siddhartha

235
Hallo Leute!
Ich bin grad am Verzweifeln und hoffe das ihr vielleicht die ein oder ander Idee habt.
Mein Problem ist Folgendes:
Bin schon seit einem Jahr krankgeschrieben, anfangs wegen einer Panickstörung, allerding stellte sich nach einiger Zeit raus, dass ich eine schwere Depression habe.
Ich befinde mich in der Ausbildung (kein Traumjob, war damals eher Notlösung), im 3. Lehrjahr.
EIgentlich würde ich jetzt meine Abschlussprüfung machen, aufgrund der Fehlzeiten geht das nicht.
Der nächste Termin wäre zur Winterprüfung.

Ich bin jetzt schon fast ein Jahr krankgeschrieben. Habe in der Zeit zweimal eine Wiedereingliederung gemacht und habe einen Klinikaufenthalt hinter mir.

Mein Zustand hat sich noch nicht soweit gebessert, wie ich es mir gewünscht hätte.

Ich würde vermutlich in 3 Wochen die nächste Eingliederung wagen.
Meine Therapeutin ist alles andere als begeistert davon. Ich bin weder "gesund", noch belastbar etc.
Sie sagte ich soll endlich aufhören funktionierenzu wollen.
Das wäre als wenn ich immer wieder die Kruste von der WUnde entferne und mich frage warum es nicht heilt.
Ihrer Meinung nach brauch ich Ruhe (sie sagte irgendwas von 6 Monaten) ohne Gedanken an die Zukunft.

Um die Sache ein wenig komlizierter zu machen:

Ich wohne nicht mehr zu Hause.
Vor der Erkrankung hab ich mein Leben durch die Ausbildungsvergütung, Berufsausbildungsbeihilfe, Kindergeld und Halbwaisenrente finanziert.

Aktuell bekomme ich Krankengeld (wird von meinem Azubilohn berechnet, yeah) Kindergeld und Halbwaisenrente.

Wie soll ich mir denn leisten mich noch länger rauszunehmen?
Krankengeld wird auch nicht ewig gezahlt.

Was mach ich dann?

Mach ich in 2 Wochen die dritte Eingliederung (wobei es sicher nicht plötzlich anders laufen wird als die Letzte)?

Breche ich die AUsbildung vielleicht ab und gehe sudieren?
Kann ich denn dem Druck standhalten? Und mach es Sinn alles kurz vorm Ende zu schmeißen?

Ich weiß nicht mehr weiter. Blicke ich in meine Zukunft sehe ich eine schwarze Mauer.

Meine Thera sagte irgendeine Lösung findet sich schon. Aber wie??
Ich weiß, dass ich laufen muss, sehe den Weg aber nicht.

Falls jemand eine Idee etc. hat, wäre das echt super.

Grüße
siddhartha

26.04.2012 18:03 • 03.06.2019 #1


16 Antworten ↓


siddhartha


235
ohhhhhhh!
Nun hab ichs abgesendet uns sehe die Rechtschreibfehler!!

Verzeihung, ist das peinlich.

26.04.2012 18:05 • #2


Bird


Hi, wer keine Fehler sucht, findet keine, ich habe wirklich keine gesehen... Was hindert dich denn daran im Winter die Prüfung abzulegen und dir fürs nächstes Jahr einen Studienplatz zu suchen? Was ist deine Richtung? So wie ich das sehe, steht dir alles offen und du hast auch einen guten Willen dazu, die Krankheit dein Leben nicht dominieren zu lassen.

Warum deine Therapeutin dich schonen will, verstehe ich nicht... sind deine Probleme so gravierend? Das kann ich mir bei deiner Zukunftsausrichtung irgendwie gar nicht so gut vorstellen...

