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25

D

Dortmund01
Gast

Moin, bin 25 Jahre alt und habe Soziale Mutismus und auch leicht Autismus.
Ich habe seit 3-4 Jahren keine Freunde mehr und bin seitdem nur Zuhause zwischen meinen 4 Wänden, ich gehe höchstens raus wenn ich mal zum Friseur muss.
Jetzt kommt langsam das Gute Wetter wieder und ich fühle mich komplett einsam, ich würde gerne was unternehmen z.B am See/Kanal sich Sonnen usw. Aber ich kriege es nicht hin dort alleine hinzugehen.
Ich weiß das niemand da draußen juckt was ich mache, oder ich alleine bin . Aber trotz diesen Wissen schaffe ich es einfach nicht.

Letztes Jahr z.B hatte ich mir vorgenommen einfach es zu machen, aber an dem Tag dann hatte ich nicht den Mut dazu.

Was kann ich dagegen machen?

24.06.2026 x 2 #1


20 Antworten ↓

C
Hey ja ich versteh es schon wen man sich draußen eher zurück zieht.
Aber das ist falsch und du musst dich selbst überwinden. Dafür gibts keine Tipps.
Ich hatte mal eine extrem schlimme Symtome beim Auto fahren und wollte danach nicht mehr fahren aber ich musste. Also musste ich mich überwinden und irgendwann kamen die Symptome nicht mehr.
Vielleicht nimmst du dir einfach was mit zb ein Buch, Kopfhörer Musik hörne und dich so irgendwie ablenken und dann kannst du das evtl. auch genießen.
Würde das schöne Wetter ausnutzen.
Es reicht ja auch wen du erst mal 1 Stunde bleibst. Und dann wen du merkst es klappt doch ganz gut, jeden Tag immer wieder raus für paar Stunden.
Das tut der Psyche richtig gut:)

x 5 #2


A


Angst alleine zum See als Erwachsener

x 3


iquique
Zitat von Dortmund01:
Was kann ich dagegen machen?

Bei mir besteht eher das gegenteilige Bedürfnis, dass ich ständig unterwegs sein will, selbst dann, wenn es eigentlich vernüftiger wäre, zuhause zu bleiben (und zum Beispiel irgendwelche Aufgaben zu erledigen). Das heißt, dass ich eigentlich immer nach dem Aufstehen und Duschen meine Wohnung verlasse und irgendwelche Aktivitäten unternehme. Entweder, ich muss sowieso zur Arbeit, oder - wenn ich frei habe - dann unternehme ich irgendwas, z.B. Stadtspaziergänge mit der Absicht, Fotos zu machen, oder Büchereibesuche, Ausflüge mit dem D-Ticket, etc.

Ich kann mir aber vorstellen, dass es schwierig ist, eingefahrene Gewohnheiten umzustellen, und wenn noch Ängste im Weg stehen, wird es nicht einfacher. Wahrscheinlich würde ich versuchen, mit kleinen Mini-Unternehmungen anzufangen. Erst einmal kurze Spaziergänge in der Nähe, und diese dann im Lauf der Zeit ausdehnen und verlängern. Einfach, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, dass es schön sein kann, draußen zu sein - auch wenn niemand dabei ist.

Wenn es darum geht, im Freien das schöne Wetter zu genießen: wie wäre es, wenn du dir eine ruhige Stelle suchst, wo du ungestört bist? Vielleicht fühlst du dich an einem Badesee von den anderen Leuten gestört?

x 1 #3


G
Zitat von Dortmund01:
Aber ich kriege es nicht hin dort alleine hinzugehen.

WAS genau hindert dich daran, was bereitet dir die Schwierigkeiten? Welche Gedanken oder Befürchtungen halten dich davon ab, einfach dort hin zu gehen? Kannst du es benennen?

#4


Abendschein
Manchmal ist das so, das man nicht kann.
Ich kenne das auch, ich möchte gerne, aber
es zieht mich etwas zurück. Ich ärgere mich dann
und in einem Augenblick, mache ich es. Am besten
ist für mich, nicht zu lange darüber nachdenken,
sondern machen. Einfach (ist nicht einfach)
aber machen.
Wie fühlt sich das für Dich an, @dortmund1 ?

x 2 #5


D
@Gedeon Das ist schwierig zu sagen, da ich selbst nicht genau weiß woran das liegt.
Vielleicht schäme ich mich alleine rauszugehen, vielleicht mache ich mir zu viel kopf was andere denken wenn sie jemanden alleine sehen. (Ich weiß es juckt niemanden und es gibt viele die alleine was machen, trotzdem kriege ich es nicht aus meinem Kopf.
Große Menschenmenge habe ich auch immer ein Problem.

x 2 #6


iquique
Zitat von Dortmund01:
vielleicht mache ich mir zu viel kopf was andere denken wenn sie jemanden alleine sehen.

