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Zitat:
Was heißt das? Die Suizidgedanken sind schon relativ konkret bezüglich Methode zu Beispiel. Ich habe vor ein paar Wochen auch schon mal einen Abschiedsbrief angefangen aber der existiert bisher nur als Entwurf. Einen genauen Zeitplan für die Durchführung habe ich nicht. Eingewiesen werden will ich aber ganz sicher auch nicht, muss ich also Lügen bzw. darf nicht die ganze Wahrheit erzählen?


OH, dann ist es doch schon relativ konkret und ernst. Das hat mit Einbildung des Problems nichts mehr zu tun.
Es hängt individuell vom Arzt ab - seinen Erfahrungen und seinem Bauchgefühl. Bei manch einem Arzt werden beim Abschiedsbrief die Alarmglocken läuten, ein anderer wird es vielleicht noch entspannter sehen.

Rational betrachtet wäre das sinnvollste zum Arzt zu gehen und die nächsten 2 Jahre zu schauen, ob Medikamente und Psychotherapie Verbesserungen bringen. In 2 Jahren kannst du immer noch überlegen, ob du dich wirklich umbringen willst - wahrscheinlich wirst du dann schon eine Besserung merken. Wenn du erstmal tot bist, ist es endgültig.
Und nebenbei eine intensive organische Diagnostik durchzuziehen. Wäre schade, wenn du dich nur wegen einem harmlosen Schilddrüsenproblem, B12 Mangel, oder was ähnlich simplem umbringen würdest.

Zitat:
Ich informiere mich über das Krankheitsbild und mögliche Behandlungsmöglichkeiten damit ich dem Arzt möglichst genaue Auskünfte geben kann und er bestätigt mir dann prinzipiell nur noch mal wie man das genau behandeln kann.
In diesem Fall funktioniert das weniger gut.

Das kann selbst ein Psychiater nicht ohne intensive Diagnostik. F-Diagnosen beschreiben immer nur Symptome - jedoch niemals die Ursache, was die Symptome verursacht. Es gibt für jedes Symptom zig mögliche Ursachen. Deine Symptome können rein psychisch bedingt sein oder z.B. durch ein Problem mit der Schilddrüse, B12 Mangel, oder ganz was anderes bedingt sein.

24.07.2017 14:25 • #21


Kion

Kion


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Zitat von Lina111:
Du musst dir das mal so vorstellen die Menschen die dich lieben werden so sehr leiden wie du jetzt. Und all das nur weil du es nicht durchgehalten hast müssen andere leiden also quasi weil du ein Problem hast müssen andere leiden.

Das führe ich mir immer wieder vor Augen, es ist das einzige was mich hier hält. Allerdings versuche ich ständig einen Weg an dieser mentalen Barriere vorbei zu finden.
Zitat von Lina111:
Na ja und was ist eigentlich wenn du tot bist? Bist du wirklich sicher dass du dann noch richtig tot bist? Vielleicht bist du Christ und dann weißt du ja das Selbstmord eine Sünde ist und du dafür vielleicht sogar danach bestraft wirst?

Nein bin ich nicht. Ich gehe davon aus das der Tod das Ende meiner Existenz und meines Bewusstseins bedeutet.
Zitat von Lina111:
Und was ich dir auch empfehlen ist sei immer ehrlich zu deinem Therapeuten jeder Gedanke den du hast würde ich ihm mitteilen zu mache ich das bei meinem auch sonst macht Therapie sowieso keinen Sinn!

Da stimme ich zu allerdings will ich wirklich nicht zwangseingewiesen werden oder etwas in der Richtung.

