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Darky37
Ich kann dich gut verstehen. In meinem Beruf habe ich sehr viel mit Menschen zu tun (Medienbereich). Man hat 24/7 gefühlt mit Leuten zu tun und abends ist man froh, wenn man seine Ruhe hat. Momentan habe ich eine Position, bei der ich nur noch mit direkten Kollegen zu tun habe und ich finde es sehr entspannt aber ich vermisse es auch etwas wieder auf Termine zu fahren, mit Leuten zu sprechen und Geschichten zu schreiben.

Ich war bislang nie mit jemandem von der Arbeit befreundet, ich habe immer das Gefühl mich unbeliebt zu machen durch meine Ehrlichkeit dort und weil ich sehr jung im Gegensatz zu meinen Kollegen bin. Ausserdem sind fast alle Männer und man fühlt sich oft in diesem Beruf untergebuttert, keine Ahnung warum.

Ich finde es generell sehr schwer in heutigen Zeiten wahre Freunde zu finden, und es kommt ja nicht auf die Quantität an sondern auf die Qualität.

Schade, dass das mit deiner Arbeitskollegin im Sande verlaufen ist aber ich drück dir die Daumen dass du jemanden findest mit dem du Zeit verbringen kannst. Du scheinst bodenständig und nett zu sein von deiner Schreibe her und ich finde das überhaupt nicht falsch mit keine Kinder haben etc. Jeder so, wie er gern möchte.

Gruss!

12.02.2020 22:50 • #41


Ich beneide Dich um Deine privaten Verhältnisse. Ich hab mal auf so einem Bauernhof gelebt. Ein Nachbar wollte da aber gerne nebenan eine kleine Deponie unterhalten- ungestört. Ich hatte meine Freundin und sie mich. Ich hatte kein Geld, keine Netzwerke und keinen Plan. Erst wurden wir gewarnt, dann die Nachbarn zersetzt und anschliessend Tier 1 vergiftet. Dann kam Tier 2 dran. Naja, dann alles an die zu verkaufen, viel dann eher leicht: sie hatte noch zwei Pferde und einen Hund...
Im Laufe meines Lebens, bei der man mein zweifelhaftes Verhalten und Erleben immer wieder mal mit diversen Begrifflichkeiten titulierte, passierte vieles mit mir. Aber eines weiss ich heute- als überzeugter Zoophylist- mit Tieren rede ich am liebsten. Ich hatte es schon, das mir ein Pferd tröstend seine Unterlippe auf den Kopf legte. Das mir ein Hund seine Pfote (versuchsweise) auf die Schulter legen wollte- weil es mir gerade richtig schlecht ging. Die Spontanität und die simple Geste dabei- Menschen schafften das bei mir eigentlich so irgendann garnicht mehr. Nach 15 Jahren Hartz4, gnadenlos gerechten Ermittlungen wegen Sozialleistungsmißbrauch, kriminaltechnischen Präventionsmassnahmen und den dazugehörigen Spezialbehandlungen durch Fachkräfte aller Art, erst Recht nicht. Kaufst Du Dir "likes" ? - I nett. I hab koa geld nett.
Ich kann mich jetzt natürlich immer noch grau- graphit kostümieren und in ein Lokal gehen, dort ins Gespräch kommen. Ganz leicht. Aber irgendwann kommt ja auch das Gespräch wieder auf "was machen Sie beruflich." Also ganz ehrlich- was dann kommt- da guck ich mir lieber "wer weiss denn sowas" mit Herrn Pflaume an und hör mir an, was die Leute ihm dann sagen. Da ist dann auch schneller Themenwechsel. Noch schneller als nach, "oh, ich bin eventuell Autist, Schizophrener, möglicherweise auch PTBS. -Tja, klar, das ist schlimm- ich bin Frührentner und machmal in Foren. Ach ja, ich hab kein Auto und bin telefonisch kaum erreichbar."
Diese unfassbare Seierei um beruflichen und privaten Erfolg. Ständig kampfbereit, entdlos belastbar. Total selbstverwirklicht. Da muss man dann auch noch die richtige Religion haben. Aber bloss keinen Lapsus im Bett, oh, oh, oh- das führt zur Abwertung. Das gab ich schon 2002 auf, da hab ich noch Teilzeit gearbeitet. Wenn Du mal zufällig in so einer Situation kommst, mach das beste draus. Aber ansonsten- Du brauchst nichts erzwingen, weil sich das nie lohnt. Kommt von selber, oder nie.
Persönlich fande ich es toll, nach Hause zu kommen und dort jemanden zum Sprechen vorzufinden, dem Schnörkel abgehen. Zur Zeit hänge ich oft mit zwei Katzen auf einem Sofa herum, das sind Hedonisten und Relax- Weltmeister, naja, zu sagen haben die nicht viel. Müsssen eben entspannen. Aber RICHTIG und nicht mit Blick aufs Smartphone...

13.02.2020 11:50 • #42




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