LG Bird

27.04.2012 20:54 • #3


siddhartha


235
Guten Abend oder besser, Gute Nacht Bird!
Vielen Dank für deine Antwort!!

Es ist so, dass ich letzte Woche Freitag die Eingliederung bei 5Std. abgebrochen hab.
Bin zum Arzt geganden und saß wieder mal weinend vor ihm, weil ich noch nicht kann.
"Gesund"schreiben geht noch nicht. Hatte mit den 5Std, arbeiten schon meine Schwierigkeiten und kann mit nicht vorstellen wie ich wieder komplett arbeiten kann.
Deswegen diese "Schonhaltung" meiner Therapeutin. Weil ich versuche etwas zu erzwingen, das nicht funktioniert.

Ich frag mich halt, was ich jetzt tun soll.
In 2 Wochen den Arzt um eine neue Eingliederung bitten. Dabei wird es aber sicher nicht anders laufen als die letzten Wochen.

Mich weiterhin komplett krankschreiben lassen. Naja, das bin ich ja. Aber halt erstmal die dritte Eingliederung nicht beginnen.
Dann sammel ich weiterhin Fehlzeiten. Das könnte dann wiederum die Winterprüfung gefährden.

Und es ist natürlich alles auch ne finanzielle Frage.
Das Krankengeld läuft irgendwann aus. Hab im Kopf das es knapp über 70 Wochen gezahlt wird.
Was mach ich dann? Für den Fall das bei mir keine schnelle Besserung eintritt.


Naja und das mit dem Studium war eine Überlegung, weil ich in meinem Job keine Zukunft für mich sehe. Und Menschen und Ärzte in meiner Umgebung fragen, ob es nicht vielleicht Sinn machet die Ausbildung nicht zu ende zu machen, sondern etwas Anderes.




Vielleicht liest sich das alles ein bisschen "lächerlich" oder harmlos.
Für mich sind diese Fragen und Ahnungslosigkeit gepaart mit meinem aktuellen Zustand die Hölle.
Es bringt mich zur Verzweifelung.
und meine Thera hat sicher Recht, dass sich eine Lösung finden lässt. Ich kanns nicht sehen.
Es fühlt sich alles so endlos, hoffnungslos an.

Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe.

28.04.2012 01:27 • #4


Schlaflose

Schlaflose


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Wnn kein Krankengeld mehr gezahlt wird und du immer noch krank geschrieben bist, gibt es Hartz IV oder Grundsicherung oder etwas ähnliches. Also verhungern wirst du nicht. Da du in der Ausbildung bist und sowieso nicht viel verdienst, wird das keinen großen Unterschied machen. Aber je nachdem, wie alt du bist und wie die finanziellen Verhältnisse deiner Eltern sind, müssen sie dich unterstützen.

Viele Grüße

28.04.2012 08:16 • #5


siddhartha


235
Hallo Schlaflose,
vielen Dank für die Info.
Das ist schonmal ein "Problem" weniger. Und viel wert zu wissen, das im Fall der Fälle ich irgendwie finanziell gesichtert bin.

viele Grüße

28.04.2012 09:46 • #6


Bird


Guten Morgen siddharta,
vielen Dank für deine Wünsche, ich hoffe du hattest auch eine erträgliche Nacht. Danke auch für die Beschreibung deiner Situation, jetzt kann ich auch deine Therapeutin verstehen... du befindest dich also in einer Zwickmühle zwischen dem Wunsch nach dem Erfüllen deiner Pflichten hinsichtlich der Prüfung, und der Perspektivlosigkeit des Berufs, dazu der finanzielle Druck.

Ich denke manchmal gibt es neue Wege, und man sollte überlegen, ob das Gefühl des Unwohlseins oder bei dir auch die Symptomatik nicht nur Anzeichen dafür sind, dass man den alten Weg schleunigst verlassen sollte. Gesund werden? Dann ein Studium? Das sind doch super Optionen. Dafür kann man doch die Prüfung auch sausen lassen. Wie viele haben schon ihre Ausbildungen sogar mehrmals abgebrochen, neue angefangen. Manchmal weiß man erst nach einigen Erfahrungen was genau man machen will, wozu man sich am besten eignet.