24.07.2017 14:33 • #22


Lina111

Lina111


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Ja du gehst davon aus ich gehe davon auch aus aber im Endeffekt weiß ich es nicht. Es ist ja dann wieder diese gewisse Ungewissheit da. Und denk an deine Familie! Da gibt es nichts zu umgehen! Weißt du ein junger Mann den ich mal kannte er hatte bei uns den Nachbar Garten.. ich war damals noch nicht depressiv aber ich habe mich immer gefragt was mit ihm los ist dann halt immer so wenig gesprochen und sah auch immer so traurig aus. Na ja er hatte zwei hübsche Kinder und eine hübsche Frau und eines Tages kam die Frau mit den Kindern nach Hause und der Mann hing im Flur. Seine Frau seine Kinder haben das gesehen.. weißt du was die Kinder jetzt für ein Trauma haben? Weißt du dass die Kinder das wahrscheinlich sie ihr ganzes Leben lang nicht vergessen werden? Die Mutter von dem Mann ist am Grab zusammengebrochen. Das Schlimmste daran ist dass ich meistens die Familie Mitglieder dann auch noch Vorwürfe machen wenn es soweit kommt sie würden ihr ganzes Leben lang nicht mehr glücklich werden auch bei dir. Sie werden sich immer vorwerfen, dass sie nichts gemerkt haben und so weiter. So etwas hat man einfach nicht zu bestimmen wann man stirbt! Ich bin der Meinung dass jeder hier auf der Welt eine Aufgabe zu erfüllen hat. Ich frage mich momentan zum auch noch welche wohl meine sein wird aber ich habe ja noch nie richtig gelebt ich weiß ja gar nicht was richtig Leben ist.. sie ist doch vielleicht mal erschoss wenn du jetzt Therapie machst und diese Gedanken weg bekommst und so weiter und so fort hast du vielleicht eine Chance auf ein Leben dass du bevor du krank geworden bist nie gehabt hättest. Meine Depression hat mich vor allen Dingen sehr viel lernen lassen. Auch wenn diese Krankheit die Hölle ist und ich sehe niemand wünsche genauso wie eine Panikstörung Angststörung und so weiter.. weißt du ich war vor zwei Jahren in Afrika in Kenia war in einem Dorf wo ganz viele arme Kinder waren. Sie hatten keine Eltern sie hat niemand der sich um sie kümmert sie hatten zerrissene Kleidung an diesem barfuß rum obwohl dort diese Insekten gibt wo sich in den Fuß fressen und die Kinder daran sterben können und sie haben trotzdem gelacht als ich mit einem Bonbon kam und sie in uns gegeben habe.. ganzen Menschen da haben einfach gar nichts doch sie sind lebensfroh und sie lachen trotzdem. Und denen geht es schlechter wie uns von den materiellen Voraussetzungen sagen wir mal aber auch sehr oft von den seelischen Voraussetzung.. ich meine wir haben wenigstens noch das Glück dass wir eine seelische Störung hier ganz gut in Griff bekommen können und danach auch ein lebenswertes Leben wieder führen können.. doch diese Menschen wissen gar nicht ob sie morgen noch was zu essen haben.
Man darf nie aufgeben im Leben. Ich habe mir immer gesagt selbst wenn nur an einem Tag mal nur ein bisschen gelacht hast war dieser Tag schon lebenswert.

24.07.2017 14:42 • #23


Maja72


Zitat von Kion:
Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon seit einiger Zeit Suizidgedanken bzw. den Gedanken zu Sterben (Unfall, Krankheit, Mord,...). Diese Gedanken haben relativ harmlos, als eine Art Ausflucht oder Zuflucht, angefangen. Da war es dann so das wenn ich in einer unangenehmen Situation war ich mir dachte "Wenn ich XY nicht machen möchte, dann kann ich mich immernoch umbringen". Dies hatte für mich immer eine sehr beruhigende Funktion. Diese Funktion haben diese Gedanken aktuell immer noch. Sie helfen mir zum Beispiel dabei Nachts einzuschlafen wenn mein Gehirn einfach keine Ruhe geben will. Allerdings haben sich die Gedanken verändert. Waren sie zu Anfang noch recht selten und auf bestimmte Situationen beschränkt sind sie nun permanent und es vergeht kein Tag mehr ohne sie. Außerdem sind sie mit den Jahren viel konkreter geworden und mittlerweile steht ein konkreter, durchdachter Plan zur Durchführung.

