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Zitat von Narandia:
Sich nicht geliebt, nicht akzeptiert und wertlos zu fühlen begleitet mich ständig.


Das kenne ich nur zu gut... das kommt häufig vor, denke ich, wenn man sich bereits als Kind nie willkommen gefühlt hat. Ist zumindest bei mir so. Das Thema inneres Kind/Kindheit wurde in meinen Therapien nie behandelt, mit dem Argument, dass man das "heute nicht mehr macht" und man nicht zurückschauen soll, sondern im Jetzt leben.

25.11.2019 17:03 • #21


Klar macht man das heute noch,kommt darauf an was vorgefallen ist,man kann das doch nicht einfach übergehen! Liebe Grüße

25.11.2019 17:12 • #22



Inneres Kind - Austausch und Erfahrungen

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Zitat von Akinom:
Klar macht man das heute noch,kommt darauf an was vorgefallen ist,man kann das doch nicht einfach übergehen!

Das war ja nicht meine Meinung, sondern die der Therapeuten. Ich hätte es sehr gerne gemacht und immer wieder versucht, das Gespräch darauf zu lenken, prallte aber bei den Therapeuten immer damit ab. Ganz komisch. Aber ich muss dazusagen, dass ich nicht jedem Therapeuten alles erzählte, was mir als Kind passiert ist und wie verletzt und misstrauisch und ängstlich mein inneres Kind ist. Vielleicht hätten die Therapeuten anders reagiert, wenn ich deutlicher gemacht hätte, wie wichtig mir das Thema ist. Mühsam, wenn man auch in der Therapie noch darum kämpfen muss, gesehen und gehört zu werden...

25.11.2019 17:16 • #23


Icefalki
@juwi , hast echt schlechte Therapeuten gehabt. Man muss doch erstmals verstehen, warum man überhaupt Probleme hat , um das dann in der Vergangenheit ruhen zu lassen. Aber Ruhenlassen kann man erst, wenn der ganze Mist mal "draussen" ist.

Da steckt soviel Zorn, Wut, Trauer in einem, das muss mal raus und zwar bei jemanden, der einem beipflichten, dass man das Recht hat, diese Gefühle zu haben.

Wir sind doch eh Meister darin, die Klappe zu halten, Gefühle zu unterdrücken, weil man das eingetrichtert bekommen hat, oder ständigen Grenzüberschreitungen ausgesetzt war. Natürlich prägt einen das. Und insofern kein Wunder, dass man Probleme bekommt.

So schaut's aus. Was danach kommt, ist eine Annahme des verletzten Kindes, denn diese Verletzungen sind ja nach wie vor vorhanden. Deshalb darf man ruhig alle Gefühle zulassen,
die man ständig hat unterdrücken müssen. Komische Therapeuten hast du da gehabt.

25.11.2019 17:48 • x 1 #24


Hotin
Zitat von juwi:
Ich habe mir das Buch auch gekauft, aber habe Scheu, damit anzufangen... womöglich bricht da was auf, was ich aus guten Gründen verdrängt habe.


Deine Aussage finde ich gut.
Vielleicht kann ich noch etwas dazulernen.

Was z.B. könnte Deiner Ansicht nach helfen, etwas aus gutem Grund zu verdängen?
Warum werden wir dann nicht alle Verdränger? Dann sollte doch nichts mehr passieren.
Oder vielleicht doch?

25.11.2019 19:31 • #25


Zitat von Hotin:
Deine Aussage finde ich gut.Vielleicht kann ich noch etwas dazulernen.Was z.B. könnte Deiner Ansicht nach helfen, etwas aus gutem Grund zu verdängen?Warum werden wir dann nicht alle Verdränger? Dann sollte doch nichts mehr passieren.Oder vielleicht doch?