Offensichtlich hast du Ärzte, die dein Problem verstanden haben. Super, das ist viel Wert. Mach es ihnen doch nach, setzt dich selbst unter gar keinen Druck... Das Finanzielle - lass dir doch einen Termin bei einer Sozialberatung geben, gibt es bei Diakonie und Caritas kostenlos, dann weißt du auch genau, was auf dich zukommen wird. Das Lebensminimum ist immer sicher. Und manchmal kann es sogar Freude machen sich vorübergehend oder auch dauerhaft vom Konsumzwang, den uns unsere Gesellschaft beschert, zu befreien. Es gibt jedenfalls auch anderes als Geld...

Sicher fällt mir mit der Zeit zu deinem Thema noch etwas ein, oder dir, jetzt jedenfalls wünsche ich dir erst mal einen wunderschönen Tag.

Ach - und darf ich fragen warum Siddhartha? Buddha oder Hesse?

lg Bird

28.04.2012 10:07 • #7


siddhartha


235
Hallo Bird!
Deine Worte haben sehr gut getan - danke.

Aber ist es nicht irgendwie dumm, so kurz vorm Ende das Handtuch zu werfen?
Was ist wenn ich es tue, studieren gehe und ich es nicht schaffe? Oder der Studiengang mir garnicht zusagt.
Dann hab ich garnichts. Werd ja auch nicht jünger.

Harrrr.....

Und danke für die Info mit der Sozialberatung. Die Idee war mir noch garnicht gekommen.
Und schaden kann es keineswegs.
Lieber eine Info mehr als weniger.

Klaro darfst du nach dem Namen fragen.

Falls du noch ne Idee etc. haben sollstest wäre das wunderbar.

viele Grüße

28.04.2012 18:29 • #8


Bird


Hallo siddhartha,

ist der Termin im Winter deine letzte Möglichkeit? Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Wenn man krank ist, ist man krank, warum sollte man denn deshalb benachteiligt werden? Andererseits hast du aber auch geschrieben, dass du für dich in dem Beruf keine Zukunft siehst. Und deshalb denke ich, dass deine Bemühungen bei dir zum inneren Konflikt führen oder beitragen könnten. Wenn das so wäre, würde dir eine vollkommen andere Richtung sicher gut tun. Die Jahre der Ausbildung sind kein verlorenes Land, denn du hast etwas gelernt. Und bei den derzeitigen Lohnverhältnissen ist es eher schon bald egal ob man einen richtigen Abschluss hat oder nicht, nach Tarif wird vielerorts gar nicht mehr gezahlt.

Man kann auch verschiedenes studieren, man kann Orientierungssemester belegen, das ist doch alles gar kein Problem. Auch viele Ältere studieren, die z. B. davor schon Familien gegründet haben. Toll ist doch, dass für dich die Möglichkeit überhaupt gegeben ist. Was würdest du gerne machen wenn es dir besser geht? Was interessiert dich? Ich finde du schreibst total schön. Und liest schöne Bücher. Mir ist Hesse immer ZU schön gewesen... er passt nicht zu meiner dunklen Seele...



Ich bin gespannt, ob ich dir jetzt deine Sorgen ein wenig ausreden konnte. Aber sag bitte nicht aus Höflichkeit JA..!



