35

Insorge
Zitat von Hoffnungsblick:
Persönlich habe ich mich damit abgefunden, dass ich selbst auch wählerisch bin und oftmals lieber allein bin, als mich auf oberflächliche Beziehungen einzulassen.


Ja, genauso ist es bei mir auch.

Habe gerade mal einen Test bezüglich der Temperamente gemacht. Demnach bin ich am stärksten melancholisch, danach sanguinisch, dann phlegmatisch und am wenigsten cholerisch. Wobei ich früher eher Sanguinker war...Wenn ich darüber nachdenke... ich war mal so optimistisch und heiter, da ist nicht mehr so viel von übrig geblieben Ich hoffe es kommt irgendwann wieder. Vom Grundtyp bin ich das eigentlich...

Aber das mit den Temperamenten ist auch sehr eng gefasst. Wenn ich da an eine alte Bekannte denke, die von einem Extrem (von unterwürfig über fröhlich zu betrübt bis hin zu herrisch und aggressiv) ins andere wechselte, sowas erfassen die Zuordnungen dann eher nicht. Aber so als grobe Einordnung sicher nicht verkehrt.

Denke auch, dass es bei Freundschaften eine Rolle spielt, ob die anderen vom Temperament ähnlich sind. Wobei ich auch gerne heitere Menschen mag, nur dürfen die nicht zu oberflächlich sein (aber manchmal tut auch eine gewisse Oberflächlichkeit gut). Mit Cholerikern (wäre mir zu herrisch) und Phlegmatikern (wäre mir zu langweilig) kann ich wohl weniger anfangen.

Hat eigentlich jemand mal den Big Five Persönlichkeitstest gemacht?

03.02.2020 00:44 • x 1 #21


Feuerschale
@Insorge
Zitat:
Dann bleibt es oft lange so, dass man sich nur dort trifft und immer mal nett unterhält. In den meisten Fällen geht es dann aber nicht darüber hinaus. Ich würde da auch erst nach vielen guten Gesprächen fragen, ob man nicht vielleicht mal einen Kaffee zusammen trinken kann. Bzw. ich habe mich hier bei uns dann zum schwimmen im Sommer verabredet. Wenn man weiß, was für Hobbies die andere Person hat, kann man auch vorschlagen das mal zusammen zu machen. Ich z.B. spiele gern Tischtennis, gehe gerne schwimmen, spazieren usw. da kann man dann einen guten Ansatz finden. Man muss sich geschickt in den Terminplan des anderen einschleichen
Ja, die Geduld muss man wohl aufbringen, wenn jemand schon so sein festes
Leben hat und eigentlich kaum noch Raum.
Das wäre sicher eine Strategie.
Es klingt für mich für eine Methode / Lebensart der "Sanguiniker".

So aus meinem Erleben:
Mich stressen so Leute, die nur ne Stunde Zeit haben und man ist so mittendrin reingepackt,
ich glaub ich mags eher müßiger und entschleunigter.
Hab sonst das Gefühl, ich treffe mich mit ner Rennmaus oder so.
Und die werden / wurden bei mir wahrscheinlich hibbelig.

Kann den Ratschlag aber vielelicht trotzdem auf mein Leben transportieren- wer passt
in meinen natürlichen Weg und Rhythmus rein?
Das ist etwas schwieriger, weil ich nicht das Bedürfnis nach so agilen sozialen Hobbies hab,
also trifft man da auch nicht soviele Leute.

Aber mein Weg war dann z B oft übers schreiben und dann treffen, wenn es regional so passt.
über Zeitung oder jetzt auch internet. Ja, da gibts auch Plattformen.

Oder man kann eben was selber formulieren.
Dann müsste man selbst Sachen schaffen, falls es die noch nicht gibt.
Relaxte experimentelle Kochtruppe in der Nähe oder z B Lagerfeuer mit Musik.
Survival im Wald oder Hexentanz, haha.

@Hoffnungsblick , ja stimmt auch, auf so Seiten kann man Leute treffen, die etwas abseits sind,
aber ein paar Kompromisse sind immer nötig, es gibt da nichts massgeschneidertes.

