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S

Schnute76
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Ich bin völlig am Ende und habe einfach keine Kraft mehr! Diese Einsamkeit bringt mich um! Was mache ich falsch, dass ich so wenig liebenswert bin? Ich bin jetzt 31 Jahre alt und musste mein Leben lang nur kämpfen. Immer wenn ich dachte, jetzt geht´s langsam wieder bergauf, kam der nächste Schlag! Als Kind wurde ich erst von meinem eigenen Erzeuger (Vater kann ich dazu nicht sagen) missbraucht und seelisch Tag für Tag gequält. Ob meine Mutter davon was mitbekommen hat, kann ich nicht genau sagen, auf jeden Fall hat sie auch sehr gelitten und fing an zu trinken (was er übrigens auch tat). Auch der Bruder meiner Mutter nahm mich mit ins Bett, aber das bin ich wohl selber Schuld- habe wohl Nähe und Geborgenheit gesucht. Habe dann zu Gott gebetet und gefleht, dass er meine Mutter erlöst und zu sich holt, welches er dann auch 1 Tag vor meinem 16. Geburtstag getan hat. Meine Lehrerin hat dann gemerkt, wie schlecht es mir ging und so lange nicht locker gelassen, bis ich ihr zumindest ansatzweise etwas erzählt habe. Mit ihrer Hilfe bin ich dann ausgezogen und habe eine Ausbildung begonnen. Hatte dann aber ein so schlechtes Gewissen meiner 2 Jahre jüngeren Schwester gegenüber, dass ich wieder gebetet habe, dass mein Erzeuger auch stirbt und wir unser eigenes Leben in Ruhe leben können. In der Zwischenzeit habe ich einen Mann kennen gelernt, den ich dann auch mit 18 direkt geheiratet habe. Mit 19 war ich schwanger und mit 20 bekam ich mein 1. Kind. Dann starb mein Erzeuger endlich. Mit 22 bekam ich dann mein 2. Kind und war darüber sehr glücklich! Kurze Zeit später öffnete ich einen Brief meines damaligen Mannes, der mich komplett aus der Bahn geworfen hat- er wurde darin vorgeladen und wegen sexuellem Missbrauchs an seinen Schwestern angeklagt. Es gab ein Riesen-Theather, eine dramatische Trennung und er wurde wegen 78fachen Missbrauchs zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Für mich brach eine Welt zusammen und es war eine sehr schwere Zeit. Irgendwann habe ich dann einen neuen Mann kennen gelernt, bin mit ihm zusammen gezogen und hab ihn auch geheiratet- warum weiss ich bis heute nicht. Er hat mich nach Strich und Faden belogen und betrogen, mich mit den Kindern und deren Erziehung immer alleine gelassen und sich dann schliesslich nach 4 Jahren Ehe mit einer anderen Frau betrogen, sich von mir getrennt und ist mit ihr zusammen gezogen. Er hat ganz viele Schulden gemacht, von denen ich nichts wusste und wieder stand ich alleine und mit nichts da und hatte zudem noch Schulden. Wieder kam eine Scheidung, ich musste es den Kinder beibringen, wir mussten wieder (zum 9. mal) umziehen und ich musste dafür sorgen, dass wir alleine klar kommen. Mittlerweile habe ich eine 75%-Stelle, die mir eigentlich Spass macht, aber die Kinder scheinen auf die schiefe Bahn zu geraten. Sie sind jetzt 11 und 9 und der 11-jährige lügt und betrügt mich nur noch und hat zudem das klauen angefangen. Auch wegen dem Verhalten meiner Tochter wurde ich neulich vom Lehrer angesprochen- sie sei nicht mehr so fröhlich und würde auch schulisch nachlassen- das tat weh! Habe schon eine Tagesmutter, aber so ganz klappt das auch alles nicht. Ich fühle mich mutterseelenallein unfd einsam. Jeden Abend fällt mir die Decke auf den Kopf- ich habe einfach keine Kraft mehr! Habe schon oft daran gedacht, dass es meinen Kindern ohne mich wesentlich besser gehen würde, denn ich schimpfe nur noch und bin keine gute Mutter mehr. Leider bin ich zu feige...

