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Etchi

Etchi
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Hallo zusammen😊

Ich habe mir schon lange die Frage gestellt, da für viele Menschen Eifersucht, Anhänglichkeit oder kontrollierendes Verhalten etwas schlechtes bedeutet. Ich kann es auch irgendwo nachvollziehen, wenn in die Privatsphäre eingegriffen und einem nicht vertraut wird. Viele Empfinden dabei Wut, Enttäuschung und Rückzug. In mir löst das aber ganz andere Gefühle aus. Irgendwie fühle ich mich dazu hingezogen. Ob es das Handy kontrollieren ist, mir etwas verbieten möchte, oder mir ständig schreibt oder mich anruft. Ich fühle mich dann eher gesehen und wichtig. Es nervt mich auch nicht, oder so. Wo andere schnell das weite suchen, gehe ich direkt darauf zu. Warum ist das so?

13.05.2026 x 1 #1


5 Antworten ↓

P
Du hast dir deine Antwort schon selbst gegeben:

Zitat von Etchi:
Ich fühle mich dann eher gesehen und wichtig.


Je nach Ausprägung und weiterer Entwicklung kann ein solch kontrollierendes Verhalten durch den Partner schnell belastend werden.

Bzw. kann es die andere Person belasten, wenn du auf Eifersucht versuchst abzuzielen.

Je nach der Ausprägung deines Wunsches nach solcher "Aufnerksamkeit" könnte es sich für dich lohnen, mal hinter das Ganze zu schauen.
Das kann u.U. auch mit eigener Unsicherheit und fehlendem Selbstwertgefühl zu tun haben.

In deinem Alter kann das aber natürlich auch völlig nornal sein. Bestätigung von außen ist da ja noch sehr wichtig.

x 5 #2


A


Ich finde Eifersucht attraktiv?!

x 3


Nici1975
@Etchi eifersüchtig sein ist nicht das Problem …ich bin auch jemand der hin und wieder Aufmerksamkeit brauch

#3


Feuerschale
Zitat von Etchi:
für viele Menschen Eifersucht, Anhänglichkeit oder kontrollierendes Verhalten etwas schlechtes bedeutet. Ich kann es auch irgendwo nachvollziehen, wenn in die Privatsphäre eingegriffen und einem nicht vertraut wird.

Ich denke, ich komme da von der ganz anderen Seite und versuche mal von dort aus, es zu verstehen oder einen Blick drauf zu werfen.

Anhänglichkeit an sich, da dachte ich als erstes dran, dass das in der Jugend viel unvoreingenommener und stärker war.
Also ich persönlich dachte mein Partner ist fürs Leben, man hing den ganzen Tag ab, machte fast alles zusammen, wäre für mich auch undenkbar gewesen, getrennt zu schlafen...Es hat wirklich sowas unbedarftes...in der Jugend ist der Partner irgendwie die ganze Welt....und klar kanns da auch mal Unsicherheit, Eifersucht geben oder man würde am liebsten wissen, was los war ect.

Eifersucht und Kontrolle wie ständig nachbohren, ungefragt ins Handy schauen ect finde ich allerdings komisch. Ich persönlich denke, das kann eher zu Neurosen führen, wenn man kontrolliert wird.
Man wird irgendwie "entäußert"...es gibt kein Vertrauen...es gibt keien persönlichen Grenzen.
Was soll das mit Partnerschaft zu tun haben, insbesondere wenn es ggf noch assymetrisch ist und nur von einer Seite ausgeht 🤔

Keine Ahnung, warum du dich damit wohlfühlst.
Hast du ggf. schon so eine Art Zwangsstörung und kein gutes Selbstwertgefühl? Dass es für dich dann irgendwie gut ist, dass du einen "äußeren Takt" hast...einen Bezugspunkt, der dir das Maß vorgibt o ä? 🤔

Von der Entwicklung her kenn ich es auch nur so, dass weniger Kontrolle, z B von den Eltern, und mehr Freiheiten, mehr Zutrauen, mehr Erfahrungen machen und eine Privatsphäre, Grenzen gut tun; ich komme z B aus ner Familie wo mir das tw genommen wurde udn es fühlt sich gesünder an, das Selbstgespür zu lernen....das andere führt zu Entwicklungstraumata, Depression, Ängste ect........ Zu viele Freiheitseinschränkungen ab einem gewissen Alter und Kontrolle können meiner Meinung nach nicht gut sein.
Oder...
Trigger