Es muss aber irgendwie so ein natürliches Interesse da sein, was Kraft gibt, sich einzulassen.
Ein Interesse mehr so vom Herzen her und nicht so vom Kopf.

So in meinen 20ern und 30ern hab ich viel Vereine besucht und Ehrenamt gemacht und Seminare besucht ect, und ich hab auch jahrelang durchgehalten; dennoch waren das oft so kurze Kontakte
oder so von der Tiefe limitiert.

Aber die echten tieferen Freunde, die kann ich nicht auf Krampf suchen und durch Plan,
hab ich so den Eindruck.
Oder nur weil mein Ego sich das gerade so wünscht.

Aber so nix tun hilft natürlich auch nicht, also losrollen und in Bewegung sein ist schon ganz gut.


Wegen den Test - 4 Typen oder 5 Typen - das passt ja zur Frage, wie bin ich eigentlich.

Etwas eingrenzend finde ich das schon auch. Es gibt soviele Perspektiven, andere Tests,
psychische Diagnosen, intro oder extro sein, hochsensibel sein, INTJ ect Typen.

Aber es wäre mal ein grober Anhaltspunkt zu sehen, wie tick ich eigentlich und wie ticken
andere und was passt oder wo sind Bedürfnisse und Haltungen sehr unverständlich.
Da kann auch dann Toleranz auch helfen, es ist nur etwas angestrengter.

Mein Schwerpunkt bei den Temperamenten ist melancholisch phlegmatisch. Der Test war zwar
echt komisch, ist der immer so, dass man gefragt wird was man tut, wenn die Jugendliebe
sich wieder meldet und man dann auf deren Beerdigung geht? Klang so nach Bravo.
Aber so grob passt die Tendenz sicher. Und darum passt es wohl mit den Sanguinikern
bisher nicht so, oder nur solange, wie die in der Krise stecken.

Die sind sonst bei gut gehen, was ja auch zu wünsche ist, dann wieder zu ihren anderen
Wohlfühl-Ufern geflogen. Ist ja auch verständlich. Und auch interessant das Zusammenspiel.
Nur in Krisensituation sah man dann so schein-ähnlich aus.

Und es gibt wirklich Leute, die meinen, sie müssten mich retten, weil ich keine Sylvesterparty feiern
will, da hab ich später kapiert - Moment mal, ich fühle mich wirklich wohl so und bei ner Party
unwohl.

@emmii - kommst du noch mit hier und bist du noch dabei?

03.02.2020 10:09 • x 2 #22



Hallo Emmii,

Keine Freunde / beruflich und privat so unterschiedlich

x 3#3


Stargazer
Hallo Emmi.
Seit dem ich einen neuen Beruf habe, der mir Spaß macht, ist mir das auch aufgefallen bei mir, dass ich auf der Arbeit ein völlig anderer Mensch bin als zu Hause.
Ich habe sehr gute Kollegen und wir können viel Blödsinn machen uns gegenseitig ärgern und sind oft am lachen. Ich selbst bin auch in der Lage mal einen witzigen Spruch zu drücken und alle zum Lachen zu bringen aber sobald ich meine Arbeit verlasse, verschließe ich mich wieder. Ich selbst kann mir da keinen Reim drauf machen, warum das wohl so ist. Wenn ich zu Hause bin, dann ist der einzige Kontakt den ich zu Menschen habe, über dem PC. Ich habe niemanden, den ich anrufen kann oder mit dem ich in meiner Freizeit was unternehmen könnte.
Das mit dem Verein, kenne ich auch. Ich selbst möchte gerne in einem Verein. Ich möchte sehr gerne wieder mit Kickboxen anfangen aber ich grübel zu viel darüber nach ob ich das Zeitlich überhaupt schaffe, ob ich mich dort willkommen und zugehörig fühlen würde und letzten Endes traue ich mich dann doch nicht und steh mir selbst im Weg. Das zumindest weiß ich, dass ich mir selbst oft im Weg stehe...
Ich, im Gegensatz zu dir, wohne in einer Stadt, wo ich ja eigentlich genug Möglichkeiten haben sollte, neue Menschen kennenzulernen. Ich komme mir hier aber sehr fremd vor. Ich kenne kaum irgendwelche Clubs und eine Kneipe hab ich noch nie von innen gesehen. Ich habe es geschafft mal alleine ein Cocktail trinken zu gehen aber irgendwie, hab ich mich nicht wohl gefühlt. Ich kam mir wieder fehl am Platz vor, so als gehöre ich dort nicht hin. Mir war sehr unwohl. Das du es beschämend findest, keinen zu haben, ist wirklich ein besch...eidenes Gefühl... aber eigentlich ist es ja gar nichts wofür man sich schämen müsste. Ich selbst traue mich das aber auch nicht wirklich zuzugeben außerhalb dieses Forums.
Wieso glaubst du denn, du seist ein unangenehmer Zeitgenosse?