17.09.2009 #1


129 Antworten ↓
C

Cathy
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Hallo Schnute,

ich versuch es mal kurz zu machen: Was Du da machst (ich muß alleine klar kommen, ich hab keine Menschenseele, man spricht nicht mit fremden über seine Gefühle, man darf sich nicht an Fremde wenden, alles muß in der Familie bleiben, Hilfe Rat und Unterstützung von Außen ist wertlos, schändlich, schwach etc etc etc) das alles hast Du gelernt und/ oder Dir bei Deinen eigenen Eltern abgeguckt - deshalb konnten Dich auch Deine männlichen Verwandten ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen missbrauchen - geht keinen was an, was in der Familie los ist, bloss jede Einmischung von Außen abwehren (was Dich natürlich Therapieresistent macht), notfalls eben Augen zu und durch und nach Wundern beten, das muß reichen, leiden ist gut, Gott liebt die Leidenden, Armen und Kranken...nur nicht zulassen, dass irgendwer sich einmischt und diese ultimative Familienregel bricht...das schließt Deine Schwester und deren Familie mit ein...Das sind Regeln die DU und SIE von Euren Eltern gelernt und Euch abgeguckt habt und genau diese Regeln lernen und gucken sich Eure Kinder von Euch ab...es ist gleich was ihr ihnen erzählt...

Was Du Deinen Kindern tagtäglich vorlebst ist das was sie selbst aufsaugen und Dir nachmachen...so "funktionieren" Kinder...so funktioniertest auch Du als Kind...egal wie sehr Du unter diesen Regeln gelitten hast, egal wie fest Deine Mutter ihre Augen und ihren Mund verschlossen hat, egal wie brutal Dein Vater war...Du hast genau diese Regeln die in Deiner Kindheit und Jugend all diese Katastrophen möglich machten 1:1 übernommen, stellst sie nicht mal jetzt in Frage...Du fühlst schon seit Jahren, dass dieses "nur keine Fremden einweihen, nur nichts ansprechen und antasten" für Dich schon lange nicht mehr funktioniert und wie schlecht es DIR damit geht, aber trotzdem lebst Du genau das Deinen Kindern täglich vor und erwartest auch von ihnen, dass sie dieser "Familienregel" Folge leisten...

Was währe z.B. wenn Deine Schwester Dich z.B. auffordern würde, Dich jetzt, da es offensichtlich ist, dass es Deinem Sohn richtig schlecht geht, an einen Kinderpsychologischen/Sozialen Beratungsdienst zu wenden? Ich hab das Gefühl, Du würdest sehr, sehr böse mit ihr werden...Deine Eltern wären genauso böse und ablehnend geworden, wenn eine besorgte Nachbarin oder Verwandte ihnen diesen Rat gegeben hätte...Ich sag nicht, Du bist GENAU wie Deine Eltern...aber ich sage, Du wendest viele ihrer Strategien an - vielleicht auch ganz unbewußt. Probleme in der Familie oder mit sich selbst sind nicht da um gelöst zu werden, sondern um sie zu durchleiden...das hast Du von Deinen Eltern übernommen.

