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guteFee

guteFee
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Die Wochenenden sind immer sehr traurig.
Nicht dass ich mich nicht darauf freue, aber ich finde dieses " alleinevorsichhinvegitieren" so krank!
Ich könnte ja wenn ich wollte, zu einen meiner Schwestern fahren.
Aber komischerweise will ich das nicht und bade lieber in Selbstmitleid!
Was zum Teufel ist das?
Ich denke momentan echt, ich drehe jetzt völlig ab!
Warum ist das Leben so kompliziert?

11.02.2017 x 1 #1


29 Antworten ↓
MrMan55

MrMan55
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Hallo,
auch ich habe gerade noch eine Schwester und gehe nicht zu ihr, obwohl das kein Problem wäre. Ich kann auch gefühlt nicht in den Ort zurück, wo ich aufgewachsen bin und ich breche eher Kontakte ab anstatt sie aufrecht zu erhalten. Du fragst warum ist das so. Vielleicht kann ich dir eine Antwort geben, in dem ich dir beschreibe warum das bei mir derzeit nicht funktioniert. Also wenn ich genau nachforsche, dann läuft das immer darauf hinaus, dass es weh tut. Aber warum tut es weh? Ich habe mein zu Hause verloren, die Geborgenheit und bzgl. meiner Schwester gab es einen Vertrauensverlust, der alles vergangene nun in Frage stellt. Kein Streit, kein Krach o. ä.. Ich habe nur erwartet, dass sie mir das gleiche Vertrauen entgegenbringt wie ich ihr. Nun die angemessene Reaktion wäre darüber zu reden, aber die kindliche Verletztheit zwingt mich zum Rückzug. So geht es mir in vielen Lebenslagen, auch, vielleicht vor allem bei längeren Kontakten. Wenn ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt zurückgesetzt oder abgewiesen fühle, dann will ich den Kontakt nicht mehr, denn es tut weh und was weh tut gilt es zu vermeiden. Irgendwann ist man dann alleine und sich auf jemanden einzulassen ist zu riskant. Zu alle dem kommt dann noch ein Mangel an Selbstwertgefühl, nur geduldet und nicht um seiner Selbst willen gemocht zu werden. Ich habe lange geglaubt an Depressionen zu leiden, aber das ist es nicht, die Depriphase sind Begleiterscheinungen, Nebenwirkungen der Eigentlichen Problematik, die oft in der Kindheit durch fehlende Erfahrungen und Entwicklungsstörungen. Dabei sind das nicht immer große, existenzielle, medizinische Störungen, es sind eher die kleinen, unscheinbaren Ereignisse und Handlungen welche einem im späteren Leben zu schaffen machen. Heilung gibt es dafür nicht, aber es gibt einen Weg, damit das alles nicht mein Leben bestimmt und mein Hirn endlich zu Ruhe kommt.
Ich hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben. Wenn du möchtest können wir gerne weiter über PNs genauer hinsehen, warum es uns nicht gut geht. Auf dieser öffentlichen Ebene muss ich immer so aufpassen was ich wie schreibe.
LG, ein mit 55er

11.02.2017 08:32 • x 3 #30


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A


Ist hier noch jemand so einsam und leidet?

x 3


Sonnenlichtlein

Sonnenlichtlein
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Ich denke, es ist auch eigentlich total müßig darüber zu reden, was wer wie wo zu tun hat wenn er sich einsam fühlt.
Denn jeder ist anders.
Und ja manch einer hat keine Schwester, oder echte Schicksalsschläge hinter sich, und würde sich glücklich schätzen wenn die Option "Schwester" bestehen würde.
Manch einer hat eine Schwester, und kommt vielleicht nicht gut mit ihr aus.
Manch einer hat Kontakte und kann sie eben aus diversen Gründen nicht nutzen.
Der Satz "Sei doch froh" ist meiner Meinung nach fast nie hilfreich. Es gibt immer irgendjemanden der schlechter dran ist als man selbst, aber das macht die Situation für denjeniegen in der Situation nicht besser. Es weckt höchstens noch zusätzlich Schuldgefühle. Ich finde diese Vergleiche müssen nicht sein. Schließlich gibt es auch immer jemandem dem es besser geht...