06.02.2020 19:40 • x 2 #23


Hallo Emmii,

mir geht es ähnlich wie dir. Ich denke es ist irgendwie ab 30 gefühlt schwieriger als noch mit 20. Gerade in unserem Alter sind ja viele vergeben und in der Familienplanung. Entsprechend weniger Zeit bleibt dann noch, gerade wenn man schon einige Freunde oder einen festen Freundeskreis hat. Vielen Frauen reicht auch der Partner aus, sodass sie sich dann auch zurückziehen. Zuvor wollten sie sich viel treffen (und suchten nebenher jemanden bis es ´dann klappt und als Freundin war man dann abgeschrieben).
Meine beste Freundin wohnt leider etwas weiter weg, sodass spontane Treffen nicht möglich sind. Es ist gut wenn man sich überhaupt noch 1-2 mal im Jahr sieht.

Wenn ich nach der Arbeit heim komme, dann ist da auch diese Ruhe und es wartet niemand. Du hast zumindest deine Tiere, die auf dich warten.

Du schreibst, dass du auf dem Dorf wohnst. Da ist es natürlich nochmal schwieriger, auch was Aktivitäten anbelangt. Hast du eine größere Stadt in der Nähe? du könntest ja eine Zeitngsanonce aufgeben "suche XX zum gemeinsam wandern".
Über Onlinesuche wie beste.freundin.de habe ich persönlich kein Glück gehabt. Jeder scheint da schneinbar zu suchen, aber ist dann doch so gut eingebunden (Partner, Hobbys), dass einfach wenig Zeit für Treffen bleibt. Irgendwann verläuft sich das dann.

Ich habe bisher gute Erfahrungen gemacht in Schule/Studium und Ausbildung. Job finde ich jetzt schwieriger, aber nicht unmöglich. Bei mir sind es allerdings viele 50+ Kräfte, sodass es einfach nicht passt sich privat zu treffen. Über Hobbys/Interessen wäre noch eine Option. Was magst du denn gerne?

07.02.2020 16:31 • x 1 #24


Entwickler
Ich hatte zuletzt eine zweijährige Beziehung zu einer Phlegmatikerin. Dass sie sich so einordnet, hat sie dabei erst ganz zum Schluss zugegeben. Das Problem war auch nur ganz schwer zu erkennen. Sie hat nämlich noch nebenbei ADHS, was alles überlagert. Nur kriegt sie in ihrem Leben nie was richtiges zustande. Ich habe die letzten drei Monate gedacht, vielleicht wäre ich das Problem gewesen, aber ich konnte damit einfach nicht mehr umgehen.

