In vielen (kleineren) Städten wirken die Sonntage irgendwie trist, weil kaum Leute auf der Straße sind. Andere finden das vielleicht ruhig und erholsam, aber mir ist es lieber, wenn ein bisschen Trubel ist.
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#21
Monolog Mitglied
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@annielea Und Weihnachten mit Sylvester ist gefühlt genauso wie Sonntage mit Brückentagen. 😉
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Diese ätzend langen Sonntage!
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annielea Gast
Zitat von Monolog:
@annielea Und Weihnachten mit Sylvester ist gefühlt genauso wie Sonntage mit Brückentagen. 😉
Genau so ist es! 🙂
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Sentinel2003 Mitglied
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Zitat von Monolog:
Hallo Zusammen, wie geht ihr mit diesen ätzenden, langen Sonntagen um? Was treibt ihr da so, wenn ihr allein lebt und seid? Das würde mich mal interessieren. Mich nervt dieser Tag heute total an. Vor allem, weil ich nicht vor der Haustüre war. Ich war gestern schon soviel unterwegs, da muß ich heute meinen Körper ...
Ich bin seit Ende Juni 22 , seit an diesem Tag meine Mutti gestorben ist, eigentlich alleine. Habe weder Frau noch Kinder...aber, zum Glück seit November wieder eine vollzeit Stelle. Trotzdem finde auch ich, zumindest im Winter, die Wochenenden schon ätzend....WAS soll ich sagen: ich schlafe viel! DAS ist sowieso schon IMMER so gewesen: ich habe mich IMMER ins Bett zurück gezogen, wenn ich Sorgen oder Probleme hatte...
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realo Mitglied
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Der Sonntag ist ohne Frage ätzend lang, genauso wie Feiertage. Ich bin es gewohnt, meinen Sozialkontakt draußen spontan zu erleben, aber an Sonn- und Feiertagen ist tote Hose auf der Straße. So bleibt nichts anderes übrig, als sich so zu beschäftigen. Länger ausschlafen geht nicht, um acht bin ich wach. Nach dem kalt waschen gibt es Kaffee und dann mache ich einen Sonntagmorgenspaziergang mit fast menschenleeren Straßen. Dann bin ich etwa um zehn wieder zu Hause, dann wird gelesen, Pflanzen gießen und Flaschen oder Papier zum Container getragen. Och, erst um elf, der Vormittag zieht sich. Also ans Beantworten der E-Mails machen, ich schreibe gerne, das macht mir Spaß und ich überlege genau wie ich formuliere. Dann ist es nach 12, Zeit für den Brunch, aufgrund von Intervallfasten erst so spät. Dann ist es eins, halb zwei und es geht an den Computer, schaue mich in den Foren um und was es sonst neues gibt, es schließt sich ein längerer Spaziergang an. Auch eine Tradition ist das Vollbad am Sonntagnachmittag, ein Genuss, vor allem an den kalten Tagen. Nenne das Bad Wellnessprogramm, weil es sich über Stunden hinzieht. So kann man den Sonntag herumkriegen. Dann gibt es noch einmal etwas zum Essen, Tagesschau im TV, anschließen Tatort im Ersten und der Sonntag ist so gut wie herum. Dann noch die Abendroutine um in die richtige Bettschwere zu kommen und das Einschlafen um halb zwölf ist kein Problem. So ein Feiertag ist ätzend lang, mache auch ungern Verabredungen, sondern pflege meine Kontakte spontan am Wochentag, aber das geht an einem Sonn- oder Feiertag nicht. Als Jugendlicher in Berlin habe ich noch alle möglichen Besuche gemacht, aber das ist jetzt im Alter in Bayern vorbei. Ich möchte auch keinen Besuch haben, ist mir gleich unangenehm, es stört irgendwie den inneren Frieden. Paradox oder, der lange Sonntag, aber Besuch stört den Frieden.
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Monolog Mitglied
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@realo Danke für Deine detaillierte Ausführung. Das deckt sich in etwa mit dem, was ich so treibe, wenn im Winter im Außen nix besonderes anliegt. Respekt, daß Du so konsequent Sonntag nachmittags Spazieren gehst. Machst Du das bei jedem Wetter? Ich habe für mich festgestellt, daß ich es wetterabhängig mache. Scheint die Sonne, gehe ich raus, ist es bedeckt, bleibe ich drin. Bringe höchstens ein paar Bücher zum Bücherschrank. Es ist schon irgendwie seltsam. Einerseits möchte man mehr Kontakte, andererseits sind sie dann aber einem auch gleich wieder zu viel oder zu kompliziert. Vielleicht ist das auch einfach nur die logische Folge, wenn man zu lange auf sich allein gestellt ist bzw. war. Ich merke das auch, daß je älter ich werde, daß ich mehr das Bedürfnis nach Ruhe habe. Ist aber vielleicht auch gut so. Man muß nicht mehr überall dabei sein.