Meinst Du, Du könntest Dich in einem ruhigen Moment mal die Seiten wechseln, Dich und Dein Verhalten durch die Augen Deiner Kinder angucken? Glaubst Du nicht auch, die beiden würden sich ganz doll darüber freuen, wenn ihre Mama einfach mal wieder über irgendwas aus vollem Herzen lachen kann oder wenn sie berechenbarer, durchschaubarer würde und weniger verschlossen, ungeduldig und hart mit sich selbst und sie? Für die Kinder spielt es keine Rolle, wie Du das machst, wo oder bei wem Du Dir Rat und Unterstützung holst (mehr kann kein Thera tun) - die Frage ist natürlich, wie Du Deine Mutter empfunden hast...ich glaube, wenn Du sie auch jetzt noch als "tragische Heldin" in ihrem Leben siehst mit der GOTT irgendwann Erbarmen hatte, dann wirst Du auch weiterhin versuchen, ihr Gleich zu tun...was für Dich, die Kinder, Deinen Mann und auch für Deine Schwester und ihre Familie schlimm ist...aber solange DU glaubst, dass das Schicksal Deiner Mutter eben auch DEIN tragisches Schicksal ist, solange wirst Du in diesem "Leidens- Lebensweg" auch etwas "gutes" sehen...und von dieser Überzeugung kann Dich kein anderer abbringen...Ich hab keine Ahnung was für Menschen Gott mag oder ob nach dem Tod noch was kommt oder ob man nicht einfach an dem Punkt wieder geboren wird, wo man aufgehört hat...in meine - zugegebenermaßen sehr heidnischische - Vorstellung von Gott bekommt aber keine ne Auszeichnung oder n besonders schönes Fleckchen NUR weil er/sie mit voller Absicht besonders viel "gelitten" hat...und ganz allgemein stimme ich der Aussage zu : unglückliche,unzufriedene Eltern haben unglückliche und unzufriedene Kinder...ganz gleich was sie den Kindern vorspielen und vorheucheln...dann lernen die Kinder eben auch zu heucheln und Theater zu spielen...sonst nix. Besonders kleinere Kinder sind Sonaranlagen...die fangen jede Stimmung ein und auf...das kennst Du bestimmt auch noch aus der Zeit als Du klein warst...egal wie "zivilisiert" sich die Eltern gegeben haben...die Spannung die in der Luft lag, war so deutlich spürbar, dass man sie gar nicht ignorieren konnte...

Deine Kinder sind nicht anders Schnute...ich red Dir nicht ins Gewissen oder appeliere an Deine Verantwortung...es geht nur darum, ob Du möchtest, dass Deine Kinder die gleichen Verhaltensmuster erlernen und die gleichen Regeln befolgen, die Du Dir bei Deinen Eltern abgeguckt hast...oder ob Du ihnen zeigen möchtest, dass es wirklich ne gute Sache ist, sich mit Schwierigkeiten und Problemen die man nicht alleine lösen KANN eben an solche Leute zu wenden, die einem dabei helfen, begleiten und unterstützen können, weil sie einfach Profis sind...ist doch egal ob das Fremde Leute oder Familienmitglieder sind...was glaubst Du denn, was bei einem Therapeuten/Psychologen passiert?

Für meine Schwester war der erste Gang zum Psychologen/Therapeuten der absolute Horror, weil sie dachte, da sitzt einer, der ihr Vorwürfe macht, und ne lange Liste von Dingen bereit hält, die sie alle "falsch" gemacht hat... dazu kommt, dass sie von Hause ein Kontrollfreak und Geheimniskrämer ist...wenn man sie z.b. ganz nebenbei fragt, was sie zum Frühstück hatte, wittert sie dahinter sofort ne "Falle", weil sie tatsächlich glaubt, KEINER hat etwas besseres zu tun, als sie zu beobachten, zu beurteilen, zu bewachen und auszuhorchen...ne überdimensionale Egozentrik und nicht mangelnde Selbstliebe oder Wertschätzung hat sie viele Jahre gehindert nach professioneller Unterstützung zu suchen...und da kam ihr nie Jemand mit Vorschriften, Anweisungen oder irgendwelchen Allroundpsychologischen Aufgaben, die sie einfach nur abharken mußte...sowas ist keine "Schule" wo man geprüft wird und durchfallen oder bestehen kann...was für Frau xy funktioniert und machbar ist, ist für Dich noch lange nicht passend...und um das überhaupt erstmal zu besprechen, würdest Du zu nem Psychologen/Psychater gehen...der sagt Dir nicht einfach "so, jetzt machen sie dies und jenes und hier ist der Therapeut den ICH ihnen jetzt aufzwinge"...da gibt es keine fertig angerührte "Hilfe" ...da gibts, Vorschläge, Optionen und Möglichkeiten...die Entscheidung bleibt bei Dir...

30.05.2008 12:53 • #50


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A


Ich kann nicht mehr!