Ich habe mein Leben lang eine Frau gesucht, die wirklich Tiefgang hat und über den Tellerrand sehen kann, sowie weit weg vom Mainstream ist, aber das hat sich nie ergeben. Man kann auch nicht sagen, dass ich die falschen Menschen kennengelernt habe, denn eigentlich lerne ich durch meinen Beruf ständig neue Menschen kennen, aber die sind für mich alle gleich. Ich muss dazu sagen, dass ich ein hochfunktionaler Asperger bin. Das ist zwar schön, um die Welt zu verstehen, aber das bezieht sich nur auf abstrakte Abläufe und Analysieren bis ins kleinste Detail. Bei Menschen nützt mir das überhaupt nichts, weil Menschen viel zu unberechenbar sind, wenn man sie nur sachlich analysiert. Ich denke dann zu kompliziert, wenn die Intuition fehlt, und bin dann nicht schlagfertig genug. Ab Gruppen von drei Personen wird es mir zu viel. Erst gestern wieder erlebt. Bei einer Firmenveranstaltung saß ich an einem Tisch mit fünf weiteren Personen. Ich wusste oft gar nicht, um was es ging, obwohl ich fast alles akustisch verstanden habe. Jahrelang hatte ich keine Erklärung dafür.

Jetzt sitze ich zuhause rum und frage mich, warum ich nie eine Frau gefunden habe, die ähnlich gestrickt ist. Natürlich kommen in der Berufswelt introvertierte Menschen nicht weit. Zumindest im kaufmännischen Bereich. So alle zehn Jahre entdecke ich mal so eine Perle, aber sie erkennt mich nicht, sondern hält mich für einen Extrovertierten. In der Schule hatte ich ja auch schnell gemerkt, dass es nur noch mehr Probleme bringt, wenn man sich mit Außenseitern "abgibt", da man selbst dann noch mehr abgewertet wird. Und ich habe selbst auch nie Interesse an Außenseitern gehabt, weil ich zu sehr nach dem Äußeren bewertet habe. Ich wollte in der obersten Liga mitspielen. Und meine Ex sagte irgendwann nachdem wir Schluss gemacht hatten, ich würde mich nach den Frauen sehnen, die mich am meisten betrügen würden oder die einfach nur falsche Schlangen sind. Heute sehe ich mehr mit dem Herzen , aber es nützt mir nichts mehr. Ich bin zu alt. Ich fühle mich noch wie 20, bin aber schon 51. Ich schließe mich auch nur noch ein, dabei hätte ich so viel freie Energie zur Verfügung, wenn mal die Richtige käme.

07.02.2020 20:37 • #25


Insorge
Hallo Entwickler,

als Aspi ist es sicher nicht leicht Freundschaften zu schließen und eine Partnerin zu finden. Aber immerhin weißt du, was die Ursache ist und damit kann man dann vielleicht auch ganz gut für sich arbeiten, zumindest hilft es sich selbst besser zu verstehen, denke ich mal?
Ist es so, dass du in einer sozialen Gruppe sehr konzentriert bist um alles mitzubekommen? Bist du multitaskingfähig?

Ich bin gar nicht multitaskingfähig und in einer Gruppe von Menschen ist meine Konzentration oft auf bestimmte soziale Dinge gerichtet, allerdings bin ich schnell ablenkbar und bekomme oft einfach bestimmte Dinge nicht mit. Mir ist aufgefallen, dass ich im sozialen Kontext andere Prioritäten setze, auch bei der Analyse von Dingen ist der Schwerpunkt oft ein anderer. Also mir fallen oft einfach andere Dinge auf als anderen Menschen, ich hinterfrage Dinge anders. Ich weiß bei mir nicht was die Ursache ist. Wenn ich mit einer Person alleine bin, kann ich mich sehr gut einfühlen und ich habe meines Erachtens nach auch eine recht gute Menschenkenntnis. Ich kann Stärken von anderen Menschen ziemlich gut erkennen, aber natürlich auch Schwächen (bin aber meist auf Stärken ausgerichtet). In einer Gruppe bin ich hingegen oft verunsichert. Zu viele Dinge auf die ich achten möchte, aber nicht gleichzeitig kann. Ich denke, dass ich bei fremden Personen oder mehreren Personen einfach unsicherer bin. Ich bin dann mehr "Kopf" als "Herz". Wobei ich denke, dass es bei mir wirklich an negativen Erfahrungen (Grundschulzeit mit Mobbingerfahrungen. Geschwister, die sich vor ihren Freunden mir gegenüber extremst gemein verhalten haben, nur um selbst als cool dazustehen usw.) liegt und ich schon eine leichte soziale Phobie habe, weshalb sich bei mir in größeren Gruppen der "Schutzmechanismus der Kontrolle" einschaltet und ich dann eben auch nicht mehr intuitiv Dinge mitbekomme. Und intuitiv geht nunmal schneller und besser