Liebe Grüße Bird

28.04.2012 21:58 • #9


Larale


Hi Siddhartha,

was du schreibst spricht mir ein bisschen aus der Seele, ich bin in einer ganz ähnlichen Situation. Bin nur schon ein bisschen weiter - zumindest zeitlich gesehen.
Befinde mich gerade im letzten Abschnitt meines Studiums und habe mich vor einem Jahr mit meiner Panik-Störung, Depression und diversen (Krankheits-)Symptomen konfrontiert gesehen. Mir war (ist auch jetzt noch) alles zu viel. Dann habe ich festgestellt, dass mir mein Studium keine ausreichende Sicherheit in Zukunft bietet und mir gleichzeitig auch keine Freude mehr bereitet -so ein miiiiist. Stehe finanziell auch auf super-wackligen eigenen Beinen. Habe erst nebenher gearbeitet, bis ich dann kündigen musste, da ich aufgrund der Depression mit nichts mehr fertig wurde. An dem Punkt musste ich mich entscheiden, wie ich schwimme. Das war ein seeehr schwieriger Prozess und auch heute ändert sich alls noch jeden Tag aufs neue So ist das leider wenn man keinen finanziellen Rückhalt hat. ABER
Es ist auch eine Chance. Was ich nun bisher gemacht habe - ich habe den großen (für mich wahnsinnigen) Schritt gemacht einen Kredit aufzunehmen, der mir den Druck des Geld-verdienen müssens nimmt. Und ich habe mich dazu entschieden damit den letzten Rest meines Studiums einigermaßen abzuschließen. Allerdings sehe ich es mehr wie Bird - es ist auch nichts verloren, wenn du es nicht tust. Die Erfahrung zählt. Und ich werde ein völlig neues - anders gerichtetes Studium beginnen. Denke das wird mir guttun und ein wenig Sicherheit bieten in Zukunft. Auch dieses Studium werde ich über einen Kredit finanzieren, zumindest bist es mir hoffentlich besser geht (kann noch nicht sagen wie lange das dauert und ich denke man darf sich da auch nicht selbst! unter Druck setzen.)
Ist übrigens kein BAFÖG, sondern eine Mischung aus Studiendarlehen und normalo Kredit. Falls du also etwas findest, das du sehr gerne Studieren möchtest- es gibt auch da Möglichkeiten!
Da ich den Kredit niemals genommen hätte, wenn mir meine Therapeutin nicht ins Gewissen geredet hätte, möchte ich das gerne so weitergeben. Mittlerweile finde ich sie hat Recht. Es macht einen zwar anfangs nervös Schulden anzuhäufen, aber bevor es gesundheitlich weiter bergab geht - ist es das wert! Und im Endeffekt hat man dann später einen Beruf mit dem man alles fair Stück für Stück abbezahlen in solchen Raten, dass es einem nicht weh tut. Das ist das feine an den Studiendarlehen. Und was ich noch versuche zu lernen - und was du ebenfalls tun solltest: Lernen, nicht alles vorrausplanen zu wollen. Ich denke damit hast du auch ein großes Problem oder?
Bin dabei, es ist aber schwer. Nur: Es funktioniert eh nie so wie man es plant. Das ist eine essentielle Wahrheit
Ich war mir 1000000&ig sicher, dass das mein Traumjob ist - und jetzt? Haha

Vielleicht hilft dir so ein Erfahrungsbericht ja ein bisschen weiter
Du bist nicht allein!

Liebe Grüße,
Larale

29.04.2012 00:03 • #10


siddhartha


235
Hi,

@Bird: Vielen Dank für deine Worte, das tut echt gut.
Du hast recht mit dem was du schreibst und meine Situation ist auch sicher nicht so schwarz wie ich sie male. Dennoch bleibt eine Restverzweiflung übrig.
Aber du hast es geschafft mich ein ganzes Stück zu beruhigen, danke!
Ich glaub wenn ich nicht ich wäre, sondern mir jemand anderes die Situation beschreiben würde, würde ich bestimmt so argumentieren wie du.
Irgendwie lustig mit welchen Gedanken man hardet, wenn man selbst im Loch sitzt....

Hab verschiedene Ideen bzgl einer Studienrichtung.
Es geht in Richtungen wie: Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Kunst,....

Im Prinzip weit weg von dem Feld auf dem ich mich momentan bewege.
Ich lüfte mal das Geheimnis: zahnmedizinische Fachangestellte.
Es ist kein schlechter Beruf, aber auch keiner in dem ich meine Zukunft verbringen möchte.