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R

Robinson44
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Hallo Schnute,
das klingt sehr schön und spirituell, was du da geschrieben hast. Der Mensch macht sich viel zu selten Gedanken um diese Dinge. Manche Menschen machen sich sogar nie Gedanken um solche fundamentalen Dinge.
Ich möchte an dieser Stelle eine wunderbare Ehrfahrung erzählen, die ich vor kurzem hatte.
Ich saß auf einer Wiese im einem Park, war Emotional völlig ausgebrannt. Mir ging es so schlecht wie selten im Leben zuvor. Ich hatte meinen Lebensmut und Lebenswillen völlig verloren, hatte starke Suizidale Gedanken. Ich saß da, weinte und betete. Ich betete über eine Stunde und bat Gott mir zu helfen. Ich will mir nicht das Leben nehmen, was soll aus meinen Kindern werden... Ich kann aber nicht so weiter Leben, dieser Schmerz ist unerträglich. Ich fragte Gott: Ist alles vorbei? hat es wirklich keinen Sinn mehr? Ich kann nicht mehr!
Ich bat Gott, mir ein Zeichen zu geben oder mir einen Menschen zu schicken, der mich tröstet, der mir hilft meine Gedanken zu sortieren, der irgend was zu mir sagt, was mich wieder aufbaut und mir Mut macht.

Es geschah erst mal nichts. Ich führte meine Monologe weiter. Etwa 20 min. später kam ein junges Mädchen zu mir auf diese Wiese. Sie sah, das ich weinte und sprach mich an. Ich konnte ihr zuerst nichts sagen. Sie sprach aber zu mir, vielleicht hat sie nur geraten, aber sie schien irgendwie zu wissen, was in mir vorging. Sie erzählte mir etwas über die Liebe, das hat mich verblüfft. Sie hatte Weisheiten und Erklärungen, das hätte mir so noch nicht mal ein proffesioneller Therapeut erklären können. Sie ist gerade 18 wie ich dann von ihr erfuhr. Geschätzt hatte ich sie auf 15-16. Sie erzählte mir auch von sich, das sie als kleines Kind von einem Mann mit einem Messer bedroht wurde und ihr Bruder sie gerettet hatte.
Dieses junge Mädchen hatte es tatsächlich geschafft in mir einen Impuls auszulösen. Es erinnerte mich an die schrecklichen Erlebnisse meiner Tochter, der ähnliches, ja sogar noch schlimmeres widerfahren war.

Einen Tag später, etwa zur gleichen Uhrzeit war ich wieder in dem Park auf der Wiese. Auf der Wiese die von außen fast gar nicht einzusehen ist. Ich saß da und dachte nach. Irgendwann fing ich an zu meditieren. Ich dachte gar nicht mehr an den Vortag, war irgendwie total in mich versunken. Ich weiß nicht mehr genau wie lange ich dort saß, da kam dieses Mädchen schon wieder vorbei. Sie fragte mich ob es mir schon wieder schlecht ginge. Ich sagte: Na ja, gut geht es mir nicht, aber im vergleich zu gestern wesentlich besser. Ich bedankte mich bei ihr, das sie mich am Vortag so wunderbar getröstet hatte. Dann kam die eigentliche Erfahrung, das es mir eiskalt den Rücken runter runterlief:

Sie wäre heute wieder gekommen, weil sie gehofft hätte mich dort wieder zu sehen. (Ich hatte ihr am Tag zuvor erzählt, das ich öfter da sei) Sie hätte am Vortag so eine innere Eingebung gehabt, es wäre gewesen als hätte ihr eine Stimme (Gott?) gesagt, gehe auf die Wiese, da ist jemand der braucht deine Hilfe. Sie wollte nun herausfinden ob da was dran ist, oder ob sie sich das nur eingebildet hätte.