Zitat von Entwickler:
Und ich habe selbst auch nie Interesse an Außenseitern gehabt, weil ich zu sehr nach dem Äußeren bewertet habe. Ich wollte in der obersten Liga mitspielen.


Klingt so, als wenn du das mittlerweile kritisch bewertest. Ist das so?
Ich hatte immer Interesse an "Außenseitern" und außergewöhnlichen Menschen. Es gibt Außenseiter, wo es einen guten Grund hat, warum sie es sind (sie sind einfach unsozial, sind zu anderen Menschen zuerst sch..ße gewesen und deshalb ausgeschlossen worden). Solche Außenseiter sind dann natürlich auch nicht mein Ding. Aber besonders jene Menschen, die es selbst gewählt haben abseits zu stehen, finde ich spannend. Aber ich habe auch Freunde die sehr beliebt sind, genauso wie Freunde die polarisieren, weil sie besonders viele Ecken und Kanten haben, die sie nicht verbergen. Aber alle haben sie was Besonderes ... Eigenschaften die ich wertschätze.

Jetzt habe ich viel von mir geschrieben. Ich bin beim Schreiben selbst etwas in meinen Gedanken und Erinnerungen versunken. Naja, hoffe es ist nicht schlimm. Ist für mich immer interessant, weil mir beim Schreiben dann auf einmal Dinge bewusst werden.

Zitat von Entwickler:
Ich hatte zuletzt eine zweijährige Beziehung zu einer Phlegmatikerin. Dass sie sich so einordnet, hat sie dabei erst ganz zum Schluss zugegeben. Das Problem war auch nur ganz schwer zu erkennen. Sie hat nämlich noch nebenbei ADHS, was alles überlagert. Nur kriegt sie in ihrem Leben nie was richtiges zustande. Ich habe die letzten drei Monate gedacht, vielleicht wäre ich das Problem gewesen, aber ich konnte damit einfach nicht mehr umgehen.


War das "kriegt im Leben nie was richtiges zustande" das Hauptproblem? In wie fern hat sich das denn konkret negativ auf die Beziehung ausgewirkt? (Ich kann mir da jetzt so viel drunter vorstellen...dass ich mir kein wirkliches Bild davon machen kann)

07.02.2020 21:56 • x 1 #26


Mylenix
Hallo Emmi, kann dich gut verstehen, bin zurzeit auch viel alleine und habe eigentlich keine wirkliche Existenz, und ja auch diese Hemmungen vor den ungewohnten und unbekannten Reizen draußen, kennst du sicher auch, oder? Ich hab mein Leben eigentlich nur verhaun und habe das Gefühl ich werds nicht mehr nachholen können, warum soll es auch jetzt klappen? Früher hatte ich auch Freunde und Beziehungen, diese haben sich aber auch alle aufgelöst und ich fing an mich abzuschotten, dadurch lernt man nicht mehr oft wen kennen, und ich bin der Angst verletzt und verlassen zu werden entfernt, ich lasse mich zwar noch auf Andere ein, aber kann mich nicht mehr so sehr motivieren und Gefühle zeigen für Andere, manchmal brauche ich auch einfach die Ruhe und wenn dann nur die richtigen Menschen bei mir.