Hast du "Steppenwolf" von Hesse gelesen?


@Larale: Es ist "schön", dass du meine Situation ähnlich selbst kennst. Obwohl, "schön" ist das falsche Wort. Bin ja nicht schadenfroh und wünsche dir diese Situation. Eher im Sinne von "hey, jemand kann nachempfinden wie ich mich fühle.
Ich kann mir vostellen wie viel Energie und Überwindung dich das alles gekostet hat.
An welchem Punkt konntest du eine Ents
cheidung für dich treffen, ohne das Gedanken an mögliche Konsequentzen einen "Leidensdruck" verursachen?

das mit dem Vorrausplanen ist so eine Sache.
Allerdings, bei Dingen die mich unmittelbar in sehr Naher zukunft abspielen, schon.

Ich glaub mein Problem ist eher sowas wie "Kontrollverlust".
Momentan bin ich der Situation und meiner Krankheit ausgeliefert, damit kann ich nicht umgehen.

Eigentlich bin ich der Meinung, das man immer die Wahl hat und somit Kontrolle.
Aber momentan ist mein Spielfeld begrenzt....
Und es ist nicht absehbar, wann dieser Zustand vorbei ist.

Ich danke dir sehr für deinen Beitrag.
Es tut gut wenn man von Menschen hört, die das kennen.

viele Grüße und einene schöne Nacht euch beiden.

29.04.2012 23:38 • #11


Larale


Hallo Siddhartha,

ja ich weiß genau wie du es meinst

Naja, also wenn ich wieder in meine Panik-Phasen komme, dann fange ich natürlich wieder an, an meinem "Zukunftsrad" zu drehen. Wie soll ich das je abbezahlen? Wie finde ich überhaupt einen Job? Wo soll ich dann wohnen? Wann muss ich umziehen? Sollte ich mein Internet vielleicht besser nicht auf 24 Monate bestellen? Oje, was ist, wenn ich doch keinen Kredit finde?

Naja, aber ich versuche bei dem Thema schnell einfach wieder einzulenken indem ich mir sage, dass man sowas nie planen kann und es nichts Schlimmes ist, das mir je jemand vorhalten würde und ich deshalb egal in welcher Situation immer mit "geradem Rücken" dastehen kann und keiner mich verfluchen wird. Außerdem hat bisher immer alles irgendwie geklappt - nur ich habe eben jetzt mal das Vertrauen in mich verloren. Soll schonmal vorkommen

Deine mögliche Studiengangwahl geht übrigens sehr in meine Richtung

Auch die Sache mit dem Kontrollverlust kenne ich nur zuuu gut.
Aber ich finde man müsste das eigentlich eher versuchen als Herausforderung zu sehen. Viele Leute suchen ein Abenteuer, wir bekommen es vor die Füße geworfen. Zwar nicht im Dschungel, aber wer braucht schon Spinnen und Schlangen
Ich denke, wenn wir nicht verzweifeln und uns in uns selbst eingraben, dann können wir irgendwann zurückschauen und uns selbst sagen, wie viel wir schon aus eigener Kraft geschafft haben! Sowas muss man halt auch erstmal durchmachen. Und wer weiß wohin uns das alles führt. Klingt zwar jetzt sehr pathetisch und alles - auch für mich selbst klingt das in schwierigen Momenten und Zeiten wie eine Phrase - aber ich weiß, dass es einfach stimmt. Logisch betrachtet.

Gestern ist mir der Spruch wieder eingefallen: "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen." - Richtig oder?
Die Frage ist nur was - aber wir sind ja viele hier, da muss doch eine Antwort für jeden bei rausspringen

Viele liebe Grüße!

01.05.2012 23:11 • #12


Bird


Hallo siddhartha,
danke für deine lieben Wünsche. Klingt super, was du vorhast. Hoffentlich kannst du das alles bald bewältigen.. Mir geht es eigentlich nicht viel besser als den anderen, was ich schreibe, das sind zwar Lösungen, die theoretisch klar sind, in der Praxis sieht es aber doch bei uns allen ganz anders aus. Aber gut, immerhin weiß man, dass es Wege gibt.