Tatsächlich denke ich darüber nie nach, obwohl ich meistens allein unterwegs bin. Die Leute wissen ja gar nicht, warum ich allein unterwegs bin. Könnte ja auch sein, dass man auf dem Weg zu einem Termin, einer Verabredung oder einer Einladung ist. Das sieht man einem ja nicht an, was man vor hat.

Abgesehen davon sind so viele Menschen ständig allein unterwegs. Da bin ich bzw. sind wir sicher nicht die Einzigen.

x 1 #7


D
@iquique Also bist du so ähnlich wie meine Brüder lachen
In meinem Kopf denke ich z.B auch rauszugehen und einfach irgendwas machen, aber irgendwas blockiert meinen Kopf das ich es raus schaffe.
z.B gestern habe ich mir vorgenommen heute rauszugehen an den Kanal sich sonnen, oder irgendwo was in der Stadt machen, aber heute sitz ich Zuhause und kriege die Blockade nicht weg es durchzuziehen.

#8


D
Ich habe irgendwie gehofft das wenn ich meine Situation im Internet schreibe, dass ich es irgendwie überwinde rauszugehen.
Leider hat es nicht geklappt :/

#9


iquique
Zitat von Dortmund01:
und kriege die Blockade nicht weg es durchzuziehen.

Und wenn du dir selbst ein anderes Ziel setzt, das dich quasi aus anderen Gründen dazu bringt, aus dem Haus zu gehen? Zum Beispiel, in ein Geschäft gehen (um irgendwas bestimmtes zu kaufen)? Und wenn du dann draußen unterwegs bist, kannst du stattdessen auch zu einem ruhigen Plätzchen abbiegen und dich auf die Wiese legen (oder so).

Also, dass du dich mit einer "wichtigen" Aufgabe überlistest, die deinem Gehirn sagt "Ich muss rausgehen, es gibt keine Alternative". Und wenn du dann draußen bist, ist es nur noch ein kleiner Umweg....

x 2 #10


D
@iquique Das habe ich sogar tatsächlich paar mal gemacht. Als ich ein Termin hatte, habe ich danach etwas unternommen.
Aber aktuell steht nichts an und ich habe alles Zuhause was ich brauche.
Aber selbst einkaufen ist zu 95% eine Überwindung für mich rauszugehen.

#11


G
@Dortmund01
Das klingt eher nach sozialer Phobie.
Sozialer Mutismus sagt ja aus, dass du in bestimmten Situationen nicht sprechen kannst, also kein Wort heraus bekommst.
Oder eine Mischung aus beidem?
Was hast du denn bisher dagegen unternommen?

#12


D
@Gedeon Bei mir wurden verschiedene Sachen diagnostiziert. Kein Arzt konnte 100% sagen was ich habe.
Aber ja, ich habe auch soziale phobie.
Es gab ein paar Vermutungen, die einen sagten Autismus, die anderen soziale Mutismus, es gab noch ein paar sachen woran ich mich aber nicht erinnere.

Was ich unternommen habe? Ich war bei mehrere ärzte, ich hatte als kind einen Betreuer vom Jugendamt, ich habe für 2-3 Jahre mit einem Betreuer zusammen gelebt auch in einem anderen Bundesland.
Mit dem Betreuer habe ich öfter etwas unternommen draußen usw.
Hat auch etwas geholfen, aber wo ich 18 wurde war es erstmal vorbei.
Dann mit 20-22 ca. Hatte ich wieder 1-2 Jahre einen Betreuer vom Jugendamt, auch dann haben wir Ärzte aufgesucht, draußen spazieren gegangen und Termine usw.

Jetzt bin ich 25 und bin seit 2-3 Jahren 24/7 zwischen meinen 4 wänden und gehe höchstens mal zum Friseur raus einmal im Monat.
Einen Betreuer habe ich nicht mehr und wird auch mit 25 Jahren keinen geben vom Jugendamt. Einen Behindertenausweis habe ich auch nicht.

#13


G
Hast du eine eigene Wohnung?
Vielleicht wärst du in einem Wohnheim besser aufgehoben (?)

#14


E
Gibt es keine Angebote die du wahrnehmen könntest, eine Tagesstruktur, oder etwas was du 2 mal pro Woche für zwei drei Stunden besuchen kannst was Kreatives, dann wärst du nicht alleine und zusätzlich gewöhnst du dich eher mal raus zu gehen.