08.02.2020 00:44 • #27


Feuerschale
@mylenix, kleines offtopic, hat deine Signatur zufällig hier mit zu tun?
soll nicht despektierlich klingen, kam mir nur gleich so als Assoziation

08.02.2020 08:06 • #28


Entwickler
Zitat von Insorge:
Hallo Entwickler,als Aspi ist es sicher nicht leicht Freundschaften zu schließen und eine Partnerin zu finden. Aber immerhin weißt du, was die Ursache ist und damit kann man dann vielleicht auch ganz gut für sich arbeiten, zumindest hilft es sich selbst besser zu verstehen, denke ich mal? Ist es so, dass du in einer sozialen Gruppe sehr konzentriert bist um alles mitzubekommen? Bist du multitaskingfähig? Wobei ich denke, dass es bei mir wirklich an negativen Erfahrungen (Grundschulzeit mit Mobbingerfahrungen. Geschwister, die sich vor ihren Freunden mir gegenüber extremst gemein verhalten haben, nur um selbst als cool dazustehen usw.) liegt und ich schon eine leichte soziale Phobie habe, weshalb sich bei mir in größeren Gruppen der "Schutzmechanismus der Kontrolle" einschaltet und ich dann eben auch nicht mehr intuitiv Dinge mitbekomme. Und intuitiv geht nunmal schneller und besser
Hallo Insorge, ich bin zwar multitaskingfähig, aber nur alleine. Sobald nur jemand in meiner Nähe ist, bricht die Konzentration zusammen. Wenn ich z.B. eine Serie sehe und allein bin, kriege ich alles mit. Aber wenn ich dieselbe Serie bei jemand anders sehe und da wird im Nebenzimmer geredet, ist es schon kritisch. Ich habe das vor kurzem erst herausgefunden. Die Serie war auch noch auf Portugiesisch, was ich ganz gut beherrsche, aber wenn ich allein bin, muss ich mich nicht sonderlich konzentrieren. Und dann ist mir auch klargeworden, warum ich so vieles in einer lockeren Runde zwar akustisch mitkriege, es aber irgendwie nicht schnell genug verarbeiten kann, besonders wenn mal eben das Thema gewechselt wird.

Zitat:
Klingt so, als wenn du das mittlerweile kritisch bewertest. Ist das so?Ich hatte immer Interesse an "Außenseitern" und außergewöhnlichen Menschen. Es gibt Außenseiter, wo es einen guten Grund hat, warum sie es sind (sie sind einfach unsozial, sind zu anderen Menschen zuerst sch..ße gewesen und deshalb ausgeschlossen worden). Solche Außenseiter sind dann natürlich auch nicht mein Ding. Aber besonders jene Menschen, die es selbst gewählt haben abseits zu stehen, finde ich spannend. War das "kriegt im Leben nie was richtiges zustande" das Hauptproblem? In wie fern hat sich das denn konkret negativ auf die Beziehung ausgewirkt? (Ich kann mir da jetzt so viel drunter vorstellen...dass ich mir kein wirkliches Bild davon machen kann)

Also das äußert sich so, dass sie im Laufe ihres Lebens drei Ausbildungen bzw. Studiengänge angefangen hat, aber nur eins zu Ende gemacht. Und damit versucht sie jetzt Geld zu verdienen, aber in Wahrheit lebt sie vom Geld ihrer Eltern, die sie wohl auch pflegen wird. Um ihren Vater kümmert sie sich schon.

Was die Außenseiter betrifft: In der Schule waren das eher solche, die etwas geistig behindert waren, hässlich oder gestunken haben. Ich hatte nie den Antrieb, da irgendwas anzufangen, allein schon, weil auf mich nie jemand zu kam. Und solche Außenseiter, die in Richtung Nerd gingen, gab es überhaupt keine. Vielleicht habe ich sie auch nicht erkannt. Ich bin jedenfalls von kleinauf schon immer abgelehnt und links liegen gelassen worden, bis auf wenige Ausnahmen. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, wo ich es im Kindergarten mal geschafft habe, mich mit einem schönen Mädchen zu unterhalten. Sofort ging die Kindergärtnerin dazwischen und hat uns getrennt. Und sowas prägt einen erheblich. Alles, was fruchten konnte, wurde abgetötet. Später hörte ich dann so hässliche Dinge wie: "Die da steht dir überhaupt nicht zu. Du spielst in der falschen Liga". Und ich brauchte später lange Zeit, um überhaupt mal wieder Selbstvertrauen aufzubauen.