Erst da fiel mir wieder ein, das ich in meinem Gebet Gott darum gebeten hatte mir ein Zeichen zu geben oder mir einen Menschen zu schicken der mir irgendwie hilft. Ich hatte das Tags zuvor, als sie auf mich zukam völlig vergessen und überhaupt nicht mit meinem Hilfeschrei in verbindung gebracht. Ich erzählte ihr dann, was ich gebetet hatte. Wir unterhielten uns lange über den Glauben und Schiksalhafte Ereignisse. Wir verließen beide zusammen die Wiese und gingen zur nahe gelegenen Klinik, in der sie noch ein paar Tage zu verbringen hatte.

Dieses Erlebnis war für mich ein Schlüsselerlebnis, das meine letzten Zweifel am Glauben beseitigt hat. Ich habe sie am nächsten Tag in der Klinik besucht und ihr ein kleines Geschenk gebracht und mich von ihr verabschiedet. Wahrscheinlich werde ich sie nie wieder sehen. Ihr Freund war auch da. Mit ihm hab ich dann nacher kurz noch geredet und von ihm weiß ich, dass das was sie mir erzählt hatte stimmt und sie seit dem psychisch krank ist. Aber ich weiß, das sie nicht verrückt ist. Sie hat ein furchtbares Traumata erlebt und wird eines Tages damit klar kommen. Sie hat die besten Vorraussetzungen. Ihren Glauben!

Noch was:
Ich war zwar heute das Endspiel gucken, aber ich bin nicht betrunken
Ich leide auch nicht an Religiösen Wahnvorstellungen.
Ich gebe zu, es gab Zeiten da hab ich so an Gott gezweifelt, da hätte ich das nicht geglaubt wenn mir jemand so was erzählt hätte.

Und für Schnute76: Als ich deine Texte las, hatte ich so ein merkwürdiges Gefühl im Bauch, das mich dazu gebracht hat dir genau die PN zu schicken die ich dir dann auch geschickt habe. Es ist schön, das du dich gemeldet hast.

30.06.2008 01:15 • #59


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I
hi du. hab gerade deinen beitrag gelesen. ist wirklich allerhand, was du erlebt hast. und dass dir der boden unter deinen füssen weg zu brechen droht, kann ich mir vorstellen. es klingt jetzt wahrscheinlich lapidar in deinen augen, äh ohren, es ist kaum vorstellbar, was ein mensch aushalten kann. und es doch tut. ich konnte und kann es auch nicht so recht fassen.
ich kann dir nur mit dem rat dienen, sieh zu, dass du unter menschen gehst. doch ich weiss, wie unüberwindbar die eigene haustür sein kann.
du hast den weg auch hierher geschafft, auch das brauchte mut und kraft.
vielleicht kannst du etwas leichter auch den nächsten schritt gehen. nämlich raus auf die strasse. die einsamkeit wird dadurch sicher nicht weniger, aber mit der zeit tut sie weniger weh. hast du mal mit nem therapeuten oder deinem arzt gesprochen? hast du dich getraut, deinen kummer jemanden anzuvertrauen?
du bist nun so weit gegangen. geh weiter, wenn du es wirklich willst, dann wirst du an eine gabelung kommen, und die alten pfade verlassen. hab nur mut...
bis bald!

inge

hab dir n link angeführt. hier treffen sich menschen, die auch kontakte und gleichgesinnte suchen. ich war schon da. ganz netter zeitvertreib.

#2


S
Hallo Ingelein! Schön zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die Anteil am Schicksal Anderer nehmen- danke! Ich gehe ja unter Leute- ich gehe arbeiten, singe in einem Chor, habe die besten Freunde der Welt und gönne mir auch mal Sachen, wie z.B. Sauna. Außerdem habe ich ja auch zwei Kinder- da sagen viele, ich KANN doch garnicht einsam sein- und doch bin ich es! Möchte mich endlich mal zuhause fühlen und so geliebt werden, wie ich bin! Es kostet so viel Kraft, alles alleine durchstehen zu müssen, andererseits bin ich das wohl auch teilweise selber schuld, denn ich kann mir einfach irgendwie nicht helfen lassen und möchte immer nach aussen stark (für Andere) sein und alles alleine schaffen!Ich helfe sehr gerne, das gibt mir auch unheimlich viel, aber es fällt mir verdammt schwer, bitte bitte zu machen und mir helfen zu lassen. Kannst Du das irgendwie verstehen?. Habe vor ca. einem halben Jahr mal alles jemandem anvertraut, dem es, zwar auf andere Weise, aber genauso schlecht ging wie mir. Das hat unheimlich gut getan, aber mittlerweile hat er ein neues Glück gefunden und meldet sich kaum noch. Ich gönne es ihm auch von ganzem Herzen und will ihn auch nicht runter ziehen, aber enttäuscht bin ich schon! Und Therapeuten- erstmal einen guten finden und sich überwinden und dann sind die alle ausgebucht und man kommt auf eine lange Warteliste... Langsam weiss ich echt nicht mehr weiter! Ich möchte nach hause!

