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Der Sonntag ist ohne Frage ätzend lang, genauso wie Feiertage. Ich bin es gewohnt, meinen Sozialkontakt draußen spontan zu erleben, aber an Sonn- und Feiertagen ist tote Hose auf der Straße. So bleibt nichts anderes übrig, als sich so zu beschäftigen. Länger ausschlafen geht nicht, um acht bin ich wach. Nach dem kalt waschen gibt es Kaffee und dann mache ich einen Sonntagmorgenspaziergang mit fast menschenleeren Straßen. Dann bin ich etwa um zehn wieder zu Hause, dann wird gelesen, Pflanzen gießen und Flaschen oder Papier zum Container getragen. Och, erst um elf, der Vormittag zieht sich. Also ans Beantworten der E-Mails machen, ich schreibe gerne, das macht mir Spaß und ich überlege genau wie ich formuliere. Dann ist es nach 12, Zeit für den Brunch, aufgrund von Intervallfasten erst so spät. Dann ist es eins, halb zwei und es geht an den Computer, schaue mich in den Foren um und was es sonst neues gibt, es schließt sich ein längerer Spaziergang an. Auch eine Tradition ist das Vollbad am Sonntagnachmittag, ein Genuss, vor allem an den kalten Tagen. Nenne das Bad Wellnessprogramm, weil es sich über Stunden hinzieht. So kann man den Sonntag herumkriegen. Dann gibt es noch einmal etwas zum Essen, Tagesschau im TV, anschließen Tatort im Ersten und der Sonntag ist so gut wie herum. Dann noch die Abendroutine um in die richtige Bettschwere zu kommen und das Einschlafen um halb zwölf ist kein Problem. So ein Feiertag ist ätzend lang, mache auch ungern Verabredungen, sondern pflege meine Kontakte spontan am Wochentag, aber das geht an einem Sonn- oder Feiertag nicht. Als Jugendlicher in Berlin habe ich noch alle möglichen Besuche gemacht, aber das ist jetzt im Alter in Bayern vorbei. Ich möchte auch keinen Besuch haben, ist mir gleich unangenehm, es stört irgendwie den inneren Frieden. Paradox oder, der lange Sonntag, aber Besuch stört den Frieden.
31.12.2025 16:41 •
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