08.02.2020 09:40 • #29


Mylenix
@Feuerschale
Ja, hat es xD
Ich hab zwar kein Gefallen an dem Lied, aber ich kannte es noch von früherer Zeit.

08.02.2020 13:09 • #30


Insorge
Hallo zusammen, hallo Entwickler,
Zitat von Entwickler:
Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, wo ich es im Kindergarten mal geschafft habe, mich mit einem schönen Mädchen zu unterhalten. Sofort ging die Kindergärtnerin dazwischen und hat uns getrennt. Und sowas prägt einen erheblich. Alles, was fruchten konnte, wurde abgetötet. Später hörte ich dann so hässliche Dinge wie: "Die da steht dir überhaupt nicht zu. Du spielst in der falschen Liga". Und ich brauchte später lange Zeit, um überhaupt mal wieder Selbstvertrauen aufzubauen

Das hört sich wirklich schlimm an Klar hat man nicht bei jedem Typen Mensch Chancen (weil eben nicht alles hinsichtlich Charakter, Eigenschaften, Interessen, Habitus und Temperament zusammenpasst) aber es steht Außenstehenden nicht zu das zu bewerten.

Ich war in der Grundschule Außenseiterin und versuche noch immer Erklärungen zu finden. Ich war nicht dumm, habe nicht gestunken, war nicht sch..ße zu anderen und sicher auch nicht hässlich. Aber ich war nie im Kindergarten (ich kannte also viele Spiele und Verhaltensregeln nicht), war zu klein für mein Alter, war eine totale Träumerin, ziemlich direkt in meiner Art und habe ständig Sachen vergessen (meine Mutter hat nie mit mir die Schultasche gepackt oder sie kontrolliert und ich selbst war dafür zu schusselig und vergesslich. Wenn ich zu Hause war, habe ich meine Stifte ausgepackt und gemalt, die Sachen aber nicht wieder eingepackt) und nie Hausaufgaben gemacht (wurde zu Hause auch nicht drauf geachtet und ich selbst habe es - zumindest die ersten Male- wirklich vergessen sie zu machen). Ich denke auch, dass sehr viel an der Lehrerin lag, die mich vor der Klasse niedergemacht hat, wenn ich was vergessen oder die Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Es gibt eben auch solche Außenseiter, die einfach kein förderliches Elternhaus haben, zu Hause vernachlässigt werden und deswegen irgendwie "sonderbar" sind. Wenn Lehrer solche Schüler nicht integrieren, sondern sie sogar isolieren (indem sie stigmatisiert werden, immer wieder vorgeführt) verhalten sich auch die Klassenkameraden gemein zu solchen Schülern.

Zitat von Entwickler:
Also das äußert sich so, dass sie im Laufe ihres Lebens drei Ausbildungen bzw. Studiengänge angefangen hat, aber nur eins zu Ende gemacht. Und damit versucht sie jetzt Geld zu verdienen, aber in Wahrheit lebt sie vom Geld ihrer Eltern, die sie wohl auch pflegen wird. Um ihren Vater kümmert sie sich schon.

War das das Einzige an ihr, was dich störte? Immerhin hat sie etwas zu Ende gebracht. Sind die Stunden die sie arbeitet zu wenig oder der Lohn als solches zu gering, damit sie davon eigenständig leben kann? Also was für einen Abschluss/ Ausbildung hat sie denn? Das mit der Pflege ist ja erstmal ein guter Zug von ihr. Kann aber für eine Beziehung schwierig sein, wenn man sich dann wenig sieht und der Pflegende damit überfordert ist. Ich persönlich finde die Punkte aber alle nicht schlimm. Sie hat etwas abgeschlossen, geht arbeiten und kümmert sich noch um ihre Eltern. Warum hat es dich gestört? (Hattet ihr so zu wenig Geld? hatte sie zu wenig Zeit für dich? War sie selbst unzufrieden mit ihrer Situation, aber unfähig es anders zu machen? Wie ist denn deine Vorstellung wie es sein sollte?)