Ich weiß, dass Suizidgedanken nicht normal sind aber für mich sind sie mit das logischste und normalste überhaupt. Der Gedanke Suizid begehen zu können oder anders zu sterben ist für mich etwas positives und nichts was mir wirklich Angst macht. Ich habe, glaube ich, auch schon einen Suizidversuch begangen der aber offensichtlich nicht geklappt hat. Ich sage glaube ich, weil ich nicht genau weiß welche Kriterien man erfüllen muss damit es als Suizidversuch durchgeht.

Die Frage nach dem Warum beschäftigt mich nun schon eine ganze Weile. Warum sind diese Gedanken für mich so attraktiv? Ich kann es nicht wirklich beantworten, ich weiß das wenn ich es versuche auf einen Satz herunterzubrechen nur einer übrig bleibt: "Das Leben ist sinnlos". Und weil ich keinen Sinn im Leben sehen oder finden kann will ich es beenden.

Das klingt total schwachsinnig, ich weiß. Allerdings kann ich mich von dieser Ansicht nicht abbringen. Wir Leben um zu Sterben, ob das nach 25 oder 80 Jahren passiert macht dabei für mich absolut keinen Unterschied. Das Resultat ist das selbe. Währenddessen müssen wir uns mit all den Anstrengungen des Lebens plagen nur um dann schlussendlich mit dem Tod belohnt zu werden. Kurz und bündig: Warum warten? Wozu? Was soll das ganze?
Und ja ich weiß das es im Leben auch gute und shcöne Dinge zu erleben gibt. Nichts davon hält mich davon ab den Gedanken an den Tod weitaus attraktiver zu finden.

Ich weiß nicht warum ich so denke und ich glaube darum habe ich diesen Beitrag verfasst. Sind das Depressionen die mein Denken leiten? Treten Suizidgedanke/Todeswünsche ausschließlich zusammen mit Depressionen auf?
Ich weiß nicht ob ich depressiv bin, es gibt durchaus auch gute Momente in meinem Leben. Momente in denen ich Lache, Spass habe und diese Gedanken durchaus auch verdrängen kann bzw. von ihnen abgelenkt bin. Aber das ist auch alles was diese Momente darstellen, Ablenkung. Denn sobald ich alleine bin oder einen ruhigen Moment habe sind sie wieder da, das ist sicher.

Ich habe jetzt demnächst einen Termin bei einen Psychotherapheuten auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin ob ich da überhaupt richtig bin und jetzt schon an der Entscheidung zweifele. Ich würde mich allerdings dennoch über eure Antworten freuen.

Nebenbei ist so ein Psychiater natürlich absolutes Neuland für mich. Weiß jemand wie sowas abläuft?


So hat es bei mir auch angefangen, ich stand allerdings unter Einfluss eines AD. Und ich habe es letztendlich auch versucht und knabbere immer noch dran. Das ist jetzt neun Monate her . Tu Dir bitte nix an, LEBE ! und such Dir Hilfe.

Liebe Grüße
Maja

24.07.2017 14:50 • #24


Kion

Kion


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Zitat von Lina111:
Und denk an deine Familie! [...] Das Schlimmste daran ist dass ich meistens die Familie Mitglieder dann auch noch Vorwürfe machen wenn es soweit kommt sie würden ihr ganzes Leben lang nicht mehr glücklich werden auch bei dir

Natürlich habe ich daran auch schon gedacht, deshalb wäre auch ein tödlicher Unfall oder eine entsprechende Krankheit für mich besser weil sich dann niemand Vorwürfe machen müsste. Ich arbeite aber auch daran deren Schmerz zu relativieren und schaffe es für kurze Momente auch manchmal eine komplett gleichültige Position einzunehmen in der ich mir dann denke "Ich bin dann ja eh tot, was interessierts mich?" aber das hat noch nie lange genug angehalten.

Das es anderen Menschen auf diesem Planeten noch viel schlechter geht als mir hilft mir auch nicht sonderlich weiter, es löst eher Schludgefühle aus und bestärkt mich in dem Glauben da sich mich einfach zusammenreißen müsste.