Mit Hesse konnte ich früher leider nichts anfangen, und momentan lese ich nur noch Sachbücher... Außer einem Buch... Gabriel Laub - Gespräche mit dem Vogel. Ein uralter Vogel, der ein Leben in Freiheit hinter sich hat und den Rest seines Lebens im Käfig verbringt, vergleicht in gemeinsamen Gesprächen mit einem Menschen die menschliche und die tierische Art zu denken und zu handeln... Ja, manchmal ist es schon schwierig sich mit all den Veränderungen und Problemen der Welt auseinander zu setzen, und doch kann man dann bei sich selbst etwas relativieren, oder versuchen sich die eigenen Probleme ein wenig schön zu reden - so alt und vertraut.. und nicht zu groß, hätte ja auch schlimmer sein können!

Ich wünsche dir , dass du bald vorankommst - hast du alle Ratgeber, weißt du wie du mit all den Schwierigkeiten umgehen kannst? Und weißt du, dass Rückschläge auch nur wieder alte Bekannte sind, die man auch höflich begrüßen kann... hi hi...
Das ist mir jetzt dazu eingefallen..


Gute Nacht, alles Liebe, und bis bald.. lg Bird

01.05.2012 23:31 • #13


siddhartha


235
Hallo ihr Lieben,

war gestern bei meiner Therapeutin. Ich habe eingesehen, das es nichts bringt, wenn ich jetzt die dritte Eingliederung antrete.
Wie es jetzt genau weiter geht, weiß ich leider noch nicht.
Aber mit der Einsicht bin ich schonmal ein Schritt weiter. Auch wenn es nur ganz kleine Schritte sind.

Beim nächsten Termin mit dem Arzt hat er vielleicht eine Idee, was man noch tun könnte. Oder kennt sich mit rechtlichen Schritten aus.
Vielleicht kann ich ja zur Berufsschule gehen und anschl. an der Prüfung teilnehmen, ohne momentan arbeiten zu gehen.

@Larale: Dann befindest du dich ja hin und wieder doch in einer Zweifelphase, ignorierst das aber, wenn ich das richtig verstanden hab?
Hoffe das es weiter so für dich klappt.
Es gibt ja auch genug Menschen, die das tun ohne Gedanken an mögliche Konsequenzen bzw. ohne verrückt zu werden.

Ist alles nur eine Einstellungssache oder eine Frage des Blickwinkels.

Nur wenn man so festgefahren ist in seiner Sichtweise, ist es oft schwierig diese komplett hinter sich zu lassen.
Die Gefahr ist recht groß in alte Muster zu verfallen.

Wenn ich zwischdurch wgen wasauchimmer durchdrehe, fragt mein Freund mich immer: "Was ist das schlimmste was dir passieren kann?"
Denk man dieses Szenario zuende, stell man fest "NICHTS"

Das weißich zwar aber wirklich begriffen hab ich es leider noch nicht.

Was studierst du denn, wenn ich fragen darf. Und was war deine erste Studienwahl?


@Bird: Es ist wirklich schade, dass es dir auch nicht unbedingt besser geht - die Theorie hast du nämlich verdammt gut drauf.
Ich wünsche dir das du deine Ansätze irgendwann soweit für dich nutzen kannst, das es sich leichter leben lässt.
Ich mein, es ist immer schwierig zu beurteilen wenn man die Menschen nicht kennt, aber vom lesen her, denke ich das du den Schlüssel in dir trägst.

Ich versuch mich mit den Rückschlägen, in welcher Form auch immer, anzufreunden.
Denn das ist gesünder als dagegen anzukämpfen.
unktioniert aber in dem meißten Fällen nicht.
Auch wenn sich das Monster in meinem Kopf hin und wieder meldet, versuche ich es aus Freund zu betrachten.
Aber es ist ein Ar..
Und wenn es mir was zeigen will, soll es sich deutlicher ausdrücken.