LG, Schnute76

#3


S
Schon wieder diese unendliche Einsamkeit... Was mache ich bloss??

#4


L
Liebe Schnute,

da hast Du echt eine ganze Menge hinter Dir. Wahnsinn!

Ich möchte Dir dringend anraten, einen Therapeuten, der auf sexuellen Missbrauch spezialisiert ist, aufzusuchen. Unbedingt! Das Trauma, das Du erlebt hast, kannst Du nicht alleine überwinden. Es wird Dich Dein Leben lang begleiten und sich durch alle möglichen Lebensbereiche ziehen. Da laufen Mechanismen ab, die man nur ganz schwer durchschauen und durchbrechen kann. Deine Geschichte zeigt ja auch, dass Deine Rolle immer die der Person war, die schlecht behandelt wurde. Du hast scheinbar noch nie gute Erfahrungen mit Männern sammeln können. Für mich deutet das darauf hin, dass Du einen Platz in Deinem Leben "eingenommen" hast, das Opfer zu sein. Ich meine das nicht böse, Du kannst überhaupt nichts dafür. Du hast das ja weder bewußt, noch freiwillig getan. Du hast nichts anderes gelernt.

Mich macht unglaublich wütend, wenn ich lese, dass Dein Ex beispielsweise nur 3 Jahre für 78 Missbräuche bekommen hat. Unfassbar! Missbrauch ist für mich Seelenmord und fast gleichzustellen mit Mord.

Es gibt in der Psychologie eine ganze Reihe von Theorien, warum Menschen, die solche Traumata erlebt haben, scheinbar immer wieder in ähnliche Situationen geraten.
Und da musst Du raus! Das geht aber nur mit professioneller Hilfe.

Und dass Du Dich so schrecklich einsam fühlst, ist für mich kein Wunder. Denn auch als Kind warst Du mit alledem doch völlig alleine. Da schreit Dein inneres Kind in Dir, das sich soooo einsam fühlte, als es immer wieder diesen Horror erlebte und keine Hilfe erhielt.

Wenn Du jetzt bemerkst, dass Deine Kids auf eine schiefe Bahn geraten, dann werde aktiv und hole Dir Hilfe, bevor Du auch da machtlos zusehen musst, das etwas geschieht, was Du nicht abwenden kannst. Deine Kinder haben durch die miesen Ehen und Scheidungen eine Menge erlebt. Sie brauchen ebenso Hilfe, um all das zu verarbeiten.

In einer Therapie lernst auch Du, dass Du in keinster Weise ein schlechtes Gewissen haben musst, weil Dich z.B. Dein Onkel missbrauchte. Egal, ob Du Nähe und Liebe gesucht hast und es mit Sex verwechselt hast, er war der Erwachsene, der das nie hätte tun dürfen. Er und Dein Vater waren/sind die Gestörten, die Dir etwas ganz Schlimmes angetan haben.

Ob man jemals so ein Traum vergessen kann, ist fraglich, aber man kann lernen, damit umzugehen, lernen die Erlebnisse zu verarbeiten und die Zusammenhänge zu erkennen.

Liebe schnute, überwinde Dich, suche Hilfe. Es gibt auch Beratungsstellen, die Dir helfen können, einen guten Therapeuten zu finden und/oder Dich in der Erziehung Deiner Kinder unterstützen.