Die Meinung das jeder auf dieser Welt eine Aufgabe zu erfüllen hat kann ich allerdings absolut nicht teilen.

24.07.2017 14:54 • x 1 #25


Lina111

Lina111


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Ja aber das ist ziemlich egoistisch von dir was interessiert dich ,wenn du unter der Erde bist ja dann tut es mir leid dann hätten dir keine Kinder gehört! Und wenn du sterben wirst dann wäre es ja für dich eine Erlösung, also wäre es ja für dich der einfachste Weg. Als ich mit den Kindern in Afrika meinte ist dass sie nichts haben und trotzdem lachen.. wir haben eine psychische Störung also ich auf jeden Fall bei dir muss es ja nur ein Facharzt diagnostizieren und glaube mir ich leide wie sonst was sonst hätte ich auch nicht schon zwei mein Abschiedsbrief angefangen aber ich habe mir verboten so egoistisch zu sein das ist nämlich nur reiner Egoismus!
Der Mann wo sich erhangen hat hat bestimmt genauso gedacht wie du und er hat seinen Kindern damit das Leben durchtrieben! Nur weil er Seins nicht mehr ertragen konnte? Deshalb muss man von deinen Liebsten deinen Kindern das Leben versauen?! Nein tut mir leid das kann ich nicht verstehen und nicht weil ich nicht weiß wie schlimm es ist eine Depression zu haben ich habe die schlimmste Form von einer Depression und trotzdem lebe ich noch und ich habe nicht mal Kinder! Ich habe einen Mann und meinen kleinen Bruder und die beiden liebe ich über alles und ich würde denen das niemals antun wollen!
Und es tut mir leid dass ich dann so knallhart benutze sage dann hättest du keine Kinder bekommen sollen ich weiß wenn Eltern sich selbst nicht im Griff haben was sie ihren Kindern antun können ich habe es auch am eigenen Leide erfahren und ich leide deshalb heute!
Und ich kann mir vorstellen dass du mir den Satz nicht glaubst dass jeder Mensch irgendwo sein Zweck zu erfüllen hat ja auf dieser Welt denn du bist ja schließlich depressiv aber du wirst es erst erfahren wenn es dir wieder normal geht und du durch diese Krankheit gelernt hast wie wertvolles ist gesund zu leben und dann wirst du auch lernen dein Leben so wie es ist viel mehr zu schätzen! Ich habe momentan mal vielleicht so einen halben Tag wo es mir mal okay geht und dann lache ich aus vollstem Herzen und ich genieße es so richtig! Jeder Mensch hat ein Recht sein Leben anzuzweifeln jeder Mensch hat das Recht auch mal in Selbstmitleid zu versinken jeder Mensch hat natürlich auch das Recht depressiv oder sonst was zu sein aber jeder Mensch hat die Pflicht immer wieder aufzustehen vor allen Dingen dann wenn man Nachkommen auf die Welt gesetzt hat denn dann ist man nicht mehr nur für sich verantwortlich sondern auch für die Menschen um sich herum!

24.07.2017 15:03 • #26


Kion

Kion


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Zitat von Lina111:
Ja aber das ist ziemlich egoistisch von dir

Das sehe ich ein, das ändert aber wenig an diesem Verlangen.
Zitat von Lina111:
dann hättest du keine Kinder bekommen sollen

Ist das auf mich bezogen oder den Mann aus deiner Nachbarschaft? Ich habe nämlich keine Kinder.