Wenn es einem schlecht geht oder man sich einsam fühlt, aus welchem Grund auch immer, dann ist das halt mal so.
Ich finde, wir müssen nicht immer stark sein, wir dürfen auch dazu stehen das die Situation für UNS jetzt gerade eben nicht gut ist, und wir uns nicht gut fühlen.
Wir müssen uns nicht schlecht fühlen weil wir uns schlecht fühlen...

25.01.2017 20:25 • x 1 #19


Zum Beitrag im Thema ↓


J
Das Dahinvegetieren besonders am Wochenende kenne ich gut. Ich bin sogar noch einsamer - habe keine Schwestern wie du, sondern echt gar niemanden mehr. Warum besuchst du die Schwestern nicht? Das würde ich an deiner Stelle schon machen. Fehlt dir nur der Antrieb oder ist es noch etwas anderes?

x 2 #2


Kagu
Hallo guteFee,

In Selbstmitleid baden ist nie gut - obwohl ich kenne das auch.
Zur Zeit werden bei mir viele Erinnerungen wach und ich fürchte dann es wird nie besser.
Aber ich geb mir dann einen Ruck und tu etwas. Lesen oder gleich 2 Stunden spazieren gehen.
Was tut dir gut? Vielleicht einfach nur reden?...

x 2 #3


guteFee
juwi und Kagu,
danke für die Antworten.
Ich weiß nicht was es ist, ich habe keinen Antrieb mehr was zu unternehmen.
Wenn ich unter " normalen" Leuten bin wird mir noch mehr bewusst, wie tief ich schon in der Kriese stecke.

Kagu, das mit der Erinnerung ist auch bei mir ganz stark. Ich denke, dass vieles damit zusammenhängt! In meiner Kindheit war es nicht ganz so leicht. Auch wenn die anderen Geschwister dabei waren, ich habe am meisten mit ins weitere Leben genommen. Wahrscheinlich hatte ich schon immer eine Psychose, nur wurde sie niemals ernst genommen!

x 1 #4


Kagu
Hallo guteFee,

Kannst du deine Erinnerungen aufarbeiten? Mit jemanden drüber sprechen? Machst du eine Therapie?
Hast du sonst noch Kontakte? Was meinst du mit Psychose? Hast du eine entsprechende Diagnose bekommen oder ist es nur so ein Verdacht von Dir?

x 1 #5


guteFee
Kagu,
ich mache keine Therapie, war noch nie bei einem Psychologen oder so.
Ich habe schon mit einigen Leuten über meine Probleme gesprochen. Aber keiner nimmt mich richtig ernst.

Dieses Wort Psychose habe ich genannt, weil ich nicht weiß wie ich das sonst nennen soll.

x 1 #6


S
Kenn ich Smile liege auch den ganzen Tag hier und habe das Gefühl ich isoliere mich immer mehr am Wochenende und generell . Dann kommen wieder Tage und es ist alles "normal" woher kommst du denn? Hast du keine Möglichkeit dich in ein Kaffee oder ähnliches zu setzen ? Auch wenn es am Anfang ein komisches Gefühl ist aber es reicht schon eine halbe Stunde und dir kommt es nicht mehr so schlimm vor

x 3 #7


MrMan55
Hallo, ja hier ist noch einer, du bist damit nicht alleine. Auch ich habe kaum Antrieb was zu unternehmen. Die Wochenenden sind öde. Wenn du willst können wir ein bisschen schreiben, selbst da habe ich niemanden. Ich würde mich freuen mich mit gleichgesinnten austauschen zu können.
LG