Das Buch klingt seeeehr gut! Werd es mal für die Zukunft im Hinterkopf behalten.
Monentan liegen hier noch ein paar Bücher die darauf warten gelesen zu werden.
Sehr ans Herz legen kann ich dir auch "Ismael" von Daniel Quinn.
Es ist ein Gespräch zwischen "Schüler" und "Lehrer", wobei der Lehrer ein Gorilla ist.
Und wenn du "schöne" Bücher nicht so recht magst, "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley. Ist sehr lesenswert.

Ratgeber besitzte ich nicht wirklich. Mit einigen weiß ich nichts anzufangen. Oder find den Ansatz gut, weiß ihn aber nicht für mich zu nutzen....
Hast du vielleicht ein paar Tipps?

viele liebe Grüße und einen schönen Tag

03.05.2012 11:26 • #14


Sxphxe290


2
1

Depressionen in der Ausbildung

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin neu hier im Forum um mir zu dem oben genannten Thema ein paar Eindrücke abzuholen. Ich danke im Voraus schon mal fürs lesen und eure Hilfe
Ich bin 19 Jahre alt uns seit 1,5 Jahren in der Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei meinem großen Unternehmen. Anfangs gefiel es mir sehr gut. Ich habe sehr nette Arbeitskollegen und habe viele neue Leute kennen gelernt. Seit einiger Zeit ist uns nun bekannt, dass wir vorerst die letzten Azubis in diesem Berufsbild sind und so werden wir in letzter Zeit auch behandelt. Es besteht seitens des Unternehmens kein Interesse mehr an uns. Ich bekomme in meiner Abteilung keine Aufgaben und Hilfen ehr obwohl ich regelmäßig frage. Ich werde quasi links liegen gelassen. Im august ist Abteilungswechsel, allerdings hat unsere Ausbilderin nicht mal eine Ahnung wohin mit uns weil keiner Azubis haben möchte. Da ich täglich sehr früh aufstehe und die Berufsschule sowie Arbeitsstelle anderthalb Stunden von mir weg sind ist das mittlerweile schon stressig für mich. Das frühe aufstehen, dann unmotiviert weil man weiß man wird nicht wertgeschätzt, all das und noch dass wir nicht mehr übernommen werden, was uns schon gesagt wurde, prasselt momentan auf mich ein. Ich habe gar keine Lust mehr zur Arbeit zu gehen. Ich stehe mit Bauchschmerzen auf bin nur noch am weinen und weiß einfach nicht wie ich diese ganzen Probleme in den Griff bekomme. Ich will nur zuhause bleiben und mich verkriechen. Ich habe mich schon wegen vorgetäuschten weh wehchen krankschreiben lassen, weil ich einfach nicht mehr kann und total unkonzentriert bin. Dazu kommt noch dass die Berufsschule auch nicht so das wahre ist, einfach weil nie ein Lehrer da ist sondern wir bloß Arbeitsmaterial bekommen dies bearbeiten und dann Lösungen erhalten. Es wird nichts erklärt da die Lehrern nie da sind.
Ich hoffe ihr könnt euch einen kleines Bild verschaffen und mir von euren Erfahrungen, falls vorhanden, berichten und mir eventuell Ratschläge geben.
Liebe Grüße Sxphxe290

03.06.2019 06:00 • #15


petrus57

petrus57


14158
158
7874
Hast du da keinen Ansprechpartner an den du dich wenden könntest. Ich dachte in Deutschland herrscht Fachkräftemangel. Dann sollte man die aber auch richtig ausbilden.

03.06.2019 08:27 • #16


Sxphxe290


2
1
Mein Ansprechpartner ist nur meine Ausbilderin, mit der ich heute ein Gespräch habe und die Situation erkläre.

03.06.2019 08:39 • #17



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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