24.07.2017 15:08 • #27


Lina111

Lina111


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Achso nochwas ich kann verstehen dass man nicht unbedingt gerne eingewiesen werden will. Aber wenn du das so nicht in den Griff bekommst wird es wohl die einzigste Lösung sein. Wenn du Antidepressiva bekommst und eh so leicht Suizid gefährdet bist kann es sogar sehr gut sein dass du es mal eingewiesen wirst einfach schon allein aus dem Grund da sich in den ersten zwei Wochen die Symptome der Depression verschlimmern können. Und ich wollte dir auch mit dem was ich geschrieben habe nicht zu nah treten.. nur ich bin halt der Meinung das gerade wenn man Familie hat kämpfen muss und wenn man aufgibt ist einfach egoistisch ist. Ich mache es auch nicht anders also kannst du es auch! Bei mir hat der schei. schon mit 19 angefangen dann hatte ich zwei Jahre Pause jetzt mittlerweile bin ich 24 ich bin sogar noch jünger wie du wieso was soll ich denn sagen? Für mich ist das Leben aber noch lange nicht vorbei denn du und ich wir sind beide noch jung! Und eine Depression läuft auch immer Episoden Weise ab sie ist meistens nicht chronisch. Und diese Phase wird auch Vergehen glaub mir!
achso und wenn du keine Kinder hast das tut mir leid dann habe ich es nicht so gemeint trotzdem hast du Familie die dich bestimmt liebt! Wie gesagt ich habe ja auch keinen Kinder.

24.07.2017 15:11 • #28


Maja72


Ganz ehrlich, ich sagte zwar Kion soll leben und das meinte ich auch ernst, aber ich möchte nicht mehr leben. Ich habe die Nase so gestrichen voll. Seit meinem Suizidversuch letzten Oktober ist alles Kaputt. Und der abrupte Entzug meines AD damals bei der Entgiftung im künstlichen Koma und die daraus resultierenden Schlafstörungen , Ängste und dann muss ich auch noch Zöliakie haben.
Das wäre nie raus gekommen, hätte ich nicht versucht, mir das Leben zu nehmen. Und mein AD hat mich in den Suizidversuch getrieben.
Es ist alles so schwer.
Aber wenn ich an meine Familie denke, wie sie gelitten hat damals....................
Wenn wenigstens mein Schlaf wieder in Ordnung käme.

24.07.2017 15:15 • #29


Lina111

Lina111


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Hey @maja72..
Ich habe schon Beiträge von dir gelesen und ich weiß dass du sehr gelitten und bzw leidest ich habe auch heute Nacht wieder fast überhaupt nicht geschlafen ich habe auch Zwangsgedanken dann auf die schwere Depression ich habe auch manchmal echt keine Kraft mehr eigentlich habe ich jeden Tag eine Kraft mehr aber ich kann einfach nicht aufhören zu kämpfen..
Es tut mir leid wie es dir geht..
Und ich nehme obwohl ich eine schwere depressive Episode habe keine Antidepressiva!
Weil ich der Meinung bin dass dass sie Depression auch nicht löst.
Aber da hat jeder eine andere Meinung und bei manchen helfen die ja auch. Mit 19 hatte ich mal Citalopram genommen und die haben mir nicht geholfen.. im Dezember sollte ich laut meinem Arzt wieder mit Citalopram anfangen und da hatte ich herzvorkammerflimmern bekommen und so weiter und so fort und da habe ich mir geschworen ich muss es irgendwie ohne durchhalten.. na ja ich nehme jetzt Johanniskraut hochdosiert wenigstens etwas als Unterstützung.
Ja die Kinder leiden dann immer und das ist halt auch schlimm.
Aber dass du krank bist dafür kannst du nichts ich kann dafür nichts und alle hier im Forum können dafür nichts nur wenn es versuchen das Beste daraus zu machen das ist unsere Pflicht und jeden Tag wieder aufs Neue kämpfen.
Liebe Grüße Lina

24.07.2017 15:23 • #30


zulang


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Hallo @Kion
wie wäre es wenn du mal die Telefonseelsorge anrufst?
0800 – 111 0 111 (24 Stunden / kostenfrei & anonym)
0800 – 111 0 222 (24 Stunden / kostenfrei & anonym)
Da kannst du nicht nur reden sondern auch die Fragen stellen die du so hast.
Vielleicht hilft dir der Anruf bis zu dem Termin den du hast, zu dem du auch gehen solltest!
Versuche es mal .. Hilfe sucht du ja und naja Suizid geht später immer noch ...