Ich habe auch schon mal eine Ausbildung und auch ein Studium abgebrochen (habe aber auch ein Studium erfolgreich abgeschlossen), habe mich auch sehr viel um meine psychisch und körperlich kranke Mutter gekümmert (wegen der räumlichen Distanz oft nur telefonisch beratend) und seit ich ein Kind habe (10 Monate) verdiene ich gar kein Geld und werde künftig wohl auch erstmal nur halbtags arbeiten, so dass mein Mann mit seinem Gehalt das meiste schultert. Mir scheint, dass sowas aber absolut nicht in deine Vorstellung, wie zusammenleben sein sollte, passt. Oder habe ich das falsch interpretiert? Ich frage, weil mein Mann damit soweit ganz gut klar kommt und ich gerne verstehen will, was dich bei deiner Expartnerin - wo es sich erstmal ähnlich wie bei mir anhört - gestört hat.

08.02.2020 13:58 • #31


Entwickler
Am besten per pn. Das wird mir sonst zu persönlich.

08.02.2020 16:26 • x 1 #32


Hoffnungsblick
Zitat von Entwickler:
bin aber schon 51.


Warum sollte dein Alter ein Hinderungsgrund sein, eine passende Partnerin zu finden? Habe von viel älteren Menschen gehört, die Partner fanden.
Falls du heute nicht mehr solche Einteilungen wie "erste Liga" machst (in welcher hat deiner Meinung z.B. Mutter Teresa gespielt?), dann kannst du vielleicht auch offen dafür sein, wie andere Menschen sind. Du kannst dich auch zunächst, eine Zeit lang, einfach nur für andere Menschen interessieren, ohne etwas zu erwarten.

10.02.2020 12:20 • #33


Entwickler
Zitat von Hoffnungsblick:
Warum sollte dein Alter ein Hinderungsgrund sein, eine passende Partnerin zu finden? Habe von viel älteren Menschen gehört, die Partner fanden. Falls du heute nicht mehr solche Einteilungen wie "erste Liga" machst

Ich habe bestimmte ästhethische Mindestanforderungen. Aber früher war das extremer. Ich lerne nur eben an meinen Projekten nicht eben viele Frauen kennen, die man mit "Hat ein großes Herz" beschreiben könnte. Mittlerweile ist mir das wichtiger. Aber wo sind sie?

10.02.2020 19:29 • #34


Hoffnungsblick
Zitat von Entwickler:
Aber wo sind sie?


Für nicht mehr ganz junge Frauen ist es auch nicht leicht, einen Partner zu finden, denke ich.

11.02.2020 19:32 • #35


Akinom
Was für Projekte meinst du?lg

11.02.2020 19:35 • #36


Entwickler
Zitat von Akinom:
Was für Projekte meinst du?lg

Betriebswirtschaftliche Projekte. Ich bin Freiberufler. Und das ist auch gut so.

11.02.2020 22:29 • #37


Akinom
Hallo Entwickler,danke für die Rückmeldung,kann mir nun wirklich nicht vorstellen,dass es in deinem Beruf keine Frauen mit Herz geben soll?
Halte dir Mal die Daumen,dass du die Frau deines Herzens kennen lernst. Liebe Grüße

11.02.2020 22:39 • x 1 #38


Entwickler
Zitat von Akinom:
Hallo Entwickler,danke für die Rückmeldung,kann mir nun wirklich nicht vorstellen,dass es in deinem Beruf keine Frauen mit Herz geben soll?Halte dir Mal die Daumen,dass du die Frau deines Herzens kennen lernst. Liebe Grüße

Hallo Akinom,

in meinem Beruf gibt es eigentlich nur kinderlose Einzelkämpferinnen.

LG

12.02.2020 20:51 • x 1 #39


Akinom
OK Danke.....das ist aber Schade....für dich! Liebe Grüße

12.02.2020 22:08 • #40




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