kann auch einfach sagen: So, das kann ich ja schon - jetzt üb ich mal was anderes - und dann bewußt NICHT reflektieren, Bewußt Smalltalken und Flachflirten und mal sehen was dann passiert...

grüße
flo

#4


K
Hi Flo,
wieder danke für die Nachricht.
Jetzt bin ich Neugierig was dich beschäftigt und deine Motivation fürs Antworten schreiben im Einsamkeitsforum ist.
Gruß Christoph

#5


P
Hallo flojoflo,

auch ich danke dir für deinen Beitrag.

Als ich eben kristophs Beiträge gelesen habe, habe ich mich da sehr, sehr wieder gefunden. Und deine Antwort trifft tatsächlich ins Schwarze.
- Ich habe nie gelernt aufzuhören - dachte bisher auch immer, es wäre gut alles zu hinterfragen, eben nicht oberflächlich zu sein.
- Ich wünsche mir zumindest manchmal unbeschwerte Freude, dies geht aber nicht ohne "aufzuhören"
- und ja, auch der Größenwahn passt, manchmal denke ich tatsächlich, andere besser zu kennen als sie sich selber. Puh, wie überheblich.

Danke dir für die vielen passenden Denkanstöße.
Liebe Grüße,
Petra

#6


K
Hallo Petra,
hat mich gefreut deine Nachricht hier zu lesen und ich nehme es zum Anlass dir direkt zu schreiben.
Auch zu meinem Thema hat Flo sehr gut die Essence aufgefasst und auch hier danke für die Denkanstöße.
Was mich persönlich betrifft, suche ich hier aber keine Art von Therapeuten sondern einen Austausch und der findet für mich statt, wenn man gegenseitig etwas von sich zeigt. So denke ich auch wir haben Denkanstöße für Flo bereit
Liebe Grüße Christoph

#7


P
Hi Kristoph,

das mit dem Austausch sehe ich genau wie du, allerdings finde ich nicht, dass der Austausch direkt 1:1 erfolgen muss. Soll heißen, wenn mir jemand etwas gibt, muss ich nicht ihm etwas zurück geben, sondern gebe es vielleicht auch jemand anderem - zumindest hoffe ich, dass ich hin und wieder mal jemandem nen Denkanstoß, oder auch "nur" Zuspruch geben kann.

Liebe Grüße,
Petra

#8


K
Hi Petra,
vielleicht haben wir das gleiche Problem unser Licht unter den Scheffel zu stellen- Selbstbewußtsein. Und auf der anderen Seite auch die Gefahr vor Übergheblichkeit.
Was ich zum Thema Austausch und etwas von sich zeigen geschrieben habe, galt Flo und werde ich ihm direkt mitteilen. Nur kurz zur Erklärung: Er hatte mich angeschrieben und mich mit einer Frage dazu aufgefordert, persönliches von mir zu zeigen und sehr in dir Tiefe zu gehen. Und auf der Ebene sollte dann ein gegenseitiges "zeigen" stattfinden, ansonsten wäre es für mich nicht auf gleicher Augenhöhe.
Schönen abend
Christoph

#9


P
ok, das kann ich gut verstehen.
Wünsch dir auch nen schönen Abend,
Petra

#10


G
hey kristoph,
ich zeig mich doch: das sind doch alles Sachen, die ich von mir selbst kenne, die schreib ich dir doch nicht, weil ich DICH analysiere - sondern mich in dem, was du schreibst wiedererkenne... ich bin nicht dein Therapeut und wills auch gar nicht sein. Ich bin nicht weiter als du oder sonst wer... bei meinen Sachen brauch ich die Hilfe anderer genauso wie alle, um klar zu sehen.
Ich denke über mich selbst nach und wo ich das Gefühl habe, dass das Gedanken sind, die anderen was nützen können und zu ihren Themen passen, da schreib ich das auf.
Wenn ich selbst nicht weiterweiss dann mach ich eigene Themen draus.

ich bin denke ich ziemlich offen in diesem Forum - nur versuch ich auch in den Threads anderer Leute bei ihren Themen zu bleiben.

Ich weiß grad gar nicht, worauf du dich beziehst, wenn du schreibst, ich hätte dich aufgefordert, dich zu zeigen?

flo

#11


F
joup war ich
flo

#12


G
Zitat von kristoph100:
Hi Flo,
wieder danke für die Nachricht.
Jetzt bin ich Neugierig was dich beschäftigt und deine Motivation fürs Antworten schreiben im Einsamkeitsforum ist.

Warum freust du dich nicht einfach, dass jemand so interessiert auf dich eingeht?

Du bist doch sonst deprimiert, wenn niemand sich für dich interessiert.
" ... aber bereits wenn ich zum Hörer griff um Freunde anzurufen, war ich fest davon überzeugt, dass sie gerade keine Lust auf mich haben"

"Alles hinterfragen" wolltest du doch nicht mehr ...?

#13


K
ich freue mich

weil ich mich im analysieren auskenne, darf ich hier meinem gefühl trauen und das sagt: flo hat eine sehr gute und glasklare auffassungsgabe und gibt sie gerne zum besten. aber auf der gefühlsebene sind defizite spürbar

"Man sollte dem Anderen die Wahrheit wie einen Mantel hinhalten, damit er hineinschlüpfen kann, und nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen" Max Frisch

nicht bös gemeint

#14


F
hallo kristoph,

was du da schreibst ist nicht unbedingt die Wahrheit - aber auf jedenfall ein nasses Tuch.
Denn: es ist pauschale begründungslose Kritik garniert mit Abwertungen.

Selbst als Mantel dargereicht würde ich nicht hineinschlüpfen und selbst wenn ich es wollte würde ich es nicht HIER tun.
Das hier ist DEIN Acker. Wenn ich was zu pflügen hab tu ich das auf meinem.

Du gehst nicht gut um mit meiner Zuwendung.
Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.

Flo

#15


K
hallo flo,
ich wollte dir weder Mantel noch Lappen anbieten.
Ein Tipp: Schau mal in deinen Verlauf, jedem deine Weisheiten zum Besten zu geben ist nicht immer die feine englische Art.
Christoph

#16


F
Zitat von kristoph100:
Es ist für mich schwierig diesen Beitrag zu schreiben, da ich ständig die Angst habe von Leuten abgelehnt oder nicht gemocht zu werden.
... Doch inzwischen habe ich mich innerlich selbst so sehr davon überzeugt, dass ich nicht angenommen und gemocht werde, dass ich auch in meinem Umfeld diese Glaubensätze bestätigt bekomme. Und dadurch ist es wie in einer Spirale, die sich selbst weiterdreht. Jetzt ist es so dass die meisten Freunde sich abgewendet haben und ich das mehr und mehr zu meinem Dogma mache und immer empfindlicher und neurotischer reagiere.
...


Zitat von Anonymous:
... wie kriegst du es hin, dass du Menschen dazu veranlasst dich so abzulehnen WIE DU DAS WILLST?

...

Zitat von kristoph100:
...
Ein Tipp: Schau mal in deinen Verlauf, jedem deine Weisheiten zum Besten zu geben ist nicht immer die feine englische Art.
Christoph



...siehst du: so machst du das....
ciao
flo

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

K
danke für die Zitate, ich stehe zu dem was ich geschrieben habe.
Aber ich beende hier unsere Kommunikation, auch wenn du gerne das letzte Wort hast.

#18


G
Holla die Waldfee, heut ist in diesem Forum aber die Kacke am dampfen! Schafft Karneval ab, das macht die Leut nur wild und aggressiv

#19


G
Nu ja, das würde ich noch nicht "wild und aggressiv" nennen ...

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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