24.07.2017 15:44 • x 1 #31


Freisein


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Hallo @Kion

Ich hatte über zwei Jahre starke Suizidgedanken. Mich haben sie auch beruhigt, denn wenn alles nicht hinhaut, hätte ich immer noch eine Option gehabt. "Endlösung" nannte ich das. Am Anfang war es nur so eine Idee, dann habe ich aber auch einen Abschiedsbrief geschrieben und im Internet nach todsicheren Methoden gesucht und mich auch für eine entschieden. Hätte ich damals keinen Freund gehabt und die Betroffenen Erfahrung nicht (meine Mutter hatte mehrere Suizidversuche), dann wüsste ich echt nicht ob ich heute noch hier schreiben könnte.

Ich wies allerdings auch eine typische Depressionssymptomatik auf, d.h. das Leben war für mich nur noch anstrengend und nicht schön. Ich war unendlich müde, das Leben nur ein täglicher Kampf. Ich war Benzoabhängig und die AD halfen nicht mehr. Natürlich konnte ich auch lachen ab und zu und Witze machen. Aber da hab ich mich dann insgesamt gefühlt wie der traurige Clown, der Witze macht, damit die Leute nicht über ihn lachen sondern mit ihm und der sich am Ende von einer Brücke stürzt.

Du schreibst, dass es dir keine Rolle spielt, ob du heute stirbst oder in 60 Jahren. Wenn du gerne leben würdest, wäre das nicht so. Dann würdest du so alt wie nur möglich werden wollen. Und genau das, dass du das nicht willst, und dass deine Pläne schon so konkret sind, sprechen für eine Depression. Ich hab das übrigens damals den Therapeuten und Angehörigen auch nicht erzählt, weil sie mich ja hätten davon abbringen können. Aber dennoch hatte ich noch Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Das bedeutet, dass diese konkreten Suizidabsichten aus der Krankheit Depression entstehen. Sie gehören sozusagen zur Symptomatik, zur Krankheit. Deshalb: TUE ES NICHT! Die Krankheit spricht da aus dir und nicht du selbst. Wenn die Depression behandelt wird, werden diese Gedanken wieder weniger und verschwinden irgendwann ganz. Und vielleicht willst du dann noch MINDESTENS 60 Jahre leben.

24.07.2017 16:10 • x 3 #32


Kion

Kion


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Zitat von zulang:
Hallo @Kion
wie wäre es wenn du mal die Telefonseelsorge anrufst?

Ich habe mich schon mit deren E-Mail-Dienst beschäftigt und denen geschrieben. Sonderlich hilfreich fand ich es nicht. Anrufen könnte ich da nicht, dafür bin ich zu schüchtern.

@Freisein
Das das Leben anstrengend ist, kann ich absolut unterschreiben. Müde bin ich auch eigentlich fast immer, schlafe auch nicht sonderlich gut.
Wenn ich ehrlich bin hoffe ich fast, das eine Depression oder sowas bei mir diagnostiziert wird. Dann könnte ich vielleicht wieder etwas Hoffnung schöpfen weil es dafür ja durchaus Behandlungen gibt. Das ist auch der Grund warum ich solche Angst davor habe von dem Arzt gesagt zu bekommen das nichts mit mir ist. Denn dann würde das allerletzte Fünkchen Hoffnung auch noch erlöschen und ich weiß wirklich nicht ob mich dann noch irgendetwas abhalten könnte.

24.07.2017 16:24 • #33


zulang


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Zitat von Kion:
Ich habe mich schon mit deren E-Mail-Dienst beschäftigt und denen geschrieben. Sonderlich hilfreich fand ich es nicht. Anrufen könnte ich da nicht, dafür bin ich zu schüchtern.

