Zitat von Tekton: Meint man damit wirklich, sich selten zu melden, oder selten in seiner Art und Weise zu sein?
Ich denke, dass man mit dem Satz, sich rar machen meint. Wenn man nicht ständig verfügbar ist, dann ist gemeinsame Zeit kostbar, etwas besonderes, eben nicht normal. Etwas, was man zu schätzen weiß, achtet und dann eben auch sich dementsprechend zuwendet. Zumindest soll das (meiner Meinung nach) damit vermittelt werden. Die Realtität kann aber von Fall zu Fall natürlich auch anders sein.
Selten in der Art und Weise hilft einem die richtigen Personen zu finden. Die, die einen so nehmen können, wie man ist, die, die nicht Wert darauf legen in der Masse zu schwimmen. Wenn sie es dennoch tun, dann eben, weil die Masse halt dem entspricht, wie es für sie selbst passend ist.
Zitat von Tekton:oder geteiltes Leid ist halbes Leid (ist es dann nicht doppeltes Leid, wenn man jemanden damit belastet?)
Aus der Sicht der Person, die das Leid hat:
Es kommt darauf an, ob man sein Leid nur los werden möchte und den anderen somit als Mülleimer benutzt. Mach damit was du willst, Hauptsache ich bin es los. Das ist reines belasten des anderen, weil man es selbst nicht tragen möchte. Das sind die Leute, die alles und jedes jedem erzählen, selbst mit dem Wissen, dass der andere nichts daran ändern kann/wird.
Dann kann man aber auch mit Menschen über seine Last sprechen, wo man denkt, dass die einen weiter helfen können. Da teilt man das Leid, damit man Lösungen findet um das Leid kleiner werden zu lassen. Diese Leute will man damit nicht belasten und tut es auch oft nicht.
Aber was man mit diesem Spruch meint ist folgendes: Sehe es sinnbildlich. Deine Last ist ein großer Haufen schwerer Steine, der weggeräumt werden muss. Wenn du das alleine machst, dann ist das schwer und viel Arbeit, wenn du aber einen Menschen an deiner Seite hast, der dich dabei begleitet und unterstützt (somit ebenfalls Steine trägt), dann ist es geteiltes Leid. Ja, es leiden beide, weil beide die Last tragen, aber insgesamt ist es für die einzelne Person leichter, als wenn sie es alleine tragen müsste.
Man sollte halt der anderen Person die Möglichkeit geben sich zu entscheiden, ob und wie viele Steine sie dir abnehmen und tragen möchte.