Und beginne Literatur zu dem Thema zu lesen. Ich denke, es wird Dir auch dadurch schon einiges klarer und erleichtert es Dir vielleicht die Motivation zu finden, in Therapie zu gehen!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Und die hast Du! Du hast so viel geschafft bisher. Glaube an Dich!

#5


S
Es ist so schwer an mich zu glauben... Heute war wieder ein ganz schrecklicher Tag! Sehne mich so sehr nach einer eigenen Mutter, die für mich da ist, mir mal einen Rat geben kann, mich einfach nur in die Arme nimmt... Und doch- alles wonach ich mich sehne, kann ich momentan nicht mal meinen eigenen Kindern geben. Ich bin so unzufrieden mit mir selber und so kraftlos. Bin extra mit den Kids schwimmen gefahren nach der Arbeit, aber ich habe wieder nur geschimpft. Ich fühle mich so schlecht!
Ich will endlich "nach hause"!

#6


N
Hallo liebe Schnute,

ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen. Such dir therapeutische Hilfe! Dort kannst du Kraft tanken, da bin ich mir ganz sicher und du hast auch nicht mehr das Gefühl alleine zu sein!

Ich selbst habe nicht einmal 1/10tel von dem erlebt was du geschrieben hast und mir ging es schon schlecht. Nun habe ich es gewagt darüber in der Therapie zu reden und es hat mir unendliche Erleichterung gebracht. Endlich ist jemand da, der dich nicht dafür verurteilt! Der zu dir sagt, dass du so ok bist wie du bist und der dich, wenn auch nicht körperlich "in den Arm nimmt" und Verständnis hat.

Bitte höre auf unseren Ratschlag und kümmere dich gleich morgen darum.

LG
Nicita

#7


H
Hallo Schnute! Ich bin seid gestern neu hier und es tut gut zu lesen das man mit seiner einsamkeit nicht alleine ist.Ich fühle mich auch oft alleine, obwohl ich 3 Kinder habe. Weißt Du ich bin als Kind immer abgeschoben worden. Mehrere Pflegeeltern,Kinderheim...Die erste Ehe hat nicht funktioniert, die Beziehung danach auch nicht.Wir haben eine behinderte Tochter bekommen und er hat sich einfach aus dem Staub gemacht.Nun bin ich wieder alleine mit allen Ängsten und sorgen um meine kleine Tochter.Und die anderen beiden Kinder gibt es ja auch noch.Ich weiß oft nicht wo ich die Kraft hernehmen soll morgens aufzustehen.Ich habe zwar wieder einen Freund aber der ist beruflich sehr viel unterwegs und wir sehen uns nur am Wochenende.Die abende wenn die Kinder im Bett sind, finde ich schrecklich.Ich kann Dich also sehr gut verstehen.Da ich seid kurzem Selbstmordgedanken habe werde ich mir jetzt therapeutische hilfe suchen.Vielleicht denkst Du da auch drüber nach.Liebe Grüße "herzschmerz"

#8


J
Hey Schnute,

leider habe ich keinen tollen Tipp für dich parat, wie plötzlich alles in Ordnung ist. Es tut mir wahnsinnig leid, was du alles schon in deinem Leben durchgemacht hast. Meine Vergangenheit ist bei weitem nicht so schlimm wie deine, aber dennoch kann ich mir gut vorstellen wie du dich fühlst.

Ich hasse das auch, morgens aufzustehen und allen zeigen zu müssen, dass es einem gut geht, dass man schon irgendwie klar kommt, obwohl du innerlich kaputt gehst. Eigentlich will man schreien und weinen, dass man nicht mehr kann, aber stattdessen funktioniert man einfach weiter. Man hasst sich selbst dafür, dass man sich solche Mühe gibt und trotzdem wohl einfach nicht liebenswert genug ist.

Wahrscheinlich kann ich dir nicht helfen, aber ich höre dir gerne zu.

LG, Jen

#9


S
Hallo nicita!

Ich kann es einfach nicht! Ausserdem haben doch fast alle Therapeuten eine endlos lange Warteliste... Wie hast Du denn jemand gefunden?