Hm, also einer meiner Therapeuten meinte, bei mir "lauert immer die Psychose"; die breche womöglich aus, wenn man in der Vergangenheit kramt bei mir.
Aber das gilt sicher nicht für jeden, nicht mal für viele; wer weiß, vielleicht hat er sich selbst bei mir getäuscht. Wie bei so vielem, was mich betraf. Er hat bei mir mehr angerichtet, als er geholfen hat, und das ganz ohne Aufwecken verdrängter Dinge aus der Vergangenheit. Hatte oft provokante Sager drauf, wie "da muss ich mich ja fremdschämen!", als ich ein bestimmtes Problem anschnitt, oder "Sie sind ganz schön goschert!" (goschert= frech, aufmüpfig). Der tat immer so, als mutete ich ihm zu viel zu mit meinen Aussagen. Dabei habe ich nur einen Bruchteil von dem erzählt, was wirklich bei mir und in mir los war. Schon das war ihm "too much information", wie er gern sagte...

25.11.2019 19:34 • #26


Hotin
Zitat von juwi:
Hm, also einer meiner Therapeuten meinte, bei mir "lauert immer die Psychose"; die breche womöglich aus, wenn man in der Vergangenheit kramt bei mir. Aber das gilt sicher nicht für jeden, nicht mal für viele; wer weiß, vielleicht hat er sich selbst bei mir getäuscht.


Vielleicht hat er da Recht gehabt.
Wenn andere, z.B. Psychologen in Deiner Verhangenheit (Psyche) kramen kann so etwas möglicherweise passieren.
Weil, wenn jemand versucht eine Tür zu öffnen und Du willst dass sie zubleibt, kann es zu schweren
inneren Konflikten kommen.

Wenn Du das Buch liest, entscheidest Du aber selbst, welche Tür Du in Deinem Keller (Unterbewusstsein)
öffnen willst. Und Du entscheidest auch, wann Du das machst und wie schnell Du das machst.
Wo und warum soll dann eine Psychose ausgelöst werden?

25.11.2019 19:44 • x 1 #27


Teilweise geht es gar nicht ohne verdrängen oder nicht beachten. Wir können uns ja nicht täglich all den Mist den es auf der Welt gibt die hdrn Kopf gehen lassen.

Mit Verdrängen habe ich 20 Jahre funktioniert und in stabilen Verhältnissen gelebt. Seit dem Aufarbeiten geht sehr viel schief. Der Zusammenbruch 2012 kam vom zu schnell zu tief schürfen in einer Therapie. Und passenderweise zum Vorredner in Form von massiven psychotischen Episode.

25.11.2019 19:46 • x 1 #28


Bin immer noch der Meinung,dass man solche Dinge aufarbeiten sollte,dazu muss man sich natürlich öffnen und ehrlich zu sich selber sein.Wenn ich das nicht gemacht hätte wäre ich heute nicht mehr hier! Habe es auch immer verdrängt und irgendwann kommt es zum Ausbruch,dass kann auch in einem späteren Alter sein , verdrängen alleine hilft nicht,der Anfang ist schwer aber bei mir hat's geholfen. Liebe Grüße

25.11.2019 19:54 • x 1 #29


Zitat von Hotin:
Wo und warum soll dann eine Psychose ausgelöst werden?

Keine Ahnung; der Therapeut hat es damals nicht näher erklärt (und ich habe auch nicht nachgefragt).

Zitat von schnapper:
Seit dem Aufarbeiten geht sehr viel schief. Der Zusammenbruch 2012 kam vom zu schnell zu tief schürfen in einer Therapie. Und passenderweise zum Vorredner in Form von massiven psychotischen Episode.

Wahrscheinlich haben meine Therapeuten befürchtet, dass genau das auch mir passiert, und haben lieber nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt, sind nie in die Tiefe gegangen.

25.11.2019 19:57 • x 1 #30


Hotin
@schnapper
Zitat:

Teilweise geht es gar nicht ohne verdrängen oder nicht beachten. Wir können uns ja nicht täglich all den
Mist den es auf der Welt gibt die hdrn Kopf gehen lassen.