Ja das kenne ich. Die haben auch ein Chat https://chat.telefonseelsorge.org

24.07.2017 16:38 • #34


Freisein


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Zitat von Kion:

@Freisein
Das das Leben anstrengend ist, kann ich absolut unterschreiben. Müde bin ich auch eigentlich fast immer, schlafe auch nicht sonderlich gut.
Wenn ich ehrlich bin hoffe ich fast, das eine Depression oder sowas bei mir diagnostiziert wird. Dann könnte ich vielleicht wieder etwas Hoffnung schöpfen weil es dafür ja durchaus Behandlungen gibt. Das ist auch der Grund warum ich solche Angst davor habe von dem Arzt gesagt zu bekommen das nichts mit mir ist. Denn dann würde das allerletzte Fünkchen Hoffnung auch noch erlöschen und ich weiß wirklich nicht ob mich dann noch irgendetwas abhalten könnte.


Ich gehe sehr davon aus, dass du an einer Depression leidest. Weisst du, wenn man lange in diesem Zustand ist, hält man diese Müdigkeit, Anstrengung irgendwann für normal. Ich dachte das sei halt nun mein Schicksal. Da ich mich aber so sehr auch daran gewöhnt hatte, dass viele Dinge nicht mehr gingen, war für mich dieser Zustand schon beinahe normal und dadurch wurde ich auch sprachlos, so dass doch einige Ärzte den Ernst der Lage nicht verstanden. Und es war ernst!

Wenn du magst: Schreibe dir doch mal eine Liste mit Dingen, für die du früher mal noch Energie hattest, z.B. soziale Kontakte, Kurse besucht, einfach wie du vor dieser Dauermüdigkeit gelebt hast. Dann hast du auch gleich etwas für das Gespräch mit dem Psychologen. Schreib auch alles auf was dich belastet. Und sprich mit ihm über die Suizidabsichten, dass die Gedanken immer konkreter werden bis hin zu Plänen. Sprich mit ihm über die Dauermüdigkeit und dass das Leben einfach nur noch anstrengend ist für dich und sonst nichts mehr zu bieten hat. Wenn er da nicht von einer Depression ausgeht, dann ist er ein Idiot und dann wechselst du zu jemand anderem.

24.07.2017 16:52 • #35


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Kion:
Mich beunruhigen die Gedanken auch nicht. Eher das Gegenteil, sie wirken oft beruhigend auf mich. Ich weiß allerdings das solche Gedanken nicht normal sind und der Wunsch danach zu handeln erst recht nicht.


Ich fand diese Gedanken immer sehr normal. Ich habe mir keinen Kopf darum gemacht, dass sie nicht normal sein könnten. Ich hatte auch immer einen genügenden Vorrat an Schlaftabletten zu hause, um es durchführen zu können, wenn ich es nicht mehr aushalte. Ich finde, dass jeder das Recht hat, selbst zu entscheiden, wann er sterben will.

24.07.2017 17:40 • x 2 #36


Maja72


Zitat von Lina111:
Hey @maja72..
Ich habe schon Beiträge von dir gelesen und ich weiß dass du sehr gelitten und bzw leidest ich habe auch heute Nacht wieder fast überhaupt nicht geschlafen ich habe auch Zwangsgedanken dann auf die schwere Depression ich habe auch manchmal echt keine Kraft mehr eigentlich habe ich jeden Tag eine Kraft mehr aber ich kann einfach nicht aufhören zu kämpfen..
Es tut mir leid wie es dir geht..
Und ich nehme obwohl ich eine schwere depressive Episode habe keine Antidepressiva!
Weil ich der Meinung bin dass dass sie Depression auch nicht löst.
Aber da hat jeder eine andere Meinung und bei manchen helfen die ja auch. Mit 19 hatte ich mal Citalopram genommen und die haben mir nicht geholfen.. im Dezember sollte ich laut meinem Arzt wieder mit Citalopram anfangen und da hatte ich herzvorkammerflimmern bekommen und so weiter und so fort und da habe ich mir geschworen ich muss es irgendwie ohne durchhalten.. na ja ich nehme jetzt Johanniskraut hochdosiert wenigstens etwas als Unterstützung.
Ja die Kinder leiden dann immer und das ist halt auch schlimm.
Aber dass du krank bist dafür kannst du nichts ich kann dafür nichts und alle hier im Forum können dafür nichts nur wenn es versuchen das Beste daraus zu machen das ist unsere Pflicht und jeden Tag wieder aufs Neue kämpfen.
Liebe Grüße Lina