Gruß aus Mfr nach Bayern 😉
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realo Mitglied
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@ Monolog Bin schon so lange Frührentner, dass ich mir das Strukturieren der Zeit angewöhnen musste, um selbstständig durch den Alltag zu kommen ohne Betreuung und das gilt besonders für den Sonntag und die Feiertage. Heute ist Neujahr, ein Feiertag, da gilt es genauso wie sonntags. Jetzt ist es 15.00 Uhr, wenn ich fertig geschrieben habe geht es raus zum Spaziergang, bei jedem Wetter, bei Sonne etwas länger und bei Regen oder Kälte etwas kürzer. Bin ziemlich konsequent mit der Gestaltung des Tages, es geht auch nicht anders, ist es zu chaotisch führt es zu Verwirrung und Unsicherheit. Deshalb ein klarer Ablauf, besonders an den Tagen, wo spontane Abwechslung nicht möglich ist. Aber es ist mühsam, die Zeit zu füllen.
Gestern an Silvester war ich abends auch allein, bin auch schon älter und mag die Großraumpartys nicht mehr. Habe mir vorgenommen, ich schaue mir um zwölf das Feuerwerk an. Das war nicht einfach, denn hätte schon um elf ins Bett gehen können, weil nichts los war. Aber mit Konsequenz heißt es durchhalten, fern schauen, alles langweilig, halb zwölf, noch eine halbe Stunde und die Zeit vergeht gar nicht. Soll ich schon ins Bett gehen, Feuerwerk egal, nee, Du hast es Dir vorgenommen, also halte durch. Habe dann von der Musiksendung auf 3Sat umgeschaltet auf die Livesendung im ZDF, da kam dann der Countdown aus Hamburg, zwölf Uhr, geschafft. Das Feuerwerk ging dann hier in der Stadt etwa eine viertel Stunde und dann war endlich die Zeit ran um ins Bett zu gehen. Gut, dass ich das so gemacht habe, denn ich bin heute früh am Neujahrstag mit guter Laune aufgestanden, Kaffee, Feiertagsmorgenspaziergang usw.
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#27
Sentinel2003 Mitglied
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Zitat von realo:
Der Sonntag ist ohne Frage ätzend lang, genauso wie Feiertage. Ich bin es gewohnt, meinen Sozialkontakt draußen spontan zu erleben, aber an Sonn- und Feiertagen ist tote Hose auf der Straße. So bleibt nichts anderes übrig, als sich so zu beschäftigen. Länger ausschlafen geht nicht, um acht bin ich wach. Nach dem ...
Du bist von Berlin nach Bayern gezogen? DAS ist mal krass! Ich bin noch nie weg gezogen von Berlin! 🤔
DAS mit deinen Spaziergängen am Sonntagf finde ich auch echt beeindruckend, und, dass, wenn du auf wachst, sofort aufstehst, auch, wenn es erst 8 Uhr ist! RESPEKT! Da drehe ich mich gerade erst nochmal um zum weiter Schlafen! 😎
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#28
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realo Mitglied
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Zitat von Sentinel2003:
Du bist von Berlin nach Bayern gezogen? DAS ist mal krass! Ich bin noch nie weg gezogen von Berlin! 🤔 DAS mit deinen Spaziergängen am Sonntagf finde ich auch echt beeindruckend, und, dass, wenn du auf wachst, sofort aufstehst, auch, wenn es erst 8 Uhr ist! RESPEKT! Da drehe ich mich gerade erst ...
Ich weiß, das machen viele so und klagen dann wieder über Konflikte. Wie gesagt, ich habe mir in der Tages- und Wochenstruktur eine Konsequenz angewöhnt, weil es guttut und stabilisiert. Gerade der Sonntag braucht, wenn man alleine ist, einen besonderen Umgang, will man nicht in der Krise landen. Zumindest geht es mir so und deshalb bin ich da streng. Es ist völlig o.k., bin alleine und gehe mit meinem Verhalten niemanden auf die Nerven. Ich würde gerne länger schlafen, damit der Tag kürzer ist, aber es geht nicht, ich bin munter. Sich dann hin und her wälzen und laufend auf die Uhr gucken halte ich für noch nerviger. Habe mir ein Sonntagsprogramm ausgedacht, das funktioniert, von früh um acht, bis Abends um zwölf. Was ich vermeiden möchte, sind psychische Abwandlungen wegen Einsamkeit.
Ich habe mir angewöhnt, langweilige Sonntage mit Ausflügen zu bereichern. Dank Deutschlandticket kann ich jederzeit mit der Bahn herumfahren, und ich fahre gern in andere Orte und Städte, um dort irgendwas zu unternehmen (wetterabhängig). Bei schönem Wetter mache ich dort vielleicht einen Spaziergang oder eine kleine Wanderung, bei schlechtem oder kaltem Wetter schaue ich mir ein Museum oder eine Ausstellung an.Mit diesen Aktivitäten kann ich einen Sonntag eigentlich sehr gut ausfüllen.