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Momo88
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Hallo zusammen,

ich würde mich sehr freuen, wenn sich hierzu jemand ggf. äußern könnte und meine unten aufgeführten Anliegen irgendwie einschätzen könnte, natürlich habe ich das so auch an einen Psychiater geschickt.
Vielen Dank vorab!

Zusammenfassung des Krankheitsverlaufs und der aktuellen Behandlung
Diagnostischer Verlauf

Es handelt sich aktuell um die 4. depressive Episode, wobei frühere Episoden jeweils in eine (Teil-)Remission übergingen.

2014
Erste dokumentierte Episode, vorwiegend angstgetrieben
Auslöser: Umzug und Beginn des Studiums
Beginn Behandlung mit Escitalopram 10 mg, später Reduktion auf 5 mg
(Teil-)Remission

2020
Ausschleichen und Beendigung der Medikation
Remission

2021
Erneute Episode, vorwiegend angstgetrieben
Auslöser: Stress
Wiedereinleitung Escitalopram 10 mg
(Teil-)Remission

2024
Ausschleichen / Ende der Medikation
Bei 5 mg kein nachweisbarer Medikamentenspiegel (Hinweis auf mögliche Besonderheiten der Metabolisierung)
Neue Episode (Auslöser: Trennung, Hauskauf, Stress)
Beginn Escitalopram 15 mg und Psychotherapie
Dosissteigerung auf 20 mg (Medikamentenspiegel im unteren therapeutischen Drittel), anschließend Steigerung auf 30 mg
(Teil-)Remission

2025 – aktuelle Episode
Mögliche Auslöser: hohe Belastung nach sehr aktivem Sommer, neue Partnerschaft mit zusätzlicher Verantwortung, intrusive Gedanken
Zunehmender sozialer Rückzug, verstärktes Schlafbedürfnis am Nachmittag, ausgeprägte Angst- und später depressive

Symptomatik
Erhöhung Escitalopram bis 40 mg ohne ausreichenden Effekt, anschließend Reduktion
Beginn TMS (Theta-Burst, Tübinger Protokoll, bilateral)
Verlauf unter TMS (inkl. Medikation während der Umstellung)
Woche 1: Abends noch sportliche Aktivität möglich, Motivation teilweise erhalten
Woche 2: Beginn der Umstellung von Escitalopram auf Venlafaxin
Venlafaxin 75 mg + Escitalopram 10 mg
Deutliche Verschlechterung, zunehmende Bettlägerigkeit
Woche 3:
Venlafaxin 150 mg + Escitalopram 5 mg
Weitere Verschlechterung der Symptomatik
Woche 4:
Venlafaxin 150 mg + Escitalopram 0 mg
Fortbestehend zunehmende Symptomlast
Insgesamt 22 TMS-Sitzungen, ohne klinische Besserung, Symptome im Verlauf zunehmend stärker

Medikamentöse Anpassungen (aktuell)
Venlafaxin:
7 Tage 75 mg
14 Tage 150 mg
seit 4 Tagen 225 mg
Mirtazapin 15 mg abends
Pregabalin 150 mg/Tag (50 mg morgens, mittags, abends)
Lorazepam 0,25–0,5 mg bei Bedarf

Weitere (aktuell nicht eingesetzte) Medikamente
Trazodon (abgesetzt wegen Kopfschmerzen)
Trimipramin (wirksam für Schlaf)
Quetiapin 25 mg (wirksam, jedoch starke Sedierung)

Aktuelle Symptomatik
Schwindel, „Brain Fog“, Depersonalisation („neben mir stehen“)
Muskelzucken, Zittrigkeit
Ausgeprägtes Morgentief mit starker depressiver Schwere
Tagsüber starke innere Unruhe und Angst, besonders nach Mittagsschlaf
Abends teilweise Stabilisierung
Schlaf insgesamt vorhanden, jedoch weniger erholsam mit Früherwachen
Lorazepam führt kurzfristig zu deutlicher Angstreduktion und kognitiver Stabilisierung
Komplett zurückgezogen, nichts arbeitsfähig

Nicht vorhandene Symptome
Kein Weinen, keine ausgeprägte Trauer
Keine relevanten Selbstwert- oder Zukunftsängste außerhalb der aktuellen Episode

Behandlungsanliegen
- Einschätzung der aktuellen Medikation und des erwartbaren Zeitrahmens bis zur möglichen Wirkung, ich bin verzweifelt
- Perspektivisch Reduktion von Lorazepam aufgrund Abhängigkeitsrisiko, Ziel ist, dass Pregabalin – ggf. nach Dosisanpassung – ausreichend anxiolytisch wirkt, sodass Lorazepam perspektivisch nicht mehr benötigt wird
- Einschätzung, ob Pregabalin in aktueller Dosierung bereits einen ausreichend anxiolytischen Effekt entfalten kann
- Klärung, ob Escitalopram möglicherweise über Jahre nicht ausreichend wirksam war, da der Medikamentenspiegel bei 20–30 mg nur im unteren therapeutischen Drittel lag (2025) und bei 5 mg kein nachweisbarer Spiegel bestand (2024). Frühere Episoden traten überwiegend ohne prophylaktische Medikation auf, mit Ausnahme der aktuellen Episode, in der noch Escitalopram eingenommen wurde

09.02.2026 #1





Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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