LG, Schnute76

#10


S
Hallo herzschmerz,

danke für Deinen Beitrag! Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft und pass auf Dich auf! Lass Deine Kinder nicht alleine, vor allem Deine Tochter braucht Dich!

LG, Schnute76

#11


S
Hallo jen80,

es tut schon gut, sich mal alles offen von der Seele zu schreiben und hier ein paar liebe Menschen zu treffen und aufbauende Worte zu lesen! Trotzdem sitze ich wieder hier und weine, bin innerlich völlig unruhig, der heutige Tag geht mir durch den Kopf und ich hasse mich einfach nur... Ich sehne mich nach Geborgenheit und habe doch solche Angst...

#12


N
Hallo Schnute,

hier links steht ein Link mit Therapeutenanschriften..da kannst du deine Postleitzahl eingeben. So habe ich meinen auf dem indirekten Wege gefunden.

Die ersten zwei Anrufe brachten keinen Erfolg. Beim zweiten Anruf sagte mir die Therapeuten sie hätte eine Warteliste von einem Jahr. Ich fragte ob sie noch jemanden kenne, da gab sie mir die Adresse von meinem jetzigen.

Die meisten Therapeuten laden zu einem Vorgespräch ein...

Versuche es einfach. Ohne einen Versuch wirst du nie wissen, ob du einen Platz bekommst.

lg nicita

#13


S
Hallo nicita,

den Therapeutenlink habe ich schon versucht, er funktioniert leider nicht (dauerhafter Fehler). Tue mich auch verdammt schwer damit, irgendwo anzurufen- es könnte ja jemand "nein" sagen...

LG, Schnute76

#14


N
Morgen,

versuche es mal mit diesem Link:

http://http://www.palverlag.de/Beratung-Psychologie.html

Wie gesagt, meine erste Adresse hat auch "Nein" gesagt...Jetzt schau erstmal wieviele Therapeuten es in deiner Umgebung gibt.

WIR bekommen das hin!



lg
nicita

#15


S
Hallo nicita,

hat auch nicht funktioniert, habe jedoch direkt unter PAL-Verlag nachgeschaut und auch so ca. 5 gefunden, aber...
Ich kann mich nicht überwinden...

LG, Schnute76

#16


N
Fünf Stück Dann herzlichen Glückwunsch...ich habe damals nur zwei gefunden....

Das ist doch ein super Anfang...Dann hast du bestimmt auch Erfolgstreffer...Bei fünf Stück...

Dann schreibe dir mal auf einen zettel auf, was du sagen möchtest...

...und wenn du das gemacht hast.... dann rufe heute abend oder innerhalb einer Stunde dort an...( die Sitzungen gehen i.d.R. 50 Minuten und dazwischen nimmt keiner das Telefon ab)

dann geht wahrscheinlich der AB rein und dann kannst du versuchen drauf zusprechen...Versuche erstmal das..

DAs schaffst du!

#17

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S
Liebe nicita,

erstmal danke für Deinen Zuspruch und die aufmunternden Worte! Was soll ich denn sagen?? Ich glaube, dafür brauche ich noch etwas Zeit... Gleich muss ich sowieso arbeiten! Wünsche Dir einen schönen Tag!

LG, Schnute76

#18


N
Guten Tag Frau/Herr... (oder Anrede weglassen), ich heiße..... (oder wie auch immer du deine Anrede normalerweise formulierst...) ich möchte nachfragen ob ich bei Ihnen einen Termin bekommen kann, weil ich unter Angstzustände leide und oftmals nicht weiß, wie ich den Tag überstehen soll...

Antwort: JA = Super Termin ausmachen

Antwort: Nein

Können Sie mir eventuell jemanden sagen, der noch Plätze frei hat

Oder den nächsten Therapeuten anrufen...

Sollten die eine Warteliste von einem halben Jahr haben, dann lass' dich draufsetzen...

lg nicita

#19


S
Hallo nicita!

Ich schaffe es einfach nicht...

Warum bist Du eigentlich hier im Forum?

LG, Schnute76

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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