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Ich weiß nicht, ob das Thema hierher passt,kenne mich nicht wirklich aus in so Foren.
Ich bin extrem verzweifelt, weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich habe eine PTBS und in den letzten Jahren eine chronische Erkrankung dazubekommen ,die mich sehr wenig machen lässt. Ich habe dadurch fast alle Freunde verloren und das allerschlimmste, auch meine Tochter möchte keinen Kontakt mehr mit mir. Alles was ich noch habe, ist meine Katze. Sie ist seit vielen Jahren nicht gesund. Es gibt zig Diagnosen, und keiner konnte bisher helfen. Seit dem letzten tierklinikbesuch im Oktober ist es kontinuierlich schlecht. Ich habe es eine zeitlang irgendwie geschafft, mich mit den Gedanken -morgen wird es wieder besser - über Wasser zu halten. Doch das war nie der Fall. Und dann war sie plötzlich da, diese extreme angst. Ihr nicht helfen zu können ,sie zu verlieren. Sie ist alles was ich noch habe und ich ertrage es nicht mehr, noch wem zu verlieren. Ich habe solche Panik. Medikamente helfen nicht. Therapie kann ich mir nur selten leisten. Stationär geht wegen der kleinen Maus definitiv nicht, die braucht viel Pflege. Ich habe in meiner Verzweiflung daran gedacht, meine Tochter auf knien anzuflehen, mich wieder anzunehmen und ich weiß aber, es würde nichts bringen. Ich weiß, dass diese Angst letztlich mit meiner Kindheit zu tun hat und ich traumatherapie brauchen würde. Gibt es hier sowieso nicht. Ich bin so verzweifelt. Wie geht man damit um, wenn man niemand mehr hat und das Todesangst verursacht? Ich kann mir nicht vorstellen, dieses kleine samtige fellwesen nicht mehr zu sehen, zu spüren...Sie ist soo besonders. Es gibt nicht mal wem zum trösten und beistehen. .....

26.03.2018 23:09 • 02.04.2018 #1


5 Antworten ↓


Lillymaus
Hallo
Das was du da geschrieben hast treibt mir wirklich die Tränen in die Augen. Ich kann dich total verstehen das du so eine angst hast deine Katze zu verlieren wenn du sonst niemande hast. Eine Frage :warum will deine Tochter keinen Kontakt mit dir und kümmert sich nicht um dich?

26.03.2018 23:36 • #2



Extreme verlustangst

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Danke für deine Anteilnahme!
Ich denke, dass ich keine gute Mutter war, weil ich oft ausgefallen bin. Ich habe das auch zu spät erkannt, versucht, noch etwas nachzuholen. Das konnte sie nicht annehmen. Auch um Verzeihung habe ich gebeten, aber sie schützt sich wohl,kommt mit meiner Krankheit nicht zurecht. Auch wenn ich mir das sage, tut es trotzdem unendlich weh. Ich wollte einfach nur angenommen sein, dazugehören zur Familie. Jetzt sehe ich auch meine Enkel nicht mehr. Ich versuche, an mir zu arbeiten, was sehr schwierig ist...Ich frage mich oft, wie andere Menschen mit Verlust umgehen, wenn da sonst niemand mehr ist?

27.03.2018 22:15 • #3


Hallo,

Wie wäre es mit neuen sozialen Kontakten knüpfen? Evt. Nachbarn? Oder durch ein Hobby? Gemeinde oder Kirche?
Zudem würde ich dir raten evt. ein zweites kleines, süsses Kätzchen anzuschaffen, dass wenn der Fall einmal eintreffen sollte, dass das eine nicht mehr da ist, du nicht alleine dastehst. Ich bin mir sicher, dass du auch das neue Kätzchen ganz schnell lieb haben wirst und es für dich genau so wichtig wie das andere werden wird. Oder ein Hündlein?
Bei deiner Tochter auf Knien "anzukriechen" würde ich ehrlich gesagt riskieren... Auch wenn du sicher bist, dass sie dich ablehnen wird, ist es ein Versuch wert. Vielleicht ist auch ein erneuter Kontaktaufbau zu den früheren Kollegen wieder möglich? Einfach mal melden, die Situation schildern und was Abmachen... Hoffe ich konnte dir einen halbwegs vernünftigen Rat geben.

27.03.2018 22:37 • #4


FeuerWasser
Zitat von Catrina:
Medikamente helfen nicht. Therapie kann ich mir nur selten leisten.

Medikamente therapieren nicht sondern dienen als Unterstützung und aus welchem Grund kannst du dir eine Psychotherapie "nicht leisten"? Die wird von der Krankenkasse bezahlt. Ich finde auch, wenn sich das gesamte Umfeld und selbst die eigene Tochter sich gegen dich stellen, müssten bei dir alle Alarmglocken angehen. Da kann es nicht nur an der Katze liegen wenn sie, wie du schreibst, schon seit vielen Jahren krank ist. Vor Jahren hätte sich auch deine Tochter um die Katze kümmern können während du dich um dich selbst kümmerst.

29.03.2018 12:37 • #5


Ich meinte damit, dass Medikamente meine Angst nicht lindern. Bzw nur Benzos, aber die soll man ja nicht lange. Als ich vor Jahren meine Tochter gebeten habe, sich um die Katze zu kümmern, hat sie gemeint, das ist unerhört, was ich da von ihr verlange. Ich habe hier vor kurzem von der Schematherapie erfahren. Ich finde mich da total wieder und sehe auch den Grund jetzt, dass bisherige Therapie nicht geholfen oder nur verschlechtert hat. Da ich am Land im Dorf wohne, ist alles halbwegs brauchbare sehr weit weg und ich schaffe diese langen Strecken nicht dauerhaft...Ja, meine Tochter hat mir vor zwei tagen unter Hass gesagt, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben will, und dass es ihr auch egal ist, wenn ich nicht mehr bin. Damit kann sie leben. Ich solle auch meine Katze entsorgen, wenn sie mir im Wege ist...Ich bin am Boden

02.04.2018 14:19 • #6




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Dr. Reinhard Pichler