Vielleicht haben da manche Leute aber auch einen Fet*? und mögen eine Einschränkung der Person?
Wenn es vereinbart ist incl. Stop und Umfang ist ja immer noch in Richtung persönliche Integrität alles gut.
Wenn es ohne Einwilligung ist, halte ich es halt persönlich für krank, krank machen und auch in Richtung strafbar.
Und strafbar nicht nur in Richtung hach, da wird ein Gesetz übergangen, ich habe nur ein Gesetz ignoriert sondern strafbar in dem Sinne, dass man eine Person beschädigt, beschneidet, Freiheit wegnimmt usw.


Hast du da irgendeine Grenze bis wann so eine Art Kontrolle /übergriff noch schmeichelhaft ist und ab wann es zumindest mal nervig und lästig wird und störend und ab wann bei dir Panik dabei ausbrechen würde, weil du komplett übermächtig kontrolliert würdest und es anfängt dich innerlich zu zerstören?
Zitat von Etchi:
Viele Empfinden dabei Wut, Enttäuschung und Rückzug. In mir löst das aber ganz andere Gefühle aus. Irgendwie fühle ich mich dazu hingezogen. Ob es das Handy kontrollieren ist, mir etwas verbieten möchte, oder mir ständig schreibt oder mich anruft. Ich fühle mich dann eher gesehen und wichtig.

Also bei dir ist es so, dass du es magst, wenn man es an dir ausübt? Nicht dass du es selber ausübst?

Vielleicht bietet auch eine starre Kontrolle eine Art von "Sicherheit". Da will dich jemand, irgendwie besitzen.
Wenn man besessen wird, weiß man ungefähr was passiert.

Es ist dann keine Gleichgültigkeit, es ist auch nichts was sich frei entwickelt und was so oder so ausgehen kann, keine Unsicherheit. Aber wie weit kann das bei dir gehen?

Für unsere Kultur ist es wirklich ungewöhnlich....wenn z B in anderen Kutluren Mädchen kaum Bildung haben dürfen danach vom Besitz des Vaters in den Besitz des vorgesehenen Partners übergehen und alles vorgeschrieben ist, kein Schritt alleine geht, so wäre das für uns ja eher ein Kulturschock.

Der Mechanismus dahinter , würde ich ihn ins Vergrößerungsglas stecken, wäre für mich in meiner Welt so, als würde man jemanden entführen. Klar kann man sagen, der Entführer interessiert sich für die Person ist regelrecht besessen und die entführte Person ist wenn sie es nicht rausschafft "nie mehr allein"....Aber welche Art von Beziehung und "Nähe" soll das denn sein? 🤔🤔

x 1 #4


M
Zitat von Etchi:
Ich fühle mich dann eher gesehen und wichtig.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Bleibt die "Forderung" aus, fühlst Du Dich übergangen, unwichtig.
Zitat von Etchi:
Wo andere schnell das weite suchen, gehe ich direkt darauf zu. Warum ist das so?

Weil das Ego in Deinem Fall so konditioniert ist.

Wenn man mag, kann man versuchen herauszufinden, was diese Art von Konditionierung etabliert hat. Man kann aber auch über Konditionierung generell nachdenken und schauen, wo "man" bliebe, wenn die Konditionierung wegfiele. Konditionierung ist letztlich die Krücke für das "Ich-Erleben". Und wo ein Ich, da auch die (Um-)Welt. Letzteres kann es ohne Ersteres nicht geben.

Jegliche Konditionierungsvariante hat zwei Seiten - ähnlich wie Vorder- und Rückseite einer Hand. Sie stützt das Ego, macht es aber automatisch auch (an)greifbar: Was "ist" kann greifen, aber auch angegriffen werden...

#5


Merlin85
Eifersucht und Anhänglichkeit sind bis zu einem gewissen Grad ja auch anziehend. Wenn es aber in Kontrollzwang ausartet und man den Partner unter Druck setzt, dann wäre das für mich überhaupt nicht mehr anziehend.
Vermutlich gibt dir dieses Verhalten in gewisser Weise die Bestätigung, dass du deinem Partner sehr wichtig bist, darum fährst du so sehr darauf ab.

x 1 #6





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