Natürlich verdrängen wir täglich viele Gedanken, um nicht von den Einzelheiten übermäßig
belastet zu werden. Dabei handelt es sich aber nicht um existentielle Fragen.

Zitat:
Mit Verdrängen habe ich 20 Jahre funktioniert und in stabilen Verhältnissen gelebt. Seit dem Aufarbeiten geht
sehr viel schief. Der Zusammenbruch 2012 kam vom zu schnell zu tief schürfen in einer Therapie.
Und passender weiße zum Vorredner in Form von massiven psychotischen Episode


Meiner Ansicht nach, kann man, wie Du beschreibst durchaus über längere Zeit in stabilen Verhältnissen
funktionieren, wenn man vor allem wichtige persönliche Fragen verdrängt.
Warum hast Du denn dann nicht alles weiter verdrängt, wenn es doch scheinbar ziemlich gut
funktioniert hat?

25.11.2019 20:00 • #31


Hotin
@juwi

Ich finde oft wird etwas Wesentliches falsch gemacht.
Nicht der Therapeut muss schürfen und in die Tiefe gehen.
Der Patient muss selbst schürfen. Sonst kann es doch nie erfolgreich funktionieren?
Oder wie soll das mit einer Therapie sonst funktionieren?

25.11.2019 20:08 • x 1 #32


Zitat von Hotin:
Nicht der Therapeut muss schürfen und in die Tiefe gehen.Der Patient muss selbst schürfen. Sonst kann es doch nie erfolgreich funktionieren?Oder wie soll das mit einer Therapie sonst funktionieren?

Aber wozu dann Therapie, wenn man mit dem ganzen Mist eh allein gelassen wird? Ich hatte zwar jemanden zum plaudern über Alltägliches, aber wurde abgewiesen, wenn ich in besagte Tiefe gehen wollte, oder lächerlich gemacht. An mir lag es nicht, aus meiner Sicht.

Ich fürchte aber, ich mache mich wieder mal zu breit in einem "fremden" Thread

25.11.2019 20:10 • x 1 #33


Hotin
@juwi

Natürlich machst Du Dich hier nicht breit. Dies sind wichtige Fragen.

Zitat:
Aber wozu dann Therapie, wenn man mit dem ganzen Mist eh allein gelassen wird?


Zu der Arbeitsweise von einzelnen Therapeuten kann ich nichts sagen. In einer Therapie wird man
üblicherweise nicht allein gelassen.
Zitat:

Ich hatte zwar jemanden zum plaudern über Alltägliches, aber wurde abgewiesen, wenn ich in besagte Tiefe gehen wollte, oder lächerlich gemacht. An mir lag es nicht, aus meiner Sicht.


Das hast Du schon mehrmals erzählt. Natürlich redet man in einer Therapie. Wie soll es anders gehen?
Es geht aber darum, dass man herausfindet und lernt, welche gedanklichen Grundlagen
im Leben jemand sich selbst geschaffen hat und welche durch andere Menschen, Eltern, Lehrer,
Erzieher gelegt wurden.
Wenn man dann diese Grundlagen frei geschürft hat, dann kann man beginnen, die freigelegten
Gedanken nach brauchbar oder nicht brauchbar, nach für mich eher falsch oder für mich eher richtig
zu sortieren. Ein Gedankensystem, in dem Gutes und Schlechtes sortiert wurde, fühlt sich meistens
wesentlich weniger belastend an, als wenn die Gedanken noch unsortiert beieinander liegen.
Ein guter Psychologe sollte die Aufgabe eines gedanklichen Begleiters haben, der Entscheidungshilfen geben
kann und sollte.
Mit sortierten Gedanken kann man auch in der Regel besser schlafen. Legt man sich mit unsortierten
Gedanken zur Ruhe, versucht das Gehirn selbständig etwas zu sortieren.
Im Ergebnis führt das oft zu innerer Unruhe und Schlaflosigkeit.