x 2 #8


Sonnenlichtlein
Könnte auch in Richtung Depression gehen, das fängt ja auch gerne mal so an.
Es ist generell schwer, sich einen Ruck zu geben wenn man irgendwie irgendwo so "drinnen steckt".
Meine Therapeutin sagt, es gibt für jeden Menschen sogenannte "Energiegeber", und "Energievampire". Die Vampire sind die Personen um einen herum, die man zwar auch gerne hat, und die man auch gerne mal trifft, die einem aber trotzdem eher die Energie entziehen, und nach einem Treffen fühlt man sich sehr erschöpft.
Vielleicht sind Deine Schwestern ja auch eher in dieser Kategorie, so das es Dir schwer fällt Dich da aufzuraffen?
Ein Energiegeber ist widerum jemand, bei dem man nach einem Gespräch oder Treffen ein gutes Gefühl hat.
Vielleicht gibt es für Dich ja jemanden, der Dir so ein Gefühl gibt, wo Du Dich eher aufraffen kannst?
Oder kannst Du Dich generell schwer dazu bringen etwas zu machen? Wie ist es mit Hobbies an denen man auch alleine Spaß hat?
Ich meine, es steht ja nirgends geschrieben, das man sich am Wochenende zwangsläufig verabreden muss ^^

x 3 #9


Wolfgang-M8
Hallo an alle Leidensgenossen, ich reihe mich mit ein.Leide seit meiner Pubertät unter Einsamkeit. Selbst Ehe oder Partnerschaft haben daran nichts geändert. Auch mich hat diese furchtbare innere Leere erfasst. Nichts macht wirklich Sinn, alles ist nur Kampf. Es gibt halt Menschen, die stehen auf der Schattenseite des Lebens. Warum auch immer?
L.G

x 2 #10


Statson
Hallo, liebe gute Fee!
Ich bin vereinsamt und leide unter schweren Depressionen, so dass ich nicht sagen kann, welches Problem das andere bedingt, sie ergänzen einander.
Ich glaube nicht, dass Du eine Psychose hast, eine Psychose ist eine zeitweilige Wahrnehmungsstörung, die zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen führt. Ich denke, Du hälst es einfach nicht mehr allein mit Dir aus und das ist ein Zustand, den ich überaus gut kenne. Ich glaube da selber auch, ich drehe bald durch.
Manchmal gelingt es mir, mich zusammen zu reissen und allein etwas zu unternehmen, das ist inzwischen aber ein echter Kraftakt für mich geworden.
Ich würde mich freuen, wenn ich hier Kontakte finde, um gemeinsam gangbare Wege aus der Einsamkeit zu finden.
Beste Grüsse!

x 1 #11


wahnfritz
Wenn man sich einigelt und die Einsamkeit zelebriert, nimmt man sich selbst auch besonders intensiv wahr. Bitte richtig verstehen: das Gefühl von Einsamkeit ist schrecklich, aber der Rückzug hat ja auch immer etwas von einer "Komfortzone", die man sicher auch manchmal braucht. Wenn man da raus will, könnte man sich auch mal fragen, was die Seele denn so angenhm dort findet.

x 1 #12


A
Etwas allein zu unternehmen habe ich auch immer mal wieder versucht aber selten fand ich das schön, man ist ja wieder allein, keiner zum reden und immer sehen das alle anderen in Familie oder Gruppen unterwegs sind.

x 1 #13


Sonnenlichtlein
Also ich muss sagen, dass ich bevor ich meinen Freund vor einem Jahr kennen gelernt habe, gute 8 Jahre hauptsächlich alleine Sachen unternommen habe, und es hat mir gut getan.
Ich wollte einfach mit niemandem diskutieren, ich hatte keine Lust auf Kompromisse, und schon gar nicht auf Gerede und Gequatsche.
Auch nicht mit meiner besten Freundin.
Da ist sicher jeder anders. Ich habe es gebraucht, und es hat sehr sehr lange gedauert bis ich überhaupt darüber nachgedacht habe wieder jemandem an meinem Leben teilhaben zu lassen.
Ich weiß aber dass es Menschen gibt, die genau diesen Kontakt auch immer für sich brauchen.
Man muss am besten ein bisschen rumprobieren, mit was es einem gerade gut geht.