Ich kenne das sehr gut was du beschreibts ich hatte eine sehr lange zeit damit zu kämpfen raus zu kommen, dieses ich möchte aber ich kann nicht war sehr ausgeprägt, manch mal fühlte ich mich innerlich gelähmt, es war sehr erdrückend und belastend und doch war es so enorm schwer, ich träumt oft was ich alles machen könnte oder was mir alles entging und wie viel spass andere hatten und ich es nicht hinbekommen hatte. Wenn es Gründe gab wo ich nach draussen gehen musste dann klappte es, aber sobald es keine Gründe von aussen gab, klappte es nicht, es war schwer für mich selber etwas gutes zu tun, also dass ich so viel Priorität besass es für mich umzusetzen ohne einen Grund von aussen.

Der Leidensdruck wuchs und wuchs und immer weiter, ich scheiterte oft an mir selber und irgend wann dachte ich einfach, willst du das noch eine weitere Ewigkeit so machen und es machte mir auch Angst richtige Angst dass es das nun war, also gabs ein entweder oder und ich dachte wenn ich es nicht ohne Grund hinbekomme dann wenigstens mit etwas was mir einen Grund gibt aber mir auch gut tut, und hatte mich dann doch dazu überwinden können ein paar Stunden pro Woche was kreatives zu machen, ich bin nicht alleine es ist sehr abwechslungsreich, man lernt neue Menschen kennen und man geht wieder raus und das Selbstbewusstsein wächst ein wenig und mit der Zeit konnte ich auch vermehrt wieder einfach so raus gehen, auch mal nur für mich. Es ist sehr wichtig aus der selbst Isolation irgend wann wieder etwas raus zu kommen.

x 4 #15


Sonja77
Ich selber hab zwar keine soziale Phobie ganz im Gegenteil ich liebe den Kontakt zu Menschen

Ich kenne aber das Gefühl die Wohnung nicht mehr verlassen zu können
Ich konnte aufgrund meiner massiven Ängste meine eigene Wohnung für 2 lange Jahre gar nicht mehr verlassen also ich konnte nicht mal runter um im Briefkasten die Post zu holen,ich sagte immer ich sei gefangen in meiner eigenen Wohnung schlimmer als in einem Gefängnis
Ich konnte zu der Zeit aber auch nicht alleine zuhause sein,es war für mich und alle um mich herum eine enorme Belastung und Herausforderung
Wie gesagt ganze 2 lange Jahre ging das so

Irgendwann ging es von einem Moment zum anderen wieder,ich hab langsam mit runter gehen angefangen dann eine Runde um den Block und dann kurz einkaufen in der Nähe zu Fuß bis ich dann wieder alles machen konnte auch wieder alleine ins Ausland reisen

Ich wünsche dir das du den Weg findest dich von diesem „Gefängnis „zu befreien und wieder rausgehen zu können ohne das es dich belastet oder sonstiges
Denn ich weis wie belastend es sein kann wenn alle etwas unternehmen und man selbst möchte aber kann es einfach nicht

Viel Glück und Kraft wünsche ich dir
Vielleicht könntest du ja wirklich ein Hobby finden was dich außer Haus lockt

x 2 #16


Elisabeth71
@dortmund :
Was machst du den ganzen Tag zu Hause? Arbeitest du ?
Was außer Haus würde dich interessieren? Würdest du gerne etwas Konkretes machen , getraust dich aber nicht ?

#17

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M
Du könntest langsam anfangen. Zb indem
Du erstmal nicht zu den Stoßzeiten gehst. Vlt. mal unter der Woche am Abend. Nicht Sonntag Nachmittag. Und wenn das gut geht, lässt mit der Zeit die Angst nach

x 1 #18


Sonnenzauber
@Dortmund01 also wenn einkaufen schon schwer ist, dann ist ja See/Kanal nochmal ne andere Haus Nummer. Würde eher klein anfangen mal in einen Park bei dir um die Ecke 😊 ich kenne das auch bei mir ist das aber so dass mich die Reizüberflutung am See stört.

x 3 #19


Malin2
Ich kenne solche Probleme gut. Falls du die Möglichkeit hast geh in der Woche vormittags zum See. Außerhalb der Ferien sind da nur wenige unterwegs und ziemlich oft sind das auch Leute die alleine sind. Nimm dir als Ziel vor, die Fahrt oder den Weg zu schaffen und versuch eine abgelegene Stelle zu finden, bisschen am Rand, wo dich keiner beobachten kann.

#20


A


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