Hallo @lina111,

Danke für Deine lieben Worte. Ich weiss, wir müssen kämpfen, nur fällt mir das sehr schwer. Ich habe bis vor meinem Selbstmordversuch immer sehr git geschlafen und wirklich nie Probleme damit.
Zur Zeit nehme ich Doxepin, aber das hilft mir auch nicht wirklich so wie die vielen Medikamente, die mir seit Januar verpasst wurden, aber nicht halfen, sondern alles nur noch schlimmer machten. Es war der Entzug von clomipramin, was aber kein Arzt wahr haben wollte.
Und jetzt halt noch diese blöde Zöliakie, von der ich nie etwas erfahren hätte, wenn ich mir nicht hätte dasLeben nehmen wollen. Ich hatteja vor ein paar Monaten schon mal für 6 Wochen glutenfrei gelebt und bekam einen furchtbaren Blähbauch.
Wie schon erwähnt, schlafe ich erst seit meinem Suizidversuch so schlecht, manchmal schlafe ich auch etwas besser, so wie vorletzte Nacht. Du schläfst auch nicht gut, das tut mir sehr, sehr leid. Schalf war mir immer sehr wichtig.
Wie lang schläfst Du schon nicht mehr richtig ?
2006, als das alles anfing, hatte ich in keinster Weise Schlafstörungen. Wenn die nicht wäre, könnte ich mit meiner Angst und der Zöliakie besser umgehen. Das Doxepin möchte ich ausschleichen. Ich nehme es jetzt seit 7 Wochen, doch gebessert hat sich mein Schlaf nicht. Und es muss ja auch ohne Medikamente gehen. Vielleicht habe ich deshalb wieder Selbstmordgedanken. Ich weiss aber auch, das ich meine Familie für immer traumatisieren würde.

Liebe Grüße
Maja

24.07.2017 17:46 • #37


Maja72


Zitat von Schlaflose:

Ich fand diese Gedanken immer sehr normal. Ich habe mir keinen Kopf darum gemacht, dass sie nicht normal sein könnten. Ich hatte auch immer einen genügenden Vorrat an Schlaftabletten zu hause, um es durchführen zu können, wenn ich es nicht mehr aushalte. Ich finde, dass jeder das Recht hat, selbst zu entscheiden, wann er sterben will.


Ich denke immer, warum habe ich überlebt !

24.07.2017 17:47 • #38


Kion

Kion


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Zitat von Freisein:
Wenn du magst: Schreibe dir doch mal eine Liste mit Dingen, für die du früher mal noch Energie hattest, z.B. soziale Kontakte, Kurse besucht, einfach wie du vor dieser Dauermüdigkeit gelebt hast.

Weiß gar nicht ob ich mich daran erinnern kann, gefühlt war ich schon immer so. Viele Freunde hatte ich nie, motiviert war ich auch nie wirklich. Vielleicht ist es doch keine Depression sondern einfach meine Persönlichkeit.

Zitat von Schlaflose:
Ich finde, dass jeder das Recht hat, selbst zu entscheiden, wann er sterben will.

Das sehe ich ganz genau so.

24.07.2017 17:49 • x 1 #39


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Maja72:

Ich denke immer, warum habe ich überlebt !


Für deine Kinder. Stell dir mal vor, wie schlimm es für sie gewesen wäre, die Mutter zu verlieren.

Mich hat im Endeffekt immer der Gedanke davon abgehalten, dass ich das meiner Mutter nicht antun kann. Das hätte sie nicht ertragen, mich zu verlieren. Ich war ihr einziger Lebensinhalt. Und ich habe sie so sehr geliebt, dass ich es nicht über mich gerbacht hätte, ihr diesen Schmerz zuzufügen. Ich hatte sogar Überlegungen angestellt, ihr anzubieten, dass wir es beide zusammen machen oder dass ich sie vorher umbringe.

24.07.2017 17:56 • #40




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

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