#14


K
Auch ich bin mehr oder weniger ständig allein,
es gibt Tage die da ist es nicht so schlimm da kann ich mich auch sinnvoll beschäftigen,
dann gibt es auch die furchtbaren Tage, wo alles gar keinen Sinn mehr ergibt und Zweifel an allem aufkommen

Gehe ab und an einen Kaffee trinken, komm mir dabei allerdings blöd vor
das einzige was ich habe ist mein Job obwohl ich dort auch die meiste Zeit allein bin mache ihn gern, gibt mir wohl das Gefühl gebraucht zu werden

Naja, soviel erstmal von mir

falls Berliner das lesen, ihr könnt euch gern melden

Lg

#15


A
Hallo guteFee,

ja das kenne ich auch sehr gut. Wie du schon beschrieben hast, der Antrieb fehlt....das ist bei mir auch so..extrem...ich habe viele Kontakte abgebrochen, weil sie mir nicht gut getan haben, jetzt habe ich nur noch einen besten Freund, das wars...einerseits bin ich gern allein und eher ein Einzelgänger-Typ, aber nur, weil ich zu oft erlebt habe, im guten Glauben an Menschen wieder bitter enttäuscht zu werden, deshalb ziehe ich es vor, allein zu sein. Ich kann mich immer irgendwie beschäftigen, aber ich frage mich auch, ob es wirklich das ist, was ich will, denn ich bezweifle, dass es auf Dauer eine gute Idee ist...

x 1 #16


Statson
Ja, es gibt gute Gründe für die Komfortzone Alleinsein, z.B. Enttäuschungen, Ängste oder Krankheiten.
Sobald aber aus dem Alleinsein Einsamkeit wird, ist es aus mit der Komfortzone. Dann wird der Alltag zum Kampf.

x 3 #17

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G2512
Hallo gute Fee,
sei doch froh das Du eine Schwester hast zu der Du fahren könntest, ich habe leider keine wo ich hin könnte da meine einzige Freunde 300 km weit wegwohnen, da ich aber wegen voller Erwerbsminderung Rentner bin u. nur ein Einkommen von 850,- habe kannst DU dir sicher vorstellen das da keine Grosse Sprünge drin sind.
Freunde in der nähe habe ich keine mehr die sind alle zerbrochen wie ich Rentner wurde weil du da nicht mehr so körperlich Fit warst.
Dann verlor ich über 4 Jahre nach einander ein Familien Mitglied u. seid dem bin ich auch allein, was sehr schmerzt u. einem Angst macht.

x 1 #18


Sonnenlichtlein
Ich denke, es ist auch eigentlich total müßig darüber zu reden, was wer wie wo zu tun hat wenn er sich einsam fühlt.
Denn jeder ist anders.
Und ja manch einer hat keine Schwester, oder echte Schicksalsschläge hinter sich, und würde sich glücklich schätzen wenn die Option "Schwester" bestehen würde.
Manch einer hat eine Schwester, und kommt vielleicht nicht gut mit ihr aus.
Manch einer hat Kontakte und kann sie eben aus diversen Gründen nicht nutzen.
Der Satz "Sei doch froh" ist meiner Meinung nach fast nie hilfreich. Es gibt immer irgendjemanden der schlechter dran ist als man selbst, aber das macht die Situation für denjeniegen in der Situation nicht besser. Es weckt höchstens noch zusätzlich Schuldgefühle. Ich finde diese Vergleiche müssen nicht sein. Schließlich gibt es auch immer jemandem dem es besser geht...

Wenn es einem schlecht geht oder man sich einsam fühlt, aus welchem Grund auch immer, dann ist das halt mal so.
Ich finde, wir müssen nicht immer stark sein, wir dürfen auch dazu stehen das die Situation für UNS jetzt gerade eben nicht gut ist, und wir uns nicht gut fühlen.
Wir müssen uns nicht schlecht fühlen weil wir uns schlecht fühlen...

x 1 #19


G2512
Hallo Sonnenlichtlein,
ich meine das mit den Worten: Sei doch froh das Du eine Schwester hast nicht im Negativen, klar gibt es auch Leute die mit Geschwistern nicht klarkommen u. od. sonst was.

Ich habe Ihre Worte so verstanden das die Gute Fee einen Guten Kontakt zu Ihrer Schwester hat u. somit sich doch glücklich schätzen kann das Sie eine Person hat wo Sie hingehen könnte wenn es passt?
Ich hoffe ich konnte das kleine Missverständnis beseitigen.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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