Für mich fehlt in einer normalen Therapie immer eine sprachliche Vereinbarung zu Beginn.
Wenn etwas nicht automatisch abläuft, sollten Therapeut und Patient am Anfang über die Art sprechen,
wie sie in den Sitzungen kommunizieren wollen.
Wichtig ist auch. Der Patient hat das erste Entscheidungsrecht. Nur ist das kaum jemandem klar,
weil man sich ja schwach und schlecht fühlt, wenn man zu einen Seelen-Reparateur geht.
Wer die Musik (Therapie) bezahlt, der darf auch entscheiden, welche Lieder gespielt werden sollen.

25.11.2019 21:00 • x 1 #34


Na ich kam mit rund 30 in ein alter in den ich begonnen habe zu reflektieren. Und zu analysieren warum ich einfach nicht beziehungsfähig bin. Es hatte zwar wohl noch ne Weile weiter funktionieren können und wäre wohl auch besser gewesen, bis ich mich im Job gefestigt habe. Aber es stellte sich eine Unzufriedenheit ein mit dem allein sein. Es war klar dass das auf Dauer also nicht mehr so funktioniert. Der Schrei nach Liebe wuchs und muss gestillt werden werden. Das ist er bis heute nicht.

25.11.2019 23:43 • x 1 #35


Dann arbeite bitte daran! Nur du kannst es ändern,es kann eine Weile dauern doch es lohnt sich.
Aufgeben ist keine Option..der Schrei nach Liebe bleibt und nur du kannst diese Sehnsucht stillen. Liebe Grüße

25.11.2019 23:51 • #36


Das bezweifle ich, dass man sich selbst so viel Liebe geben kann, dass einem das Alleinsein nichts mehr ausmacht. Beziehungen zu anderen sind ein menschliches Grundbedürfnis. - Führt aber wohl zu weit vom eigentlichen Thema weg...

25.11.2019 23:54 • x 2 #37


Es sollte möglich sein,dass es noch andere Menschen gibt die deine Schrei nach Liebe hören und sie dir schenken möchten...so was gibt's! liebe Grüße

26.11.2019 00:01 • x 1 #38


Hotin
Zitat von juwi:
Das bezweifle ich, dass man sich selbst so viel Liebe geben kann, dass einem das Alleinsein nichts mehr ausmacht. Beziehungen zu anderen sind ein menschliches Grundbedürfnis.


Natürlich sind Kontakte zu anderen Menschen und für viele Menschen auch Beziehungen ein
echtes Bedürfnis.
Trotzdem kann jeder erreichen, dass es ihm/ihr weniger ausmacht, alleine zu leben.
Ob der Begriff "Sich selbst lieben" richtig gewählt ist, ist meiner Ansicht nach fraglich.
Ich spreche lieber von "Sich selbst mögen" und "Sich selbst so akzeptieren, wie man ist".

26.11.2019 00:49 • #39


Hotin
Zitat von schnapper:
Na ich kam mit rund 30 in ein alter in den ich begonnen habe zu reflektieren. Und zu analysieren warum ich einfach nicht beziehungsfähig bin. Es hatte zwar wohl noch ne Weile weiter funktionieren können und wäre wohl auch besser gewesen, bis ich mich im Job gefestigt habe. Aber es stellte sich eine Unzufriedenheit ein mit dem allein sein. Der Schrei nach Liebe wuchs und muss gestillt werden werden. Das ist er bis heute nicht.


Millionen von Menschen fühlen sie heutzutage einsam und wünschen sich eine Partnerschaft.

Wie kann das gehen, dass Menschen zueinanderfinden?
Welche Wege gibt es.
Nur darauf warten, dass der richtige Mensch gerade vorbeiläuft und mir um den Hals fällt
ist vermutlich eine reine Wunschvorstellung.
Was bist Du bereit zu tun, um jemand kennen zu lernen?

26.11.2019 00:58 • #40



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